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Veröffentlicht am 28.04.2025

Ein Sommer mit 15 Jahren

Das Leben fing im Sommer an
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Das Cover fiel mir sofort ins Auge, da es einfach ein traumhaftes Bild darstellt. Auf einem fliederfarbenen Hintergrund prangt eine gelb rötlicher Kreis, den man direkt als untergehende Sonne erkennt. ...

Das Cover fiel mir sofort ins Auge, da es einfach ein traumhaftes Bild darstellt. Auf einem fliederfarbenen Hintergrund prangt eine gelb rötlicher Kreis, den man direkt als untergehende Sonne erkennt. Davor ragt die Silhouette eines Springturms in den Himmel, auf dem am Ende ein Mensch zu erkennen ist, der noch nicht zu einem Sprung ins Wasser bereit scheint. Für mich ein passendes Cover zur Geschichte. 

Das Leben fing im Sommer an von Christoph Kramer erschien im Argon Verlag. Das Hörbuch wurde von Christoph Maria Herbst eingesprochen, der der Geschichte gekonnt Leben einhaucht. Die autofiktionale Geschichte ist der Debütroman des Fußballers. Beim Hören hat man quasi das Gefühl, dem 15jährigen Chris in den Sommer 2006 zu begleiten. Ein Sommer, der vielen in Erinnerung geblieben ist.

Ich war im Sommer 2006 genau zehn Jahre älter als der Protagonist und die Fußballweltmeisterschaft ist mir in guter Erinnerung geblieben. Im Rahmen unserer Studenten-WG haben wir so manches Spiel gemeinsam geschaut und den warmen Sommer einfach genossen. Genauso wie der Ich-Erzähler der Geschichte, dessen großer Traum von einem Fußballprofi in weiter ferne zu sein scheint.

Für mich war es ein abtauchen in meine eigene Jugend und ich habe mir beim Hören immer wieder überlegt, was habe ich in dem Alter gemacht und wie habe ich die Zeit erlebt. Ich mag Geschichten, die einen noch mal in die eigene Jugend reisen lassen. Und so habe ich den Ausflug in eine schöne Zeit genossen. 

Für gute Unterhaltung sorgte Christoph Maria Herbst, dessen Stimme ich einfach immer wieder gerne höre. Er hat eine ganz unverkennbare Art eine Geschichte zu lesen und verleiht so dem Ganzen einen gewissen pfiff. Für mich war die Wahl des Sprechers mit ein Argument die Geschichte lieber zu Hören, als selber zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht. 

Weißt du noch, was du im Sommer 2006 gemacht hast? Oder anders gefragt, wie hast du deinen Sommer mit 15 Jahren erlebt? In „Das Leben fing im Sommer an“ nimmt Christoph Kramer dich mit in den Sommer der Fußballweltmeisterschaft. Und lässt dich teilhaben an der Zeit, in der Chris langsam erwachsen wird und seine Liebe entdeckt. Tauche ein in eine süße Coming-of-Age Geschichte und freue dich dabei, dass du nicht mehr 15 Jahre jung bist. Ich hatte ein paar schöne Hörstunden, die Christoph Maria Herbst wie gewohnt unterhaltsam gestaltet hat. Ich empfehle das Hörbuch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Eine unterhaltsame Reise nach Berryfield in den Adirondack Mountains

Love will happen
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Das Cover wirkt für mich wie eine künstlerische Collage. Der Hintergrund ist quasi eine marmorierte Fläche aus rosa und weiß. Darüber ist ein großer goldener Klecks, der sich mittig über das Cover ausbreitet ...

Das Cover wirkt für mich wie eine künstlerische Collage. Der Hintergrund ist quasi eine marmorierte Fläche aus rosa und weiß. Darüber ist ein großer goldener Klecks, der sich mittig über das Cover ausbreitet und den Untergrund für den Titel des Buches bildet. Hinzu kommen noch ein paar gemalte Blumen, die das Bild abrunden. 

Love will happen von Isabell Bennett erschien im Argon Verlag. Das Hörbuch wurde von Lydia Herms und Jeremias Koschorz eingelesen, die auch schon den ersten Band „Love will find you“ aus der Mountain Dream Reihe eingelesen haben. Diesmal darf ich Hudson, den kleinen Bruder von Noah näher kennenlernen. Und ihn bei der Erzählung immer wieder aus Novas Augen betrachten, die im Rahmen von Work und Travel in Berryfield gelandet ist. Das erste Aufeinandertreffen verspricht eine unterhaltsame Geschichte. 

Das Hörbuch kann unabhängig vom ersten Band gehört werden. Die Liebesgeschichte ist in sich geschlossen und für das Verständnis brauchst du keine Vorkenntnisse. Doch wie es sich für eine gute Reihe gehört, tauchen die Personen aus dem ersten Band wieder auf. Für mich war es ein wiedersehen mit Noah und Emma, die im ersten Band ihre Liebe fanden und weiteren Bewohnern des Ortes, die vermutlich auch im dritten Band wieder auftauchen werden. So durfte ich auch Noahs beste Freundin Lotti wiedertreffen, der die Pension Greenhouse gehört, in der Nova ihren ersten Arbeitseinsatz hatte. Doch ich möchte jetzt gar nicht zu viel vom Inhalt verraten. Für mich war es einfach wieder eine rundum gelungene Geschichte. 

Die beiden Ich-Erzähler werden im Hörbuch von Lydia Herms und Jeremias Koschorz gesprochen. So erkenne ich nach jeder kurzen Pause sofort, wer gerade der Erzähler ist und bin direkt wieder mitten im Geschehen. An die Stimme von Lydia Herms habe ich mich inzwischen sehr gewöhnt. Sie hat eine hohe junge Stimme, die sehr gut zur quirligen Protagonistin passt. Ich hatte Nova förmlich vor Augen und so harmonierte das Gehörte mit meiner Vorstellung sehr gut. Jeremias Koschorz hat für mich einfach eine angenehme Stimme, die ein wollklingendes Timbre besitzt. Die Stimmfarbe passte für mich sehr gut zu Hudson und so waren das Gehörte und mein Kopfkino direkt auf einer Wellenlänge. Ich freue mich schon, auf den dritten Band, der vermutlich von den gleichen Sprechern wieder vertont wird. 

Magst du die Adirondack Mountains oder wolltest du dahin schon immer mal reisen? Dann habe ich hier einen schönen Ausflug für dich. Fliege mit Nova nach Berryfield und tauche ab in die Geschichte „Love will happen“ von Isabell Bennett. Die Autorin nimmt dich mit in die Berge und zeigt dir, wie einzigartig das Leben im ländlichen Raum sein kann. Besteige zusammen mit Nova und Hudson das SUP und spüre den Spaß, den die zwei auf dem See dabei haben. Begleite Hudson in seine Männer WG nach Hause und freue dich, dass du den zweiten im Bunde jetzt näher kennenlernen darfst. Ich warte jetzt gespannt auf den dritten Band, der sich vermutlich um den Samuel drehen wird, den dritten Bruder. Ich habe das Hörbuch einfach nur verschlungen und empfehle es allen, die in Liebesromanen gerne auch mal etwas in die Ferne reisen.

Veröffentlicht am 26.04.2025

Eine besondere Geschichte mit leisen Tönen

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Das Cover ist in blau gehalten. Darauf ist ein Haus abgebildet, dessen Fenster scheinbar hell erleuchtet sind und dessen Scheiben sich beim drüber streifen ganz glatt anfühlen. Die Tür steht offen und ...

Das Cover ist in blau gehalten. Darauf ist ein Haus abgebildet, dessen Fenster scheinbar hell erleuchtet sind und dessen Scheiben sich beim drüber streifen ganz glatt anfühlen. Die Tür steht offen und gibt den Blick auf Regale frei, die bei näherer Betrachtung Briefumschläge und Stifte enthalten. Oberhalb des Daches ragt noch ein Zweig ins Bild, der dem Ganzen eine wunderbare Atmosphäre verleiht. 

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen von Ito Ogawa erschien im Droemer Verlag. Wie man beim ersten Blick auf das Buch erkennt, spielt die Geschichte in Japan. Genauer gesagt in Kamakura, das etwa 50km südwestlich von Tokio liegt. Für einen Blick in den Ort, die dort befindlichen Geschäfte und erwähnten Begebenheiten im Roman, findet sich direkt zu Beginn der Geschichte eine Karte im Buch. Ich mag diese kleinen Details, die das Buch und die Geschichte direkt aufwerten und einem das Gefühl geben, direkt dorthin zu reisen. Inhaltlich dreht sich alles um Hatoko, wie es der Titel schon andeutet. Sie ist Mitte zwanzig und übernimmt gerade von ihrer verstorbenen Großmutter den Schreibwarenladen und damit die verbundene Schreibarbeit. 

Ich habe mich vom Cover und dem Klappentext sofort angesprochen gefühlt und wollte wisse, was eine Schreiberin macht und wie viel liebe zum Detail Hatoko dort einfließen lässt. Und genau das habe ich bekommen. Hatoko ist die Protagonistin und Ich-Erzählerin der Geschichte. Und sie nahm mich mit ihrer bedächtigen und detailreichen Sprache sofort gefangen. Von der Nachbarin wird sie liebevoll Poppo genannt, was im japanischen Kindermund soviel heißt wie "gurrende Vögel", denn Hatoko Amemiya heißt „Kind der Tauben“. Schon allein diese kleinen Details lassen mein künstlerisches Herz schmelzen. Und dabei habe ich noch kein Wort zu der Auswahl der Schreibgeräte und Tinten verloren, vom Papier für die Briefe ganz zu schweigen. Mein Herz ging von Zeile zu Zeile immer mehr auf und hat mir erneut gezeigt, wie sehr ich diese leisen Töne zwischendurch mag, die mit einer ganz anderen Sprache daher kommen, im Vergleich zu meinen ganzen Liebesromanen, die ich verschlinge. 

Schon während des Lesens habe ich mir Notizen zum Buch gemacht und so stand da ganz schnell: Die Geschichte lebt von der bezaubernden Sprache, die voller Anmut daher kommt. Ich stelle mir beim Lesen eine Sprecherin vor mit flüsternder bedächtiger Stimme, um die besondere Atmosphäre einzufangen. Außerdem ist das Buch gespickt mit detaillierten Beschreibungen vom Briefeschreiben, wie sich die Worte finden und wie das Schreibgerät übers Papier fliegt. Ein paar Zitate habe ich mir natürlich auch noch notiert, die ich dir nicht vorenthalten möchte.

„Die Dämonen lauern in Briefen, die nachts verfasst werden, pflegte meine selige Vorgängerin oft zu sagen.“

Mit der Vorgängerin meint Hatoko übrigens ihre Großmutter. Warum sie genau dieses Wort verwendet und welchen Hintergrund es hat erfährst du direkt zu Beginn der Geschichte. Tauche am besten sofort selbst ein in diese Wunderbare Welt ein, die so ganz anders ist als meine hier in Deutschland. 

„Der gleiche Text wirkt völlig anders, je nachdem, ob man einen Kugelschreiber, Füllfederhalter, Pinselstift oder einen Pinsel verwendet. Unhöflich wäre es, einen Brief mit einem Bleistift zu schreiben, daher fiel diese Option schon mal weg.“

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Da bin ich ganz der Meinung von Hatoko. Ich selbst schreibe Briefe oft mit einem Fineliner oder aber tatsächlich mit einem Pinselstift, weil man damit einfach so schöne Wortanfänge gestalten kann. Einen Blick auf die Briefe in Japanischen Schriftzeichen darfst du im Buch übrigens auch werfen. Die Briefe findest du jeweils in japanisch und in Schreibschrift übersetzt ins deutsche. Ein schönes Detail, was die Erzählung kurz unterbricht und mich als Leser teilhaben lässt an Hatokos Arbeit als Schreiberin. 

