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Veröffentlicht am 27.07.2026

Ein ungewöhnliches Buch

If Books Could Kill
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Roxys größtes Hobby ist, nach dem Kampfsport, das Lesen. Sie ist in einem Buchclub und fiebert jedem Buch ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews entgegen. Als sie eines Abends den Gedanken ausspricht, gerne ...

Roxys größtes Hobby ist, nach dem Kampfsport, das Lesen. Sie ist in einem Buchclub und fiebert jedem Buch ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews entgegen. Als sie eines Abends den Gedanken ausspricht, gerne mal in einem ihrer Liebesroman zu landen. Soll ihr größter Wunsch wahr werden. Allerdings arbeitet Anna Matthews gerade an einem Thriller und so versucht Roxys Date sie kurzerhand umzubringen. Eine ziemlich wilde Reise beginnt…

Ich fand, der Klappentext klang echt besonders und machte mich definitiv neugierig auf die Geschichte. Allerdings tat ich mich mit dieser zu Beginn etwas schwerer. Roxy ist eine richtig toughe Protagonistin, die voll in ihrem Kampftraining aufgeht, sie hatte oft Pech in der Liebe und flüchtet sich in den Lovestories fiktionaler Charaktere. Sie hat also eine sehr harte Seite, landet in einem Thrillerroman und hinterfragt gar nicht groß, sondern ist direkt voll im Actionmodus. Was sie da so abzog war schon sehr beeindruckend.

Das Kontrastprogramm, bildet Grant, den sie kurzerhand auf ihrer Flucht kidnapped und der gar nicht weiß, wie ihm geschieht. Grant ist ein Collegedozent, der eigentlich Autor sein möchte und ein sehr theoretisches Leben führt. Er will nichts wagen und hängt dem hinterher, was gewesen sein könnte. Dass da so eine irre Actionheldin auftaucht, die behauptet, dass sie in einem Roman gefangen ist, damit kommt er gar nicht klar. Grant brauchte einige Zeit, um sich darauf einzulassen. So ging es auch mir. Als Grant in der Geschichte ankam und Roxy nicht mehr ganz so drüber war, konnte ich mich mehr auf die Story einlassen und wurde dann auch richtig gut unterhalten.

Es passiert auch so einiges, denn in der fiktiven Thrillerhandlung versuchen Roxy und Grant als Lockvögel einem Ermittlerduo beim Auffliegen eines Serienkillerrings zu helfen. Das war wirklich kurios, denn die Killer haben witzige Namen und morden aus den absurdesten Gründen. Die fiktiven Charaktere, denen Roxy und Grant über den Weg laufen, sind alle ganz schön überzeichnet, eben wie in einer unlektorierten Romanfassung. Das war richtig clever gemacht. Roxy und Grant als Buchmenschen konnten alles hinterfragen, was die Autorin gerade damit bezweckt, in welchem Stadium der Geschichte sie sich gerade befinden. So war es eine Hommage an das Bücherschreiben von einer realen Autorin mit ihren erdachten Charakteren über eine fiktive Autorin mit ihren Figuren. Klingt erstmal kompliziert, doch wenn man sich darauf einlässt, macht es eigentlich echt Spaß. Dazu kommen ein paar spannende Wendungen, die das Buch für mich noch einmal drehten von „Was ist das denn?“ zu einem wirklich guten Buch.

Das Hörbuch umfasst über 11h und wurde von Viola Müller eingelesen, die einen guten Job machte.

„If Books could kill“ von Kate Eberle brauchte ein wenig, doch als es mich dann packte, hatte mich die Geschichte auch in ihren Bann gezogen. Das war wirklich ein ungewöhnliches Buch, welches einem so schnell nicht wieder über den Weg laufen wird.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Mitreißende Mischung

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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London 1848 in einer von Feen regierten Welt, Ivy Benton muss eine gute Partie machen, um das Ansehen und den Wohlstand ihrer Familie zu erhalten. Nach dem Verschwinden ihrer Schwester liegen alle Hoffnungen ...

London 1848 in einer von Feen regierten Welt, Ivy Benton muss eine gute Partie machen, um das Ansehen und den Wohlstand ihrer Familie zu erhalten. Nach dem Verschwinden ihrer Schwester liegen alle Hoffnungen auf ihr. Als die Königin verkündet, dass ihr Sohn in dieser Saison heiraten wird, geht Ivy einen Handel ein, um an dem Wettstreit um Brams Herz teilzunehmen. Um den Sieg nicht zu gefährden muss sich Ivy allerdings ganz dringend von dessen Bruder Emmet fernhalten.

Dieses Buch wurde als Bridgerton mit Feen beworben und das hat mich schon neugierig gemacht. Ich mag beides und die Kombination klang vielversprechend.

Wir lernen Ivy in einer verzweifelten Position kennen. Nach dem Verschwinden ihrer Schwester geriet der Ruf der Familie in Schieflage. Die Gesellschaft schneidet sie und so sind Ivys Heiratsaussichten denkbar schlecht. Gleichzeitig versucht Ivy dringend herauszufinden, was mit ihrer Schwester geschah. Ich mochte Ivy, weil sie ehrgeizig, pragmatisch, aufopfernd und liebend ist. Sie würde für ihre Familie alles tun und versucht sich stets mit den schwersten Situationen zu arrangieren.

Sie trifft zuerst zufällig auf Prinz Emmet, der einen fürchterlichen Ruf hat und hat Angst von ihm kompromittiert zu werden. Beide haben eine gute Chemie und es entsteht eine Verbindung. Doch auch Prinz Bram kann Ivy einiges abgewinnen. Doch am Hof der Fae-Königin von England wird Ivy mit einigen Komplotts, Intrigen und Grausamkeiten konfrontiert. Die Geschichte wird hauptsächlich aus Ivys Perspektive erzählt, allerdings gibt es auch jeweils ein Kapitel aus der Sicht ihrer Mitstreiterinnen und Prinz Emmets. Das fand ich sehr spannend und hat mir geholfen die Motive der Figuren besser zu verstehen.

Das Worldbuilding ist cool. Wir haben den Vibe Englands des 19.Jahrhunderts mit seinen Palästen, Anwesen und Bällen. Bekommen aber einen Faetwist dazu. Das war gut gemacht und ich war von der Handlung gecatcht.

Was mich nicht ganz überzeugen konnte, war wie schnell sich Ivy und ihr Loveinterest sicher waren, dass es die ganz große Liebe ist, zuvor aber nicht genug Momente zwischen ihnen gab. Das hat mich die Lovestory nicht so fühlen lassen. Außerdem fand ich die Enthüllung des wahren Bösewichten zu vorhersehbar. Ich bin dennoch gespannt, wie es im finalen zweiten Band weitergehen wird.

Das Hörbuch umfasst 11,5h und wurde von Corinna Dornencamp eingelesen, die einen sehr guten Job machte. Ich lausche ihrer Stimme wirklich gerne.

„The Rose Bargain“ von Sasha Peyton Smith war ein sehr kurzweiliges Hörbuch mit interessantem Worldbuilding. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Ein Satz mit X

The Arcane Arts
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Ellsbeth Schwester starb unter mysteriösen Umständen am Newlyn College. Als Selbstmord deklariert, hat Ellsbeth rege Zweifel und macht sich auf den Weg in den Fußstapfen ihrer Schwester zu wandeln. Dort ...

Ellsbeth Schwester starb unter mysteriösen Umständen am Newlyn College. Als Selbstmord deklariert, hat Ellsbeth rege Zweifel und macht sich auf den Weg in den Fußstapfen ihrer Schwester zu wandeln. Dort versucht sie alles, um in den Kurs des berühmten Professor Rawlins zu gelangen. Zwischen beiden entspinnt sich bald eine tabuhafte Verbindung.

Mir gefiel der Einstieg in die Geschichte richtig gut. Es beginnt zwar düster mit dem Tod von Ellsbeths Schwester. Doch dann kommt der Cut und wir lernen Ellsbeth und Rawlins kennen, die sich einen Schlagabtausch als Emailverkehr liefern. Sie versucht alles, um in seinen Kurs zu kommen, doch Rawlins will an den Richtlinien der Uni festhalten. Ellsbeth ist super wortgewandt und clever. Sie schafft es den Prof an die Wand zu spielen und das war beeindruckend. Sie hat einige Ambitionen auf dem Gebiet der Arkanen Forschung. Doch eigentlich versucht sie herauszufinden, was mit ihrer Schwester wirklich geschah. Nach dem guten Start verlor Ellsbeth für mich ihr Ziel aus den Augen. Sporadische Besuche bei der Polizei brachte den Mordplot nicht voran. Wir erlangen keinen Erkenntnisse zu dem Fall, es gab keine spannenden Wendungen und so war dies mehr ein Rahmen für die Beziehung von Rawlins und Ellsbeth.

Er ist 21 Jahre älter als sie. Er brachte einen Bestseller im Bereich seiner Forschung heraus. Doch mittlerweile ist einige Zeit vergangen und er steckt am College in der Belanglosigkeit fest. Jeder Tag ist wie der andere und so ist Ellsbeth ein frischer Wind in seinem Leben. Die Beziehung geht zunächst von ihr aus und wir wissen nicht, warum sie unbedingt auf unprofessioneller Ebene mit ihrem Prof anbahnen möchte. Vermutungen, dass es mit ihrer Schwester zu tun haben könnte, verlaufen im Sande. Es geht also hauptsächlich, um eine Anziehung, die gar nicht bei mir ankam. Es gab keine Tension, sondern hauptsächlich eigenartige Cringe-Momente, die dann in Szenen endeten, die nicht wirklich spicy oder explizit waren. Es war wie gewollt und nicht gekonnt, ein wenig so wie 50 Shades of Grey in der soften Akademie-Ausgabe. Der Sticker "Dark Romantasy. Ab 18" Sticker schürte da für mich Erwartungen, die das Buch nicht einhalten konnte.

Mich konnte auch das Magiesystem nicht abholen. Bei den Arkanen Studien werden Magierituale erstellt. Und das ziemlich aufwendig. So kommen sehr viele kostspielige Elemente zum Einsatz damit Ellsbeth beispielsweise für wenige Sekunden die Handlungen von Menschen kontrollieren kann. Meist genutzt wurde die Magie, um sich beim Geschlechtsverkehr die Fesseln zu sparen. Also richtig sinnvoll und innovativ...

Nach dem mich all dies schon nicht abholen konnte, kamen auch noch so viele Längen hinzu, die mich nicht bei der Stange halten konnten. Ich war so oft davor das Buch abzubrechen, quälte mich aber mit ganz viel Querlesen bis zum Ende und bin mittlerweile echt genervt, wie viele schlechte Bücher, ich in letzter Zeit erwischte. So macht das Lesen definitiv keinen Spaß und ich will mich endlich mal wieder ganz in einer Geschichte fallen lassen, weil es nichts gibt, was mich stört, weil sich alles easy und mitreißend anfühlt.

"The Arcane Arts" von S.D. Coverly konnte mich nur am Anfang kurz abholen. Dann ließ mich die Geschichte im Regen stehen. Eine schöne Hülle macht eben lange kein gutes Buch.

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Veröffentlicht am 12.07.2026

Erwartungen weit verfehlt

Crown of War and Shadow
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Sorrel ist eine Ausgestoßene in ihrem eigenen Dorf. Jeder braucht ihre heilenden Fähigkeiten doch gemieden wird sie trotzdem für ihre vermummte Erscheinung. Sorrel hat ein großes Geheimnis: mit einem Blick ...

Sorrel ist eine Ausgestoßene in ihrem eigenen Dorf. Jeder braucht ihre heilenden Fähigkeiten doch gemieden wird sie trotzdem für ihre vermummte Erscheinung. Sorrel hat ein großes Geheimnis: mit einem Blick in die Augen der Menschen kann Sorrel deren Tod sehen und spürt ihn auch selbst. Dieses Risiko will sie niemals eingehen. Dann häufen sich Morde in ihrem Dorf, ein Dämon soll sein Unwesen treiben. Sorrel muss gehen bevor die Dorfbewohner sie verdächtigen. Auf ihrer Reise begleitet sie ein Söldner, den Sorrel für seinen Schutz bezahlen muss, aber nicht das nötige Geld dafür hat…

Das Buch ist mir sooft bei Instagram über den Weg gelaufen und wurde so dermaßen gelobt, dass ich echt neugierig war und meine Erwartungen auch demensprechend hoch.

Der Einstieg in das Buch gefiel mir noch richtig gut. Wir lernen Sorrel und ihre lebensunwürdigen Umstände kennen. Sie arbeitet in einem Gasthaus und hilft nebenbei den Kranken und Verletzten des Dorfes. Sie ist total aufopfernd und kümmert sich fürsorglich, ohne etwas zurückzubekommen. Es war schon hart zu sehen, in welche Umständen sie da gerät und wie einsam sie ist. Das Buch beginnt auch sehr traumatisierend und brutal. Das war erstmal nichts für schwächere Nerven. Sorrel bleibt lange ein Mysterium, zu dem sich sehr langsam die ersten Geheimnisse lüften.

Ebenso mysteriös ist auch Merc. Er tauchte plötzlich auf und versprach die Rettung für Sorrel zu sein. Er ist stark, aber man sieht ihm auch ein hartes Leben an. Wir wissen kaum etwas zu seiner Vergangenheit, ahnen aber, dass er ein mächtiges Päckchen zu tragen hat.

Zwischen beiden breitete sich sofort eine sexuelle Spannung auf, die immer wieder mit Blicken und Andeutungen gefüttert wurde. Allerdings erreichte mich diese nicht. Ich habe nicht verstanden, wie die beiden in solch einer Situation daran denken konnten und darüber sprechen konnten, während sie auf der Flucht waren oder von irgendwelchen Wesen Gefahr liefen getötet zu werden. Bis zum Ende ist ihre Verbindung sehr toxisch und einfach nicht nachvollziehbar für mich gewesen. Die Spiceszenen waren strange und entstanden immer wieder (es sind nur 2) aus den falschen Motivationen. Aus Insta Lust wurde Insta Love und das hat mich überhaupt nicht überzeugt.

Das Worldbuilding ist speziell, wir haben eine Fantasywelt mit mittelalterlichem Komfort und Kleidung, dafür aber mit Schusswaffen. Es gibt normale Tiere, aber auch Lebewesen wie Dämonen oder erdachte Geschöpfe, die allerdings kaum beschrieben wurden und einfach nur einen neuen komplizierten Namen bekamen. Ich fragte mich, hätten die beiden der Einfachheit halber nicht von einem Krokodil angegriffen werden können. Darunter hätte man sich wenigstens etwas vorstellen können. So kämpfte der Protagonist in meinem Kopf mit einem körperlosen Wort.

Auch der Schreibstil ist speziell und es gibt immer wieder Redenwendung oder Logikfehler, die den Lesefluss immens störten. War dies der Übersetzung geschuldet? Jedenfalls erkannte ich J.R. War weder im Schreibstil noch in ihren Figuren wieder. Ich habe ihre Black Dagger Reihe lange verfolgt und da liegen einfach Welten dazwischen.

Ich kämpfte mich durch die 620 Seiten. Die Geschichte machte mir einfach keinen Spaß. Ich fühlte die Figuren nicht und mich nervten die ganzen Sidequests, die sich immer mit ganz viel Zufall wie von selbst auflösten. Im letzten Drittel las ich einfach nur noch quer, um das Buch endlich zu beenden. Und mir entging dabei auch nichts wichtiges, wie ich dank der Leserunde nachverfolgen konnte. Das war schon eine herbe Enttäuschung. Das Buch endet dann auch noch mit einer Überraschung, sehr überhastet, doch relativ abgeschlossen. Ich werde daher die Reihe auf keinen Fall weiter verfolgen. Dafür ist mir meine Lesezeit einfach viel zu schade und jetzt freue ich mich auf ein Buch, das mir hoffentlich wieder mehr Spaß machen wird.

