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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2020

Ein Muss nach Band 1, doch leider nicht so gut

Tell Me No Lies
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Was passierte mit Eric Thorn? Diese Frage stellt sich ganz Amerika als der beliebte Sänger plötzlich verschwand. Ist er wirklich tot? Nur Tessa kann diese Frage beantworten, denn sie war an Erics letztem ...

Was passierte mit Eric Thorn? Diese Frage stellt sich ganz Amerika als der beliebte Sänger plötzlich verschwand. Ist er wirklich tot? Nur Tessa kann diese Frage beantworten, denn sie war an Erics letztem Abend mit ihm zusammen. Und das war ausgerechnet die Nacht ihres allerersten Aufeinandertreffens.

Follow me back endete mit einem gemeinen Cliffhanger. Die Situation wird direkt zu Beginn des finalen Bandes aufgeklärt. Was passiert war, konnte ich mir bereits denken.
Alles ändert sich für Tessa und sie begleitet Eric in sein aufregendes Leben als Popstar. Allerdings outen die beiden sich nicht als Paar, sondern Tessa ist Teil seines PR-Teams.

Tessa hadert mit dieser neuen Rolle, da ihre Angststörungen nach wie vor ein großer Teil ihres Lebens sind. Allerdings konnte sie einen großen Sprung machen, denn das Mädchen, was sich in ihrem Zimmer verkriecht und nur auf Twitter so richtig auflebt, ist sie schon lange nicht mehr.

Die Kapitel werden von Verhörmitschnitten der Polizei unterbrochen und durch diese erfahren wir wieder, dass schlimme Dinge passiert sind. Erneut zieht jemand die Fäden aus dem Hintergrund und lauert Tessa und Eric auf.
Das war wieder spannend erzählt, allerdings konnte mich die Storyline nicht so sehr fesseln, wie noch im ersten Teil. Das ganze wurde im Laufe des Buches auch sehr abgehoben und irgendwie ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass die Autorin die Geschichte von Eric und Tessa lieber im ersten Teil hätte abschließen sollen.

Mich störte auch, dass die Autorin nicht so gründlich recherchiert zu haben schien. Am Ende der Geschichte werden Untersuchungen mit Tessa gemacht, die ein Arzt zu diesem Zeitpunkt einfach nicht so durchführen würde. Das hat mich irritiert. Auch fand ich den Handlungsstrang rund um diese Thematik total unnötig. Das hatte die Geschichte wirklich nicht auch noch gebraucht.

"Tell me no lies" von A.V. Geiger konnte leider nicht ganz an seinen tollen Vorgänger anknüpfen. Die Geschichte wird ganz schön abgedreht und erhielt leider relativ viel unnötigen Input. Wer Band 1 klasse fand, wird am Finale allerdings nicht vorbeikommen können. Dafür war der Cliffhanger zu fies.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

Mehr erwartet

Love factually
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Es ist einfach nicht Janies Tag! Eigentlich könnte es nicht schlimmer laufen, denn sie verliert innerhalb von 24h ihren Freund, ihre Wohnung und ihren Job. Vollkatastrophe!

Zu allem Überfluss bekommt ...

Es ist einfach nicht Janies Tag! Eigentlich könnte es nicht schlimmer laufen, denn sie verliert innerhalb von 24h ihren Freund, ihre Wohnung und ihren Job. Vollkatastrophe!

Zu allem Überfluss bekommt auch noch Quinn alles zu ihrem Pechtag mit. Dabei hat Janie schon ein ganzes Weilchen ein Auge auf ihn geworfen.



Der Einstieg in die Geschichte gefiel mir noch gut. Janie gibt in ihrer zerstreuten Katastrophenstimmung ein unterhaltsames Bild ab. Die Arme kann einem zwar total leid tun, allerdings ist ihre Situation so überspitzt dargestellt, dass es einfach nur kurios ist.

Doch schnell schlug dieser erste Eindruck in Genervtheit um, denn für Janie braucht man wirklich ein starkes Nervenkostüm. Sie ging mir irgendwann wirklich nur noch auf den Keks und das sind wirklich keine guten Voraussetzungen für eine Protagonistin.



Quinn blieb ziemlich blass, denn aus seiner Sicht wird die Geschichte nicht erzählt. Er schien hauptsächlich Janie diktieren zu wollen, wo es lang geht und das fand ich sehr ermüdend und nicht zeitgemäß für das Genre.



Apropos Zeit, das Buch ist tatsächlich kein Neues, denn es wurde vor einigen Jahren schon auf dem deutschen Markt veröffentlicht. Penny Reid selbst schrieb die Geschichte 2013. Ich kannte die Story noch nicht, allerdings hätte ich einen Hinweis vom Verlag, dass es sich hierbei um eine Neuauflage handelt, wünschenswert gefunden.



Als die Handlung stagnierte, beziehungsweise gar keine Handlung aufkam, habe ich das Buch abgebrochen. Wirklich schade, denn ich hatte mir mehr von "Love factually" versprochen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.06.2020

Eine absolut andere Geschichte

Follow Me Back
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Tessa schafft es nicht mehr einen Fuß vor die Tür zu setzen, dafür tobt sie sich auf Twitter aus und teilt mit anderen Fans ihre Liebe zu Popstar Eric Thorn. Was Tessa nicht ahnt, sie tauscht mit Eric ...

Tessa schafft es nicht mehr einen Fuß vor die Tür zu setzen, dafür tobt sie sich auf Twitter aus und teilt mit anderen Fans ihre Liebe zu Popstar Eric Thorn. Was Tessa nicht ahnt, sie tauscht mit Eric bereits private Nachrichten aus, doch das könnte ihr zum Verhängnis werden...

Mich reizte an dem Buch, dass die Geschichte mal nach etwas ganz anderem klang. Das fand ich toll und spannend, daher musste ich es einfach lesen. Die Meinungen zum Buch fielen auch überwältigend positiv aus und so war ich umso gespannter, wie es mir gefallen würde.

Die Charaktere sind zu Beginn nicht gerade Sympathieträger.
Eric hasst wie seine Fans ihn sehen. Sie lieben ihn für sein Äußeres und nicht wirklich für seine Musik. Eigentlich will er auch raus aus seinem Plattenvertrag und nur noch das machen, worauf er Lust hat. Dadurch hat er sehr düstere Gedanken und scheint einfach alles zu hassen. Mit Tessa kommt er überhaupt nur ins Gespräch, weil er ihre Besessenheit zum Popstar Eric aufs Schärfste verurteilt.

Tessa kann nicht mehr vor die Tür gehen, weil eine Angststörung ihr Leben voll im Griff hält. Im Sommer ist ihr etwas widerfahren, doch wir wissen bis kurz vorm Ende nicht, was es war. Dadurch erscheint sie zunächst unnahbar und mir fiel es schwer für ihre Situation Verständnis aufzubringen.

Im Laufe der Geschichte drehte sich das Blatt zum Glück für beide Charaktere und ich konnte komplett mit ihnen mitfiebern. Das lag vor allem daran, weil sie sich einander öffneten.

Die Geschichte ist wahrlich keine klassische Romance. Es sind keine erotischen Szenen enthalten. Viel mehr entspinnt sich im Laufe der Handlung eine Psychothrillerartige Ebene und das machte das Buch wirklich besonders. Es ist spannend und endet unerwartet. Ich muss sofort wissen, wie es weitergehen wird. Zum Glück subbt das Finale seit Weihnachten bei mir und das ändert sich definitiv gleich.

"Follow me back" von A.V. Geiger ist eine etwas andere Liebesgeschichte und das ist sein großer Pluspunkt. Die Charaktere haben beide ein großes Päckchen zu tragen. Doch als sie sich einander öffnen, passiert die Katastrophe. Super spannend erzählt, muss man einfach wissen, wie es weitergeht!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.06.2020

Für Fans von Zeitenzauber

Aquarius – Herz über Kopf durch die Zeit
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Rosalie soll eigentlich nur einem Austauschstudenten aus Italien die Münchner Universität ein wenig näher bringen. Doch ungewollt gerät sie in einen Kreis hinein, der an Zeitreisen glaubt. Tatsächlich ...

Rosalie soll eigentlich nur einem Austauschstudenten aus Italien die Münchner Universität ein wenig näher bringen. Doch ungewollt gerät sie in einen Kreis hinein, der an Zeitreisen glaubt. Tatsächlich findet Rosalie in dem arroganten Leopoldo auch noch ihren Gegenpart, mit dem es ihr möglich ist, in der Zeit zu reisen. Als sich die Geschichte beginnt umzuschreiben, müssen Leo und Rosalie in das Florenz des 15. Jahrhunderts reisen, um alles wieder hinzubiegen.

Ich liebe ja bekanntlich Zeitreisegeschichten im Jugendbuchgenre und kann davon niemals genug bekommen. Die Geschichte erinnerte mich ein wenig an Zeitenzauber und daher musste ich sie unbedingt lesen. Umso schöner war es, dass ich es im Rahmen einer Leserunde tun durfte.

Rosalie mochte ich als Protagonistin sehr. Sie ist ein typisches Mädchen, das im Hier und Jetzt verankert ist. Sie ist schlagfertig und weiß sich zu wehren, wenn Leopoldo ihr mal wieder ein Gemeinheit vor den Latz knallte. Das mochte ich an ihr. Auch ihre leicht chaotische Art und das Talent, sich in brenzlige Situation zu manövrieren, machte sie sympathisch.

Ihr Gegenpart Leopoldo gibt sich zunächst sehr arrogant und nicht gerade nett. Gemeinsam haben sie es zunächst nicht leicht, müssen sich aber gemeinsam im Florenz des 15. Jahrhunderts arrangieren.

Das fand ich total interessant erzählt und sehr gut recherchiert. Die Autorin verzichtete dabei nicht auf historische Figuren wie Sandro Botticelli, da Vinci oder Lorenzo de Medici. Mir gefiel auch die Kunstthematik des Buches, damit konnte ich mich sehr gut identifizieren.

Kleine Mankos waren die gehäuften Rechtschreibfehler des Ebooks und auch dass ich die plötzlich aufkeimenden Gefühle des Protagonisten nicht unbedingt nachvollziehen konnte.

Das Ende ist spannend und hat einen total fiesen Cliffhanger parat. Ende des Jahres soll es dann weitergehen.

"Aquarius. Herz über Kopf durch die Zeit" von Marina Neumeier ist ein tolles Debüt, welches mit der Zeitreisethematik alles richtig gemacht hat. Perfekt recherchiert, entführt uns die Geschichte ins Florenz des Jahres 1478 und macht Lust auf weitere Episoden. Für Fans von Zeitenzauber ein absolutes Muss!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2020

Alterslos faszinierend

Das Rätsel von Ainsley Castle
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Lizzy hasst ihr neues Leben in einem Hotel, dass auf einer beschaulichen schottischen Urlaubsinsel liegt. Eigentlich klingt das ja nicht so schlecht, wenn da nicht ihre neue Stiefmutter wäre...

Eines ...

Lizzy hasst ihr neues Leben in einem Hotel, dass auf einer beschaulichen schottischen Urlaubsinsel liegt. Eigentlich klingt das ja nicht so schlecht, wenn da nicht ihre neue Stiefmutter wäre...

Eines Tages erhält Lizzy auch noch unheimliche Emails, deren Inhalt sogar verraten, was sie gerade denkt. Als dann auch noch Betty auftaucht, die haargenau so aussieht wie Lizzy machen sie sich zusammen mit einem Freund auf die Suche nach des Rätsels Lösung.



Das Cover versprüht eine geheimnisvolle Atmosphäre und bezieht sich auf den Inhalt der Geschichte, was ich sehr gelungen finde.



Was mir sofort positiv an diesem Buch auffiel war der Schreibstil. Holly Jane Rahlens ist eine routinierte Autorin, die schon einige Titel veröffentlicht hat. Unter anderem auch Everlasting, dass seit Jahren leider schon auf meinem SuB liegt.



Sie schaffte es perfekt das Setting aufzufangen und mir zu vermitteln. Ich konnte das unstete Wetter spüren und mir die raue Landschaft der schottischen Insel perfekt vorstellen.



Lizzy gefiel mir als Protagonistin auch richtig gut, denn sie war nicht zu kindisch, sondern überraschend selbstbestimmt und gefestigt. Sie wusste sich immer zu helfen und war mutig. Lizzy war definitiv eine Protagonistin zu der jüngere Leserinnen aufblicken können.



Ein wenig am Rande wird auch die erste Liebe thematisiert, was ich ganz niedlich fand.

Der Fokus der Geschichte liegt aber ganz klar, auf den Ereignissen, die sich in Lizzys Leben ereignen. Und das war super spannend erzählt, denn wir wissen nicht, was es mit den Emails auf sich hat und warum auf einmal ein Mädchen auftaucht, dass genauso aussieht wie Lizzy. Ich war total an dieses Handlungsstrang gefesselt und fand, dass es einfach mal etwas neues war. Das hat mich gut unterhalten. Einzig das große Finale konnte meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden.



"Das Rätsel von Ainsley Castle" von Holly Jane Rahlens ist eine spannende Mysteriegeschichte für jüngere LeserInnen, die aber auch mich total abholen konnte. Ein spannender Plot und eine überzeugende Protagonistin machen die Geschichte zu einer sehr runden Sache.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere