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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2026

Eher was für Kenner der japanischen Literatur

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki
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Im zweiten Teil der „Bücherliebe in Tokio“ hat Takako inzwischen einen Job, eine eigene Wohnung und einen Freund. Sie hilft aber nach wie vor in der Buchhandlung ihres Onkels aus und trifft somit auch ...

Im zweiten Teil der „Bücherliebe in Tokio“ hat Takako inzwischen einen Job, eine eigene Wohnung und einen Freund. Sie hilft aber nach wie vor in der Buchhandlung ihres Onkels aus und trifft somit auch weiterhin auf die teils sehr skurillen Stammkunden.Takako wird mit den üblichen Problemen einer jungen Frau konfrontiert und die Gespräche mit Onkel, Tante, Freundin und Bekannten helfen ihr, diese Probleme auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Ich hatte dieses Buch mit hohen Erwartungen gelesen, da der erste Teil als Bestseller galt (diesen kannte ich allerdings nicht). Umso enttäuschter war ich leider beim Lesen, da mich die Geschichte nicht wirklich mitgerissen hat. Vielleicht lag es einfach am japanischen Erzählstil, der mir insbesondere bei den Dialogen zu nüchtern und gefühllos erschien.
Vielleicht lag es außerdem daran, dass zahlreiche japanische Autoren und ihre Bücher erwähnt wurden, die eine Bedeutung für Takako oder ihren Onkel hatten, mir aber nicht bekannt waren.
Das Cover finde ich allerdings super toll und auch die Beschreibung dieses berühmten Bücherviertels hat mich als Bücherliebhaber doch absolut fasziniert.

Ich würde das Buch somit eher Kennern der japanischen Literatur empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Gelungener Thriller mit konstantem Spannungsbogen

Die Villa
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3 Jahre nach dem Junggesellinnenabschied in Spanien, bei dem tragischerweise die zukünftige Braut zu Tode kam, fahren ihre ehemaligen Brautjungfern erneut in die Villa nach Marbella, um herauszufinden, ...

3 Jahre nach dem Junggesellinnenabschied in Spanien, bei dem tragischerweise die zukünftige Braut zu Tode kam, fahren ihre ehemaligen Brautjungfern erneut in die Villa nach Marbella, um herauszufinden, was damals passiert ist. Dani, ihre Freundin aus Unizeiten, kann sich an nichts in dieser grauenvollen Nacht erinnern, und dennoch hat sie das Gefühl, dass mehr als nur ein brutaler Einbruch hinter dem Tod ihrer Freundin steckt. Was findet sie heraus, als ihre Erinnerung langsam zurückkehrt?

„Die Villa“ von Jess Ryder ist ein in meinen Augen gelungener Thriller mit konstantem Spannungsbogen. Die Geschehnisse werden abwechselnd aus den jeweiligen Perspektiven der 4 Brautjungfern erzählt, wobei sich auch hier Gegenwart und Vergangenheit abwechseln. Der Leser erhält somit immer wieder einzelne Puzzleteile präsentiert und versucht die Geschehnisse zusammenzusetzen. Dadurch wird sehr effektiv die Spannung konstant aufrechtgehalten. Und auch die Szenen in der Gegenwart veranlassen den Leser, neue Verdächtigungen in Betracht zu ziehen und die vorherigen über Bord zu werfen.
Die Spannung stieg natürlich zum Ende hin, als Dani nach und nach ihre Erinnerung an den damaligen Abend zurückerlangte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt habe ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen können.

Von mir gibt es somit hier eine klare Leseempfehlung mit 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Romantisch, spannend, herzzerreißend

Ein Geschenk zur Winterzeit
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Natashas 3-jährige Tochter Mabel verliert im Hotel ihr geliebtes Kuscheltier. Duffy, ein Rucksacktourist auf dem Weg nach Nepal, findet es, nimmt es mit auf seine Reise und schickt der kleinen Mabel regelmäßig ...

Natashas 3-jährige Tochter Mabel verliert im Hotel ihr geliebtes Kuscheltier. Duffy, ein Rucksacktourist auf dem Weg nach Nepal, findet es, nimmt es mit auf seine Reise und schickt der kleinen Mabel regelmäßig Nachrichten, welche Abenteuer ihr Kuscheltier gerade erlebt. Gleichzeitig hadert Natasha mit ihrem vermeintlich perfekten Leben und auch Duffy hat am anderen Ende der Welt eine schicksalshafte Last zu tragen.

Karen Swan ist bekannt für ihre immer sehr romantischen und schicksalsträchtigen Romane, bei denen man mitleidet, mitfiebert, mitfühlt und sich gleichzeitig super entspannt und einfach gut fühlt. Auch mit „Ein Geschenk zur Winterzeit“ hat sie genau das wieder geschafft. Ich habe mit Natasha, die zwar durch ihre Mutterrolle gestresst, aber dennoch nicht ausgefüllt ist, mitgefühlt. Genauso habe ich mit Duffy bei seiner Reise durch Nepal und den Schicksalsschlägen in der Vergangenheit mitgelitten. Und natürlich war ich hin und weg, wenn man zur rechten Zeit am rechten Ort ist, um die große Liebe kennenzulernen und es doch der falsche Zeitpunkt war und man vor der Entscheidung seines Lebens steht. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie ich wohl entschieden hätte und ich konnte es gar nicht erwarten, wie die Geschichte wohl ausgehen wird.

„Ein Geschenk zur Winterzeit“ eignet sich super, um es sich in der kalten Jahreszeit auf der Couch gemütlich zu machen, Kekse und Schokolade zu essen, heißen Tee zu trinken und sich von dieser wunderschönen Geschichte einlullen zu lassen.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Spannend bis zum Ende!

Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt
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Emilia ist eine erfolgreiche Thrillerautorin und auch privat sehr glücklich. Plötzlich häufen sich allerdings in ihrem Leben merkwürdige und besorgniserregende Ereignisse, die offensichtlich jemand aus ...

Emilia ist eine erfolgreiche Thrillerautorin und auch privat sehr glücklich. Plötzlich häufen sich allerdings in ihrem Leben merkwürdige und besorgniserregende Ereignisse, die offensichtlich jemand aus ihren Thrillern kopiert hat. Ist ihre Familie in Gefahr? Hat es jemand auf sie selbst abgesehen? Es kann aber nur jemand sein, der auch den noch nicht veröffentlichten aktuellen Teil ihrer Thrillerreihe gelesen hat, also jemand aus ihrem direkten Umfeld. Emilia ist sich schließlich nicht mehr sicher, wem sie noch trauen kann.

Das Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und zudem in unterschiedlichen Zeitsträngen erzählt, was mich teils etwas verwirrt hatte. Ich musste immer wieder nachschauen, wer denn nun gerade die Geschehnisse beschreibt oder ob es doch nur ein Teil aus Emilias Thriller ist.
Dennoch habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Für mich waren alle Personen in Emilias Umfeld von Anfang an verdächtig, und ich habe eifrig mitgefiebert, wie sich das Ende entwickeln würde.

Claire Douglas bleibt auch mit diesem Thriller zuverlässig ihrem hohen Spannungsniveau treu und liefert wie immer ein Lesevergnügen der besonderen Art. An Schlaf ist bei dieser Lektüre wieder einmal nicht zu denken.

Trotz der leicht verwirrenden wechselnden Perspektiven gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!


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Veröffentlicht am 29.12.2025

Die Macht der Worte kann so vieles bezwecken...auch verzaubern!

Die Goldene Schreibmaschine
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Der erste Kinder-/Jugendroman von Carsten Henn und bereits ein absolutes „Muss“.

Emily Paper findet in der wunderschönen Anna-Amalia-Bibliothek eine versteckte Bibliothek mit allen Büchern, die bisher ...

Der erste Kinder-/Jugendroman von Carsten Henn und bereits ein absolutes „Muss“.

Emily Paper findet in der wunderschönen Anna-Amalia-Bibliothek eine versteckte Bibliothek mit allen Büchern, die bisher geschrieben wurden, und einer goldenen Schreibmaschine. Mit dieser Schreibmaschine kann sie nicht nur die Geschehnisse in den Büchern verändern, sondern auch im wirklichen Leben. Doch leider ist auch ihr machtgieriger Lehrer Dr. Dresskau hinter dieses machtvolle Geheimnis gekommen und verändert nun die Welt zu seinen Gunsten. Kann Emily ihn aufhalten und das Glück ihrer Familie und Freunde retten?

Ich habe bereits andere Romane von Carsten Henn gelesen, die mich allesamt beeindruckt haben, allerdings ist „Die goldenen Schreibmaschine“ aus meiner Sicht sein absolutes Meisterwerk und zugleich eine Liebeserklärung an alle Bücher dieser Welt.

Mit der Protagonistin Emily konnte ich mich ausgesprochen gut identifizieren, da sie Bücher liebt und sich am wohlsten in der Bibliothek fühlt. Ich habe durchgehend mitgefiebert, was sie in den Büchern verändern wird und inwiefern das dann widerrum Auswirkungen auf ihr Leben haben wird. Besonders reif fand ich ihre Versuche, eine bessere Welt zu schaffen (weniger Zigarettenkonsum, weniger Fischfang, mehr Umweltschutz).
Auch die anderen Charaktere und der Rahmen der Geschichte sind Carsten Henn sehr gut gelungen, insbesondere da sie sehr deutlich die heutige Gesellschaft widerspiegeln (Eltern sind jobbedingt im Ausland, Oma geht arbeiten, Opa hat zunehmende Demenz, nichts ist wichtiger als wahre Freundschaft). Hut ab! Der Roman birgt so viele Hinweise, dass man ihn eigentlich mehrmals lesen müsste, um alles zu realisieren.
Die Dialoge sind auch herzerwärmend. Solch liebe Großeltern wünscht sich mit Sicherheit jedes Kind, und mir ist jedesmal das Herz aufgegangen, wenn sich Emily nachts mit ihrem Opa über ihre Problemchen ausgetauscht hat.

„Die goldene Schreibmaschine“ liest sich flüssig und leicht und hinterlässt dennoch einen prägenden Eindruck. Sie ist nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene geeignet und gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern, die ich immer und immer wieder lesen werde.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung mit 5 Sternen (wenn es ginge, würde ich mehr Sterne geben)!


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