„A Crown of War and Shadows“ von J.R. Ward war nach all dem Lob eine unglaubliche Enttäuschung für mich. Ich quälte mich durch eine Geschichte, die mich in vielen Teilen nicht überzeugen konnte. Da hatte ich von der Autorin echt anderes erwartet!

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Veröffentlicht am 18.06.2026

5 Sterne sind zu wenig

The Sea Spinner (Wind Weaver 2)
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Nach dem großen Angriff in der Fyrenight liegt Caldera in Trümmern. Rhya gibt sich die Schuld. Pen zieht sich vor ihr zurück und versucht alles um die Schutzmauern seines Königreichs wieder hochzuziehen. ...

Nach dem großen Angriff in der Fyrenight liegt Caldera in Trümmern. Rhya gibt sich die Schuld. Pen zieht sich vor ihr zurück und versucht alles um die Schutzmauern seines Königreichs wieder hochzuziehen. Rhya existiert nur noch für andere und gibt sich und ihre Fähigkeiten als Windweberin fast auf. Durch einen riesigen Irrtum landet sie im Water Court bei König Soren, dem Wassergebundenen. Dort lernt Rhya ein ganz anderes Leben kennen. Aber vor allem lernt sie dort ihre Fähigkeiten ganz neu kennen und entwickelt schon bald Gefühle, die ihr alles anzweifeln lassen, was sie zu kennen glaubte.

Die Handlung steigt kurz nach den Geschehnissen aus Band eins ein und ich habe mich erstaunlich gut wieder zurecht gefunden. Rhya versucht als Heilerin den Menschen von Caldera zu helfen. Nur Pen, der Feuergebundene, will sich von ihr nicht helfen lassen und ertrinkt in seiner Rache gegen den Magier, der sein Königreich in Schutt und Asche legte. Pen gab mir in diesem Band viel stärkere Toxic-Dude-Vibes und ich hoffte nur, dass Rhya von ihm los kommen würde.

Ich mag Rhya unglaublich gerne, sie hat eine sehr empathische und fürsorgliche Seite, die sie fast bis zur Selbstaufopferung treibt. Die Menschen in Caldera sind zu ihren Freunden geworden. Doch sie verlässt das Reich und gelangt an den Wasserhof. Dort trifft sie Soren wieder, der am Ende des ersten Bands schon einen nachhaltigen Eindruck auf mich hinterlassen hatte. Ich war so froh, dass seine Rolle hier immer größer wurde. Er tut Rhya unglaublich gut, hört ihr zu und hilft ihr beim Beherrschen ihrer Fähigkeiten weiter. Rhya blüht wieder auf und entwickelt sich unglaublich weiter. Soren und sie haben eine unglaubliche Chemie und ich liebte ihr Zusammenspiel. Gleichzeitig verfluche ich die Reihe für ihren übertrieben Slow Burn. Wie oft will man bitte unterbrochen werden???!!!

Aber gut. Dafür konnten mich auch die Nebencharaktere total begeistern. Wir haben super facettenreiche Figuren, die spannenden Spezies angehören und einfach frischen Wind rein bringen. Die Handlung ist grandios, denn im Zusammenspiel mit dem atemberaubenden Setting entstand ein Kino in meinem Kopf, dass mich gefesselt hat wie schon lange kein Buch mehr. Das Worldbuilding ist episch und die Ereignisse sind super spannend. Zum großen Finale hin kam auch noch eine Emotionalität hinzu, die mich zerstört hat. Ich musste mich wirklich schwer zusammenreißen, um im Büro beim Hören nicht in Tränen auszubrechen.

Das Hörbuch umfasst über 17h, die wie im Fluge vergingen. Rebecca Veil macht wieder einen richtig guten Job und ließ mich gebannt lauschen.

Ich bin komplett geflasht von Julie Johnsons „The Sea Spinner“ und habe schon lange keinen so guten zweiten Band mehr gelesen. Dieser katapultiert die Reihe auf eine komplett neue Ebene und gab mir definitiv ACOTAR 2 Vibes. Ich liebe alles daran und bin nach diesem verstörenden Ende desillusioniert, was ich nur machen soll bis nächstes Frühjahr endlich das Finale der Reihe erscheint.

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