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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2021

Nicht rasant genug

Speed Me Up
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Brooke ist wie ein bunter Hund in ihrem Sport, denn als Supercross-Fahrerin steht sie zwischen all den Männern so ziemlich allein da. Bei einem Rennen trifft sie ihren ehemals besten Freund wieder und ...

Brooke ist wie ein bunter Hund in ihrem Sport, denn als Supercross-Fahrerin steht sie zwischen all den Männern so ziemlich allein da. Bei einem Rennen trifft sie ihren ehemals besten Freund wieder und es knistert zwischen ihnen. Doch zulassen können beide ihre Gefühle nicht.

Ich fand die Thematik ganz spannend, schließlich wohnen wir in direkter Nähe zu einer Motorcrossstrecke und konnten ein paar Fahrern auch schon zusehen. Eine Frau wie Brooke war bisher nicht dabei. Zum Glück, möchte ich fast sagen, denn Brooke war eher schwieriger Natur. Man merkte ihr einfach an, dass sie sich in ihrer Position ein dickes Fell zulegen musste. Doch von ihrem Verhalten war ich meist nur genervt. Ihr fehlte einfach das nötige Einfühlungsvermögen.

Loveinterest Matt kommt sich meist vor wie ein ganz toller Hecht. Die beiden Egos passten also ganz gut zusammen, nur wollten sie dies nicht wahrhaben. Außer dem ewigen Hin und Her passiert an der Stelle auch nicht viel mehr und das fand ich am frustrierensten. Es war die meiste Zeit einfach nur langweilig und das ist halt einfach tödlich für so eine Geschichte. Dafür nahm der Klappentext auch einfach zu viel vorweg.

Für mich war mein erstes Buch von Sarah Saxx leider kein Highlight. Ich hatte einfach mehr erwartet, aber leider nicht bekommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2021

Äußerst empfehlenswert

Der Bewohner
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Mich sprachen Titel und Klappentext sofort an. Dieser Thriller hat wirklich eine brisante Thematik, denn die Geschichte wird aus der Sicht eines Serienkillers erzählt, der sich über Dachböden in die Häuser ...

Mich sprachen Titel und Klappentext sofort an. Dieser Thriller hat wirklich eine brisante Thematik, denn die Geschichte wird aus der Sicht eines Serienkillers erzählt, der sich über Dachböden in die Häuser von Leuten einschleicht. Diese Vorstellung ist so beklemmend, dass es der perfekte Stoff für einen Thriller ist.
Der Protagonist Brogan ist definitiv kein Sympathieträger und so verfolgen wir ihn mit einer gewissen Abscheu durch die Geschichte. Wie er den "Enkeltrick" bei einer älteren Dame anwendet oder versucht ein Pärchen zu entzweien.
Das hat der Autor definitiv fesselnd erzählt und ich lauschte dem Hörbuch sehr gerne. Einzig das Ende war nicht ganz so stark wie der Rest und das hallte für mich leider negativ nach.
Peter Lontzek liest das Hörbuch ein und macht dabei einen sehr guten Job. Seine Stimme verlieh Brogan ihren Charakter und das gefiel mir richtig gut.
Bis auf dem kleinen Abstrich zum Ende hin, kann ich "Der Bewohner" von David Jackson nur weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2021

Ein schwieriges Hörerlebnis

Die Verlassenen
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Das Cover und der Titel haben mich neugierig gemacht, allerdings hätte ich mit ihnen wohl kein DDR-Drama erwartet, in dessen Fokus eine Vater-Sohn-Beziehung steht.
Diese erzählte Matthias Jügler in seinem ...

Das Cover und der Titel haben mich neugierig gemacht, allerdings hätte ich mit ihnen wohl kein DDR-Drama erwartet, in dessen Fokus eine Vater-Sohn-Beziehung steht.
Diese erzählte Matthias Jügler in seinem ganz eigenen sprachlichen Stil. Er erzählt sehr bedächtig und langsam seine Geschichte, was für mich ein wenig schwierig während des Hörens war, weil ich merkte, wie meine Gedanken immer wieder abschweiften.
Johannes war ein sehr eigener Protagonist, der von der fehlenden Beziehung zu seinen Eltern stark geprägt war.
Aufgrund dessen konnte ich mich nur schwer mit ihm identifizieren oder in ihn hineinfühlen.
Die Stasithematik fand ich interessant, so oft lese bzw. höre ich mir solche Romane nicht an.
Gesprochen wurde das Hörbuch von Florian Lukas, der aufgrund seiner monotonen Erzählweise sehr gut zum Roman passte, allerdings trug das nicht gerade zu meinem Hörvergnügen bei, weil es mir hier wirklich schwer fiel am Ball zu bleiben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2021

Regt die Fantasie an

Sylvia und der Vogel
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Sylvia ist eine Baumhüterin, das heißt sie lebt mit ihren Volk in den Bäumen und ist dabei nur so groß wie ein Daumen. Die Baumhüter pflegen die Natur und ihre Heimat: die Bäume. Es ist eine eingeschworene ...

Sylvia ist eine Baumhüterin, das heißt sie lebt mit ihren Volk in den Bäumen und ist dabei nur so groß wie ein Daumen. Die Baumhüter pflegen die Natur und ihre Heimat: die Bäume. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft, doch Sylvia hat keine Freunde. Da landet eines Tages ein junger Vogel bei ihr und die junge Hüterin kümmert sich um ihn. Die beiden werden Freunde und eröffnen einander eine neue Welt.

