Fesselnde und nachdrückliche Dinnerparty
Die Dinner Party" Es ist nicht die Konsequenz dessen, was ich getan habe, sondern die Summe dessen, was mir passiert ist." (S. 287).
Diese Zitat beschreibt für mich das Buch auf eine sehr gute Art und Weise.
Im Fokus ...
" Es ist nicht die Konsequenz dessen, was ich getan habe, sondern die Summe dessen, was mir passiert ist." (S. 287).
Diese Zitat beschreibt für mich das Buch auf eine sehr gute Art und Weise.
Im Fokus der Geschichte steht Franca, welche wir in der Gegenwart als auch in Facetten der Vergangenheit kennenlernen und begleiten dürfen.
Sie lässt uns mit ihr zusammen nochmal die Geschehnisse der Dinnerparty, welche auch Namensgeber des Buches ist, durchleben. Das Dinner steht im Zusammenhang eines Projektes ihres Partners Andrew. Während dieser Party bleibt es leider nicht nur bei guter Stimmung mit Wein und gutem Essen, vielmehr werden auch viele Emotionen, Konflikte und bisher unausgesprochene Gedanken serviert.
Besonders im Gedächtnis sind mir die prägend die Charaktere sowie die soziale Dynamik im Gedächtnis geblieben. Alle Personen zeigen ihren Charakter als komplexe Zusammenspiele aus Sozialisation, sozialer Prägung, eigenen Erfahrungen und persönlichem Wesen. Somit sind auch die Interaktionen und Gespräche der verschiedenen Personen facettenreich.
Der ganze Roman wird von einer düsteren Enge bekleidet. Dieser unterstützt die Spannung und trägt zu einem fesselnden Drängen zur Auflösung der Handlung bei. Auch die Erzählstruktur und der Schreibstil, welcher zwischen verschiedenen prägenden Momenten und Erinnerungen wechselt, gibt dem Buch und auch Franca Tiefgang. Bis zuletzt fiebert man der Auflösung des Plots hin. Trotz überschlagender und intensiver Ereignisse verliert sich das Buch nicht in den verschiedenen Erzählsträngen, sondern schafft eine umfangreiche Darlegung, wie es zu dem Höhepunkt der Handlung kam.
Ich wurde dieses Buch jederzeit weiterempfehlen, wenn auch mit dem Hinweis, dass es sehr intensiv beklemmend und düster ist.