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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Crashkurs moderner Beziehungsformen

Open Hearts
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Nachdem sich Mistys Verlobter nach einer langjährigen Beziehung von ihr trennt, zieht Misty zunächst zu ihrer Mutter, um wieder auf die Beine zu kommen. Als sie wieder mit dem Daten beginnt, trifft sie ...

Nachdem sich Mistys Verlobter nach einer langjährigen Beziehung von ihr trennt, zieht Misty zunächst zu ihrer Mutter, um wieder auf die Beine zu kommen. Als sie wieder mit dem Daten beginnt, trifft sie auf Christopher, bei dem ihr erst auf den zweiten Blick bewusst wird, dass er eine offene Beziehung führt. Sie lässt sich darauf ein, auch um ihr eigenes Verhalten in Partnerschaften zu hinterfragen und lernt dabei viel über sich selbst und das Leben in einer modernen Gesellschaft.

Ich verstehe, dass diese Art Roman polarisieren soll und die Meinungen sehr weit auseinander gehen können. Tatsächlich bin ich etwas hin- und hergerissen, weil mir die Idee und meistens auch die Protagonistin gut gefallen haben, es für mich aber insgesamt nicht stimmig war. Daher gibt es heute meine Bemerkungen in Pro und Kontra aufgeteilt:

Pro:
Misty ist für mich zumindest am Anfang ein sehr sympathischer und humorvoller Mensch. Sie hat keine Schwierigkeiten sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und besitzt einen interessanten Freundeskreis. Ihre Einstellungen innerhalb von Beziehungen sind teilweise sehr fragwürdig, aber auch das finde ich für den Roman in Ordnung. Ich denke jeder kennt das Gefühl, dass man sich bis zu einem gewissen Grad anpassen muss, die Frage ist nur, wie weit darf es gehen?
Der Roman zeigt viele verschiedene Möglichkeiten, von ganz traditionellen Beziehungen, wie Vater-Mutter-Kind, bis zu offenen Partnerschaften, Polyamorie, queere… Er regt zum Nachdenken an, was man für sich selbst wirklich möchte und was uns nur von der Gesellschaft als richtig suggeriert wird.
Der Schreibstil ist an sich angenehm zu lesen, auch wenn die häufigen Fehler den Schreibfluss durchaus stören können.

Kontra:
Leider war mir Christopher schlicht und ergreifend unsympathisch. Er hat Misty mit einer gewissen Regelmäßigkeit spüren lassen, dass sie für ihn zu ungebildet ist und sogar sein Sohn mehr Wörter als sie kennen würde. Auch seine offene Beziehung hat in mir immer mehr den Eindruck hinterlassen, dass es sich eher um einen Freifahrtschein zum Fremdgehen gehandelt hat als alles andere, weil es eindeutig an emotionaler Nähe zu seiner festen Partnerin fehlte. Und damit geht für mich auch der Sinn des Romans verloren. Bis jetzt weiß ich nicht, was die Botschaft des Buches sein soll und wenn man schon einen polarisierenden Roman schreibt, dann sollte es auch irgendeine Aussage geben und den Leser, in diesem Fall mich, nicht völlig verwirrt zurück lassen. Hinzu kommt, dass Misty zwar eine Entwicklung ihrer Persönlichkeit durchmacht hat, aus der sie auch gestärkt herausgeht, aber leider gleichzeitig völlig humorlos wird. So mochte ich ihr am Ende auch nicht mehr besonders gerne zuhören.

Fazit:
Ich fand die Idee des Romans an sich sehr gut, denn jeder sollte darüber nachdenken, was er wirklich im Leben möchte und sich nicht nach den klassischen gesellschaftlichen Erwartungen richten. Trotzdem haperte es für mich an der Umsetzung. Während der Anfang mir durch seine humorvolle Art sehr gut gefiel, war ich am Ende nur noch verwirrt und teilweise auch etwas gelangweilt.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Vielleicht zu viel erwartet...

Selling Dreams
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Marissa hat sich durch harte Arbeit, Leidenschaft und jede Menge Charme einen Ruf als hervorragende Immobilienmaklerin erkämpft. Nachdem sie von ihrem alten Arbeitgeber enttäuscht wurde, erhält sie glücklicherweise ...

Marissa hat sich durch harte Arbeit, Leidenschaft und jede Menge Charme einen Ruf als hervorragende Immobilienmaklerin erkämpft. Nachdem sie von ihrem alten Arbeitgeber enttäuscht wurde, erhält sie glücklicherweise einen neuen Job bei der besten Agentur in NYC. Der Haken: sie muss nun ausgerechnet mit ihrem ehemaligen Konkurrenten Calder zusammen arbeiten, bei dem sie sich im Laufe der Zeit immer häufiger fragt, ob die Spannung zwischen den beiden wirklich nur aufgrund des Wettkampfs um die meisten Verkäufe besteht.

