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Veröffentlicht am 23.02.2017

Ein Gesamtkunstwerk

Wo die Geschichten wohnen
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Es gibt Bücher mit wundervollen Geschichten, die uns Leser prägen und ein ganzes Leben begleiten. Auch ich kann mich noch sehr gut an viele wunderbare Bücher erinnern, die ich in meiner Kindheit gelesen ...

Es gibt Bücher mit wundervollen Geschichten, die uns Leser prägen und ein ganzes Leben begleiten. Auch ich kann mich noch sehr gut an viele wunderbare Bücher erinnern, die ich in meiner Kindheit gelesen habe: „Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner, „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe und „Huckleberry Finn“ von Mark Twain waren nicht die einzigen Klassiker, die mich als Kind für sich eingenommen haben und meinen Charakter ein Stück weit geformt und gestärkt haben. Obgleich schon einige Jahrzehnte ins Land gezogen sind, begleiten sie mich noch heute. Sie zieren immer noch mein Bücherregal und warten darauf an meinen Sohn weitergegeben zu werden. In Oliver Jeffers und Sam Winstons neuestem Werk „Wo die Geschichten wohnen“ geht es um diese wunderbaren Geschichten, die die Macht haben viele Generationen zu prägen und zu überdauern.

Ein kleines Mädchen segelt mit ihrem Floß über ein Meer aus Buchstaben. Auf ihrer Reise durch die Welt der Geschichten trifft sie Jungen. Sie erzählt ihm von der Magie, die viele Bücher umgeben und zeigt ihm, was mit ihnen möglich ist. Welch grenzenlose Freiheit sie vermitteln können, wenn man in sie eintaucht und seiner Fantasie freien Lauf lässt. Sie zeigt ihm, dass jeder in der Welt der Geschichten willkommen ist und gemeinsam verlieren sie sich in Zauberwäldern, erklimmen Berge aus Märchen, entkommen Ungeheuern in verwunschenen Schlössern und schlafen in Wolken aus Musik.

Die ersten Seiten dieses außergewöhnlichen Buches wurden von Oliver Jeffers und Sam Winston sehr spärlich gestaltet und bieten der Geschichte eine ruhige Einleitung. Das mit schwarzen Pinselstrichen gezeichnete Mädchen gleitet mit ihrem Floß - ihren Füße badend in einem Meer aus filigranen Buchstaben, über weiße Seiten dahin. Mit jeder Seite wächst die Geschichte und die Illustrationen werden imposanter und zu einem farbintensiven Feuerwerk mit Figuren aus den schönsten Klassikern. Illustration und Wort gehen hierbei tänzelnd eine Symbiose ein.
Fotografische Abbildungen ergänzen gezeichnete Illustrationen und werden untermalt von einzelnen Buchstaben und Textauszügen beliebter Bücher. Viele Titel von wunderbaren Geschichten werden in den zahlreichen Szenen sichtbar und wecken bei jedem Leser wunderschöne Erinnerungen.
Die Schrift wirkt kindlich, mal gezähmt, mal wild. Einzelne Worte werden in vollständig groß abgebildet, um ihre Bedeutung zu intensivieren.

Oliver Jeffers und Sam Winston haben mit „Wo die Geschichten wohnen" ein Gesamtkunstwerk erschaffen, welches man immer wieder gerne durchblättern möchte und das in keinem Bücherregal fehlen darf. Es ist eine Liebeserklärung an das Lesen, an zahlreiche Klassiker und ein Genuss für alle Sinne. Auf beeindruckende Weise erzählen beide Autoren, wozu Geschichten fähig sind und welche Möglichkeiten sie dem Leser offenbaren, wenn dieser sich auf den Worten treiben lässt.

www.kathrineverdeen.blogspot.de

Veröffentlicht am 27.11.2019

Fischtastisch!

Kuschelflosse – Der knusperleckere Buchstabenklau
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Bei einigen Autoren frage ich mich wirklich, ob ihnen jemals die Ideen ausgehen. Bei Nina Müller ergeht es mir so. Insgesamt haben wir schon 4 fischtastische Abenteuer von Kuschelflosse und seinen Freunden ...

Bei einigen Autoren frage ich mich wirklich, ob ihnen jemals die Ideen ausgehen. Bei Nina Müller ergeht es mir so. Insgesamt haben wir schon 4 fischtastische Abenteuer von Kuschelflosse und seinen Freunden erleben dürfen und die Autorin wird nicht müde uns mit neuen großartigen Ideen zu überhäufen. Nachdem wir in Band 4 eine kleine akustische Pause genommen und „Die mächtig magische Glitzerbohne“ selbst gelesen haben, zog mit „Der knusperleckere Buchstabenklau“ ein weiterer Band der Kinderbuch-Reihe als Hörbuch bei uns ein. Denn wir hatten trotz der wunderbar illustrierten Bücher das Verlangen uns wieder vorlesen zu lassen.

Der knusperleckere Buchstabenklau

In „Kuschelflosse: Der knusperleckere Buchstabenklau“ von Nina Müller wird es dieses Mal richtig spannend. In Fischhausen gehen merkwürdige Dinge vor sich. Ein Radio-Schluckauf stört Kuschelflosses Traumstunde und Fischhausen machen sich Lücken in Zeitungen, Büchern und auf Schildern breit. Die fischigen Freunde Kuschelflosse, Sebi, Emmi und Herr Kofferfisch stellen eine köstliche Buchstabenfalle auf, um den Dieb auf frischer Tat zu ertappen. Doch der Dieb geht sehr geschickt ans Werk und kurzer Hand sind die leckeren Buchstaben verschwunden. Kurzerhand macht sich Kuschelflosse mit seinen Freunden auf den Weg, um den Dieb ausfindig zu machen. Zum Glück hat dieser eine Spur hinterlassen, die sie überraschenderweise in die Mjammjam-Fabrik führt.

Was haben Buchstaben in einer Lebensmittelfabrik zu suchen?

Findige Detektive haben sicher schon eine Idee, jedoch werden unsere literarischen Figuren von der Antwort auf diese Frage überrascht. Doch vorher werden alle auf eine wilde und abenteuerliche Buchstabenjagd geschickt. Die Freunde und der Zuhörer lernen auf dieser spannenden Reise neue Meeresbewohner kennen. Die einen friedlich, die anderen weniger … Zwischendrin gibt es viele urkomische Szenen, die erneut mit viel Sprachwitz und Wortakrobatik gezeichnet wurden. Mein Sohn hat in keinem der vorherigen Bände so intensiv mit gefiebert und gelacht. Obgleich alle sehr humorvoll gestaltet wurden.

Gewichtige Botschaften – kindgerecht verpackt

Wie auch in den anderen Geschichten vom Fellfisch Kuschelflosse und seinen Freunden, findet man auch hier einige gewichtige Botschaften – kindgerecht verpackt und gekonnt im Geschehen platziert, sodass jedes Kind und jeder Erwachsene etwas davon mit in seinen Alltag nehmen kann.

Perfektioniert wurde dieses Hörbuch von den stimmigen Hintergrundgeräuschen und der Musik. Vor allem aber vom Sprecher Ralf Schmitz, der bisher alle Geschichten der Fischhausen-Reihe vertont hat. Denn seine Art zu sprechen, verleiht der an sich schon sehr dynamischen Geschichte noch mehr Schwung. Jede literarische Figur hat dank ihm großen Wiedererkennungswert, denn alle werden von Ralf Schmitz mit verschiedenen Sprachfehlern und Tonlagen ausgestattet.

Noch ein Tipp: Mit knurrendem Magen sollte man dieses Hörbuch auf keinen Fall beginnen! Spätestens nach dem es in der Mjammjam-Fabrik so richtig interessant wird, werdet ihr einen noch größeren Hunger verspüren und verpasst womöglich viele großartige und urkomische Szenen.

https://kathrineverdeen.de/

Veröffentlicht am 27.11.2019

Eine leckere Fortsetzung

Scarlett (Scarlett 2)
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Kennt ihr das? Es gibt Bücher, die euch mitten in euer Leserherz getroffen und all eure Erwartungen übertroffen haben. Und weil dieser Buchschatz so perfekt für euch war und in sich abgeschlossen, sehnt ...

Kennt ihr das? Es gibt Bücher, die euch mitten in euer Leserherz getroffen und all eure Erwartungen übertroffen haben. Und weil dieser Buchschatz so perfekt für euch war und in sich abgeschlossen, sehnt ihr euch nach einer Fortsetzung. Denn die literarischen Figuren haben euch mit ihrer bewegenden Geschichte so verzaubert, dass ihr nach mehr lechzt. So erging es mir mit „Scarlett: Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie“ von Laurel Remington. Dieses Buch war so bewegend und lebendig – vor allem hat sie mir großen Hunger bereitet. Ich konnte mich am Ende dieses Buches nur schwer von dieser wunderbaren Geschichte und den liebenswerten Charakteren trennen. Umso mehr habe ich mich gefreut zu hören, dass es mit „Scarlett: Ein Klacks Sahne und eine Handvoll Konfetti“ eine Fortsetzung geben wird.

Scarlett: Ein Klacks Sahne und eine Handvoll Konfetti

Für diejenigen, die die literarische Hauptfigur noch nicht kennen: Scarlett ist die Tochter einer bekannten und erfolgreichen Bloggerin, die Themen auf ihrem Blog anspricht, die alles andere als angenehm für Scarlett sind. Mit den peinlichsten Erlebnissen aus ihrem Alltag wurde sie zum unfreiwilligen Star des Blogs und die Tatsache, dass eigentlich jeder aus ihrer Schule darüber Bescheid weiß, war nur sehr schwer für sie zu ertragen. Doch Scarlett hat einen Weg gefunden, um ihrer Mutter zu verdeutlichen, was sie ihrer Tochter insgeheim mit ihren Posts antut. Und sie hat ihre Leidenschaft für das Kochen und Backen entdeckt und einige Mitstreiter für einen geheimen Kochklub gefunden.

Achtung: Mit dem Lesen dieses Buches nehmen Sie mindestens 2kg an Körpergewicht zu!

Auch in der Fortsetzung wird wieder viel gekocht und gebacken. Eigentlich müsste man auf dem Cover eine Warnung abdrucken lassen, denn die Kreationen des geheimen Kochklubs werden wieder so bildhaft beschrieben, dass man selbst einen riesigen Appetit bekommt. Doch in diesem Band wird es auch wieder etwas unruhiger. Scarlett plagen einige Sorgen und auch ihre Mutter scheint – im Angesicht der anstehenden Hochzeit mit Emory -wieder etwas durcheinander zu sein. Zum Teil konnte ich es nachvollziehen. Zum größten Teil habe ich mich aber einfach über sie geärgert, weil sie anscheinend nichts dazu gelernt hat und wieder ihre „Nabel der Welt“ Nummer durchzieht. Das war mir persönlich zu viel.

Persönliche Krisen und die Schattenseiten der Bloggerwelt

Auch Scarlett wirkte in diesem Band verunsichert – ganz zu Recht! Sie muss sich mit Menschen auseinandersetzen, die sie eigentlich nicht in ihrem Leben haben möchte. Dazu kommt, dass einige Mitglieder des geheimen Kochklubs ein bisschen neidisch auf den Erfolg von Scarletts Posts auf dem Blog sind. Hello Schattenseiten der Bloggerwelt! Wer kennt sie nicht … Auf jeden Fall versucht Scarlett einen Weg zu finden, alle Fronten etwas zu beruhigen. Der Klacks Sahne ist die kleine Liebesgeschichte am Rande der Handlung, die sich zurückhalten und sehr süß in die Geschichte einfügt.

Auf die Fortsetzung „Scarlett: Ein Klacks Sahne und eine Handvoll Konfetti“ von Laurel Remington habe ich mich sehr gefreut. Obgleich ich sehr vom ersten Band verwöhnt wurde, konnte mich diese Geschichte nicht enttäuschen. Obgleich ich sie gerade zu Beginn etwas zu unruhig und verworren empfand. Doch mit jeder gelesenen Seite fand ich die liebenswerte Scarlett wieder, die ich in Band 1 zurückgelassen hatte. Geblieben ist das tiefe Bedürfnis ein paar klare Worte mit Scarletts Mutter zu sprechen – vielleicht legt sich das ja mit dem nächsten (ich habe keine Ahnung, ob es ihn geben wird) Band?

https://kathrineverdeen.de/

Veröffentlicht am 17.11.2019

Ein großartiges Buch!

Mein Mauerfall
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Gab es in eurem Leben schon mal einen schicksalhaften Tag. Einen Tag, der euer ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat und ohne den euer Leben ganz anders verlaufen wäre? In meinem Leben gab es einen solchen ...

Gab es in eurem Leben schon mal einen schicksalhaften Tag. Einen Tag, der euer ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat und ohne den euer Leben ganz anders verlaufen wäre? In meinem Leben gab es einen solchen Tag oder besser einen Abend. Heute vor genau 30 Jahren verschlief ich die Nachricht, dass die ersten Schlagbäume der Grenzen meines Heimatlandes sich öffneten – mein Mauerfall. Den darauffolgenden Tag erlebte ich wie im Rausch. Mit meinen knapp 11 Jahren kam ich aus der Schule, in der sie uns täglich von den schlimmen Kapitalisten im Westen von Deutschland berichteten, um von meinem Vater zu hören, dass wir gleich in den Westen fahren. Ich war völlig überfordert und auch die folgenden Tage wurden geprägt von unglaublichen Dingen, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben sind.

30 Jahre nach dem Mauerfall

Diese Ereignisse sind nun 30 Jahre her und wäre die Mauer damals nicht gefallen, hätte ich heute viele wunderbare Menschen nicht an meiner Seite, wie meinen Mann und meinen Sohn. Aber nicht nur das. Wenn ich mir heute überlege, wie es mir wohl ergangen wäre, wenn die DDR Bestand hätte, macht es mir Angst. Das soll keinesfalls heißen, dass ich dort eine schlechte Kindheit hatte. Ganz im Gegenteil. Doch mit den ganzen Informationen, die ich heute über das damalige Regime habe, wäre ein freies und glückliches Leben dort für mich nicht denkbar.

Warum gab es die DDR und die Grenze?

Ich denke, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem mein Sohn mich fragt, wie es so in der DDR war. Lässt sich so eine Frage in ein paar kurzen Sätzen beantworten? Ganz klar: nein! Denn bis heute habe ich nicht alle Informationen über die damalige Zeit. Natürlich kann ich ihm von meiner Kindheit dort berichten. Diese spiegelt jedoch nur ansatzweise das Leben in der DDR wieder. Und weil mir immer so viele Details fehlen und ich mich auch gerne mit der Vergangenheit beschäftige, lese ich furchtbar gerne Bücher, die sich mit dem Thema DDR beschäftigen. Bisher waren jedoch nur wenige Sachbücher dabei. Es waren eher Romane, die ich dazu gelesen habe. Mit Blick auf meinen heranwachsenden und neugierigen Sohn, habe ich doch zunehmend auch die Sachbücher ins Auge gefasst und bin beim Verlag arsEdition fündig geworden. Dort ist mit „Mein Mauerfall: Von der Teilung Deutschlands bis heute“ ein zum heutigen 30-jährigen Ereignis passendes, wunderbares Sachbuch für Jugendliche erschienen, welches mich sehr überrascht und begeistert hat.

Warum war Deutschland geteilt?

Überrascht hat mich die Autorin Juliane Breinl, die dieses Sachbuch so großartig und keineswegs trocken gestaltet hat. Es hat auch mich Erwachsenen vollkommen mitgerissen. Am besten fand ich die Mischung aus geschichtlichen Fakten aus der gesamten DDR Zeit, die Schilderungen von Zeitzeugen und die sehr unterhaltsame Geschichte von Theo Schuhmann. Nicht die Autorin führt uns durch das Buch, sondern der 12-jährige Theo. Theo lebt im hier und jetzt, aber auch nach 30 Jahren spürt er in seiner Familie noch sehr deutlich die Nachwirkungen der damaligen Zeit. Hinzukommt, dass seine Familie gespalten und geteilter Meinung ist. Die einen trauern der Vergangenheit hinterher und die anderen sind froh, dass diese längst Geschichte ist. So bekommt man als Leser nicht nur einige familiäre Auseinandersetzungen mit, sondern darf die Vergangenheit aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Theo will Fakten!

Theo hört sich gerne die Schilderungen seiner Familie an, auch wenn er die Streitigkeiten darum nicht immer nachvollziehen kann. Aus diesem Grund sehnt er sich nach präzisen Fakten. Diese sucht und findet er bei einem engagierten Youtuber, der in kurzen Sequenzen die Ereignisse der damaligen Zeit bis heute aufarbeitet. Ergänzt werden sie von vielen Illustrationen und Fotos, die alles etwas anschaulicher gestalten. So werden auch für den Leser viele offene Fragen beantwortet.

Dieses Buch beschäftigt

„Mein Mauerfall: Von der Teilung Deutschlands bis heute“ von Juliane Breinl hat mich eine ganze Zeit begleitet. Und irgendwie konnte ich mich bis heute nicht von diesem Buch lösen. Vielleicht lag es an den persönlichen Erinnerungen, die in mir wachgerufen wurden? Oder vielleicht an den zum Teil schockierenden Erlebnissen der Zeitzeugen, über die ich mich mit vielen anderen Menschen (die ebenfalls in der DDR gelebt haben) ausgetauscht habe. Fest steht, dass ich dieses überaus gelungene Buch für meinen Sohn aufheben werden, damit ich ihm einige Fragen zu meiner Vergangenheit erzählen kann.

Des Weiteren möchte ich dieses Buch allen empfehlen, die schon immer mehr Hintergrundwissen zum Thema Mauer, DDR und über das Leben in einer vorgetäuschten Freiheit haben wollen.

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Veröffentlicht am 04.11.2019

Bestens für Erstleser geeignet

Das kleine Stallgespenst - Der nächtliche Ausritt
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Bevor ihr euch heute Abend nun alle in die Kostüme stürzt, um Schrecken und Angst in der Nachbarschaft zu verbreiten und jede Menge Süßigkeiten abzustauben, kommt hier noch ein letzter Halloween-Buchtipp. ...

Bevor ihr euch heute Abend nun alle in die Kostüme stürzt, um Schrecken und Angst in der Nachbarschaft zu verbreiten und jede Menge Süßigkeiten abzustauben, kommt hier noch ein letzter Halloween-Buchtipp. Diese Geschichte eignet sich vor allem für Erst- aber auch für Vorleser, die eine Vorliebe für Ponys haben. Jetzt fragt ihr euch sicher, wie Ponys zu Halloween passen?

Ponys und Halloween?

Ich verrate es euch: Es hat vor allem mit dem Gespenst zu tun, welches sich in einem Stall versteckt hält. Zufälligerweise genau an Lenis Geheimplatz auf dem Heuboden. Hierhin zieht Leni sich gerne zurück, um manchen Kummer zu vergessen. Eines Tages bemerkt sie, dass es sich dort noch jemand gemütlich gemacht hat – das kleine Gespenst Hatschihu. Der neue Gast hat seinen Namen nicht ohne Grund bekommen. Denn immer, wenn er niest, wird er sichtbar. Das war übrigens auch der Grund, warum Hatschihu einen neuen Unterschlupf benötigt hat. In dem alten Schloss, in dem er vorher lebte, entwickelte er eine Stauballergie und wurde durch sein Geniese einfach zu auffällig. Zum Glück hat er den Ponyhof am Spatzenbach gefunden, dessen Stall ihm Unterschlupf gewährt. Nur die Ponys tun sich noch etwas schwer mit dem neuen Bewohner.

Das kleine Stallgespenst oder Eine geisterhafte Freundschaft

„Das kleine Stallgespenst – Der nächtlicher Ausritt“ von Meike Haas und Eleni Livanios ist der Auftakt zu einer Kinderbuch-Reihe, die sich besonders an Erstleser richtet, die eine Vorliebe für Pferde und Gespenster hegen. In diesem ersten Band geht es vordergründig um das Kennenlernen der literarischen Figuren. Der Leser wird sanft an die verschiedenen Charaktere herangeführt und erlebt, wie Hatschihu und Leni sich anfreunden und welche Schwierigkeiten mit dem Einzug des neuen geisterhaften Gastes verbunden sind.

Mit „Das kleine Stallgespenst – Der nächtliche Ausritt“ wird das Lesenlernen leicht gemacht. Die einzelnen Kapitel sind, genau wie die Sätze, kurz gehalten und große Buchstaben erleichtern das Lesen und bieten Verschnaufpausen. Des Weiteren runden die zahlreichen, sehr gelungenen und humorvollen Illustrationen, die gesamte Geschichte ab und machen sie auch für kleinere Zuhörer sehr interessant.

„Das kleine Stallgespenst – Der nächtliche Ausritt“ von Meike Haas und Eleni Livanios ist eine fantasievolle und liebenswerte Geschichte, die man nicht nur, aber vor allem den Erstlesern empfehlen kann. Mittlerweile gibt es zu diesem Auftakt drei Folgebände mit Geschichten über lustige und gespenstische Abenteuer und Freundschaft.

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