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Veröffentlicht am 08.03.2026

Spannung bis zum Ende à la Tess Gerritsen

Die Sommergäste
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Sommer 1972: Ein bisher unauffälliger Einwohner von Purity tötet scheinbar grundlos 4 Menschen. 50 Jahre später: Als die Sommergäste wie jedes Jahr den Sommer in ihren Ferienhäusern am Maiden Pond verbringen, ...

Sommer 1972: Ein bisher unauffälliger Einwohner von Purity tötet scheinbar grundlos 4 Menschen. 50 Jahre später: Als die Sommergäste wie jedes Jahr den Sommer in ihren Ferienhäusern am Maiden Pond verbringen, verschwindet plötzlich ein junges Mädchen. Die örtliche Polizei ist überfordert, also versucht der Martini-Club den Fall zu lösen. Der Martini-Club, das sind 4 ehemalige Spione, die nun ihren Lebensabend im beschaulichen Maine verbringen möchten. Können Sie einen Zusammenhang zwischen dem damaligen Vorfall und dem aktuellen Verschwinden des Mädchens aufdecken?

Tess Gerritsen ist bekannt für ihre Thriller, die bis zum fulminanten Ende an Spannung zulegen und durchweg schlaflose Nächte bescheren. „Die Sommergäste“ ist nun das 2.Buch vom Martini-Club und wieder einmal war ich nicht nur von der Spannung der Geschichte, sondern auch von den 4 ehemaligen Spionen absolut gefesselt. Diese 4 Senioren haben mich durch ihren Scharfsinn und auch ihre ironischen Kommentare begeistert. Die örtliche Polizistin hat mir doch zuweilen etwas leidgetan, wenn ihr immer wieder die hohe Effizienz der ermittlerischen Fähigkeiten des Martini-Clubs vor Augen geführt wurde. Und wie auch bei allen anderen Thrillern von Tess Gerritsen verdächtigt man jeden, der in der Geschichte vorkommt und liegt am Ende dann doch wieder falsch. Einfach genial!


Fazit
Von mir gibt es eine klare 5-Sterne-Bewertung und den Wunsch, dass diese grandiose Autorin hoffentlich schon bald mit dem nächsten Buch über den Martini-Club aufwartet.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Tollpatschiges Alpaka trifft auf Urururenkelin von Dr. Frankenstein

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!
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Penelope Frankenstein ist die Urururenkelin von Dr. Frankenstein, lebt in einem Schloss und will unbedingt Erfinderin werden. Nach zahlreichen missglückten Erfindungen gelingt es ihr, ein totes Alpaka ...

Penelope Frankenstein ist die Urururenkelin von Dr. Frankenstein, lebt in einem Schloss und will unbedingt Erfinderin werden. Nach zahlreichen missglückten Erfindungen gelingt es ihr, ein totes Alpaka wiederzubeleben, allerdings mit dem Nebeneffekt, dass dieses plötzlich ununterbrochen zu quatschen anfängt. Penelopes Eltern sind wenig begeistert von diesem etwas ungewöhnlichen Familienzuwachs, zumal das tollpatschige Alpaka die Familie in ein absolutes Chaos stürzt.

„Little Miss Frankenstein“ ist ein amüsantes Kinderbuch ab 10 Jahren, welches aus meiner Sicht natürlich schon früher gelesen werden kann. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, und die Geschichte birgt so manche amüsante Wendung, die den jungen Leser ein ums andere Mal loslachen lässt.
Zwischendrin gibt es immer mal einzelne Seiten aus dem Experimentier-Tagebuch, in welchem Penelope ihre misslungenen Erfindungen festgehalten hat.
Aus meiner Sicht ist dieses Buch definitiv lohnenswert zu lesen, da es neben der sehr lustigen Geschichte mit dem tollpatschigen Alpaka auch die Botschaft vermittelt, dass man seinen Träumen folgen soll, sich nicht für andere verbiegen muss und außerdem vieles im Leben mit mehr Humor nehmen sollte.
Als einzigen Kritikpunkt würde ich nennen, dass es für meinen Geschmack zu wenig Illustrationen in dem Buch gab. Viele Situationen sind sehr lustig beschrieben und hätte entsprechend genial illustriert werden können.

Von mir gibt es somit hier eine klare Leseempfehlung mit 4 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Ein geheimes Buch, so wertvoll, dass es ein Schloss retten könnte!

Die geheime Weihnachtsbibliothek
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Mirren hat den Auftrag, in einem schottischen Schloss ein geheimes Buch zu finden, welches so wertvoll ist, dass es die Existenz des leider heruntergekommenen Schlosses retten könnte. Allerdings ist sie ...

Mirren hat den Auftrag, in einem schottischen Schloss ein geheimes Buch zu finden, welches so wertvoll ist, dass es die Existenz des leider heruntergekommenen Schlosses retten könnte. Allerdings ist sie sich nicht bewusst, dass dieses Schloss komplett mit Büchern vollgestopft ist und sich die Suche nach dem Buch als schwieriger als gedacht erweist. Zudem muss sich Mirren auch noch bei einem herannahenden Schneesturm mit ihrem arroganten Exfreund und den hoffnungslosen Schlossbewohnern auseinandersetzen.

Jenny Colgan ist bekannt für ihre Feel-Good-Romane, die einen beim Lesen die Welt um sich herum vergessen lassen. Auch mit diesem Buch hat sie wieder einmal dieses Ziel erreicht. Sie beschreibt sehr anschaulich die Architektur des Schlosses und die Besonderheit, dass nahezu alle Räume mit Büchern vollgestopft sind. Ich war beim Lesen doch sehr neidisch auf die Protagonistin, da ich mir dieses Schloss auch sehr gern angesehen hätte. Auch alles Szenen, die außerhalb des Schlosses spielen, sind dermaßen authentisch beschrieben, dass ich oft das Gefühl hatte, direkt jetzt dort zu sein und alles mit meinen eigenen Augen zu sehen und auch zu fühlen.

Die Geschichte ist eine Mischung aus der Suche nach dem geheimnisvollen Buch, bei der wie bei einer Schnitzeljagd immer wieder neue Hinweise entdeckt werden, und natürlich einer Romanze, welche bei Jenny Colgan nicht fehlen darf. Im Gegensatz zu ihren bisherigen Büchern plätschert also die Geschichte diesmal nicht einfach so dahin, sondern es gibt einen konstanten Spannungsbogen, da man als Leser versucht, die entdeckten Hinweise zu entschlüsseln und hofft, dass Mirren und die übrigen Anwesenden die Rätsel lösen können.
Besonders gut haben mir die Dialoge zwischen den Protagonisten gefallen. Sie sind nahezu durchweg ironisch und sarkastisch und haben mich ein ums andere Mal loslachen lassen.

Dies ist also wieder einmal ein Buch von Jenny Colgan, das man unbedingt gelesen haben sollte, weil ihre Bücher einfach so extrem guttun.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Dieses Buch darf in keinem Bücherregal fehlen!

Sagst du mir, was Freundschaft ist?
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Worum geht`s?
Der Hase ist verwirrt und fragt sich, was denn Freundschaft eigentlich ist. Alle Tiere im Wald und am Bach helfen ihm, und erklären ihm, was Freundschaft für sie bedeutet. Jeder hat eine ...

Worum geht`s?
Der Hase ist verwirrt und fragt sich, was denn Freundschaft eigentlich ist. Alle Tiere im Wald und am Bach helfen ihm, und erklären ihm, was Freundschaft für sie bedeutet. Jeder hat eine andere Definition, aber am Ende passen alle perfekt zum Hasen und seinem Freund, dem Igel.


Meine Meinung
„Sagst du mir, was Freundschaft ist?“ wurde von dem bekannten Kinderbuchautor Michael Engler geschrieben und von der ebenso bekannten Illustratorin Joelle Tourlonias illustriert. Wir haben schon zahlreiche Bücher aus dieser Reihe über die Freunde Hase und Igel gelesen, vorgelesen und angeschaut und sind jedesmal absolut begeistert.
Es gibt kurze Textabschnitte, die einfach zu lesen und für die empfohlene Altersgruppe ab 4 Jahren leicht zu verstehen sind. Die Wortwahl ist auch sehr passend, wie z.B. „Gedankendurcheinander-Tag“, da sich Kinder ja gern Wörter ausdenken, um bestimmte Situationen zu beschreiben.
Zudem gibt es sehr detaillierte, herzallerliebste Bilder von den Tieren am Bach, im Wald, an der Höhle und überall, wo Hase und Igel gerade sind, sodass man beim Betrachten immer wieder neue Details entdecken kann.
In dem Buch werden von den Tieren zahlreiche verschieden Erklärungen genannt, was Freundschaft für sie bedeutet. Gerade diese Vielschichtigkeit finde ich sehr gut, da Kindern damit gezeigt wird, dass es ganz viele Kleinigkeiten gibt, die eine Freundschaft ausmachen, und dass es halt bei jedem anders ist.

Fazit
Aus meiner Sicht ist dies ein Buch, das in keinem Bücherregal fehlen sollte und das man jeden Abend immer und immer wieder vorlesen kann.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Fesselnder historischer Roman!

Das Haus in Charlottenburg
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Zur Jahrhundertwende 1800/1900 war die Wohnungsnot extrem, Vermieter handelten willkürlich und die Obrigkeit stand auf der Seite der Reichen und Adligen. Elise Zeuthen schlägt sich in dieser schwierigen ...

Zur Jahrhundertwende 1800/1900 war die Wohnungsnot extrem, Vermieter handelten willkürlich und die Obrigkeit stand auf der Seite der Reichen und Adligen. Elise Zeuthen schlägt sich in dieser schwierigen Zeit als Schneiderin durch und lernt den ebenfalls um seine Existenz kämpfenden Architekten Johann Rubehn kennen und lieben. Sie träumen von einem genossenschaftlichen Haus ohne Abhängigkeit von der Willkür ihrer Vermieter. Doch es gibt leider Menschen aus der Oberschicht, die gegen Reformen sind und den beiden zahlreiche Steine in den Weg legen.

Für mich war es das erste Buch von Beate Sauer und ich weiß jetzt schon, dass es mit Sicherheit nicht das letzte gewesen sein wird.
Der Schreibstil ist super flüssig und die Geschichte ist zudem vollgepackt mit sehr gut recherchierten geschichtlichen Fakten aus dieser Zeit. Man fiebert beim Lesen nicht nur mit den beiden Liebenden mit, sondern lernt nebenbei auch noch allerhand über die Wohnungsverhältnisse zur damaligen Zeit, die verschiedenen Bezirke in Berlin, Transportmittel, medizinische Errungenschaften, politische Entwicklungen und die extremen Unterschiede zwischen Arm und Reich. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich beim Lesen eines historischen Romans so viel dazulernen würde. Und gleichzeitig war ich die ganze Zeit so gepackt von der Geschichte selbst, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit regelrecht inhaliert habe.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die nicht nur gern historische Romane zum Entspannen lesen, sondern gleichchzeitig auch noch etwas (ohne es zu merken) lernen wollen.

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