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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2019

Vertrauen ist Vertrauenssache

Tote Asche
2

„Tote Asche“ von Patricia Walter ist ein Psychothriller der besonderen Art. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, da man immer wissen will wie es weitergeht. Die Protagonistin tut mir wahnsinnig leid, ...

„Tote Asche“ von Patricia Walter ist ein Psychothriller der besonderen Art. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, da man immer wissen will wie es weitergeht. Die Protagonistin tut mir wahnsinnig leid, aber das macht eben das Buch aus.
Kira Roth entdeckt in ihrer Wohnung eine Urne und einen Zettel. Auf dem Friedhof findet sie ihr eigenes Grab mit dem Todesdatum in fünf Tagen. Was ist los, hat sie eine Psychose? Leider weiß sie nicht wem sie sich anvertrauen kann. Ihr Bruder hat eigene Probleme und hält ihr vor sich sehr verändert zu haben. Ihre Freundin und ihr Liebe Felix sind beruflich sehr eingespannt und Kira will sie damit nicht belasten. Manuel, der Pfleger ihrer verstorbenen Mutter, ist für Kira da und unterstütz sie. Sie suchen gemeinsam nach der Wahrheit. Können sie diese verkraften.
Sehr spannend und mit vielen gelegten Fährten ist das Ende fast unvorstellbar. Ein Thriller, der sehr lesens- und empfehlenswert ist.

Veröffentlicht am 10.07.2019

Mord am Strand

Comisario Benitez und der Mord am Strand
1

„Comisario Benitez und der Mord am Strand“ von Inez Velazquez ist ein Spanien-Krimi der die schönen Strände des Küstenorts Marbella und Umgebung mit in das Geschehen einbindet. Eine Ermittlung die zur ...

„Comisario Benitez und der Mord am Strand“ von Inez Velazquez ist ein Spanien-Krimi der die schönen Strände des Küstenorts Marbella und Umgebung mit in das Geschehen einbindet. Eine Ermittlung die zur Familienangelegenheit wird und ein Kommissar, der mit kühlen Kopf die Ermittlungen vorantreibt.
Comisario Pablo Benitez soll einen Mord am Strand aufklären, in dem sein Neffe scheinbar verwickelt ist. Die Familie erwartet die Rettung des Neffen, Pablos Chefin will den Mord geklärt wissen. Welches Motiv steckt hinter dem Mord? Und dann kommt es zu einem nächsten Opfer. Wie kann Pablo seinen Neffen aus der Sache heraushalten? Oder steckt er tiefer drin als gedacht?
Ein heiterer Krimi, der einem Lust auf Spanien macht und mit Humor und spanischer Arbeitsmoral einen Mordfall löst. Leider baut sich nicht ganz so viel Spannung auf, weshalb ich nur 4 Sterne vergeben kann. Empfehlenswertes Buch.

Veröffentlicht am 15.08.2017

Von der Eisprinzessin zur Romantikerin

Meeresblau & Mandelblüte
1

Elke Becker schreibt in ihrem Roman "Meeresblau und Firmenberaterin. Der Erfolg und ihr guter Ruf sorgen automatisch für Folgeaufträge und einem entsprechenden Leben im Wohlstand. Aber leider allein. Kein ...

Elke Becker schreibt in ihrem Roman "Meeresblau und Firmenberaterin. Der Erfolg und ihr guter Ruf sorgen automatisch für Folgeaufträge und einem entsprechenden Leben im Wohlstand. Aber leider allein. Kein Mann, keine Katze und die Eltern hinterlassen auch keinen familiären Eindruck. Sie bekommt ein kleines Hotel auf Mallorca vererbt, das nur unter bestimmten Voraussetzungen ihr Eigen wird. Das spornt sie an - sie zieht für ein Jahr nach Mallorca und will das Hotel renovieren; dieses ist aber der Lebensmittelpunkt von vier älteren Herrschaften, die ihr das Leben sehr schwer machen. Niklas, Sohn einer Bewohnerin, unterstützt sie bei ihrem Vorhaben. Er weiß aber auch, dass es in ihrer Kindheit eine Grauzone gab. Ein Reitunfall mit tödlichem Ausgang. das verdrängt Leonie aber im Laufe der Zeit quälen sie die Erinnerungen. Sie entwickelt sich zu einer engagierten Hotelbesitzerin, die in Niklas einen tollen Mann findet.
Ein spannender und prickelnder Roman, den ich nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 16.05.2017

Hut ab!

Depression abzugeben
1

Uwe Hauck beschreibt eine Lebensphase seines eigenen Lebens. Ehrlich und ohne Zensur. Manches ist so ehrlich, dass auch aus Sicht der Vergangenheit man als Nahestehender (zum Beispiel seine Frau) verschiedene ...

Uwe Hauck beschreibt eine Lebensphase seines eigenen Lebens. Ehrlich und ohne Zensur. Manches ist so ehrlich, dass auch aus Sicht der Vergangenheit man als Nahestehender (zum Beispiel seine Frau) verschiedene Situationen anzweifelt.

Nach einem, zum Glück, missglückten Selbstmordversuch und Einweisung in die geschlossen Abteilung der Psychiatrie gibt er Einblicke in die Gedankengänge die man als Betroffener hat. Nach wie vor der Todesgedanke, der zu Beginn ist oder die wachsame Frage der Betreuer und Ärzte "Wie geht es uns? - Noch Selbstmordgedanken?" nerven vom ersten Tag an. Misstrauen guckt um alle Ecken. Die Familie hat Verständnis aber auch Zweifel.

Über alle diese Erlebnisse berichtet Uwe Hauck aus seiner Sicht des Erlebten, aus Sicht Betroffener der anderen Seite und in Form der Familie, die sich nicht immer in die Situation hineinversetzen kann.

Nach der Betreuung in der geschlossenen "Klappse" wechselt er in die Tagesbetreuung. Das Programm in den Einrichtungen ist sehr ähnlich: Beschäftigung, Malen, Ergo- und Bewegungstherapie. Er muss wertgeschätzte Menschen zurück lassen aber lernt ebenso neue Patienten mit ähnlichen oder anderen Schicksalen kennen. Jeder Patient hat seine Geschichte und alle Mitbetroffenen helfen sich gegenseitig durch Verständnis, Zuhören und mitfühlen - besser als manche Therapie.

Er geht auf viele Themen speziell (Nebenwirkungen von Antidepressiva) ein, aber aus seiner Sicht. Er schreibt alles mit viel Witz und Würze. Eigentlich ist es ein Aufklärungswerk sowohl für Betroffene als auch zum Verständnis von Angehörigen.

Nach dem Abschluss der Tagesklinik lässt er sich auf "zu Hause" ein. Schwierig ohne Beschäftigung, ohne Gespräche der anderen Patienten, ohne Antrieb zu Bewegung. Der Alltag ist schwer. Er nimmt an einem befreienden Barcamp teil, bei dem er von seinen Erfahrungen aus der "Klappse" berichtet und schon positives Feedback erhält. Das war sicherlich der Ausschlag gebende Punkt die Krankheit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
In der fünfwöchigen Reha will er sich nochmal erholen - aber Panik und Angst fahren mit zur Reha und besuchen ihn auch.
Nach ca. einem Jahr Krankheit und Therapie kommt der Einstieg ins Berufsleben - viel zu schnell.

Ich kann Uwe Hauck zu diesem Buch nur gratulieren, er spricht viele Punkte an die akzeptiert werden müssen von der Gesellschaft. es war ein Kampf ums eigene Ich und den hat er mit Bravur bestanden.
Super Buch. Sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Fesseln der Vergangenheit

Kinderspiel - Die Fesseln der Vergangenheit
0

„Kinderspiel – Die Fesseln der Vergangenheit“ von Michael Seitz ist ein Thriller, der es in sich hat. Zu Beginn habe ich den Eindruck man springt durch viele Zeiten und Epochen und es werden immer mehr ...

„Kinderspiel – Die Fesseln der Vergangenheit“ von Michael Seitz ist ein Thriller, der es in sich hat. Zu Beginn habe ich den Eindruck man springt durch viele Zeiten und Epochen und es werden immer mehr Protagonisten, aber je mehr man sich in das Buch einliest, um so mehr versteht man die Hintergründe und Ausflüge in die Vergangenheit.
Eine ungeklärter Mordfall, der viele Jahre zurück liegt, beschäftigt Tobi, der als Profiler in die Heimat zurückkehrt. Er wohnt bei einer befreundeten Familie, die sich sehr über seine Rückkehr freut. Dann verschwindet die Tochter des befreundeten Paares und die Vergangenheit holt Tobi wieder ein. Der Chefinspektor Horvath und Tobi versuchen alles, um das Mädchen zu finden, dabei drehen sie jeden Stein der Vergangenheit um und können kaum fassen was sie herausfinden.
Ein spannender und sehr anspruchsvoller Thriller, den ich gerne mit 4 Sternen weiterempfehlen kann.