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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2019

Ein unvergesslicher Roman

Der Tag, an dem Hope verschwand
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Ein gesellschaftskritischer, dystopischer Roman mit phantastischen Elementen. So würde ich "Der Tag an dem Hope verschwand". Die Story wäre ohne das mysteriöse Verschwinden Hopes gar nicht möglich. Verschwinden ...

Ein gesellschaftskritischer, dystopischer Roman mit phantastischen Elementen. So würde ich "Der Tag an dem Hope verschwand". Die Story wäre ohne das mysteriöse Verschwinden Hopes gar nicht möglich. Verschwinden tut sie ja nicht wirklich, aber die Menschen erinnern sich sobald Hope ihnen den Rücken gekehrt hat, nicht mehr an sie. So entwickelt sich Hope in Laufe ihres Lebens zu einer professionellen Diebin, die man mit Robin Hood gleichsetzten kann. Alles beginnt as die reiche Erbin, ihrer beste Freundin (laut Hope) sich umbringt. Hope will Gerechtigkeit, denn sie weiß, was für ein trauriges Leben reiche Leute in Wahrheit führen, in was für eine Scheinwelt sie sich bewegen.
Dystopisch wird es, als sich eine App in der Gesellschaft etabliert, "Perfection", nach dem sich die Leute ihr Leben ausrichten und alles tun um eine hohe Punktzahl zu erlangen. Als Belohnung bekommt man einen besseren Job, bessere Freunde, einen gesünderen Lifestyle, ein perfektes Leben.

Außerdem hat der Roman krimiartige Elemente, denn natürlich bleiben Hopes Taten zwar gesichtslos, aber dennoch suchen Detectives nach einer Person, die auf Galas Sachen klaut und nie zu fassen ist.


Der Schreibstil ist schon echt klasse und die Autorin hat es geschafft, Wege zu finden, wie Hope trotzdem mit Leuten in Kontakt bleiben kann.
Ich würde den Roman definitiv weiterempfehlen.


Einzig allein schade ist, dass es den Roman nur als ebook gibt.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Zweite Chance verdient

Bad Girls
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Nachdem ich vor Monaten das Buch immer mal wieder zur Seite gelegt habe und ich es beim aussortieren wieder in der Hand hatte, habe ich dem Roman noch mal eine Chance gegeben und es diesmal bis zum Schluss ...

Nachdem ich vor Monaten das Buch immer mal wieder zur Seite gelegt habe und ich es beim aussortieren wieder in der Hand hatte, habe ich dem Roman noch mal eine Chance gegeben und es diesmal bis zum Schluss durchgelesen.
Die Story wird rückwärts erzählt. Nichts neues, die Autorin hat selbst zum Schluss geschrieben, dass sie davon von anderen Autorinnen inspiriert worden ist und in ihren Roman auch Inhalte eingebaut hat, die sie selbst gelesen hat, wie z.B. Waisengeschichten oder historische Romane und Heldengeschichten.

Wahrscheinlich hatte mich die Erzählweise zuerst abgeschreckt, weil man nicht wie sonst erklärt bekommt, wer wer ist. Das kommt erst so mehr man in die Vergangenheit taucht. Diesmal hatte mir es gefallen, wobei ich beim Lesen das ein oder andere Mal an andere Romane erinnert worden bin. Von der Thematik her gab es also nicht direkt etwas Neues, was man nicht schon mal irgendwo gehört oder eben gelesen hat. Allerdings gab es auch überraschende Momente; sehr brutale Szenen, die einem Gänsehaut gebracht haben.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Abruptes Ende

Wie man einen Toaster überlistet
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Was war das bitteschön für ein Ende? Ich weiß, dass Novellen ja meist mit einem Ergebnis enden, was hier auch der Fall war, aber das ziemlich abrupt...
Oftmals wird die Novelle von irrationalen, unwahrscheinlichen ...

