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Veröffentlicht am 25.10.2025

Ziemlich "beste Freunde"

Elon & Jeff on Mars
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Spätestens, seit ich vor einiger Zeit zufällig in einer "Torsten Sträter"-Folge mitbekam, wie der titelgebende Gastgeber zusammen mit Marc-Uwe Kling abwechselnd Auszüge aus dessen damals aktuellem Buch ...

Spätestens, seit ich vor einiger Zeit zufällig in einer "Torsten Sträter"-Folge mitbekam, wie der titelgebende Gastgeber zusammen mit Marc-Uwe Kling abwechselnd Auszüge aus dessen damals aktuellem Buch "Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte", dem "witzigsten Aufklärungsbuch seit dem Urknall", vorlas, bin ich diesem Autor sozusagen verfallen.
Weil ich ihm nicht auf Instagram etc. folge, hätte ich sein neuestes, von Bernd Kissel hervorragend illustriertes 80-seitiges Werk "Elon & Jeff on Mars" (seit dem 30. 09. 2025 unter der ISBN 978-3-551-80572-0 bei der Carlsen Verlag GmbH) beinahe verpasst.
Und das wäre wirklich schade gewesen, denn mir wäre ein unterhaltsames Leseerlebnis entgangen. Bereits die Buchbeschreibung und die Lektüre der - mit lediglich 10 Seiten leider viel zu kurzen, aber trotzdem durchaus appetitanregenden - Leseprobe weckten mein Interesse, wie es mit Jeff Jezos (Gründer von The Shop - weltweit größter Versandhändler) und Elon Dusk (Chef des Automobilherstellers Edison) wohl weitergehen würde. Auch das Cover war ja schon überaus vielversprechend...
.
Und tatsächlich enttäuschte mich die einfallsreiche, humorvoll-satirisch erzählte Geschichte der beiden skurrilen Multimilliardäre denn auch nicht. Bereits die Auswahl der Namen und Firmen der auch in den "Känguru-Chroniken" aufgetauchten Protagonisten (Vorkenntnisse zum Verständnis sind nicht erforderlich) finde ich einfach nur köstlich!
Fazit:
Leseempfehlung!!


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Veröffentlicht am 12.10.2025

Informativ,unterhaltsam&wichtig auch f. Nichtösterreicher:Innen

We are Austria
1

Titel, Beschreibung sowie die 20 Seiten umfassende Leseprobe (LP) von Nina Pavicsits' 192-seitigem Sachbuch "We are Austria - 77 außergewöhnliche Frauen aus Österreich" (HC, seit dem 09. 10. 2025 unter ...

Titel, Beschreibung sowie die 20 Seiten umfassende Leseprobe (LP) von Nina Pavicsits' 192-seitigem Sachbuch "We are Austria - 77 außergewöhnliche Frauen aus Österreich" (HC, seit dem 09. 10. 2025 unter der ISBN 978-3-222-15157-6 bei der Molden Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG) vermochten auf Anhieb, mein Interesse zu wecken, wohingegen ich dem originellen, mir jedoch zu grellen und zu überfrachteten - z. B. war die Zahl "77" zunächst gar nicht zu erkennen - Cover wenig abgewinnen konnte.

Die LP beginnt mit einem Inhaltsverzeichnis, in welchem 77 Österreicherinnen - u. a. aus den Bereichen Literatur, Politik, Sport und Wissenschaft - alphabetisch nach Vornamen geordnet sind. Weil ich mich allem Österreichischen schon immer sehr verbunden fühle, war ich mir nicht ganz sicher, ob ich mich darüber freuen soll, dass mir immerhin 15 Namen vertraut, oder ärgern soll, dass es nicht mehr sind. Auf jeden Fall wollte ich die übrigen gern kennenlernen, zumal mir die "Steckbriefe" der in der LP vorgestellten Damen - darunter Christine Nöstlinger und Kaiserin Elisabeth - vielversprechend erschienen. Außerdem gefiel mir die Auswahl aus bekannten und weniger bekannten, allen Schichten und unterschiedlichen Jahrhunderten entstammenden Protagonistinnen sehr gut.

