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Veröffentlicht am 25.01.2026

Fesselnd geht es weiter

Bonds of Hercules
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Alexis hat sich den Ruf einer wahren Kriegerin erarbeitet und jeder weiß nun, dass sie unter dem Namen Hercules das Licht der Welt entdeckte. Doch Alexis ist keine klassische Heldin. Als diese verehren ...

Alexis hat sich den Ruf einer wahren Kriegerin erarbeitet und jeder weiß nun, dass sie unter dem Namen Hercules das Licht der Welt entdeckte. Doch Alexis ist keine klassische Heldin. Als diese verehren sie allerdings ihre Ehemänner, denen sie unbedingt aus dem Weg gehen will, nur blöd, dass sie mit ihnen auf Titanenjagd gehen muss und auch schon bald die Spartan Gladiator Competition ansteht, bei denen sie zur olympischen Unterhaltung brutale Kämpfe bestreiten wird.

Dass ich Band eins verschlungen hatte, war im Sommer, also gar nicht so lange her. Ich wusste auch noch recht viel, dachte ich zumindest, war aber trotzdem froh über den Stammbaum und die kurzen Steckbriefe zu Beginn des Buches.

Band zwei startet mit ein wenig Abstand zum Ende des ersten Teils. Alexis ist auf Distanz gegangen zu ihren Ehemännern, seit ihrer Hochzeit konnte sie den beiden erfolgreich aus dem Weg gehen. Doch das ist nun vorbei, denn die Titanenjagd steht an. Gemeinsam mit Augustus, Kharon, Patro und Achilles bekämpft Alexis die mythologischen Wesen. Sie muss also unfreiwillig wieder Zeit mit ihren ehemaligen Mentoren und Lehrern verbringen. Kharon und Augustus geben ihr Bestes, um wieder ein Teil von ihrem Leben zu sein, doch auch Patro und Achilles haben eine ungesunde Obsession mit Alexis entwickelt, hinter deren Motivation wir erst einmal kommen müssen.

Ich fand es toll wieder in Alexis kuriosem Kopf zu stecken. Ich mochte ihre sarkastische Art unglaublich gerne. Sie ist eine sehr nahbare Figur, die ihre Marotten hat und von außen für die meisten sehr irre erscheinen wird. Sie ist auch mysteriös, weil sie selbst vor uns als Lesende ihre Geheimnisse hat, die erst nach und nach aufgedeckt werden. Das macht die Geschichte so besonders und lesenswert für mich.

Etwas weniger Facetten haben da auf den ersten Blick die Protagonisten der Geschichte, aus deren Sicht die Handlung auch erzählt wird. Sie sind alle gutaussehend und tödlich. Im zweiten Band bekommen Kharon und Augustus viele Facetten hinzu, die deren Charakterentwicklung wirklich gut tat. Im Band eins stand ich ihrem toxischen Gebaren äußerst skeptisch gegenüber. Nun sind sie zwar immer noch toxisch, wir lernen aber auch ihre anderen Seiten kennen. Das gefiel mir echt gut und ich muss sagen, dass Augustus mit seinem waschbärigen Begleiter wirklich einen Platz in meinem Herzen gewonnen hat.

Die tierischen Sidekicks sind auch ein absolutes Highlight für mich. Sie verleihen der Geschichte soviel Lebendigkeit und Witz. Es macht einfach Spaß, sie zu lesen.

Als Kritikpunkt muss ich sagen, dass die Geschichte in der ersten Hälfte ihre Längen hat. Die Titanenjagd fand ich nicht sonderlich spannend. So richtig mitgerissen war ich erst bei den Gladiatorenkämpfen gegen mythologische Monster, die von den Chtoniern zur Unterhaltung der Olympier aufgeführt werden. Das war fesselnd und läutete das Finale ein.

Tatsächlich soll noch ein dritter Band erscheinen, zu dem es leider noch keine genauen Infos gibt. Ich denke, in ihm wird der Fokus mehr auf Patro und Achilles liegen, da Alexis mit Kharon und Augustus auf ein Happy End zugesteuert ist. Ich bin gespannt darauf und hoffe, dass Patro und Achilles dann bei mir noch Pluspunkte sammeln können. Bisher sah es da eher spärlich aus.

„Bonds of Hercules“ von Jasmine Mas ist die von mir heißersehnte Fortsetzung in der Dark Romance Reihe rund um griechische Mythologie in einer dystopischen Welt. Das Buch lebt von seinen Charakteren, die sehr viel rausrissen als die Handlung etwas schwächelte. Die Geschichte ist wirklich besonders und empfehlenswert für alle, die fernab des Einheitsbreis lesen möchten.

4,5/5

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Absolut fesselnd

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Tamsyn wächst im königlichen Schloss als eine von vier Prinzessinnen auf. Für sie sind die drei ihre Schwestern, doch Tamsyn ist nur das königliche Prügelmädchen und wird für jede Verfehlung der anderen ...

Tamsyn wächst im königlichen Schloss als eine von vier Prinzessinnen auf. Für sie sind die drei ihre Schwestern, doch Tamsyn ist nur das königliche Prügelmädchen und wird für jede Verfehlung der anderen bestraft. Als der berüchtigte Krieger Fell an den Hof kommt und die Hand einer Prinzessin verlangt, wird Tamsyn dazu gedrängt sich wieder für ihre Schwestern zu opfern. Sie wird Fell heiraten. Aus der Täuschung entsteht Wut und schließlich ein Feuer, welches sie zu verbrennen droht.

Ich habe vor einigen Jahre eine Reihe von Sophie Jordan gelesen, die mir ganz gut gefiel. Dann war es lange ruhig und nun erschien ihre neue Reihe über Drachen, die erwachsener ist, denn es wird auch mit Spice geworben.

Dieser lässt auch gar nicht so lange auf sich warten, denn schon die dritte Begegnung der Protagonisten ist die Hochzeit, die vollzogen werden muss, damit die Ehe rechtskräftig ist. Die Szene ist ziemlich absurd, denn Tamsyn und Fell sind nicht allein, sondern der halbe Hofstaat ist anwesend, um den Vollzug zu bezeugen.

Tamsyn ist 21 und war ihr ganzes Leben lang pflichtbewusst für die Königsfamilie tätig, so hadert sie auch nicht wirklich mit der neuen Situation, sondern tut, was ihr aufgetragen wurde. Man merkt, dass sie dies tut, um ihre Schwestern zu beschützen. Tamsyn wurde als Baby im Schloss ausgesetzt und von der Königin großgezogen. Sie sind ihre Familie.
Das Prügelknabenthema war interessant und mal was anderes. Zum Glück wird Tamsyn von den Strafen nicht so sehr tangiert, sonst wäre es schon härtere Kost gewesen. Ihre Wunden heilen unglaublich schnell und von Anfang an hatte ich eine Vermutung wieso. Ich mochte Tamsyn sehr für ihren Mut und die bedingungslose Zuneigung, die sie gab. Die Luft zwischen ihr und Fell knisterte sofort, was auch kein Wunder ist.

Denn Fell ist ein mutiger Krieger, der gleichzeitig ein gerechter Anführer ist. Einfach ein guter, starker Kerl, den man in diesem Setting unbedingt an seiner Seite haben möchte. So machte er die Hochzeitsnacht für Tamsyn auch nicht zur notwendigen Tortur, sondern zum Vergnügen. Die Wut der Täuschung macht er mit sich allein aus. Ich fand beide großartig zusammen und hatte leichte Schmetterlinge im Bauch.

Wir befinden uns in einer mittelalterlichen Welt, in der die Drachen von den Menschen ausgerottet wurden. Es ist düster und überall lauern Gefahren, denn die Drachen waren nicht die einzige Bedrohung. Mir gefiel der Weltenentwurf richtig gut und ich hatte keine Probleme mich darin zurecht zu finden.
Die Handlung entwickelt sehr früh einen regelrechten Sog und ich konnte die Geschichte nur schwer aus der Hand legen. Knapp 500 Seiten fühlten sich nicht so an.

Bis zum letzten Viertel war die Geschichte ein absolutes 5-Sterne Buch für mich. Ich war komplett mitgerissen und liebte die Protagonisten. Was mich jedoch etwas störte, war wie vorhersehbar ich die Geschichte fand. Twists gab es für mich keine. Dafür wird schon auf dem Klappentext viel zu sehr angedeutet, wohin die Reise gehen wird. Das war ein wenig enttäuschend im Vergleich zum super starken Beginn.

Das Buch endete mit einer Offenbarung, die Teil zwei in eine komplett neue Richtung driften lässt. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird und verfluche den Fakt, dass Band zwei erst Ende Oktober erscheinen wird, was soll ich bis dahin machen?

"A Fire in the Sky" von Sophie Jordan ist eine absolut fesselnde Romantasy, die von ihren tollen Figuren lebt und nur schwer aus der Hand zu legen war. Ihre Vorhersehbarkeit ist für mich das einzige Manko.
4/5

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Das Ende holt es raus

Pen Pal
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Am Tag als Kayla ihren Mann beerdigte, kam ein mysteriöser Brief ins Haus. Er bestand aus einer einzigen Zeile, der Absender: Dante ein Gefängnisinsasse. Kayla kennt ihn nicht und fragt sich, woher Dante ...

Am Tag als Kayla ihren Mann beerdigte, kam ein mysteriöser Brief ins Haus. Er bestand aus einer einzigen Zeile, der Absender: Dante ein Gefängnisinsasse. Kayla kennt ihn nicht und fragt sich, woher Dante sie zu kennen glaubt. In der wohl schwersten Phase ihres Lebens antwortet sie ihm. Gleichzeitig tritt der Handwerker Aidan in ihr Leben, der sich um ihr auseinanderfallendes Haus kümmern soll. Eine intensive Beziehung beginnt.

Ich wollte das Buch hauptsächlich lesen, weil es von der Autorin war. Jemand anderes hätte mich in Kombination mit dem Klappentext wohl nicht dazu verleitet. Es ist auch so ganz anders als ihre Queens and Monsters Reihe
Wir werden zu Beginn mit Kaylas schwieriger Lebenssituation konfrontiert. Sie trauert um ihren Mann, der im angrenzenden Puget Sound ertrank. Er hinterließ ihr das gemeinsame Haus, bei dem das Dach undicht ist und sich immer mehr eigenartige Ereignisse häufen.. In ihrer Verzweiflung engagiert Kayla Aidan, der ihr im Preis entgegenkommt. Kayla versucht bestmöglich mit der Situation klarzukommen. Allerdings leidet sie unter ihrer Trauer und steht Ängste aus. Sie flüchtet sich in Aidans Arme und eine starke Obsession entsteht zwischen beiden.

Aidan ist der stattliche Kerl auf dem Cover. Er tritt als Retter in strahlender Rüstung auf, der gute Absichten mit Kayla hat. Aidan hatte gerade in der Vergangenheit einige Päckchen zu tragen und will nicht verletzt werden. Kayla hängt verständlicherweise als junge Witwe noch sehr ihrem Mann nach. Er will ihr eigentlich den Raum geben, doch beide können die Finger nicht voneinander lassen.

Es kommt zu einigen spicy Szenen, die stellenweise etwas drüber waren. Ich fand den Umgang der beiden manchmal wirklich obsessiv und fragte mich, was die Autorin hier gerade fabrizierte. Wo sie mit ihrer Geschichte eigentlich hinwollte. Wie da der Brieffreund aus dem Gefängnis reinpassen sollte, der weniger Raum bekam als erwartet. Es war für mich größtenteils mysteriös und wirr. Ich dachte zur Mitte des Buches, dass ich hier einen Flopp vor mir haben würde.

Dann kam der angekündigte Twist und die Autorin holte den Karren aus dem Dreck. Halleluja! Ich hatte zuvor schon die Möglichkeit im Kopf durchgespielt und wieder verworfen. Die Handlung drängte sich thematisch in eine bestimmte Richtung, doch es erschien mir nicht möglich. Die Autorin machte es möglich und klärte alles überzeugend auf, sodass der Twist wirklich genial war, definitiv was anderes und bestätigte mich zum Glück in meinem Wunsch jedes Buch von ihr lesen zu wollen.

"Pen Pal" von J.T. Geissinger ist ein unglaubliches Buch, vergleichbares wird man so schnell nicht wieder lesen. Es endet so ganz anders als erwartet, allerdings muss man sich durch die obsessive erste Hälfte zwingen, die bei mir für einiges an Unverständnis sorgte. Das Ende machte dies zum Glück wieder gut. Versprochen!

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Ich konnte nicht genug von der Geschichte kriegen

Heir of Illusion
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Ivy lebt am Hof eines skrupellosen Königs, für den sie nur das Haustier ist. Schön anzusehen, immer da, wenn man Zuneigung braucht und manchmal durchaus nützlich. Ein Halsreif fesselt Ivy an Baylor und ...

Ivy lebt am Hof eines skrupellosen Königs, für den sie nur das Haustier ist. Schön anzusehen, immer da, wenn man Zuneigung braucht und manchmal durchaus nützlich. Ein Halsreif fesselt Ivy an Baylor und es scheint kein Entkommen zu geben. Dann kommt ein Gesandter aus einem anderen Königreich an ihren Hof und verlangt ausgerechnet nach der einzigen Waffe, die Ivy helfen könnte. Gemeinsam mit Thorne muss sich Ivy auf die Suche nach einem mysteriösen Schwert begeben. Zwischen beiden herrscht eine unleugbare Anziehung, doch diese steht zwischen al den Geheimnissen auf wackeligen Beinen...

Der Klappentext vom dtv-Verlag catchte mich sofort und ist so viel besser als meine knappe Wiedergabe des Inhalts.
Wir befinden uns hier in einer mittelalterlichen Welt, in der es Sterbliche und Fae gibt. Regiert werden die Königreiche/ Inseln von Göttern, die ursprünglich ernannt wurden. Diese haben eine herausragende Stellung. Doch bei den Göttern herrschen einige Verirrungen, denn diese waren nicht immer treu... Der Weltenentwurf ist super packend und mal was anderes, ich hatte keine Schwierigkeiten mich zurecht zu finden und merkte schon auf den ersten Seiten, dass dies wirklich gut werden würde.

Ivy ist eine tolle Protagonistin und mit ihren roten Haaren eine Augenweide. Sie hat die Fähigkeit der Illusion, kann sich unsichtbar machen oder eine Doppelgängerin von sich erschaffen. Sie tötet im Auftrag des Königs, sorgt aber auch im Verborgenen für Gerechtigkeit auf ihrer Insel. Ivy war tough, witzig und einfach super cool. Sie hat das Herz am rechten Fleck und eine bewegte Vergangenheit, von der man nicht weiß, was sie alles verbirgt.

Auch Thorne trägt einige Geheimnisse mit sich herum. Als Seelensammler beschwört er Schatten und kann einige beeindruckende Effekte erzielen. Er ist eine Erscheinung und man merkt schon beim ersten Aufeinandertreffen mit Ivy, dass da einiges zwischen beiden ist.
Es knisterte sofort und ich war gebannt von der Spannung zwischen beiden. Doch diese wird sich so schnell nicht entladen. Man fragt sich die ganze Zeit, was es mit den beiden auf sich hat. Gerade bei Thorne schweben so viele emotionale Zwischentöne mit, die mein Herz berührten und ich so schon länger nicht mehr beim Lesen verspürt habe.

Das Buch hat 550 Seiten und es passieren immer wieder dramatische und spannende Wendungen, die mich den Atem anhalten ließen. Ich wollte das Buch nie aus der Hand legen. Blöderweise spoilerte ich mich selbst bei der Auflösung, sonst wäre ich am Ende wohl komplett mindblown gewesen.

Der einzige, wirklich gravierende Kritikpunkt, den ich habe: dies ist Teil eins einer Reihe und ich weiß nicht, wann es weitergehen wird! Die Autorin hat Band zwei noch nicht mal beendet und wie soll ich dies nur aushalten, die Ungewissheit, wann ich Band zwei in den Händen halten kann. Ich befürchte, es wird einiges an Zeit vergehen und dafür bin ich nicht bereit. :(

"Heir of Illusions" von Madeline Taylor ist ein unglaublich gutes Fantasybuch mit grandiosen Protagonisten, einem richtig packenden Weltenentwurf, viel Gefühl und dramatischen Geschehnissen. Ich kann nicht genug davon bekommen.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Ungewöhnliches Setting

The Penguin Paradox
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Emerie kann ihr Glück kaum fassen als sie für eine Expedition in die Antarktis ausgewählt wird. Die Veterinärmedizin arbeitet in ihrer Doktorarbeit an einer bahnbrechenden Hypothese über Pinguine, die ...

Emerie kann ihr Glück kaum fassen als sie für eine Expedition in die Antarktis ausgewählt wird. Die Veterinärmedizin arbeitet in ihrer Doktorarbeit an einer bahnbrechenden Hypothese über Pinguine, die sie dort hautnah erforschen kann. Einziger Wehrmutstropfen: Der Leiter der Expedition ist ausgerechnet Beckett, den Emerie so gar nicht ausstehen kann! Auf engem Raum müssen sie miteinander klarkommen und das sprengt so einige Grenzen für Emerie.

Das Cover ist so zuckersüß und gibt einfach alles perfekt wieder, was dieses Buch ausmacht: Schnee, Eis, Pinguine und Winter. Das Buch spielt auch noch in der Vorweihnachtszeit und hat für mich gerade einfach perfekt gepasst.

Wir lernen Emerie als sehr ehrgeizige Forscherin kennen, die für ihren Job lebt und deren Mikrokosmus sich nur darum dreht. Sie gibt nicht viel auf ihr Äußeres. Zu ihren Eltern hat sie kein gutes Verhältnis, da diese auch nur mit ihren eigenen Eheproblemen beschäftigt waren. An die Liebe glaubt Emerie daher nicht und arbeitet für ihre Forschungsarbeit an der Hypothese, dass Pinguine gar nicht so treu sind, wie man das immer von ihnen dachte. Trotz all der Antipathie könnte sie sich trotzdem etwas Körperliches mit Beckett vorstellen, den sie ziemlich heiß findet. Doch Beckett ist so schlecht mit seinen Kolleginnen umgegangen, denkt Emerie, dass dies gar nicht in die Tüte kommt. Emerie empfand ich am Anfang schon etwas verschroben. Im Laufe der Geschichte entfaltet sich das ganze liebenswerte Potenzial ihres Charakters.

Die Geschichte wird auch aus Becketts Sicht erzählt, der sich immer wunderte, warum Emerie ihn so hasst. Er betreute schon einige Forschungsreisen und lässt für seinen Job das Privatleben auf der Strecke. Dieses Jahr soll es anders sein und er muss es unbedingt zu seiner Familie an Weihnachten schaffen. Er ist sehr korrekt und immer darauf bedacht für seine Arbeit das Richtige zu tun. Erst nach und nach räumen sich die ganzen Vorurteile auf, die wir dank Emerie von ihm haben.

Beide Protagonisten waren okay, werden mir aber nicht sonderlich lange im Gedächtnis bleiben. Dafür war ihre Lovestory für mich nicht mitreißend genug. Alles fügte sich und die jahrelangen Bedenken, die Emerie zum Thema Beziehungen hat, waren so schnell weggeblasen. Das konnte mich nicht so gut abholen.

Dafür liebte ich das Setting in der Antarktis mit der Forschungsstation und den Pinguinen. Das war so schön atmosphärisch und einfach mal etwas anderes! Es gibt einige Nebenfiguren, die auch ihren Raum einnehmen und sehr plastisch geschrieben wurden. Das gefiel mir auch gut.

Das Hörbuch umfasst knapp 12h und wurde von Nora Schulte und Alexander Pensel eingelesen, die den Figuren ihren eigenen Charakter einhauchten.

„The Penguin Paradox“ war mein erstes Buch von Greta Milan, das mich mit dem tollen Setting begeistern konnte, aber dessen Liebesgeschichte mich nicht komplett abholen konnte.

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