Neuer Grenzfall
Grenzfall – Ihr Grab in den FlutenAnna Schneiders "Grenzfall"- Kriminalroman-Reihe besteht bisher aus
Band 1: Grenzfall - Der Tod in ihren Augen,
Band 2: Grenzfall - Ihr Schrei in der Nacht,
Band 3: Grenzfall - In der Stille des Waldes,
Band ...
Anna Schneiders "Grenzfall"- Kriminalroman-Reihe besteht bisher aus
Band 1: Grenzfall - Der Tod in ihren Augen,
Band 2: Grenzfall - Ihr Schrei in der Nacht,
Band 3: Grenzfall - In der Stille des Waldes,
Band 4: Grenzfall - In den Tiefen der Schuld,
Band 5: Grenzfall - Ihre Spur in den Flammen
und nunmehr auch
Band 6: Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten, dem vom Fischer Taschenbuch Verlag unter der ISBN 978-3-596-71040-9 am 26. 01. 2026 veröffentlichten, 432 Seiten umfassenden und wieder mit einem ansprechenden und Wiedererkennungswert besitzenden Cover versehenen neuesten Werk.
Dieses lässt sich zwar ohne Kenntnis der Vorbände lesen und verstehen, zumal in der vorderen Innenklappe jedes Buches Kurzbiografien geliefert werden, was neben gut dosierten Rückblicken auf vorangegangene Bände für einen jederzeitigen Einstieg in die Reihe überaus hilfreich ist, aber die Geschichte der beiden Protagonisten dieser im Grenzbereich Deutschland-Österreich angesiedelten Krimi-Reihe, die Ermittler Oberkommissarin Alexa Jahn und Chefinspektor Bernhard Krammer, die erst kürzlich erfahren haben, dass sie Vater und Tochter sind, ist in der von der Autorin überaus gekonnt aufgebauten Gesamtentwicklung durchaus reizvoll.
Bereits die Lektüre der 38-seitigen Leseprobe ist spannend. Sie beginnt mit einem bedrohlich wirkenden Prolog, in dessen Mittelpunkt eine namenlos bleibende weibliche Person steht, gefolgt von einem M. unterzeichneten, kursiv gedruckten Brief an ihre Tochter. Es folgen 2 Abschnitte über Alexa und ihren gesundheitlich angeschlagenen und schlechtgelaunten Vater und wieder ein "Im Verborgenen" betitelter Kursivabschnitt. Auf der letzten Seite verabschiedet sich Alexa, Hund Oscar an der Leine, um nach den dem Unwetter geschuldeten anstrengenden Arbeitsstunden am Telefon draußen etwas frische Luft zu schnappen.
Worum geht's?
Heftige Unwetter wüten auf beiden Seiten der Grenze und die aufgrund des Starkregens riesigen Wassermassen, die schon etliche Personen mit sich gerissen hatten, ließen die Zahl der Vermissten ständig steigen.
Frau Schneiders Kopfkino erzeugende Beschreibungen gefielen mir. Dann wird die Leiche eines definitiv nicht durch das Unwetter Verstorbenen entdeckt. Mord, Vergewaltigung, viele Spuren und weit zurückliegende Begebenheiten bilden ein Konglomerat intensive Ermittlungen (und trotz aller Spannung manchmal etwas anstrengend erscheinende Lesegeduld) erfordernder Anhaltspunkte. Nichtsdestotrotz gefiel mir auch dieser Teil wieder sehr gut und ich freue mich auf weitere Fortsetzungen.