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Veröffentlicht am 19.03.2024

Von der ersten bis zur letzten Seite ein perfektes Buch!

So geht Naturgarten
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Klappentext:

„Schritt für Schritt zum Naturgarten – das Praxisbuch.

Mit Anleitungen zu allen Biotop-Typen: von der Wiese zum Beet und von der Hecke bis zum Teich.

Mit zahlreichen Tipps für die Auswahl ...

Klappentext:

„Schritt für Schritt zum Naturgarten – das Praxisbuch.

Mit Anleitungen zu allen Biotop-Typen: von der Wiese zum Beet und von der Hecke bis zum Teich.

Mit zahlreichen Tipps für die Auswahl von insektenfreundlichen Pflanzen.



Ein Garten soll Kindern Platz zum Spiel bieten, ein Wohlfühlort für laue Sommerabende und gemütliche Grillvergnügen sein, zugleich aber auch vielen Pflanzen- und Tierarten als wertvoller Lebensraum dienen – geht das überhaupt?

Ja, wenn wir uns auf einzelne Gartenelemente konzentrieren. Dann können wir den eigenen Garten trotz verschiedenen Nutzungsarten (auch) zu einem Naturgarten machen: im Rasen eine kleine Blühfläche mit einheimischen Blumen bepflanzen, den alten Obstbaum für zahlreiche Insekten und den Buntspecht stehen lassen, obwohl er längst keine Früchte mehr trägt. Diese und viele weitere Möglichkeiten tragen dazu bei, die heimische Flora und Fauna zu fördern und zu unterstützen. Katja Falkenburger zeigt, wie es geht.“



Das Wort „Naturgarten“ allein lässt viele Hobbygärtner gern die Nackenhaare aufstellen, weil sie meist falsche Vorstellungen davon haben. Ob ich das beurteilen kann? Oh ja…wie besitzen einen knapp halben Hektar großen, zertifizierten Naturgarten. Wenn ich gefragt werde, wie es sich damit lebt, sage ich stolz: Wie im Paradies! In diesem Sachbuch geht es um eben die Entstehung eines Naturgarten. Nur wie startet man? Das Buch ist unterteilt in 6 Kapitel. Im ersten Teil geht es um das Gelände, Teil Zwei befasst sich mit der Wiese, Teil Drei mit den Beeten und ihrer Lagen, Teil Vier beleuchtet sehr genau die Gehölze, ganz wichtig ist Kapitel Fünf mit dem Thema Wasser und abschließend haben wir in Kapitel Sechs verschiedene Bauten in der Erklärung. Allein das Vorwort/ die Einleitung des Buches sprechen mir schon so aus dem Herzen. Warum machen wir denn Naturgarten? Um die Artenvielfalt zu fördern, Lebensräume zu schaffen, die Natur Natur sein zu lassen mit all ihren Formen und Farben eben. Das heißt im Umkehrschluss: keine Chemie jeglicher Art im Garten, keinen Torf, kein Plastik etc.. Autorin Katja Falkenburg beschreibt wirklich wunderbar kurzweilig aber dennoch sehr genau, dass Naturgarten in jedem Gelände möglich ist. Sehr interessant sind die Fotos und Illustrationen wie sich der Garten in den vier Jahreszeiten komplett verändert. Nicht nur optisch verändert er sich, sondern auch der Boden regeneriert sich und so viel mehr! Wir fördern damit auch das Pflanzenwachstum und schaffen Lebensräume für Insekten und Co.! Schnell wird man feststellen, dass der Naturgarten extrem gut mit Wasser haushaltet. Der Garten wird zum Schwamm und somit haben wir Gärtner weniger Mühe. Macht so ein Garten weniger Arbeit? Keinesfalls. Auch in den Beeten müssen wir Hand anlegen und auch auf den Wiesen aber eben anders als sonst. Aller drei Tage müssen wir keinen Rasen mähen und ja, davon sollte man sich frei machen - einen Rasen wie auf dem Golfplatz findet man in Naturgärten nicht aber dafür blüht es an allen Ecken und Enden. Zudem beschreibt Falkenburg auch die Notwendigkeit von Totholz und Hecken an sich. Gerne werden sie exakt angelegt aber das interessiert unsere Tierwelt kein bisschen. Die Hauptsache ist, sie sind überhaupt da. Katja Falkenburg bringt eine ganze Menge Fachwissen hier in dieses Buch und bietet dem Leser auf verständliche Art und Weise an, es doch auch gleich in die Praxis umzusetzen. So ein Naturgarten bringt nur Vorteile! Es gibt tatsächlich überhaupt keine Nachteile und man wird schnell staunen, was sich alles regt und tummelt im eigenen Garten! Da ist man nämlich nicht allein! Dieses Buch ist nur zu empfehlen! Egal ob die Texte oder auch die Grafiken, auch die Fotografien gleich mit Pflanzentipps und dem entsprechenden Nutzern geben dem Leser gleich ein Bild von der Schönheit eines Naturgartens! 5 Sterne mit einer klaren Leseempfehlung für dieses Buch!