Insofern wurde ich von der Lektüre auch nicht enttäuscht. Jeder Person ist eine Doppelseite gewidmet, auf der einen erzählt sie selbst aus ihrem Leben, auf der zweiten befindet sich ein mit einer Ausnahme mittels KI erstelltes Porträt. Das mag aktuell, originell und was-weiß-ich-noch-alles sein, gefällt mir jedoch überhaupt nicht, sorry!!
Das ist aber mein einziger, wenn auch starker Kritikpunkt.
Ansonsten empfand ich die Lektüre als informativ, unterhaltsam und sehr wichtig!
Diese Frauen haben mit ihrem Beispiel dazu beigetragen, dass wir Frauen von heute so leben können, wie wir es tun.
Und das gilt selbstverständlich nicht nur für Österreich!
Von Interesse fand ich auch die "Vorschlagsseiten" sowie die Ausführungen zur Geschichte der Frauenrechte am Schluss des Buches, dem ich eine große Leserschaft wünsche!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Histor. Jugendkrimi um reales Findelkind

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten
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Bereits die 26 Seiten umfassende Leseprobe (LP) von Davide Morosinottos für Kinder ab 12 Jahren empfohlenem Jugendbuch über das Geheimnis von Kaspar Hauser "Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten" ...

Bereits die 26 Seiten umfassende Leseprobe (LP) von Davide Morosinottos für Kinder ab 12 Jahren empfohlenem Jugendbuch über das Geheimnis von Kaspar Hauser "Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten" (Originaltitel: "L'ultimo cacciatore"; aus der italienischen von Cornelia Panzacchi in die deutsche Sprache übersetzt) gefiel mir.
Bei "Grimaldi" denke ich normalerweise zunächst an Monaco, der Name "Kaspar Hauser" bescherte mir sofort ein musikalisches Kopfkino: Reinhard Mey "Kaspar"
https://www.youtube.com/watch?v=ksRGWuO-e4M

Das am 27. 09. 2025 unter der ISBN 978-3-522-20314-2 vom Verlag Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH herausgegebene 272-seitige Werk ist mit einem originellen Cover ausgestattet, in einer altersangemessener Sprache verfasst und dürfte mit den Abenteuern der 14 Jahre alten, klugen und sympathischen Greta und ihrem ein wenig grantelnden Vater, dem berühmten Meisterdetektiv Dr. Grimaldi, voll und ganz den Geschmack der Zielgruppe treffen.

Eine Erwähnung verdienen auch die Illustrationen wie beispielsweise der alte farbige Stadtplan, welcher neun mit Zahlen gekennzeichnete markante Punkte Nürnbergs aufzeigt, sowie Unterlagen wie div. Briefe, Fotos, Postkarten und Abbildungen alter Stadtarchivkarten und einer S/W-Landkarte von der Nordsee bis Italien, von Griechenland bis Belarus.

Das Findelkind Kaspar Hauser hat tatsächlich gelebt. Im Jahr 1829 wollen die beiden Grimaldis u. a. das Geheimnis um seine Herkunft/Abstammung lüften - ist er ein echter Adelsspross oder ein gewiefter Betrüger?

Eine spannende, wenn auch themenbedingt etwas düstere Geschichte.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Eine bemerkenswerte Frau!

Prinzessin Alice
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Irene Disches 158-seitiger, seit dem 25. 09. 2025 beim Claasen Verlag unter der ISBN 978-3-546-10156-1 erhältlicher Roman "Prinzessin Alice" wird mit "Für Fans von 'The Crown' und 'Bridgerton'" beworben. ...