Hast du schon mal einen Roman aus Japan gelesen? Möchtest du gerne einen Brief schreiben, aber findest die richtigen Worte nicht? In „Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen“ von Ito Ogawa reist du nach Japan und erfährst, auf was man achten sollte, beim verfassen von Briefen. Außerdem darfst du die ganz besondere Atmosphäre spüren, die über der Geschichte und der Umgebung liegt. Freue dich auf ein bedachte Sprache, die die ganze Anmut des Inhalts präsentiert und begleite Hatoko zu den jeweiligen Schreinen in Kamakura. Lass dich von der einzigartigen Schreibweise gefangen nehmen und verfolge gespannt, was Hatoko in ihren jungen Jahren erlebt und mit wie viel Liebe zum Detail sie die beauftragten Briefe verfasst. Ich war von der ersten Seite an begeistert und empfehle die Geschichte all jenen, die ein Faible für Japan, das Schreiben und einfach schöne Geschichten haben. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und ich habe wieder gemerkt, wie viel mir Romane mit anmutiger Sprache und Lebensweise zwischendurch bedeuten.

Veröffentlicht am 26.04.2025

Studium und Liebe auf hoher See

Fighting Through Deep Waters
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Wenn man genau hinsieht, entdeckt man auf dem Cover tosende Wellen und pinke Wolken am Himmel. Es wirkt so, als seien viele Wassertropfen auf der Line gelandet, die diesen wunderbaren maritimen Moment ...

Wenn man genau hinsieht, entdeckt man auf dem Cover tosende Wellen und pinke Wolken am Himmel. Es wirkt so, als seien viele Wassertropfen auf der Line gelandet, die diesen wunderbaren maritimen Moment eingefangen hat. Ich mag das Cover, auch wenn es nicht unbedingt eine realistische Färbung von Himmel und Meer zeigt.

Fighting through Deep Waters von Julia Hausburg erschien bei Random House Audio. Es ist der Auftakt der Deep Waters Trilogie, die auf der Segeljacht Sapient Sailor spielt. Das Hörbuch wurde von Lydia Herms und Nicolás Artajo eingesprochen. Die Geschichte dreht sich um Henriette und Lukas. Beide haben einen der begehrten Plätze für das Auslandsemester auf See ergattert. Sie kennen sich seit Kindertagen, doch trennten sich ihre Wege als Teenager durch einen Umzug und so treffen sie hier das erste Mal wieder aufeinander. Im Hintergrund ganz viele ungesagte Worte, die für Spannung sorgen. 

Henriette und Lukas fungieren beide als Ich-Erzähler. Entsprechend des Geschlechts übernehmen Lydia Herms und Nicolás Artajo ihren Erzählpart und erleichtern mir so ungemein das Folgen der Geschichte. Wobei jeweils zu Beginn eines Abschnitts der entsprechende Name erwähnt wird, aus dessen Sicht ich dem Folgenden lauschen darf. Beide Sprecher sind mir schon länger vertraut und so habe ich mich beim Zuhören einfach fallen lassen. 

Nicolás Artajo hat für mich wieder voll und ganz überzeugt. Seine warme dynamische Stimme bringt eine jugendliche Frische mit, die in diesem Fall sehr gut zu Lukas passte, der Anfang zwanzig ist. Mit einer natürlichen Erzählweise schafft Artajo es, die Charaktere authentisch und lebendig werden zu lassen, so dass man sich auch auf emotionaler Ebene in die Figuren hineindenken kann. 

Lydia Herms steht ihm in nichts nach. Doch hat sie eine ganz andere Art, den Figuren leben einzuhauchen. Mit ihrer sanften und klaren Stimme fängt sie besonders gut die leisen Gefühle von Henriette auf und schafft so eine angenehme Atmosphäre für mich als Hörer. Hier fand ich nun die Stimmfarbe auch sehr passend zur Protagonisten, was mir in Love will find you anfangs ein paar Schwierigkeiten bereitet hatte. Hier konnte ich nun voll und ganz die feinen Töne genießen und so Henriette bei ihrem Traum auf der Sapient Sailor begleiten.

Jetzt hast du schon ein wenig zum Inhalt und die gelungene Wahl der Sprecher gehört, die für mich das Hörbuch zu einem wahren Hörgenuss gestaltet haben. Nun möchte ich dir noch ein wenig zum Setting verraten, was mein absoluter Anziehungspunkt zur Geschichte war. Vor einer Weile hatte ich mich durch einen Teaser der Autorin sofort fangen lassen, wie cool bitte ist ein Studium bzw. ein Semester auf einem Schiff?

Ich liebe das Meer und bin seit Kindertagen bin ich immer wieder gerne auf einem Schiff unterwegs. Früher war es der Krabbenkutter von meinem Vater oder unser Ruderboot. Heute sind es meist kleinere oder größere Kreuzfahrtschiffe, auf denen ich zu gerne meinen Urlaub verbringe. Dabei habe ich bisher den Pazifik noch nicht wirklich erlebt, ausgenommen die kurze Passage mit dem Ausflugsdampfer über den Panama Kanal bis nach Panamacity.

Vor gut sechs Jahren habe ich „Die Wellenbrecher“ von Christoph David gelesen. Was vom Grundsetting ganz ähnlich ist. Auch hier sind Studenten auf einem Schiff unterwegs doch liegt dort der Schwerpunkt auf dem Erwachsen werden und wie einem dies im Studium auf einem Schiff gelingt. Und nicht wie in dem Roman von Julia Hausburg, wo der Fokus mehr auf das Studium gerichtet ist, denn wir dürfen Henriette und Lukas bei ihren Forschungen begleiten. Allerdings dürfen wir auch einen Blick auf ihren jeweiligen Familiären Background werfen und erfahren wie dieser sie geprägt hat und immer noch prägt.

Wolltest du schon immer mal mit einem Segelschiff fahren? Möchtest du in Gedanken auf dem Pazifik reisen und ein wenig in Meeresbiologische Themen abtauchen? Dann bist du bei „Fighting through Deep Waters“ von Julia Hausburg genau richtig. Freue dich auf einen New Adult Roman mit folgenden Tropes: Childhood Friends to Lovers, Forced Proximity und Emotional Scars. Begleite Henriette und Lukas bei ihren Tauchgängen zu den Korallen und erfahre, wie diese durch den Menschen und Umwelteinflüssen in Gefahr geraten. Freue dich auf die ganz besondere Atmosphäre an Bord und lausche den Stimmen von Lydia Herms und Nicolás Artajo. Genieße die ruhigen Momente und ärgere dich mit den Protagonisten über die vielen Arbeitseinsätze zu unchristlichen Zeiten, die auf einem Segelschiff nunmal dazu gehören. Ich habe die Geschichte einfach nur genossen und freue mich auf meinen zweiten Ausflug auf die Sapient Sailor im zweiten Band. Von mir gibt es eine ganz klare Hör- und Leseempfehlung für alle, die Liebesromane mit Tiefgang und maritimen Setting lieben. Ich habe den Ausflug einfach nur genossen und muss jetzt unbedingt selbst Richtung Pazifik reisen.

Veröffentlicht am 25.04.2025

Das Buch richtet sich an alle, die ihr eigenes Comic zeichnen wollen

Coole Comics zeichnen und erzählen
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Auf einem roten Hintergrund kann man ein Comic in drei Bildern sehen. So zeigt das Cover ganz genau, was einem im Buch erwartet, denn in dem Minicomic geht es ums Zeichnen und wie man damit eine Geschichte ...

Auf einem roten Hintergrund kann man ein Comic in drei Bildern sehen. So zeigt das Cover ganz genau, was einem im Buch erwartet, denn in dem Minicomic geht es ums Zeichnen und wie man damit eine Geschichte erzählen kann. Dazu sind noch ein paar Zeichenutensilien abgebildet, die das Ganze abrunden und Lust darauf machen einen Blick ins Buch zu werfen.

Coole Comics zeichnen und Erzählen von Nina Dietrich erschien im mitp Verlag. Das Buch richtet sich an alle, die selbst einen Comic zeichnen möchten. Sie werden von der Autorin an die Hand genommen aktiv das Buch zu lesen. Es ist ein Mitmachbuch, in dem sehr viel Platz für eigene kreative Ideen ist und so kannst du deine ersten Gehversuche direkt im Buch absolvieren. 

Das Buch lag jetzt eine ganze Weile auf meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher) und wartete auf Zeit und vor allem auf die Zündende Idee, für einen eigenen Comic. Das Buch startet mit ein paar Grundlegenden Basics zu Papier, Stiften und wie man das Mitmachbuch am besten nutzen kann. Dann geht es direkt los mit einfachen Formen, die dazu dienen jedem zu zeigen, dass man auch ganz ohne Zeichenkenntnisse schon ganz viel zu Papier bringen kann. Mit diesem Buch bekommst du nicht nur Ideen an die Hand, wie du Menschen mit Mimik für das Comic zeichnen kannst, sondern lernst nebenbei wie du die einzelnen Szenen am besten miteinander verbindest und wie du damit einen gewissen Spannungsbogen gestaltest. 

