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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2018

Absolutes Jahreshighlight!

Ein Song bleibt für immer
3 0

Inhalt:
Alice ist unheilbar krank und nahe an der Schwelle zum Tod. Ihre einzige Chance ist eine komplizierte Transplantation.

Doch ihre Krankheit hält Alice nicht davon ab, ihre Träume zu verfolgen. ...

Inhalt:
Alice ist unheilbar krank und nahe an der Schwelle zum Tod. Ihre einzige Chance ist eine komplizierte Transplantation.

Doch ihre Krankheit hält Alice nicht davon ab, ihre Träume zu verfolgen. Ihr Ziel ist es Sängerin zu werden. Dann trifft sie auch noch Tom und ist sofort in ihn verliebt.

Aber wird er stark genug sein, Alice durch die Höhen und Tiefen und schließlich bis zum bitteren Ende ihrer Krankheit, zu begleiten?



Meine Meinung:

Eine unglaubliche Geschichte, die mir ans Herz gewachsen ist und definitiv zu meinem Jahreshighlight gehört!


Alice weiß was es heißt zu kämpfen. Ihre unheilbare Krankheit, hat sie von Geburt an in ihrem Leben eingeschränkt, sodass sie in der Schule Außenseiter war, sich blöde Sprüche anhören musste und nie nur einen "normalen" Tag erleben konnte.

Trotzdem lässt sie sich von ihrer Krankheit nicht unterkriegen, von ihrem Wunsch Sängerin zu werden, lässt sich Alice nicht abbringen. Und son beginnt sie für ihren Traum zu kämpfen und muss jede Menge Rückschläge und Abweisungen ertragen.

Als sie auf den jungen Mann namens Tom trifft, ist es sofort Liebe auf den ersten Blick. Aber wie wird er reagieren, wenn sie ihm von ihrer Krankheit erzählt? Und wird sie ihrem Traum verwirklichen können, bevor ihre Krankheit sie bezwingen wird?

Das schlichte und freundliche Cover sowie die Inhaltsangabe, haben mich angesprochen, aber sicher nicht so eine emotionale und wunderbare Geschichte vermuten lassen!


Der Aufbau des Buches gefällt mir sehr gut, die Kapitel werden zum Großteil aus der Perspektive der Protagonistin Alice erzählt, teilweise aber auch aus der von Tom und ihrer Mutter. So kamen Gedanken und Gefühle aller Beteiligten zum Vorschein und ließen teilweise neues Licht auf die Ereignisse erscheinen.


Von den Charakteren war ich vollkommen überzeugt, sie waren sehr authentisch dargestellt. Besonders die Vielseitigkeit der Person von Alice hat mir gut gefallen, da man oftmals dazu neigt, kranke oder eingeschränkte Personen zu glorifizieren, das war bei Alice aber nicht der Fall. Im Gegenteil, sie war nicht perfekt, genauso wenig wie wir. Es wurde anschaulich dargestellt, dass auch sie, sowie die anderen Charaktere ihre Schwächen besitzen - was sie mir nur sympathischer und authentischer hat scheinen lassen.


Besonders toll fand ich auch zu lesen, wie die Figuren sich entwickelt haben. Alle hatten - mal mehr, mal weniger - einen inneren Konflikt. Diese Hin- und Hergerissenheit war sehr glaubwürdig und verständnisvoll dargestellt, sodass ich mich als Leser gut in sie hineinversetzen konnte.


Ein weiterer Pluspunkt ist die Mischung von medizinischen Aspekten und der emotionalen Geschichte - sodass man neben einer wundervollen Geschichte, sich gleichzeitig auch noch neues Wissen aneignen konnte.

Besonders die Höhen und Tiefen, die Einschränkungen und der starke Wille von Alice, aber auch zahlreiche andere Punkte, lassen den Leser zum Nachdenken anregen. In diesem Buch wird so viel vermittelt, von Familienzusammenhalt und Kraft bis hin zum Leben im Hier und Jetzt. Mehr Gefühle und Emotionen gingen fast nicht!



Fazit:

Eine wirklich beeindruckend recherchierte und gefühlvolle Geschichte, aus der man so viel lernen und sich mitnehmen kann! Ich habe mit Alice und ihrer Familie gebangt, gelacht und getrauert - das Buch gehört definitiv zu meinem Jahreshighlight!

Empfehlenswert für Jung und Alt, ab dem Alter von etwa 16 Jahren.

Veröffentlicht am 03.08.2018

Einfach galaktisch!

Mondstaub und Sonnenstürme
2 0


Inhalt:
Stella ist eine Sternenseele. Mithilfe ihrer Fähigkeit ist es ihr möglich, das Universum, in den Augen anderer Menschen, zu sehen und verstehen. Stella versteht, wie die Menschen ticken, was sie ...


Inhalt:
Stella ist eine Sternenseele. Mithilfe ihrer Fähigkeit ist es ihr möglich, das Universum, in den Augen anderer Menschen, zu sehen und verstehen. Stella versteht, wie die Menschen ticken, was sie bewegt und wie sie in ihre Umwelt eingebunden sind.
Doch die Fähigkeit ist nicht nur eine Gabe, oft wurde sie aufgrund ihrer "seltsamen" Augenfarbe angesprochen und ausgegrenzt. Ihr einziger Halt sind ihre Eltern.

Aber nach einem schrecklichen Ereignis, ist Stella auf sich allein gestellt und muss mit den negativen Auswirkungen ihrer Gabe umgehen. Dabei gerät sie tödliche Gefahr ...



Meine Meinung:

Eine magische und ergreifende Geschichte, das mich durchgehend gebannt an die Seiten gefesselt hat.

Stella ist eine Außenseiterin, seit sie nur denken kann und sie hat gelernt, den Menschen aus den Weg zu gehen. Die einzigen Personen, die sie ganz offen anschauen kann und zu denen sie eine wirkliche Beziehung hat, sind ihre Eltern.
Doch als sie nach einem Schultag nach Hause kommt, muss sie schockiert feststellen, dass ihre Eltern ermordet wurden und sie nun auf sich allein gestellt ist.
Nach einer langen Zeit der Verarbeitung des Traumas, kommt Stella zu ihren einzigen Verwandten, Tante und Onkel. Dort wagt sie einen Neuanfang und bemerkt, dass sie an ihrer neuen Schule nicht die Einzige mit einer seltsamen Augenfarbe ist.
Auf der Suche, das Geheimnis ihrer Gabe zu lüften, muss Stella sich jedoch tödlichen Gefahren stellen und lernen, dass sie nicht jedem vertrauen kann...

Als ich dieses Cover sah, dachte ich einfach nur WOW! Und als ich mich dann noch über den Inhalt des Buches informiert habe, war für mich klar, dass ich diese Geschichte einfach lesen musste! Und das war ein Glück.

Die Handlung wird durchgängig aus der Perspektive der Protagonistin Stella erzählt. Sie selbst wird als ein liebenswertes, zurückhaltendes und an sich selbst zweifelndes Mädchen dargestellt und ich schloss sie sofort in mein Herz. Ich konnte während des Lesens richtig spüren, wie sehr sie, dass was und wen sie liebt, mit Herz und Leidenschaft macht bzw. behandelt. Ich bewundere ihre sich entwickelnde Stärke und ihren Mut, zu sich zustehen und über die Kommentare der anderen drüber zu stehen.

Der Schreibstil der Autorin war sehr bildhaft, und somit gut zu verstehen. Stella's Gedanken, Gefühle, ihre Sorgen sowie ihre Freude wurde dem Leser sehr nahe gebracht, sodass es mir gut gelungen ist, mit ihr mitzufühlen.
Außerdem war alles sehr verständlich und flüssig geschrieben, sodass es mit dem Lesen gut voran ging.

Die Idee der Handlung finde ich sehr originell und wirklich beeindruckend! Allgemein gefällt mir die unerwartete Richtung, in die sich die Handlung entwickelt. Die Spannung und Leselust wird durch viele und beantwortete Fragen sowie neue Entdeckungen, immer wieder neu geschürt.


Fazit:
Ich habe es geliebt, Stella's Geschichte zu verfolgen und gemeinsam mit ihr den Kosmos anderer Menschen und nicht zuletzt ihren selbst, zu ergründen und gefährlichen Geheimnissen auf die Schliche zu kommen.
Ein Buch, das für Jung (ab 12 Jahre) und Alt geeignet ist und mir große Freude bereitet hat!

