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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2025

Ein zuckersüßes Buch mit wunderschönen Illustrationen und tollem Text von Elena Huger

Lotte entdeckt Weihnachten
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Das Schaf Lotte folgt Joseph und Maria unauffällig auf ihrer Reise nach Bethlehem und ist live bei Jesu Geburt dabei. Dabei spürt es, dass dieses Kind etwas ganz Besonderes ist.
Mein Lieblingszitat: „Das ...

Das Schaf Lotte folgt Joseph und Maria unauffällig auf ihrer Reise nach Bethlehem und ist live bei Jesu Geburt dabei. Dabei spürt es, dass dieses Kind etwas ganz Besonderes ist.
Mein Lieblingszitat: „Das Baby macht seinen ersten Schrei und dann blickt es Lotte ganz lieb und freundlich an. Lotte spürt: Es wird ganz warm in ihrem Bauch und in ihrem Herzen.
Der gesamte Text ist total niedlich geschrieben und trotzdem werden zentrale Elemente der Weihnachtsgeschichte aufgegriffen.
Zeichnerisch besonders gut gelungen finde ich die Szene mit den Engeln auf dem Feld. Diese wirkt in anderen Kinderbüchern/-bibeln manchmal etwas unheimlich, hier ist sie jedoch trotz dunklem Hintergrund sehr freundlich und kleinkindgerecht gestaltet.  
Es lohnt sich, genauer hinzusehen: auf jeder Doppelseite versteckt sich ein kleiner Igel. Kinder lieben Details und auch mir als Mama hat es viel Freude gemacht, nach dem Igel zu suchen, der geschickt versteckt wurde.
Ich bin komplett begeistert von diesem bildschönen und wertvollen Kinderbuch! 
Ein wundervolles Geschenk zu Weihnachten für Patenkinder, Enkelkinder oder die eigenen Kinder.  

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Hurtigruten-Charme und Jules spannende Reise auf den Spuren von ihrem Großvater

Das Polarlichtcafé
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Jule wandelt auf den Spuren ihres Großvaters und auf zwei Zeitebenen werden ihre Geschichten erzählt. Total angenehm zu lesen, in einem gemütlichen Erzähltempo und in einer sympathischen Art geschrieben. ...

Jule wandelt auf den Spuren ihres Großvaters und auf zwei Zeitebenen werden ihre Geschichten erzählt. Total angenehm zu lesen, in einem gemütlichen Erzähltempo und in einer sympathischen Art geschrieben. Die Gespräche zwischen Jule und ihrem Vater fand ich zum Beispiel sehr angenehm und authentisch.
Das Buch steckt voller historischer Details, die den positiven Nebeneffekt haben, dass man gleich noch etwas dazulernt. Etwas wunderlich fand ich, dass die eine Norwegerin (Janne) in einem Brief an die andere Norwegerin (Borghild) erklärt, was genau Norwegens größte Tageszeitung ist, denn das weiß doch sicherlich fast jeder Bewohner des Landes. Abgesehen von diesem Mini-Detail fand ich die Briefe, Geschichten, Blog-Einträge, Gespräche etc (übrigens eine sehr auflockernde und schöne Kombination) sehr authentisch und stimmig.

Das Cover fängt die beeindruckende norwegische Landschaft ein — gefällt mir persönlich allerdings nicht so gut, da für meinen Geschmack mit dem glitzernden Wasser zu kitschig gehalten ist. Mir fehlt das Raue. Das ist jedoch nahezu mein einziger Kritikpunkt.

Insgesamt ist das Polarlicht Café sehr schön zu lesen (ich hatte das Buch innerhalb von wenigen Tagen durch, was bei mir in meinem momentan recht vollen Alltag eher ungewöhnlich ist).

Fazit: Klare Empfehlung für alle, die auf der Suche nach leichter angenehmer Lektüre sind, die einen dennoch nicht langweilt.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Scheinbare Idylle im alten Land, die sich als sehr konfliktgeladen entpuppt

Apfelzeit am Deich
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Das Cover ist sehr einladend, man würde gern in einen der knackigen Äpfel beißen. Es ist zwar zu sehen, dass die einzelnen Bildelemente zusammenmontiert sind, aber das stört nicht weiter.

Die Geschichte ...

Das Cover ist sehr einladend, man würde gern in einen der knackigen Äpfel beißen. Es ist zwar zu sehen, dass die einzelnen Bildelemente zusammenmontiert sind, aber das stört nicht weiter.

Die Geschichte startet mit kleineren und größeren Konflikten und
springt in der Ich-Erzählperspektive zwischen drei Protagonisten aus drei verschiedenen Generationen: Papa Hauke, Tochter Merle und Oma Grete.

Die gesamte Geschichte ist überschattet von Spannungen innerhalb der Familie, man findet den Gegensatz von der früheren scheinbar sehr heilen Welt und aktuellen Krisen. Beim Lesen dachte ich, was für nordische Sturköppe — diese Sturheit hat die Autorin sehr authentisch wiedergegeben.
Gerade die Anfangsszenen haben bei mir direkt Dankbarkeit für mein eigenes (doch relativ idyllisches) Leben geweckt.

Die Gegensätze zwischen der eleganten Flugbegleiterin Merle und ihrem eher lockeren Bruder Paul und seinen Freunden schienen mir teilweise sehr überspitzt dargestellt. Im Laufe der Geschichte gewinnt die Protagonistin Merle zunehmend an Lockerheit, dennoch war mir der Charakter insgesamt recht flach dargestellt. Gegen Ende lösen sich die Spannungen etwas, doch gibt es viele plötzliche Sprünge, bei denen ich manchmal nicht so recht hinterherkam.

Richtig gut gefällt mir der Sprachgebrauch/ die Wortwahl — als Kind der Lüneburger Heide, das mittlerweile woanders wohnt, fühle ich mich abgeholt und es weckt Heimatgefühle in mir.

Zum Lesefluss: „Apfelzeit am Deich“ ist sehr leicht zu lesen, die perfekte Lektüre für eine Zugfahrt oder einen Abend, an dem man eigentlich schon müde ist.

Das Ende hat mich doch sehr überrascht und ich bin gespannt auf die Fortsetzung, habe bereits gehört, dass es bald Teil 2 geben soll?!

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Eine abenteuerliche Reise und spannende Charakterentwicklung

Halt in der Brandung
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Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, allein schon, da es in meiner Heimat, der Lüneburger Heide, spielt. Diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht und ich habe besonders im Anfangsteil einige spannende ...

Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, allein schon, da es in meiner Heimat, der Lüneburger Heide, spielt. Diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht und ich habe besonders im Anfangsteil einige spannende geschichtliche Dinge über die umliegenden Orte (wie z.B. Hermannsburg und die dortige Missionsstation rund um das Jahr 1853 und folgende) gelernt.

Die Protagonistin Emilie begibt sich aufgrund von ungünstigen familiären Ereignissen auf eine lange Reise, sie macht auf dieser eine erstaunliche positive Entwicklung durch und es macht große Freude, sie dabei zu begleiten.
Ganz neu entdeckt sie ihren Glauben an Gott, macht neue Bekanntschaften und hat unterwegs viele interessante Gespräche und auch Auseinandersetzungen mit ihren Mitreisenden.
Malerische Schilderungen der südafrikanischen Landschaft und spannende Einblicke in das Leben der damaligen Siedler runden das Ganze ab.

Das gefällt mir besonders gut: Das Buch hat sich für mich angefühlt, als begäbe ich mich selbst mit Emilie auf diese Reise. Es hat mir geholfen, den Luxus meines Alltags zu hinterfragen und mich darauf zu besinnen, was letztendlich wirklich zählt.

Das gefällt mir nicht so gut: Mir fehlten ein wenig die kritischen Stimmen zum Thema „Mission in Afrika“ und „anderen die eigene Kultur überstülpen“, das wurde mir ein wenig zu sehr glorifiziert. Da es jedoch ein Bericht aus der damaligen Zeit ist, gab es vielleicht früher diese kritischen Gedanken noch nicht. Jedenfalls hab ich mir diese als Leserin gemacht. Dies ist mein einziger Kritikpunkt.

Ich kann das Buch allen empfehlen, die auf der Suche nach einer leichten, aber dennoch packenden Lektüre sind und die charakterliche Entwicklung einer jungen Adligen verfolgen möchten und über den eigenen Tellerrand hinausschauen möchten.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Auf den Spuren von Jesus Tag für Tag durch das Jahr

Folge mir nach.
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Das Cover dieses immerwährenden Andachtsbuches ist mit seiner blau-sandfarbenen Meereslandschaft und den Fußspuren im Sand recht neutral gehalten, sodass man es hoffentlich in ein paar Jahren immer noch ...

Das Cover dieses immerwährenden Andachtsbuches ist mit seiner blau-sandfarbenen Meereslandschaft und den Fußspuren im Sand recht neutral gehalten, sodass man es hoffentlich in ein paar Jahren immer noch zur Hand nimmt ohne dass es optisch aus der Mode gekommen ist.
Pro Tag gibt es eine einfache Seite, auf der ein Bibelvers abgedruckt ist (sodass man ihn, gerade wenn man es eilig hat, nicht erst nachschlagen muss) und einige Gedanken zu der Bibelstelle. Hierbei kommen verschiedene Autoren (mit teilweise recht unterschiedlichen Hintergründen) zu Wort. Dies erhält die Spannung aufrecht, da nicht jede Andacht jeden Tag aus der gleichen Feder stammt — ähnlich wie man manchmal kaum noch dem eigenen Pastor zuhören kann, den man zwar echt gut findet, aber wo man bei mancher Predigt nicht mehr aufmerksam sein kann, weil man sich so sehr an den Stil und die Wortwahl gewöhnt hat. Das Andachtsbuch bricht dies auf angenehme Art und Weise auf.

Das gefällt mir richtig gut: Es gibt eine spannende kurze Vorstellung von alle Autoren im letzten Teil des Buches, dies hilft bei der Einordnung der geschriebenen Andachtstexte. Weiterhin findet man im Anhang Informationen zur Auswahl und Anordnung der JesusWorte, eine Übersicht der Genres im Jahresverlauf und einen 4-seitigen Einblick vom Herausgeber Sebastian Wickel, wie sich Jesu Lehren bündeln lassen. Besonders letzteren fand ich sehr aufschlüssig und hilfreich. Weit mehr als ich von einem „einfachen Andachtsbuch“ erwartet hätte.

Das gefällt mir nicht so gut: Teilweise sind mit die Texte etwas zu (hinter-)fragend und mit zu wenig Tiefgang verfasst — andererseits war ich froh darüber, dass eine Tagesandacht eine Buchseite nicht überschreitet, damit ich es in meinen vollen Alltag packen kann. Das Buch liegt bei uns an einem eher „unheiligen Ort“, dem Badezimmer, und da reicht eine morgendliche Zahnputzrunde um die Gedanken für den jeweiligen Tag aufzunehmen.

Fazit: Wer ein immerwährendes Andachtsbuch mit kurzen Impulsen für jeden Tag sucht, und Jesus besser kennenlernen möchte, ist mit „Folge mir nach“ bestens ausgestattet.

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