Was war das bitteschön für ein Ende? Ich weiß, dass Novellen ja meist mit einem Ergebnis enden, was hier auch der Fall war, aber das ziemlich abrupt...
Oftmals wird die Novelle von irrationalen, unwahrscheinlichen oder auch unkrontrollierbaren Mächten bestimmt, die in die Existenz der Protagonisten eingreifen. Dennoch bleibt die Geschichte glaubhaft und nachvollziehbar.
Auch dieser Definition einer Novelle kann ich hier zustimmen , diese unkrontollierbare Macht ist hierbei das Unternehmen Boulangism, dessen Geräte nur Produkte ihrer eigenen Marke in Betrieb bringen. Dazu zählen der Geschirrspüler, der Kühlschrank und wie der Titel der Novelle schon verrät, der Toaster.
Spielt der Name der Firma auf die politische Bewegung des Boulangismus an? Jedenfalls werden in Doctorows Novelle so einige Themen, wie z.B. Flüchtlinge, Unterdrückung der Unterschicht sowie dystopische Züge à la "1984" aufgegriffen.
Der Schreibstil hat mich dabei stark an den von Robert M. Sonntags "Die Scanner" erinnert, die Seiten flogen nur so dahin.
Es gab nur eine Handvoll Protagonisten, die durch ihr handeln charakterisiert werden können. Eine Rahmenerzählung ist hier durchaus sichtbar, die mich überzeugen konnte und das auf eine sehr realistische Weise, die durchaus eine potenzielle Zukunft darstellt.
Sehr lesenswert!

Veröffentlicht am 07.08.2019

Guter Auftakt

Society - Der Kreis der Zwölf
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Die ersten Kapitel waren noch sehr uninteressant. Ein typisches Einsteigen, der Personenkonstellation mit der Tatsache, dass die Protagonistin Avery sich nie lange an einem Wohnort aufhält und sich auch ...

Die ersten Kapitel waren noch sehr uninteressant. Ein typisches Einsteigen, der Personenkonstellation mit der Tatsache, dass die Protagonistin Avery sich nie lange an einem Wohnort aufhält und sich auch an ihrer neuen Schule darauf eingestellt hat, sich nicht zu sehr mit anderen anzufreunden. Ein Lichtblick für sie: Sie ist nicht ganz alleine die Neue. Auch Jack ist neu an der Schule und schafft es Avery aus ihrer Reserve zu holen. Und mit Jack ändert sich Averys Leben quasi über Nacht. Auf dem Schulabschlussball, zudem sie eigentlich nicht hin wollte und letztlich von ihrer Mutter verboten worden ist hinzugehen, taucht noch ein junger Mann auf. Stellan. Dieser ist genauso mysteriös wie Jack und beide haben denselben Auftrag. Avery holen. Und da beginnt Averys Leben zu einem Abenteuer zu werden.

Der Schreibstil war sehr einfach, umgangssprachlich. Anfangs dachte ich noch, dass der Schreibstil sich als schleppend entwickeln könnte, aber das war dann doch nicht der Fall.

Was mich gestört hatte, war die Tatsache, dass Avery einfach so mit einem fremden Typen in ein anderes Land gereist ist. Sogar gleich auf einen anderen Kontinient. Wer macht denn sowas? Ich weiß nicht, ob es nur mir als Leser so ergangen ist, aber die Tatsache dass Averys Mum ihr gerade am Abend des Schulballs verboten hat auszugehen, sollte ihr doch zu denken geben. Und wenn man dann noch hinzuzählt, dass ihre Mum von der Organisation die Stellan ihr gegenüber auf dem Flug ihr gegenüber erwähnt, Briefe erhalten hat…naja.

In der Nacht geht es für Avery nach Paris. Interessant fand ich, dass der Louvre dabei als Ort einer Geheimgesellschaft genutzt worden ist, der über den Museum seinen Wohnraum hat. Und dann würde es auch schon schnell spannend, als Avery beim Shoppen angegriffen wird. Wieso, weshalb, warum? Was hat Abetys Familie damit zu tun und wird sie die endlich kennenlernen? Wird sie die Lücke endlich füllen können? Lesen! ?

Veröffentlicht am 05.08.2019

Über Freundschaft und Ängste

Dschungel
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Trotz einfacher Sprache ein wirklich außergewöhnlicher Roman um etwas wichtiges im Leben: Freundschsft. Aber auch Ängste, die der Protagonist bzw.der Autor durch Sprünge in die Vergangenheit mit der Gegenwart ...

Trotz einfacher Sprache ein wirklich außergewöhnlicher Roman um etwas wichtiges im Leben: Freundschsft. Aber auch Ängste, die der Protagonist bzw.der Autor durch Sprünge in die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet.
Wer einen Roman zum Schmökern sucht,ist hier nicht ganz richtig. Ernste Themen werden hier mit Humor thematisiert, philosophisch angegangen. Ich liebe den Schreibstil!