Veröffentlicht am 06.09.2018

Buch mit Herz

NALA - Der magische Steinkreis
1 0

Inhalt:
Das 13-jährige Mädchen Nala hat sich schon lange auf die Sommerferien gefreut, die sie in einem Reitercamp auf einem Pferdehof verbringen wird. Doch dem schüchternen Mädchen, fällt es gar nicht ...

Inhalt:
Das 13-jährige Mädchen Nala hat sich schon lange auf die Sommerferien gefreut, die sie in einem Reitercamp auf einem Pferdehof verbringen wird. Doch dem schüchternen Mädchen, fällt es gar nicht so leicht, Anschluss zu finden. Leider gibt es auch einige Kinder, die mehr Ärger verbreiten.
Traurig und einsam, flüchtet Nala sich in den Wald, wo sie in eine geheimnisvolle Traumwelt und mehr über Pferde, Menschen und sich selbst lernt ...


Meine Meinung:
Ein leichtes und lehrreiches Buch voller Magie und Gefühl!

Als Nala in den Sommerferien endlich auf den Reiterhof ankommt, kann sie ihr Glück kaum fassen. Drei Wochen Pferde, Reiten und Natur! Endlich weg von der Schule, wo sie nur geärgert und bloß gestellt wurde.
Doch dem sehr schüchternen und zurückgezogenen Mädchen, fällt es nicht leicht, Freunde unter den anderen Kindern zu finden. Unsicher hält sie sich zurück und wird somit gleich das nächste Opfer von hämischen Bemerkungen. Nur ein weißes, einsam scheinendes Pferd scheint sie zu mögen. Doch da der Umgang mit ihr schwierig sein soll, ist Nala auch das versagt.
Verzweifelt flüchtet sie in den Wald zur großen Eiche, wo sie auf einen geheimnisvollen Steinkreis trifft und in die Traumwelt gelangt.
Dort lernt sie nicht nur fremde Personen und Kulturen kennen, sondern auch jede Menge über Pferde und über sich selbst ...

Als ich das Cover gesehen habe, dachte ich einfach nur "Wow! Das wird magisch" und habe mich sofort in dieses verliebt. Der Klappentext gibt meiner Meinung nach, schon etwas zu viel vom Inhalt preis, ich vermisse darin etwas, was meine Neugier und Lust auf das Buch anregt.

Die Handlung wird durchgängig aus der Sicht des 13-jährigen Mädchens Nala geschrieben. Sie wird als Protagonistin sehr zurückhaltend, aber schlagfertig in ihren Gedanken, etwas ängstlich und weltoffen dargestellt - also sehr sympathisch. Im Laufe der Geschichte ist bei ihr eine deutliche Entwicklung zu bemerken, was ich persönlich sehr gut finde, da man sozusagen merkt, dass der Charakter glaubwürdig und auch fehlerhaft ist, schließlich ist niemand perfekt. Die Mischung aus ihren Gefühlen, gerade in Hinblick auf die fiesen Kinder und ihre Gedanken, die sie sich nicht traut auszusprechen, finde ich sehr gelungen, da man als Leser so immer weiß, was passiert und parallel dazu, was Nala fühlt und denkt.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu verstehen, Fachwörter aus dem Bereich "Pferde", wurden in der Geschichte hervorgehoben und im angehängten Glossar erklärt, sodass der Leser auch gleichzeitig viel lernt, ohne von den Erklärungen überflutet zu werden. Allerdings, das ist aber Geschmackssache, fand ich die Hervorhebungen etwas den Lesefluss störend.

Was ich noch sehr schön finde, ist dass die eher kurz gehaltenen Kapitel - was das Lesen erleichtert, durch bildliche Darstellungen, u.a. von Nala und den Pferden, sehr gut gefallen haben, das wird besonders die Kinder erfreuen.


Fazit:

Insgesamt finde ich das Buch sehr gelungen, es ist gleichzeitig ein Kinderbuch (aber durchaus lesenswert für Ältere), eine Geschichte und ein Lehrbuch, das an Pferdeliebe und tiefgründige Gedankenanstöße nicht zu übertreffen ist!

Veröffentlicht am 26.07.2018

Absolut lesenswert!

Das Ende ist erst der Anfang
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Inhalt:
Lake wird bald 18 Jahre alt und hat dann eine unglaubliche Möglichkeit. An ihrem 18. Geburtstag hat sie die Chance, einen Menschen von den Toten zurück ins Leben zu holen. Einen.
Da wäre zum Beispiel ...

Inhalt:
Lake wird bald 18 Jahre alt und hat dann eine unglaubliche Möglichkeit. An ihrem 18. Geburtstag hat sie die Chance, einen Menschen von den Toten zurück ins Leben zu holen. Einen.
Da wäre zum Beispiel ihr älterer Bruder, der behindert ist und dann wieder vollkommen gesund sein würde. Oder ihre beste Freundin Penny, die Lake immer unterstützt hat. Oder ihr fester Freund Will, den sie über alles liebt. Unglücklicherweise, sind ihre beiden Freunde, kurz vor ihrem Geburtstag tödlich verunglückt und nun hat Lake die Qual der Wahl. Auf der Suche nach einer Entscheidung, fragt sich dabei immer mehr, ob es überhaupt richtig ist, darüber zu bestimmen, wer leben darf ...



Meine Meinung:
Eine tiefgründige - fast philosophische - Geschichte, bei der man, gemeinsam mit Lake, alle Gefühle durchlebt.

In 23 Tagen wird Lake 18. Eigentlich spielt für sie die Frage, wen sie von den Toten auferwecken soll, keine Rolle. Schließlich musste sie ihrer Familie schon vor langer Zeit versprechen, dass dieser Platz für ihren behinderten Bruder Matt bestimmt ist, auch wenn Lake ihn eigentlich nicht wirklich leiden kann.
Doch unerwartet verunglücken ihre beiden besten Freunde Penny und Will bei einem Autounfall und die Möglichkeit, einen Toten zurück zu holen, erscheint plötzlich in einem ganz anderem Licht. Für wen soll Lake sich nur entscheiden?
Zudem machen ihr auch noch die Familien ihrer Freunde Druck, sich jeweils für das eigene Kind zu entscheiden und dann ist da noch Matt, der auch gerne wieder "normal" wäre.
Auf der Suche nach der richtigen Entscheidung, gerät Lake in ein immer verzwickteres Dilemma ...

Das farblich schlichte Cover, was doch sehr eindrucksvoll wirkt und einen schönen Kontrast bildet, hat mich sofort fasziniert. Auch die Inhaltsangabe hat meine Neugier geweckt, sodass ich mich gespannt an das Buch mit einem doch schwierigen Thema, gewagt habe.

Die Handlung wird durchgängig aus der Perspektive der Protagonistin Lake erzählt, sodass man mit sich mit ihr gemeinsam auf die Suche, nach der "richtigen" Entscheidung. Doch was ist das Richtige?
Lake's zwiespältigen Gefühle hinsichtlich ihres Bruders, Freunde und der Entscheidung, sind sehr klar herausgearbeitet, sodass ich mich gut in sie hinein versetzen konnte.

Sie selbst wurde als sehr tapfer und willensstark dargestellt und war mir sympatisch. Lake's Wissen um ihre Attraktivität, lassen sie selbstbewusst erscheinen und den ein oder anderen schlagfertigen Kommentar geben - was ganz amüsant ist. Auch sonst ist der Schreibstil locker, flüssig und glaubwürdig, sodass sich die Geschichte schnell lesen lies.

Die Kapitel sind abwechselnd von der Gegenwart und Vergangenheit Lake's, sodass man sie Stück für Stück näher kennen lernt und ihre Entscheidungen auch besser nachvollziehen kann - sodass es insgesamt eine runde Sache ergibt. Die Idee des Buches finde ich sehr spannend und wurde auch tiefgründig dargestellt und behandelt. Man wird somit nicht nur auf die positiven Seiten der Wiederauferstehung aufmerksam gemacht, sondern ebenso auf die vielleicht "unerwünschten" Nebeneffekte, sensibilisiert.


Fazit:
Eine tiefgründige und bewegende Geschichte einer Jugendlichen, die mit ihrem 18. Geburtstag eine schwierige Entscheidung zu treffen hat. Das Buch ist mehr als nur eine Geschichte, es ist eine Aufklärung, Abenteuer und ein Gefühlserlebnis - ein Buch das viel Potenzial hat, mein Jahreshighlight zu werden!
Für Kinder ab ca. 12 Jahren (stabile Verfassung und die Reife, um sich mit diesem Thema zu beschäftigen, sollten vorhanden sein) und auch Erwachsene absolut lesenswert!

Veröffentlicht am 17.11.2018

Sehr zähflüssig

Harte Landung
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Inhalt:

Heiko Anrath ist Manager, in einer führenden Person. Er hat seine Arbeit - die ihm weitestgehend gefällt, seine Familie - die er liebt und nette Kollegen - die ihn unterstützen. Und trotzdem ist ...

Inhalt:

Heiko Anrath ist Manager, in einer führenden Person. Er hat seine Arbeit - die ihm weitestgehend gefällt, seine Familie - die er liebt und nette Kollegen - die ihn unterstützen. Und trotzdem ist er alles andere als zufrieden mit seinem Leben, irgendetwas fehlt. Denn alles ist nur so halb gut, beispielsweise bei seinem Job - wo er ständig um die Kündigung oder Beförderung bangt, oder seine Frau - die er zwar sehr gerne mag, aber keine richtige Leidenschaft empfindet.
Und da ist auch Alexandra, seine Kollegin, die Gefühle in ihm auslöst, wie er sie bei seiner Frau nicht spürt. Aber er weiß nie woran er bei ihr ist...


Meine Meinung:
Eine Geschichte voller Intrigen, ständigem Bangen und den Kampf gegen die eigene Eitelkeit.

„Harte Landung“ erzählt die Geschichte des 48-jährigem Jurists, in der es um den Zwiespalt die eigene Karriere voranzutreiben und persönliche Vorteile auszuloten und des Bekannten und Vertrauten geht, dem gegenüber eine gewisse Verpflichtung besteht.

Überwiegend wird die Handlung aus der Perspektive des Protagonisten Heiko Anrath erzählt, jedoch wechselt sie stellenweise abrupt in die Sichtweise einer anderen Beteiligten Figur - was ich teilweise ganz schön verwirrend empfand. Generell war die Erzählweise etwas ungewöhnlich, da sie zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit der Figuren wechselt und das manchmal mitten drin, sodass dies ebenfalls zur Verwirrung führte.

Die Figuren an sich betrachte ich sehr kontrovers. Einen tieferen Einblick hat man als Leser eigentlich nur in den Protagonisten selbst und teilweise in seine Frau und Alexandra.
Die Darstellung von Alexandra hat mir mit am besten gefallen, da ich diese als realistisch empfunden habe und bei ihr ein oftmals Problem bzw. Einstellung deutlich wurde. Wohingegen bei Heiko zwar auch mehr in die Tiefe gegangen wird, aber zunächst alles sehr eindimensional und verstrickt, was erst erst gegen Ende hin ein schlüssiges Bild ergibt.

Das hat das Lesen an einigen Stellen sehr mühselig und zäh gestaltet. Auch die zwischenmenschlichen Kontakte und die Situationen, in denen zarte Gefühle zum Ausdruck kamen, waren für mich sehr distanziert - bis auf die Wunschvorstellungen Heiko‘s - beschrieben, sodass für mich keine besondere Stimmung zu spüren war.

Insgesamt konnte ich mich mit der Figur nicht wirklich identifizieren, was das Lesen und Mitempfinden erschwert hat. Der Schreibstil zeichnet sich - besonders zu Beginn - durch detaillierte Beschreibungen aus, die zwar zur bildhaften Vorstellung nicht schlecht sind, aber insgesamt zu viel waren. Ansonsten war die Sprache aber gut verständlich und auch die Dialoge und Textabschnitte übersichtlich gestaltet.


Fazit:
Die Geschichte gestaltet sich, trotz der schönen und vielversprechend klingenden Aufmachung, als sehr zäh und konnte mich nicht wirklich mitreißen. Den Ansatz finde ich allerdings nicht schlecht und glaube auch, dass die Idee Potenzial hat.

Interessierten ist die Geschichte zu empfehlen, allerdings sei nochmal erwähnt, dass sich die Handlung teilweise sehr zieht.