Ich liebe Marissa. Sie ist tough, temperamentvoll und weiß genau was sie möchte. Auch wenn von Anfang an eine wahnsinnige Spannung zwischen ihr und Calder besteht, lässt sie sich nicht direkt um den Finger wickeln, sondern kontert schlagfertig jede seiner Charmeoffensiven. Trotzdem hat sie eine sehr weiche und gefühlvolle Seite. Selbst bei den Immobilienverkäufen geht es ihr nicht nur ums Geld, sondern sie möchte wirklich, dass ihre Kunden glücklich sind und ein Zuhause finden. Nach Marissas begeisternden Art würde ich am liebsten auch in die Welt rausgehen und für jeden die perfekte Immobilie finden… Aber auch für ihre Freunde und Familie ist sie da. Natürlich hat sie ihre Fehler und vor allem in letzter Zeit stand der Beruf einfach viel zu häufig an erster Stelle, aber sie ist trotzdem sehr loyal und möchte sich glaubhaft bessern.

Ganz anders sah es für mich bei Calder aus. Marissa ist eindeutig Feuer, aber wieso er das Eis repräsentieren soll, ist mir nicht klar. Anfangs fand ich ihn wirklich sympathisch und auch im Umgang mit seiner Familie toll, aber dann hat die Autorin versucht ihm eine neue Tiefe zu geben, die für mich einfach nicht gepasst hat. Natürlich ist es toll, wenn Charaktere vielschichtig sind, aber das muss im Verhalten auch erkennbar werden. Für mich kann niemand nach außen Everybody´s Darling sein und der beste Verkäufer eines riesigen Unternehmens, um dann im Privaten eine völlige Kehrtwende zu machen. Ich mag Calder und auch den Rest seiner Familie (ich glaube seine beiden Brüder gefallen mir sogar noch besser), aber das Gesamtpaket fand ich nicht überzeugend.

Und jetzt zur Handlung. Das Thema der High-End-Immobilien fand ich sehr interessant und auch die Einblicke in die Arbeitsweise eines riesigen Unternehmens fand ich spannend. Da leider ein großer Anteil vom Plot auf Calders Problemen beruht und irgendwann auch nicht mehr so viel passiert, fand ich das Buch zeitweise sehr langatmig. Wenn ihr dieses Buch lesen solltet, werdet ihr merken, dass viele wichtige Themen angesprochen werden und bitte versteht mich nicht falsch, das finde ich auch sehr wichtig. Trotzdem möchte ich gerade bei einer Romance gut unterhalten werden und den Love Interest faszinierend finden. Ich war dagegen eher irritiert und leicht gelangweilt.

Der Roman hat eine temperamentvolle, starke und trotzdem liebenswerte Protagonistin und viele interessante Anspielungen auf die folgenden Bände, nur hat mich der Start leider nicht überzeugt. Sowohl die zwischenzeitlichen Längen als auch die männliche Hauptfigur haben es für mich eher zu einem durchschnittlichen Roman werden lassen. Trotzdem würde ich nicht ausschließen, dass ich den Folgeband noch lese, da der Schreibstil wirklich sehr angenehm war und ich das zukünftige Pärchen gerne mag.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Herzerwärmende, humorvolle und bittersüße Romance

Ein Buchladen zum Verlieben
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Die schwedische Sara will ihre Brieffreundin in dem kleinen heruntergekommen Städtchen Broken Wheels in Iowa besuchen. Doch der Urlaub läuft nicht wie geplant. Kurzerhand eröffnet sie einen Buchladen und ...

Die schwedische Sara will ihre Brieffreundin in dem kleinen heruntergekommen Städtchen Broken Wheels in Iowa besuchen. Doch der Urlaub läuft nicht wie geplant. Kurzerhand eröffnet sie einen Buchladen und bringt den Menschen dort nicht nur das Lesen wieder näher, sondern lernt nach und nach auch die Bewohner dort zu lieben.

Ich habe ehrlich gesagt lange überlegt, ob ich das Buch wirklich lesen sollte. Es klang nicht besonders spannend und es passiert tatsächlich so gut wie Nichts in dem Roman. Die Handlung von 450 Seiten kann man praktisch in 3 Sätzen zusammenfassen. Dazu kamen viele sehr schlechte Bewertungen. Aus irgendeinem Grund habe ich dann doch begonnen das Buch zu lesen und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Aus ein paar Seiten wurden ein paar Kapitel bis ich die letzten Tage praktisch in jeder freien Minute gelesen habe. Und ich kann bis jetzt nicht sagen, warum ich es so gerne mochte.

Alle Charaktere wurden etwas überspitzt dargestellt, aber dabei so liebenswert, dass ich sie alle in mein Herz geschlossen habe. Falls jemand Pixar-Filme mag, es hat mich sehr an „Cars“ und das kleine verlassene Städtchen Radiator Springs erinnert. Sara hat Broken Wheels auf ihre einfache und charmante Weise so viel Hoffnung wiedergegeben, mit ihrer sanften und ruhigen Art hat sie sich in das Herz der Bewohner und in mein Herz geschlichen.

Man sollte aber schon eine große Affinität zu Bücher haben, denn in jedem Kapitel gibt es mehrere Anspielungen auf Klassiker oder Bestseller. Und obwohl ich relativ bunt gemischt und viel lese, hab ich nicht alles erkannt und man muss damit leben können, vielleicht nicht alles zuordnen zu können. Andererseits hat Sara mir wieder viele Autoren und Bücher in Erinnerung gebracht, die ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte (das Buch ist von 2013).

Fazit: Ich habe Tränen geweint und gelacht, mit allen mitgefiebert und auf ein gutes Ende gehofft. Es geht um die Liebe zum Lesen, aber auch um die Liebe zu den Menschen und wie wichtig Gemeinschaft für uns ist. Ab und zu braucht man einfach ein Buch, das glücklich macht.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Gänsehaut 2.0

Ignael
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Als ihr Ehemann David gerade unterwegs ist, um sein neues Buch vorzustellen, muss Rebecca vor einer gefährlichen Figur aus ihrer Vergangenheit fliehen. Ihre einzige Möglichkeit: eine Parallelwelt, die ...

Als ihr Ehemann David gerade unterwegs ist, um sein neues Buch vorzustellen, muss Rebecca vor einer gefährlichen Figur aus ihrer Vergangenheit fliehen. Ihre einzige Möglichkeit: eine Parallelwelt, die von ihrem Mann erschaffen wurde und voller Gefahren steckt. Um den Ausgang zu finden, begibt sie sich auf eine Reise, die sie mit ihren ureigenen Ängsten konfrontiert. Gleichzeitig begibt sich David ebenfalls dorthin, um seine Frau wiederzufinden und sie zurück nach Hause zu bringen.

Anfangs habe ich mich etwas schwer getan in die Geschichte zu kommen. Es gab sehr viele verschiedene lose Fäden, die für mich noch keinen Sinn ergeben haben und die ich auch nicht wirklich einordnen konnte. Dazu kam der Schreibstil, der aus irgendeinen Grund für mich zunächst eher holprig war, einige Sätze musste ich öfters lesen und ich kam nicht wirklich in einen Lesefluss rein. Je länger ich jedoch in die Geschichte eingetaucht bin, desto mehr hat mich die Parallelwelt gefangen genommen. Sie ist so voller Überraschungen, bildhafter Eindrücke und fantasievoller Ideen, dass für mich das Buch auch gerne noch länger hätte gehen können. Ab und zu leiden vielleicht die Charaktere etwas darunter, da sie praktisch zum Spielball dieser Welt geworden sind und gar nicht so viele Möglichkeiten haben sich frei zu entscheiden. Für mich war das aber gar nicht so relevant, da ich David und Rebecca trotz allem gerne mochte und gerade den trockenen Humor und die pragmatische Art von letzterer sehr geschätzt habe.

Ich habe als Jugendliche sehr gerne Bücher mit ein paar Horror-Elementen gelesen, jedoch als Erwachsene gemerkt, dass die meisten Bücher aus dem Genre mir einfach zu brutal sind, als müsste ein Mangel an Ideen durch besonders blutige Beschreibungen kompensiert werden. Bei „Ignael“ habe ich dagegen seit sehr langer Zeit zum ersten Mal wieder ein Buch erlebt, dass zwar durchaus Horror-Szenen beschreibt, die auch etwas heftiger sein können, insgesamt den Gänsehaut-Faktor aber eher durch die beeindruckenden Beschreibungen und die bedrückende Atmosphäre erzeugt. Es sind die Details gewesen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Oft wurden alltägliche Dinge zu etwas Verstörendem verändert oder ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich mich vor den Wesen der Parallelwelt eher gruseln oder sie bemitleiden sollte, weil sie zu diesem Schicksal verdammt sind. Jedes Mal, wenn ich dachte, das Szenario kenne ich schon, hat sich die Situation doch noch so verändert, dass sie für mich völlig neu und überraschend wurde.

Zum Schluss, auch wenn es eigentlich ganz am Anfang kommt: das Cover. Ich finde es sehr schwierig zu beurteilen, da das Bild zwar sehr gut zum Buch passt und auch wunderschön aussieht, aber leider nur den Fantasy-Anteil repräsentiert. Dabei steckt noch so viel mehr in der Story.

Insgesamt hat mich das Buch nach einem etwas holprigen Start mit seiner Mischung aus Fantasy und Horror in seinen Bann gezogen. Viele der Szenen werden noch lange in meinem Gedächtnis bleiben und ich hoffe wirklich, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, weil ich mich gerne erneuert auf eine Reise in diese andere Welt begeben möchte.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Düster und erschreckend

Dark Places - Gefährliche Erinnerung
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Libby hat als kleines Kind die Ermordung ihrer Familie erlebt, ihr großer Bruder wird als Mörder verhaftet. Jetzt, als erwachsene Frau, führt sie ein einsames und unglückliches Leben, welches noch immer ...

Libby hat als kleines Kind die Ermordung ihrer Familie erlebt, ihr großer Bruder wird als Mörder verhaftet. Jetzt, als erwachsene Frau, führt sie ein einsames und unglückliches Leben, welches noch immer durch das Trauma ihrer Kindheit geprägt ist. Da es aber immer mehr Personen gibt, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln, beginnt sie über die Ermordung ihrer Familie nachzuforschen.

Das Buch ist in zwei Zeitebenen aufgebaut, einmal aus Libbys Sicht in heutiger Zeit, die versucht die Ereignisse, die zum Mord geführt haben, zu rekonstruieren. Zum anderen Rückblicke in die Vergangenheit aus Sicht der Familie selbst.

Libby war mir anfangs sehr unsympathisch. Obwohl mittlerweile über 30 sieht sie sich immer noch als das kleine traumatisierte Kind von damals, schafft es kaum ihr Leben in den Griff zu bekommen und erwartet, dass andere ihre Probleme lösen. Im Laufe des Romans jedoch wird Libby jedoch immer menschlicher, vielleicht nicht wirklich nett, aber man merkt, dass sie auch gute Seiten an sich hat.

Insgesamt sind die Charaktere sehr schwierig. Obwohl man viele Handlungen nachvollziehen kann, sind viele Reaktionen stark an der Grenze zum Erträglichen oder es geht sogar darüber hinaus. Es handelt sich um keine an sich netten Personen, sondern um Menschen die sich im Grenzbereich der Gesellschaft aufhalten und mit allen Mitteln versuchen ihren Platz zu finden oder ihn zumindest zu halten.

Obwohl es sicher brutalere Thriller gibt, habe ich durch die bedrückende Atmosphäre des Buches jede grausame oder unangenehme Szene wesentlich stärker wahrgenommen. Es waren tatsächlich manchmal einfach kleine Details, die es mir ermöglicht haben, die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der einzelnen Personen nachzuempfinden.

„Dark Places“ hat mir gezeigt, wie durch ein paar schlechte Entscheidungen, die Dynamik einer Kleinstadt und die Vorurteile gegenüber einer Familie nahe an der Armutsgrenze, eine Situation völlig eskalieren kann. Ich habe mich während des Lesens oft gefragt, ob es in einem anderen Setting überhaupt zu den Morden hätte kommen können.

Besonders bedrückend war es vor allem für mich, dass man die Rückblicke aus der Sicht von Libbys Mutter und ihrem Bruder miterlebt hat. Man konnte die Familie mit all ihren Fehlern, aber auch ihren Hoffnungen und Bemühungen kennen lernen und wusste trotzdem von Anfang an, dass sie ein brutales und tragisches Ende nehmen würden.

Zeitweise war mir der Thriller zwar etwas zu langatmig und zu sehr auf das Selbstmitleid und Trauma von Libby fixiert. Trotzdem war es für mich insgesamt spannend, da ich mir während des Lesens wirklich nie ganz sicher sein konnte, wer der Mörder war und am Ende fast jeden einmal im Verdacht hatte. Auch wenn es für mich nicht der beste Thriller von Gillian Flynn ist, wurde ich doch regelmäßig auf falsche Fährten gelockt, sodass das Ende für mich überraschend kam.

Für mich war es ein faszinierendes Buch, welches mir die Abgründe, aber die Stärken der menschlichen Seele aufgezeigt hat. Es war düster, beklemmend und vermittelte mir eine ganz neue Dimension von Hoffnungslosigkeit, die mich in ihrer Endgültigkeit erschreckt hat. Bis auf ein paar langatmige Abschnitte, gerade zu Anfang, hat das Buch mich insgesamt in seinen Bann gezogen und mein Gehirn ordentlich durcheinander gewirbelt, wie ich es bereits von Gillian Flynn kenne.

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