Irene Disches 158-seitiger, seit dem 25. 09. 2025 beim Claasen Verlag unter der ISBN 978-3-546-10156-1 erhältlicher Roman "Prinzessin Alice" wird mit "Für Fans von 'The Crown' und 'Bridgerton'" beworben. Beides kenne ich nur dem Namen nach, wollte dieses aus dem Englischen von Tanja Handels in die deutsche Sprache übersetzte, mit einem passenden Cover versehene Buch jedoch trotzdem lesen, denn von dieser Autorin ist mir bereits mindestens ein Werk in positiver Erinnerung geblieben und ich fühlte mich überdies von der 34 Seiten umfassenden Leseprobe (LP) recht angesprochen.
Abgesehen davon las ich schon Biografien über einige Hauptpersonen, weshalb ich etliche der hier geschilderten Ereignisse bestätigt sah.
Die LP beginnt mit dem im ersten Moment möglicherweise erschreckenden, im Weiteren jedoch verständlicher werdenden Zitat "Wenn du mit Gott sprichst, ist das Beten. Wenn Gott mit dir spricht, ist es Schizophrenie." von Thomas Szasz.
In einer "Familie, Familie, Familie" betitelten Art Prolog wird u. a. über die titelgebende Prinzessin Alice (geb. 25. Februar 1885 in Windsor Castle, gest. 5. Dezember 1969 im Buckingham Palace, London), die Urenkelin Queen Victorias (1819 - 1901) und Mutter des 1921 als Prinz Philip von Griechenland und Dänemark auf Korfu geborenen und 2021 auf Schloss Windsor verstorbenen Herzog von Edinburgh, Ehemann von Queen Elizabeth II. (1926 - 2022) und Vater von König Charles III. (*1948), Sigmund Freud (1856 - 1939), Lady Edwina (1901 - 1960), Gattin von Louis, dem 1. Earl Mountbatten of Burma und letzten Vizekönig von Indien (1900 - 1979), Marie Bonaparte, Urenkelin Lucien Bonapartes, dem Bruder von Napoleon I., Prinzessin von Griechenland und Dänemark (1882 - 1962) berichtet.
Danach spricht Alice die Leserschaft direkt an, "outet" sich und schildert teilweise überaus detailgetreu ihr trauriges Dasein. Insgesamt decken sich ihre Angaben mMn durchaus mit bekannten historischen Fakten. Sie wurde taub geboren, konnte aber in mehreren Sprachen von den Lippen ablesen. Zeitweilig hatte sie "Wahrnehmungen", häufig religiöser Art. Ob und ggf. inwieweit das auf zweifelhafte psychiatrische und körperliche Eingriffe zurückzuführen ist, bleibt offen. Fakt ist, dass sie während des 2. Weltkrieges in Suppenküchen tätig war und mindestens einer Familie jüdischen Glaubens die Flucht vor den Nazis ermöglichte.
Der vordere Klappentext und die Beschreibungen auf der Rückseite gefielen mir erwähnenswert gut.
Allerdings brach der Roman m. E. entschieden zu früh ab.
Auch vermisste ich ein Nachwort der Autorin.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Sehr spannend!

Ihr werdet sie nicht finden
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Die Lektüre von Andreas Winkelmanns 384 Seiten umfassendem Thriller "Ihr werdet sie nicht finden" verschaffte mir einige Stunden spannendster Unterhaltung. Er erschien unter der ISBN 978-3-499-01331-7 ...

Die Lektüre von Andreas Winkelmanns 384 Seiten umfassendem Thriller "Ihr werdet sie nicht finden" verschaffte mir einige Stunden spannendster Unterhaltung. Er erschien unter der ISBN 978-3-499-01331-7 am 17. 06. 2025 im Verlag Rowohlt Taschenbuch und wird in zwei 7 Jahre auseinanderliegenden Handlungssträngen erzählt.
Die Privatdetektivin Franca wird von Bankierswitwe Frieling damit beauftragt, sie mit Informationen über Silvia, ihre junge, am Asperger Syndrom erkrankte und seit Monaten verschwundene Enkelin, zu versorgen.
Im Rahmen ihrer Ermittlungen trifft sie auf den - zuerst von ihr als Verdächtigen eingeschätzten - Ex-Polizisten Jonas, der seinerseits Nachforschungen in Angelegenheit seiner aller Wahrscheinlichkeit nach vor 7 Jahren ermordeten Tochter Isabell anstellt, deren Leiche nie gefunden wurde. Sie arbeiten künftig gemeinsam.
Das Ergebnis ist schlüssig, der Weg dorthin aber nicht nur für Franca und Jonas gelegentlich ein wenig anstrengend!

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