Veröffentlicht am 19.03.2024

5 Sterne hierfür

Kletterpflanzen und Bodendecker
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Klappentext:

„Diese Pflanzen schaffen Schutz für Gebäude und Böden und ein verbessertes Mikroklima im Garten.

Arten für alle Standorte: von zurückhaltend und schlicht bis farbenfroh und markant.

Biodiversität ...

Klappentext:

„Diese Pflanzen schaffen Schutz für Gebäude und Böden und ein verbessertes Mikroklima im Garten.

Arten für alle Standorte: von zurückhaltend und schlicht bis farbenfroh und markant.

Biodiversität fördern auch auf den kleinsten Flächen.



Kletterpflanzen, Bodendecker und Flächenbegrüner können dabei helfen, Gärten in artenreiche, bunte Oasen zu verwandeln! Norbert Griebl zeigt, wie mit den richtigen Pflanzen ehemalige triste Rasenflächen oder kahle Mauern vielseitig und lebendig werden. Diese Arten brauchen zudem wenig Pflege und bringen selten gewordene Insekten in den Garten und laden Vögel zum Nisten ein. Egal ob die Fläche horizontal oder vertikal ist: Für alle Gegebenheiten gibt es die passenden Pflanzen, die in diesem Buch vorgestellt werden. Mit ökologisch wertvollen Bodendeckern erhält die Natur so wertvolle Fläche zurück. Und grüne Fassaden verbessern und kühlen die Luft, spenden Schatten und schützen Gebäude vor Temperaturschwankungen, Schlagregen und Hagel.“



Bei Kletterpflanzen denken die meisten Hobbygärtner sicherlich an Efeu und seine Eigenarten. Bei Kletterpflanzen ist man ab einem gewissen Punkt machtlos - irgendwann wachsen sie einem über den Kopf und man kann ihnen nicht mehr Herr werden. Ist das dramatisch? Eben nicht! Und wie ist es zu Fuße? Gleiches Thema! Es gibt Bodendecker, die rasant ein Eigenlesen entwickeln und schneller Flächen bedecken als einem lieb ist. Auch dramatisch? Keineswegs! In diesem Buch geht es um alles was sich schnell ausbreitet und rankt was das Zeug hält. Nach einer kurzen Einführung erklärt uns Autor Norbert Griebl wie sich Kletterpfanzen verhalten, wie Bodendecker und eben Flächenbegrüner. Schnell wird deutlich welche Vorteile alle drei Gattungen mit sich bringen - egal ob für uns Menschen oder für unsere Tierwelt. Die Pflanzen, die Norbert Griebl empfiehlt, werden bestens vorgestellt. Der Leser kann sich somit immer einen optimalen Eindruck holen und eben genau überlegen was für den heimischen Garten machbar ist. Oft werden die drei Arten gern bei der Gartenplanung vergessen aber dieses Buch schafft bestens Abhilfe. Wirklich toll hierbei ist, im Buch finden sich für jede Region, jede Lage die entsprechenden Pflanzen. Dazu beschreibt Griebl alle Vor- und Nachteile der Pflanzen. Heißt ob giftig, sehr starker Duft beispielsweise oder immer eine griffbereite Schere etc.. Das Buch bietet alles erdenkliche Wissen rund um rankende und flächeneinnehmende Pflanzen aller Art und dadurch hat der Leser alles bestens in einem Buch vereint. 5 Sterne hierfür!

Veröffentlicht am 19.03.2024

Ein Musst-have-Buch für den wissensdurstigen Geist

Meilensteine der Wissenschaft
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Klappentext:

„Wissenschaft im Zeitraffer



Ob unsere Vorfahren, die das Feuer entdeckten, oder bahnbrechende Errungenschaften in Medizin, Chemie oder Physik: Wissenschaft und Forschung prägen die Geschichte ...

Klappentext:

„Wissenschaft im Zeitraffer



Ob unsere Vorfahren, die das Feuer entdeckten, oder bahnbrechende Errungenschaften in Medizin, Chemie oder Physik: Wissenschaft und Forschung prägen die Geschichte der Menschheit seit Tausenden von Jahren. Dieses Buch zeigt, wie sich wissenschaftliche Ideen und Methoden im Lauf der Zeit entwickelt haben und wie sie unser heutiges Leben beeinflussen. Ein Zeitstrahl veranschaulicht und beschreibt wichtige Entdeckungen und Meilensteine. Abgerundet wird das Buch mit Porträts von über 120 Forscherinnen. Ein reich illustriertes und leicht verständliches Nachschlagewerk für die ganze Familie!



Was wäre ohne die Entdeckung des Feuers geschehen? Wie ginge es uns ohne die Anästhesie? Wie würden wir ohne die Erfindung des Telefons miteinander kommunizieren? Dieses Buch skizziert die maßgeblichsten Entwicklungen der Wissenschaft – von der Erfindung des Rads bis zu den Entdeckungen der modernen Welt. Mit fesselnden Texten und vielen Fotos und Illustrationen führt es durch die Geschichte der Wissenschaft. Ein Zeitstrahl veranschaulicht Errungenschaften

in Physik, Chemie, Biologie, Geowissenschaften, Astronomie, Medizin und Technik. Auf Sonderseiten werden herausragende wissenschaftliche Durchbrüche ausführlich erklärt. Porträts von berühmten Wissenschaftler
innen wie Alexander von Humboldt, Alois Alzheimer oder Marie Curie runden dieses einzigartige Sachbuch ab.

…“



Unsere von Menschen geschaffene Wissenschaft ist einfach faszinierend. Egal ob Atombombe, das Telefon, Elektrizität, der Kühlschrank, das Auto und und und. Wissenschaft hat mehr als einmal unsere Zeit revolutioniert und wir Menschen haben uns dies zu Nutzen gemacht bzw. leben mehr als komfortabel damit. Oder wollen Sie auf ihr Fahrrad vielleicht verzichten? Oder gar auf das Telefon oder den Fernseher? Der Spruch: „Man schätzt die Dinge erst, wenn man sie nicht mehr hat“ trifft hierbei vollkommen zu. Dieses wunderbare Buch aus dem Hause DK beleuchtet auf herrlich verständliche Weise unsere bislang erlebte Wissenschaft bis in die Tiefe und gibt dem Leser dadurch unheimlich viel Hintergrundwissen mit auf den Weg. Ein Zeitstrahl führt uns hier durch die Zeit und zeigt uns auf sehr verständliche Weise, was, wann und wo geschaffen wurde. Es ist eine visuelle Reise die durch sehr viele Fotografien und Zeichnungen, Gemälden etc. geprägt ist. In kurzen aber dennoch äußerst interessanten Kurzporträts werden uns Wissenschaftler und Co. näher gebracht. Egal um welches Thema es geht, stets ist eine gewisse Lese-Spannung da und der Leser darf rasch in die Welten eintauchen. Egal ob Periodensystem, unseren Blutkreislauf oder die Theorien des Siegmund Freud - alles ist stets kompakt und anschaulich niedergeschrieben. Dieses Buch ist eine Art Nachschlagewerk, in dem man unkompliziert und schnell an Wissen kommt. Es deckt viele Bereiche wie Geschichte, Medizin oder auch die Naturwissenschaften gekonnt ab. Das Buch ist für Jung und Alt eine absolute Bereicherung und brilliert auch mit seiner kompakten und festen Haptik. Der feste Einband, die stramme Bindung der griffigen Buchseiten, die brillanten Drucke und die harmonische Anordnung dieser machen dieses Buch zu einem absoluten Must-have! 5 Sterne hierfür!

Veröffentlicht am 19.03.2024

Wenn die Seele des Hauses zu arbeiten beginnt...

Das Haus verlassen
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!ein Lesehighlight 2024!



Klappentext:

„Eine poetische Geschichte voll leisem Humor über ein altes Feldsteinhaus, das sich nicht so ohne weiteres von seiner Besitzerin trennen möchte. Und über eine ...

!ein Lesehighlight 2024!



Klappentext:

„Eine poetische Geschichte voll leisem Humor über ein altes Feldsteinhaus, das sich nicht so ohne weiteres von seiner Besitzerin trennen möchte. Und über eine Besitzerin, die eigentlich fortgehen will ...



Es gibt Menschen, die wohnen nicht nur, sondern sie werden von den Eigenarten ihres Hauses magisch angezogen. Sie wollen seine Geschichte erfahren. Sie erforschen, wann das Haus erbaut wurde, wer zuvor darin lebte und wie es dem Haus dabei erging. Für sie ist ein Haus ein geheimnisvolles Wesen, das sich nicht jedem öffnet.



So geht es auch der Erzählerin dieser Geschichte, als sie ein vereinsamtes kleines Feldsteinhaus auf dem Lande bezieht. Während die raubeinige Dorfgemeinschaft sie für ihre Bruchbude belächelt, beginnt sie, das 140 Jahre alte Haus wieder zum Leben zu erwecken – vom Dachboden bis zum Kellergewölbe, vom verwilderten Gemüsegarten bis zu den uralten Obstbäumen.



Doch manchmal kommt dann ein Zeitpunkt, da möchte man zu neuen Ufern aufbrechen. Als die Erzählerin nach zehn Jahren beschließt, ihr Haus zu verkaufen, muss sie feststellen: Man kann auch eine Haus-Beziehung nicht so einfach auflösen. Denn das Haus benimmt sich unerwartet widerspenstig und fremdelt, als sich die Bewerber die Klinke in die Hand geben …“



Welch großartiges Buch hat hier Autorin Jaqueline Kornmüller verfasst! Ihre leicht lyrische und philosophische Schreibweise rund um die Geschichte eines Hause, die Seele eines Hauses, haben mich tief berührt. Es mag auch daran liegen, dass wir selbst in einem mehr als 120 Jahre (genaues Alter unbekannt) alten, denkmalgeschütztem Haus wohnen und ja, nicht nur das wir das Haus gefunden haben und aus seinem Dornröschenschlaf geholt haben, sondern es auch uns. Gibt es solche Verbindungen zu den eigenen vier Wänden? Was wenn das Haus wahrlich eine Seele hat und eine Verbindung zu seinem Besitzer aufbaut? Genau darum geht es in dieser Geschichte. Unsere Erzählerin erlebt eben jenes. Sie will raus aus ihrem Haus und neue Lebenswege gehen. Das Haus sieht es anders. Hier sei gleich gesagt geht es nicht um Mystik oder Magie, nicht um Hausgeister oder alte Geistergeschichten rund um das Haus, hier geht es darum, was das Haus wohl „denkt“ wenn es seine Besitzer wechselt. Klingt seltsam? Ja, das Buch ist sicherlich nicht für Jedermann. Dingen ein Eigenleben einzureden ist nicht Jedermanns Ding aber wer generell sehr gefühlsbedingt und emotional durchs Leben geht, kann es vielleicht nachvollziehen. Die Entwicklung des Hauses zu erlesen hat große Freude bereitet. Man kann es irgendwie verstehen: als Besitzer ist man daran bedacht alles wieder „hübsch“ zu machen, zu renovieren, zu restaurieren, wohnlich und behaglich zu machen, dem Haus und auch dem Garten eine Seele und die eigene Handschrift zu verleihen. Es kostet alles nicht nur Geld sondern auch Mühe, Kraft und Arbeit. Was wenn man dies alles freiwillig hinter sich lassen will? Ist das gerecht dem Haus gegenüber? Ich empfand diese Gedankengänge im Buch als äußerst bereichernd und ja, sie sprachen mich persönlich ganz tief an. Kornmüller hat eine wirklich außergewöhnliche Geschichte niedergeschrieben die genau so grandios mit außergewöhnlichen Bildern von Illustratorin Kat Menschik untermalt sind. Hier passt alles wieder perfekt zusammen und Menschik weiß genau wie sie mit ihrem Stil solche Gedanken bildlich umsetzen kann. Allein das Cover ist eine Art Suchbild bei dem man sich länger als 10min befassen kann und immer wieder die unterschiedlichsten Dinge entdeckt. Das Buch hallt nach, es regt die eigenen Hausbesitzer-Gedanken an und zeigt auf, dass nicht nur wir Menschen einem Haus Seele geben, wir bekommen diese auch zurück! Jetzt wollen Sie wissen ob unsere Protagonistin ihr Haus verlässt? Lesen Sie diese tolle Geschichte und lassen Sie sich von ihr entführen! 5 Sterne für dieses ganz besondere Werk!

Veröffentlicht am 19.03.2024

Ein literarischer Hochgenuss!

Oben in den Wäldern
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Klappentext:

„Wer hat hier, wo ich wohne, schon einmal ein Leben geführt – und wer wird diesen Ort nach mir sein Zuhause nennen? Daniel Mason erzählt in seinem neuen Roman die bewegte Geschichte eines ...

Klappentext:

„Wer hat hier, wo ich wohne, schon einmal ein Leben geführt – und wer wird diesen Ort nach mir sein Zuhause nennen? Daniel Mason erzählt in seinem neuen Roman die bewegte Geschichte eines Hauses in den Wäldern von Massachusetts. Und mit ihr von den Schicksalen, Geheimnissen und Abgründen der Menschen, die das Haus über die Jahre bewohnen.



Von einem Soldaten, der nach einer Verwundung nicht auf die Schlachtfelder zurückkehrt, sondern beschließt, sich in der Abgeschiedenheit dem Apfelanbau zu widmen. Von seinen Töchtern, Zwillingen, deren symbiotisches Leben mit dem Erwachsenwerden zunehmend Risse bekommt – und jäh in einer Tragödie endet. Von einem Reporter, der auf ein uraltes Massengrab stößt, und einem liebeskranken Maler, der einem geheimen und riskanten Verlangen nachgeht. Während sich die Bewohner des kleinen gelben Hauses mit der Schönheit und den Wundern ihrer Umgebung auseinandersetzen, beginnen sie zu erkennen, wie lebendig die Vergangenheit dieses Ortes ist. «Oben in den Wäldern» erzählt vom Wandel der Zeit, der Sprache, der Natur, und zeigt, wie stark wir durch sie auch über Jahrhunderte miteinander verbunden bleiben. Ein so sprachmächtiger wie spannender Roman, der eine zeitlose Frage stellt, die uns alle beschäftigt: Wie leben wir weiter, auch wenn wir nicht mehr da sind?“



Tja, wer ein altes Haus besitzt, hat sich wohl schon oft die Frage gestellt, wer in diesem Haus wohl schon gewohnt hat oder man steht vor einem historischen Gebäude und stellt sich ebenfalls diese Frage. Und auch die Natur drumherum könnte man mit solchen Fragen löchern. Wenn die eigenen, alten vier Wände doch nur reden könnten! In der Geschichte „Oben in den Wäldern“ von Autor Daniel Mason ist es so. Mason berichtet von einem kleinen, gelben Haus inmitten der der Bergwälder. Man ist dort allein, die Natur ist der Nachbar mit all seiner Schönheit und Einzigartigkeit. Die Menschen, die in diesem gelben Haus ihre geschundene Seelen wieder gepflegt haben, lernen dort so viel, wie man es nur an so einem Ort tun kann. Mason lässt seine Figuren ihren Weg gehen, er erzählt tiefgründig und emotional was ihnen alles widerfahren ist. Als Leser ist man neugierig was dies alles wohl gewesen sei. Wir erhalten Antworten darauf und begleiten sie auf diesem Weg. Mason zeigt aber auch das Leben und die Seele des kleinen, gelben Hauses mit seinem Grundstück. Das Haus wird wie zu einer Decke die man sich überzieht wenn man friert oder der Meinung ist, einfach mal von der Oberfläche verschwinden zu müssen. Masons Geschichte bewegt den Leser auf vielfältige Weise. Seine Figuren zeigen auf, dass es nach allem negativen Erlebten weiter geht. Auch wenn dies anders ist, es geht weiter. Aber was ist wenn wir nicht mehr sind? Auch da lebt etwas weiter, nämlich das Haus und erzählt uns eben diese Lebensgeschichten. Alles wirkt hier lyrisch, fast poetisch. Madons Schreibstil ist klar und offen, kommt komplett ohne Kitsch aus und nimmt den Leser einfach von der ersten bis zur letzten Seite ein. Was wir anhand von einem Haus und dessen Garten sehen und somit lernen dürfen ist eigentlich der Haupttenor der Geschichte: das Kommen und Gehen, der Aufbau von etwas und auch dessen Verfall. Die Geschichte zeigt schlussendlich auf, dass alles einen Kreislauf hat, egal wer ihn „regiert“. Dieser Kreislauf entwickelt stets Eigendynamik und wird durch uns beeinflusst und er beeinflusst uns. Alles ist eine Art Mäander und wenn man diesen philosophischen Gedankengängen nachgeht, wirkt so eine Dynamik doch gar nicht schlecht! Wir leben mitten in ihr und sie mit uns. Und genau so dynamisch vielseitig beschreibt Mason hier seine Figuren mit ihren jeweiligen Geschichten. Jede ist anders und alles ist unterschiedlich und im Kern doch wieder nicht. Als Fazit kann ich hier nur sagen: Das ist wirklich eine großartige Geschichte! Gerne hätte ich mehr als 5 Sterne vergeben!