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Veröffentlicht am 04.05.2021

Schöne Fantasy-Geschichte für junge Leser

Whitefeather (Legende der Schwingen 1)
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Kurzbeschreibung / Klappentext:

*Wenn zwischen schwarz und weiß noch so viel mehr liegt

Die 18-jährige Liz steht kurz davor, ihre lang ersehnten Engelsflügel zu erhalten. Diese muss sie sich jedoch ...

Kurzbeschreibung / Klappentext:

*Wenn zwischen schwarz und weiß noch so viel mehr liegt

Die 18-jährige Liz steht kurz davor, ihre lang ersehnten Engelsflügel zu erhalten. Diese muss sie sich jedoch mit einem Sprung von der heiligen Klippe verdienen – der einzige Weg, um in eine der zwei Himmelsstädte aufzusteigen. Wird sie weiße Schwingen tragen, gehört sie zu den anführenden Whitefeather, die kämpferischen Blackfeather besitzen schwarze Flügel. Liz sehnt den Tag des Rituals in gleichem Maße herbei, wie sie ihn fürchtet. Denn obwohl die helle Farbe ihre Bestimmung zu sein scheint, gehört ihr Herz jemandem, dessen Sprung ihn zu einem Blackfeather machen wird ...

Engel-Fantasy mit Suchtfaktor
Eine magische Himmelswelt, zwei Jugendliche, die sich entgegen jeder Vernunft zueinander hingezogen fühlen, und eine folgenschwere Entscheidung. Spannend und romantisch bis zur letzten Seite.

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung des Buches hat mich neugierig gemacht und auf eine spannende Geschichte hoffen lassen. Aber vermutlich bin ich für das Genre Young-Adult-Fantasy langsam doch zu alt.

Versteht mich nicht falsch, die Geschichte um Liz und ihre Freunde ist wirklich schön geschrieben. Aber mir ging leider die liebe Liz mit ihrer teils sehr naiven Art, die einfach nichts hinterfragt, ziemlich auf den Keks.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, mir aber teils etwas zu ausschweifend. Dadurch habe ich die Geschichte an einigen Stellen leider als sehr langatmig empfunden. Auch waren einige Formulierungen etwas gewöhnungsbedürftig.

Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten, aber mich nicht so neugierig gemacht, dass ich den nächsten Band lesen möchte.

Die von mir benannten Kritikpunkte schiebe ich aber tatsächlich auf die angedachte Zielgruppe, zu der ich leider nicht mehr zähle. 😉

Fazit:*
Whitefeather ist ein schöner Jugend-Fantasy-Roman, der trotz einiger Längen, gut unterhält. Von mir gibt’s 3 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir von NetGalley und dem Carlsen (Impress) Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Eine bezaubernde, ruhige Geschichte die zu Herzen geht.

Hannahs Gefühl für Glück
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Kurzbeschreibung / Klappentext:
Wie ein einsames Mädchen das Leben einer ganzen Familie verändert

Es herrscht tiefster Winter im Norden Kanadas, als der ehemalige Polizist Eric Nyland ein Mädchen entdeckt, ...

Kurzbeschreibung / Klappentext:
Wie ein einsames Mädchen das Leben einer ganzen Familie verändert

Es herrscht tiefster Winter im Norden Kanadas, als der ehemalige Polizist Eric Nyland ein Mädchen entdeckt, das allein durch den Schnee wandert. Er nimmt das Kind für die Weihnachtstage bei sich zu Hause auf, obwohl seine Frau Ellie nicht gerade begeistert über den unerwarteten Zuwachs ist. Denn die Nylands haben ihre eigenen Probleme. Die Stimmung im Haus ist angespannt. Und alles andere als weihnachtlich. Aber mit Hannahs Ankunft verändert sich etwas, langsam und fast unmerklich. Niemand hätte es für möglich gehalten, niemand könnte es in Worte fassen - doch tatsächlich gelingt es diesem kleinen Mädchen, das völlig allein auf der Welt ist, wieder Wärme und Nähe in die Familie zu bringen.

Meine Meinung:
Die Geschichte der kleinen Hannah wird, obwohl sie schreckliche Dinge erlebt, in einer unaufgeregten Weise erzählt. Genau das hat mich an dieser Geschichte so fasziniert und auch beeindruckt.

Die Autorin schafft es, die Erlebnisse nicht nur von Hannah, sondern auch die von Eric und seiner Familie vollkommen ruhig zu schildern, ohne auch nur einmal reißerische Formulierungen zu gebrauchen. Gerade dadurch wirkt die Erzählung aber besonders eindringlich.

Ganz wunderbar wird hier geschildert, wie wichtig vermeintlich kleine Gesten für andere sein können. Denn in dieser Geschichte wurden durch kleine Gesten von Hannah und Eric die Leben einiger Ihrer Mitmenschen nachhaltig verändert und verbessert.

Die Charaktere werden sehr gut beschrieben, so dass man sich sehr gut in die Personen einfinden kann und auch Ihre Veränderung bewusst wahrnimmt.

Fazit:
Eine wundervolle Geschichte die sich gerade durch ihre ruhige Art still und heimlich in mein Herz geschlichen hat. Von mir gibt’s 5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir von NetGalley und dem dtv Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Eine Geschichte bei der ich, bis zum Schluß, nicht weiß was ich davon halten soll.

Den Sommer kannst du auch nicht aufhalten
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Kurzbeschreibung / Klappentext:
Können wir vermeiden, was nicht aufzuhalten ist? Pierre konnte es nicht. Er konnte der Leidenschaft und vor allem der Liebe nicht entkommen. Aber Pierre kann und will davon ...

Kurzbeschreibung / Klappentext:
Können wir vermeiden, was nicht aufzuhalten ist? Pierre konnte es nicht. Er konnte der Leidenschaft und vor allem der Liebe nicht entkommen. Aber Pierre kann und will davon erzählen. Und so schenkt er dem behinderten Sonny zum 16. Geburtstag bei einem Trip in die Provence die Geschichte der wildzärtlichen und alles ändernden Liebe zu dessen Mutter und reist mit ihm dabei an die Ränder des Lebens.

Gefühlvoll und provokant – mal überbordend, mal frech im Ton erzählt Dimitri Verhulst die schmerzlich-schöne Gesichte einer wilden tiefen Liebe und nimmt uns dabei mit auf einen Road Trip durch die Schönheit der Provence und das Leben selbst.

Meine Meinung:
Diese Geschichte war für mich eine echte Herausforderung. Nicht weil sie so anspruchsvoll geschrieben ist und ich Verständnis Probleme hatte, sondern weil sie mich teilweise so fassungslos und unfassbar wütend gemacht hat.

Schon im ersten Absatz kam die Formulierung „ein schweigsamer, vegetativer Idiot“ über einen behinderten Jungen von 16 Jahren. Bitte was??? Ich denke ihr versteht daher was ich meine.
Aber ich bin trotzdem neugierig gewesen und habe bis zum Ende durchgehalten.

Leider kann ich nicht sagen, dass mich am Ende der Verlauf der Geschichte besänftigt hat. Pierre der Protagonist bleibt extrem unsympathisch, auch wenn man ihm den Verlust über die Liebe seines Lebens abnimmt. Er wird die ganze Zeit über als sehr egoistisch, arrogant und fast schon ein wenig narzisstisch dargestellt.

Das einzige Positive was ich zu ihm sagen kann, ist das er anscheinend doch zu Gefühlen für andere Menschen in der Lage ist. Was er aber gut zu verstecken weiß.

Lange habe ich mich gefragt, warum zum Teufel er diese Reise mit Sonny unternimmt. Wo dieser ihm doch gleichgültig zu sein scheint. Eine definitive Antwort bekommt man hier nicht, aber ich vermute mal, dass es seine sehr verschrobene Art ist doch so etwas wie Zuneigung zu zeigen.

Sehr schön fand ich hier die Umgebungsbeschreibung, die der Geschichte ein wenig von ihrem Schrecken nimmt. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut lesen.

Fazit:
Ich weiß wirklich nicht, was der Autor mit diesem Buch vermitteln wollte. Aber bei mir ist es leider nicht angekommen. Aufgrund des guten Schreibstils vergebe ich 2 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir von NetGalley und dem Oktaven Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2020

Eine Geschichte, die sich langsame verändert und dadurch etwas unterkühlt wirkt, aber eine unerwartete Tiefe hat.

Das Netz
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Kurzbeschreibung / Klappentext:
Wer ist die attraktive Frau, die regelmäßig den Zoll am Flughafen von Reykjavik passiert? Je aufmerksamer der Zollbeamte Bragi sie beobachtet, desto sicherer ist er sich: ...

Kurzbeschreibung / Klappentext:
Wer ist die attraktive Frau, die regelmäßig den Zoll am Flughafen von Reykjavik passiert? Je aufmerksamer der Zollbeamte Bragi sie beobachtet, desto sicherer ist er sich: Diese Frau hat etwas zu verbergen.

Die junge Mutter Sonja hat bei einer schmutzigen Scheidung das Sorgerecht für ihren Sohn verloren. Sie setzt alles daran, ihn zurückzubekommen, kann sich aber nicht mal einen Anwalt leisten. Verzweifelt lässt sie sich darauf ein, Kokain nach Island zu schmuggeln. Nur ein paarmal, sagt sie sich.

Agla, einst eine hochrangige Bankerin, hat ganz andere Probleme: Sie muss sich nach dem isländischen Finanzcrash unbequeme Fragen zu ihrer Rolle in einigen dubiosen Deals gefallen lassen. Kein Grund, nervös zu werden – denkt sie.

Als sich Bragis, Sonjas und Aglas Wege kreuzen, entspinnt sich ein komplexes Netz der Kriminalität. Und bei jedem Versuch, sich daraus zu befreien, verstricken sie sich nur noch tiefer …

Meine Meinung:
Das Netz ist der Auftakt der Island-Trilogie und dass es kein Einzelband ist, merkt man am Aufbau der Geschichte. Anders als bei einem Einzelband wird man deutlich langsamer in die Geschichte eingeführt und lernt nach und nach diverse Charaktere kennen.

Erzählt wird die Geschichte aus den Sichtweisen von Sonja der jungen Mutter, die um das Sorgerecht ihres Sohnes kämpft. Von Bragi, dem Zollbeamten der bei seiner Arbeit auf Sonja aufmerksam geworden ist. Und von Agla, der Bankerin mit einigen Problemen, die nicht nur ihren Job betreffen.

So unterschiedlich die Charaktere sind, so interessant sind sie auch. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, wann und wie diese drei zusammenkommen. Über das wann, wie und wo war ich dann aber doch überrascht.

Bewusst habe ich gesagt die Drei sind interessant, denn wirklich sympathisch waren sie mir alle nicht. Trotzdem hat mir die Zeichnung der Charaktere sehr gut gefallen, weil sie durch ihre unsympathische Art einfach real wirken. Klingt vielleicht jetzt etwas seltsam, aber ich kann es nicht anders erklären.

Die Geschichte entwickelt sich langsam, aber da es der erste von drei Teilen ist, war das zu erwarten. Trotzdem kommt, je mehr Informationen man erhält eine angenehme Spannung auf & man fiebert richtig mit. Vor allem weil auch einige brisante Überraschungen ans Tageslicht kommen, mit denen ich so nicht gerechnet habe.

Das Buchcover mit dem Eisberg finde ich sehr passen, denn genau so ist die Geschichte. Sie verändert sich langsam und wirkt dadurch etwas unterkühlt, hat aber eine unerwartete Tiefe.

Fazit:
Eine Geschichte, die sich langsame verändert und dadurch etwas unterkühlt wirkt, aber eine unerwartete Tiefe hat. Ich bin schon sehr gespannt auf Band 2 der auch bereits bei mir eingezogen ist. Das Netz bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir von NetGalley und dem Dumont Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

Bezaubernd, herzerwärmend und witzig

Pandatage
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Kurzbeschreibung / Klappentext:
Lustiger und zu Herzen gehender als alles, was Sie bisher gelesen haben.

Danny Maloony hat es schwer. Ein Glückspilz war er noch nie, aber seitdem seine Frau vor etwas ...

Kurzbeschreibung / Klappentext:
Lustiger und zu Herzen gehender als alles, was Sie bisher gelesen haben.

Danny Maloony hat es schwer. Ein Glückspilz war er noch nie, aber seitdem seine Frau vor etwas mehr als einem Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, läuft gar nichts mehr glatt. Sein kleiner Sohn Will hat aufgehört zu sprechen, Danny verliert den Job, und als ihm auch noch sein Vermieter mit Rausschmiss droht, kauft er von seinem letzten Geld ein Pandakostüm, um als Tanzbär Geld zu verdienen. Doch tanzen kann er leider auch nicht ...

Ein Panda steht für Frieden und Freundschaft, aber so weit denkt Danny nicht. Das Kostüm ist ein Ladenhüter und billig, deshalb muss es als Verkleidung herhalten. Ein neuer Straßenkünstler ist geboren. Anfangs macht sich Danny vor allen Dingen lächerlich, aber als sich die Pole-Tänzerin Krystal seiner erbarmt und ihm Tanznachhilfe gibt, klingelt die Kasse so leidlich. Als Pandabär verkleidet beobachtet Danny eines Tages, wie sein kleiner Sohn Will von anderen Jungen schikaniert wird, und schreitet ein. Will fasst Vertrauen in den vermeintlich fremden Panda. Und er spricht. Ein Roman voller Situationskomik, der rührend und saukomisch zugleich eine der liebenswertesten Vater-Sohn-Beziehungen in der Literatur beschreibt. Wer »About a Boy« mochte, wird dieses Buch lieben.

Meine Meinung:
Die Geschichte von Danny und Will ist einfach nur bezaubernd, herzerwärmend und dabei auch noch super witzig. Selten hat es eine Geschichte geschafft mich gleichermaßen zu Tränen zu rühren und vor Lachen weinen zu lassen.

Ich kann gar nicht genau sagen was mich mehr verzaubert hat, die Vielzahl an tollen Charakteren die einfach wunderbar authentisch oder einfach herrlich unperfekt sind. Da wäre z.B. der Musiker Tim mit seiner Katze Milton der Danny mit Rat und Tat zur Seite steht oder der Kollege Ivan den man eher für einen Schläger als einen passionierten Bäcker halten würde. Aber auch die Tänzerin Krystal mit ihrer derben Art und einem Herzen aus Gold.

Vielleicht war es aber auch einfach die schlichte & bezaubernde Art auf die die Geschichte eines alleinerziehenden Papas erzählt wird, der alles menschenmögliche versucht um für sein Sohn ein guter Vater zu sein.

Fazit:
Eine Geschichte die es absolut verdient gelesen zu werden, weil sie einfach unglaublich schön ist. Sie bringt einen zum Lachen, zum Weinen und bewegt. Von mir gibt’s voll verdiente 5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir von NetGalley und dem Kiepenheuer & Witsch Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere