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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Ein sehr emotionales Buch

Sommerliebe im kleinen Eisladen am Meer
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Luisa und Finn haben als Kinder das gehabt, was man gemeinhin als Sandkastenliebe bezeichnet. Eine besondere und innige Freundschaft zwischen zwei Kindern. Diese entstand während diverser Urlaube auf Sylt, ...

Luisa und Finn haben als Kinder das gehabt, was man gemeinhin als Sandkastenliebe bezeichnet. Eine besondere und innige Freundschaft zwischen zwei Kindern. Diese entstand während diverser Urlaube auf Sylt, bei denen die beiden auch viel Zeit mit Ellen in ihrem kleinen Eisladen verbracht haben. Ellen, die selber keine Kinder hatte, ist dann irgendwann zur Patentante geworden.

Doch als sie erwachsen geworden sind, war es dann plötzlich anders und sie hatten etliche Jahre überhaupt keinen Kontakt mehr.

Der Roman beginnt damit, dass Ellen die beiden noch einmal zu einem Wochenende zu sich einlädt, an dem Ellen versucht das Verhältnis der beiden wieder zu kitten. Denn Ellen möchte, dass die beiden ihren „Traum vom Glück“, den sie als Kinder schriftlich festgehalten haben, wirklich realisieren. Doch das scheint in weiter Ferne, als die beiden nach dem Wochenende wieder getrennte Wege gehen.

Doch dann stirbt Ellen unerwartet und die Erbschaft stellt die beiden vor ganz neue gemeinsame Herausforderungen. Wird der „Traum vom Glück“ doch noch Realität?

Mein Fazit:
Auf dieses Buch hatte ich mich schon so lange gefreut. Und viel zu schnell hatte ich es dann auch schon wieder durch. Es war wieder soooooo schön.

Die Protagonisten sind mir alle drei sofort ans Herz gewachsen. Besonders Ellen, weil sie einfach so eine liebe und herzensgute Frau ist. Dadurch war es natürlich auch sehr emotional, als diese dann plötzlich stirbt. Ich muss zugeben, dass da schon das ein oder andere Tränchen bei mir geflossen ist.

Aber gerade das macht doch ein richtig gutes Buch aus: dass es einen komplett aus der Realität wegbeamt und alles fühlen lässt, als wäre man wirklich dabei.

Da hilft es natürlich sehr, dass der Roman auch noch auf so einer schönen Insel wie Sylt spielt. Obwohl ich selbst bisher noch nie da gewesen bin, muss es dort unheimlich toll sein. Jedenfalls schafft Julia Rogasch das Inselfeeling direkt nach Hause zu bringen.

Absolute Leseempfehlung, wer eine emotionale Auszeit am Meer wünscht.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Hilda gehört einfach zu Ostern

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer am Drachenfels
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Obwohl Hilda Hasenherz kein klassisches Osterbuch ist, also keines, wo es um bunte Eier, Nestersuche etc. geht, ist das Lesen von Hilda Hasenherz zu Ostern in den letzten Jahren so etwas wie eine kleine ...

Obwohl Hilda Hasenherz kein klassisches Osterbuch ist, also keines, wo es um bunte Eier, Nestersuche etc. geht, ist das Lesen von Hilda Hasenherz zu Ostern in den letzten Jahren so etwas wie eine kleine Tradition geworden.

Wenn es also nicht um bunte Eier geht, worum geht es dann?

Eine kleine Häsin, die einst als Buddelhäsin unter Baron von Ratzezahn gelitten hat, ist immer noch auf der Suche nach ihren verschwundenen Eltern. Doch ebenjener Baron ist auch der einzige, der etwas über das Verschwinden weiß. Beim letzten Abenteuer auf der Adlerinsel hat ihr der Adler dann erzählt, er hätte Ratzezahn am Drachenfels getroffen.

Also steht fest, wohin die nächste Reise geht. Hilda zieht mit ihren Freunden Igromir, Robinius und Eicho los, um den Drachenfels zu erkunden. Dort stoßen sie auf eine Gruppe machtgieriger Grauhörnchen. Sie verlangen von den anderen Tieren, ihre Vorratskammern zu füllen, und dulden keinen Widerspruch. Anführer dieser Truppe ist Don Hopps, der immer wieder mit dem gefährlichen Drachen droht.

Erfährt Hilda mehr über ihre Eltern? Und kann sie etwas gegen die Unterdrückung der Waldbewohner tun?

Unser Fazit:
Ein absolut tolles Buch. Voll Freundschaft, Abenteuer und wo Gerechtigkeit noch einen ganz hohen Stellenwert hat. Besonders gut haben uns die wunderschönen Illustrationen, die wie das Cover absolut farbenfroh und niedlich sind.

Natürlich dürfen die fantasiereichen Wortschöpfungen, die Tobias Goldfarb immer wieder in seinen Büchern verwendet nicht fehlen. Wer aber Wörter, wie „nettl“ oder „ähnlix“ verwendet, wollen wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Dafür müsst ihr das Buch schon selber lesen.

Doch die Reise unserer Heldenhäsin ist noch nicht beendet. So wie es sich anhört, wird es also einen 4. Teil geben. Hilda beweist erneut, dass große Geschichten manchmal in kleinen Pfoten stecken und wir freuen uns auf mehr.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Phänomenaler Abschluss der Trilogie

Sepia 3: Sepia und der Fluch des Tintendrachen
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Nach Teil 1 und 2 der Reihe, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, ist nun endlich der dritte und damit letzte Teil der Trilogie erschienen. Und natürlich musste er auch sofort gelesen werden.
Flohall ...

Nach Teil 1 und 2 der Reihe, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, ist nun endlich der dritte und damit letzte Teil der Trilogie erschienen. Und natürlich musste er auch sofort gelesen werden.
Flohall ist in Gefahr. Ein mysteriöser Nebel steigt dort auf und verschlingt alles, was er berührt. Licht, Bücher etc. Zunächst wird der Schleich angegriffen und dort werden sogar Häuser verschlungen. Ein Wunder, dass bisher noch kein Mensch zu Schaden gekommen ist.
Natürlich sind auch Sepia, Sanzio und Nicki wieder mit von der Partie und versuchen, hinter das Geheimnis des Nebels zu kommen. Über versteckte Hinweise finden sie ein Tor, oder eher ein Portal, das sie in eine andere Welt bringt.
Dort sind sie plötzlich mittendrin in der Welt von Flo, der Gründerin von Flohall, und gehen der sagenumwobenen Legende um sie und den Tintendrachen neugierig auf den Grund.
Dass dies natürlich nicht ohne die unterschiedlichsten Bedrohungen vonstattengeht, sollte jedem klar sein.
Mein Fazit: Wow, was für eine Geschichte. Was für ein absolut fantasievolles und rundum spannendes Ende der Trilogie.
Von Seite 1 an ist man absolut gefesselt und fiebert mit den drei Freunden mit.
Toll fand ich die vielen unerwarteten Wendungen und die Einführung vieler neuer Nebencharaktere, die alle ihre Eigenheiten und Besonderheiten hatten.
Sehr ans Herz gewachsen ist mir dabei Tintillus, auch als Tintenteufel bekannt. Seine Geschichte hat mir besonders gefallen.
Und natürlich auch wieder Sepia. Sie macht zwar oft den Eindruck, dass sie nicht so richtig weiß, was sie als Nächstes tun soll, lässt sich dann aber einfach von ihrem Herzen führen und kommt damit erstaunlich weit.
Ich bin absolut beeindruckt, was die Autorin sich alles hat einfallen lassen.
Ich lese ja eher selten Fantasy, doch diese Reihe kann ich absolut empfehlen für einen Ausflug in dieses Genre.
Jetzt kann der Rest der Familie das Buch auch lesen, sie haben nämlich schon gewartet, dass ich endlich fertig werde.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Magie, Mut und ganz viel Spannung

Secret Forest Academy. Der Seelendieb
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Nachdem Ava und River durch das Schattenportal geraten sind, suchen sie verzweifelt nach einem Weg zurück. In der Schattenwelt treffen sie auf die Putoren und entdecken sogar ihr Lager. Doch dort werden ...

Nachdem Ava und River durch das Schattenportal geraten sind, suchen sie verzweifelt nach einem Weg zurück. In der Schattenwelt treffen sie auf die Putoren und entdecken sogar ihr Lager. Doch dort werden sie angegriffen und Avas Seelentier Spirit wird vom Todesstachel verletzt, was normalerweise tödlich endet.

Auf ihrem Weg finden sie außerdem ein Tigerjunges, das sie Ü nennen. Schließlich gelingt ihnen die Rückkehr zur Secret Forest Academy, wo Spirit sofort in die Pflegestation der Wichtelhöhlen gebracht wird. Für Menschen ist dieser Ort streng verboten.

Ava will sich damit aber nicht abfinden. Sie sucht nach Hinweisen in der Bibliothek, sogar im verbotenen Bereich, um einen Weg zu Spirit zu finden.

Gleichzeitig steht der Magiesprung bevor, bei dem alle in ein Ranking eingeteilt werden. Es gibt vier Kategorien: Fighter, Mind, Heal und Defend. In jeder kann man bis zu zwölf Punkte erreichen. Besonders spannend sind die drei möglichen Auszeichnungen: ein Diamant, wenn man in zwei Kategorien zwölf Punkte hat, ein Triple bei drei Kategorien und ein Gigant, wenn man in allen vier Kategorien die volle Punktzahl erreicht. Das hat es aber noch nie gegeben.

Fazit meiner Tochter:

Das Buch war sehr spannend, auch wenn ich nach den ersten achtzig Seiten eine Pause eingelegt habe. Das lag aber keinesfalls am Buch, sondern daran, dass ich parallel noch andere Bücher gelesen habe und einfach zu wenig Zeit hatte.

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Schattenwelt so geheimnisvoll und manchmal auch richtig unheimlich war. Auch die Sache mit dem Magiesprung fand ich total aufregend, weil man nie wusste, wer wie viele Punkte bekommt.

Das Cover ist wunderschön und wieder richtig farbenfroh. Besonders mochte ich die kleinen Zeichnungen bei den Kapitelüberschriften. Dass es keine größeren Bilder gibt, hat mich nicht gestört, da ich ja auch Bücher für Ältere lese, in denen ebenfalls keine Bilder vorkommen.
Eine tolle Mischung aus Magie, Abenteuer und Freundschaft.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Eine Erfindung, die vieles verändert

Die Erfinderin der Freiheit
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Es gibt sie heute in allen möglichen Farben, mit oder ohne Bügel, mit Spitze oder ganz schlicht. Jede hat ihre eigenen Vorlieben. Doch der erste seiner Art bestand aus nichts weiter als Taschentüchern ...

Es gibt sie heute in allen möglichen Farben, mit oder ohne Bügel, mit Spitze oder ganz schlicht. Jede hat ihre eigenen Vorlieben. Doch der erste seiner Art bestand aus nichts weiter als Taschentüchern und Hosenträgern. Die Rede ist vom BH.
Christine Hardt hat 1908 dieses neuartige Kleidungsstück entwickelt. Anfangs begegnet man ihrer Idee eher mit Skepsis, denn der BH ist noch weit entfernt von dem, was wir heute kennen. Zum Glück hat Christine ihre Freundinnen an ihrer Seite. In Julia findet sie eine begabte Näherin und Stickerin, die den BH nicht nur mit ihr weiterentwickelt, sondern später wahre kleine Kunstwerke daraus macht.
Im Sanatorium, in dem Christine als Therapeutin arbeitet, braucht es zunächst einiges an Überzeugungskraft, bis die feinen Damen bereit sind, das ungewohnte Stück auszuprobieren. Doch sobald sie merken, wie befreiend es ist, nicht mehr ständig in Ohnmacht zu kippen wie im Korsett, beginnt sich etwas zu verändern.
Und mitten in all dem Trubel begegnet Christine auch noch Franz, einem jungen Mann aus wohlhabender Familie, der sich überraschend aufrichtig für sie interessiert. Trotz aller gesellschaftlichen Unterschiede wirbt er um sie, und Christine muss sich fragen, ob sie bereit ist, sich darauf einzulassen.
Mein Fazit:
Für mich war dieses Buch eine wunderbare Mischung aus historischen Einblicken und einer berührenden Geschichte über vier Frauen, die unter einem Dach leben und sich mit echter Herzenswärme unterstützen.

Besonders gefallen haben mir die vielen unerwarteten Wendungen, die immer wieder neue Perspektiven eröffnet haben, und die liebevollen, sympathischen Beschreibungen der Charaktere.

Dazu kommt der beeindruckende Erfindergeist, denn es gibt noch eine zweite bahnbrechende Erfindung in dem Buch. Der Melitta-Kaffeefilter.

Fun-Fact dazu: Eigentlich sollte der Roman davon handeln, aber bei der Recherche stieß Elke Becker dann auf die Geschichte des Brusthalters und hat sich kurzerhand umentschieden.

Sehr lesenswert.

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