Ich habe mich besonders über die Bewegung und Proportionen von Strichmännchen gefreut. Die zeichne ich für mein Lesetagebuch immer wieder gerne. Ich tue mich aber noch immer schwer eine gewisse Dynamik darzustellen. Im Buch sind dafür extra Linien samt Hilfslinien gezeichnet, die an ein Schreibheft für Grundschüler erinnern, um seine eigenen Versuche zu starten. Wer nicht direkt ins Buch zeichnen möchte, finde zu beginn den Tipp sich Transparentpapier über die entsprechende Übung zu legen und dann darauf zu zeichnen.

Ein weiterer Punkt, den ich spannend finde, ist die Gestaltung von Tiefe auf einem 2D-Bild. Hier zu finden sich auch Anregungen und Hilfestellungen, die sich ganz einfach umsetzen lassen. Wobei hier ganz klar zu sagen ist, man muss das einfach immer wieder üben und daran hapert es bei mir aktuell. Denn ich bin einfach zu ungeduldig. Aber mit Hilfe des Buches habe ich weiter meine Abzeichnen Fähigkeiten verbessert. Und so komme ich Schritt für Schritt meinem Ziel Näher irgendwann wirklich aus dem Kopf Hände und Mimiken zeichnen zu können. 

Zum Ende kommen dann die typischen Sprechblasen vor, die für mich ein Comic erst lebendig werden lassen. Hier kann man sich in der Form und Perspektive auslassen. Von rund bis eckig ist alles möglich. Ebenso kannst du durch die Darstellung auch eine Hierarchie der Sprechblasen festlegen bzw. die Reihenfolge des Gesprächs. 

Zum Schluss findest du ganz viel Platz, um dein erstes eigenes Comic zu gestalten und dafür auch den passenden Titel zu wählen. Ich habe mir diese freien Kästchen in mein Notizbuch von Moduletto übertragen, um dort mein erstes Tagebuch Comic zu gestalten.

Im folgenden Video, kannst du mein Tagebuch zum Besuch der Leipziger Buchmesse 2025 in kleinen Bildsequenzen sehen. Bevor ich zur Messe fuhr, habe ich mir für jeden Tag vier Seiten mit unterschiedlich großen Kästchen gestaltet. Eingefangen habe ich dort einzelne Stationen und Begebenheiten der Tage. So kannst du am ersten Tag meinen Weg mit dem Zug nach Leipzig verfolgen. Und an den folgenden vier Messetagen meine besonderen Momente mit Bloggern, Autoren, Sprechern und ganz vielen weiteren Buchmenschen. Ich hatte mir eine kleine Stifteauswahl mit auf die Messe genommen und so habe ich immer, wenn ich bei einer Lesung oder einem Panel saß mein Notizbuch geschnappt und gezeichnet. Das hat mich in der Menschenmenge total beruhigt und so habe ich ein schönes Andenken an die Messe. Durch die flexible Gestaltung der Seiten, konnte ich dann auch weitere Seiten hinzufügen bzw. ungenutzte Seiten einfach nach hinten packen. 

Möchtest du wissen wie man einen Comic zeichnet? Hast du schon eine Idee im Kopf, aber keine Ahnung wie du es zu Papier bringen kannst? Dann findest du in „Coole Comics zeichnen und Erzählen“ von Nina Dietrich eine Hilfestellung mit an die Hand. Du kannst dich im Buch kreativ auslassen und je nach Bedarf dich von Vorne nach Hinten oder einfach punktuell durchs Buch blättern. Mich wird das Buch auf jedenfall noch länger begleiten und ich werde an meinen Skills bzgl. Bewegung, Hände und Mimik weiter arbeiten. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die nicht einfach nur ein Comic lesen wollen, sondern mal selbst den Stift in die Hand nehmen wollen, um ein eigenes Comic zu gestalten.