Cover und Titel des Kinderbuches sind eher etwas altmodischer. Daher war ich auch erst gar nicht auf die Geschichte aufmerksam geworden. Doch ein Blick ins Innere verzauberte mich direkt.

Die Illustrationen wurden mit Tusche gemalt und ihre Farbigkeit ist sehr naturgetreu. Die Details der Welt der Baumhüter ist bezaubernd und machte Spaß zu entdecken. Der Text, ein paar Verse pro Seite, webt sich in die großflächige Bilderlandschaft ein und macht das Buch somit zu einem Gesamtkunstwerk.

Außerdem stecken in dem Kinderbuch einige wichtige Botschaften. Achte die Natur und gib dir einen Ruck, damit die Leute dich so sehen können wie du bist.

Noch schöner finde ich allerdings, dass das Kinderbuch um Sylvia und ihren Vogelfreund die Fantasie anregt. Wie wäre es wohl, wenn wir alle nur cm-groß wären und unsere Heimat die Bäume wären. Ich freue mich darauf mit meinem Baby in ein paar Jahren darüber zu philosophieren.

Hinter dem unscheinbaren Äußeren von Gemma Koomens "Sylvia und der Vogel" steckt die fantasievolle Welt der Baumhüter. Die eingeschworene Gemeinschaft hat einige tolle Botschaften dabei, die ich gerne vorlesen werde. Für Groß und Klein ein tolles Bilderbucherlebnis.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2021

zu vorhersehbar

Der Countdown-Killer – Nur du kannst ihn finden
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Elle betreibt einen erfolgreichen True Crime Podcast. Aus persönlichem Interesse lässt sie der Fall des Countdownkillers nicht mehr los. Er entführte und tötete Mädchen. Jede ein Jahr jünger als die vorherige. ...

Elle betreibt einen erfolgreichen True Crime Podcast. Aus persönlichem Interesse lässt sie der Fall des Countdownkillers nicht mehr los. Er entführte und tötete Mädchen. Jede ein Jahr jünger als die vorherige. Doch die Mordserie riss vor 20 Jahren ab, als ein Opfer fliehen konnte. Als wieder zwei Mädchen verschwinden, verrennt Elle sich in der Vorstellung, dass der Countkiller zurück ist.
Mich sprach die Tatsache an, dass wir mit dem Podcast ein etwas anderes investigatives Medium haben, welches möglicherweise frischen Wind in den Thriller bringen sollte. Elle unterhält sich für ihren Podcast mit ehemaligen Ermittlern, Professoren, Forensikern, aber auch mit Opfern und Zeugen. So bekommen wir einen breit gestreuten Blick auf den Fall des Countdownkillers, der an die 10 Opfer zu verbuchen hat. Dabei spielt eine ganz besondere Zahlenreihenfolge eine sehr wichtige Rolle für ihn.

Aus einem sehr guten und plausiblen Grund, der mir schon sehr früh klar war, ist Elle besessen von dem Fall und hängt sich mehr rein als die Polizei, die nicht annehmen möchte, dass der totgeglaubte Killer wieder auf der Bildfläche aufgetaucht ist.

Zwischen den erzählenden Kapiteln werden Podcastepisoden eingeschoben, was ich sehr gelungen und Interessant fand. Das machte den Fall sehr realistisch und vielschichtig beleuchtet. Außerdem gibt es Kapitel aus der Sicht des Countdownkillers, die seinen Werdegang darstellen sollen.

Hier lag für mich ein großer Schwachpunkt der Geschichte. Mit den Einblicken in die Vergangenheit des Serienmörders erfahren wir auch sein Motiv und das war in meinen Augen viel zu schwach und unbedeutend um so eine Entwicklung glaubhaft zu rechtfertigen. Dennoch jagten mir die Passagen aus seiner Sicht und überhaupt die ganze Thematik um die Entführungen einen Schauer über den Rücken.

Ein weiterer enormer Schwachpunkt des Thrillers war dessen Vorhersehbarkeit und das ist für mich in diesem Genre tödlich. Wenn ich einen Thriller lese, muss mich dessen Spannung mitreißen und die Aufklärung aus den Socken hauen. Mir war sehr schnell klar, was es mit Elle auf sich hatte und auch die Identität des Countdownkillers war nicht überraschend. Schließlich präsentierte die Autorin nur eine logische Möglichkeit und streute nur sehr halbherzig Finten aus. Das war dann doch ziemlich enttäuschend.

Was für mich das Buch rettete, war die Hörbuchfassung. Den Hauptpart las Ulrike Kapfer und machte dabei einen grundsoliden Job. Ich hörte ihr gerne zu. Was ich lobend herausstellen muss, ist die aufwendige Produktion des Hörbuchs. Die Podcastpassagen klangen sehr realistisch, denn es wurden sehr viele unterschiedliche Sprecher für die einzelnen Rollen engagiert. Davon einige bekannte Synchronsprecher und das war einfach ein Genuss für die Ohren, der das gehörte auch noch mal realistischer erscheinen ließ. Die Hörbuchproduktion hat an dieser Stelle alles richtig gemacht und rettet definitiv meine Bewertung für das Buch.

"Der Countdownkiller" von Amy Suiter Clarke war leider nicht das erhoffte Highlight. Dafür war der Thriller viel zu vorhersehbar. Trotzdem kann ich das Hörbuch dazu uneingeschränkt empfehlen, denn es war ein Fest für die Ohren und hat einfach nur Spaß gemacht!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere