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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2017

Von der Eisprinzessin zur Romantikerin

Meeresblau & Mandelblüte
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Elke Becker schreibt in ihrem Roman "Meeresblau und Firmenberaterin. Der Erfolg und ihr guter Ruf sorgen automatisch für Folgeaufträge und einem entsprechenden Leben im Wohlstand. Aber leider allein. Kein ...

Elke Becker schreibt in ihrem Roman "Meeresblau und Firmenberaterin. Der Erfolg und ihr guter Ruf sorgen automatisch für Folgeaufträge und einem entsprechenden Leben im Wohlstand. Aber leider allein. Kein Mann, keine Katze und die Eltern hinterlassen auch keinen familiären Eindruck. Sie bekommt ein kleines Hotel auf Mallorca vererbt, das nur unter bestimmten Voraussetzungen ihr Eigen wird. Das spornt sie an - sie zieht für ein Jahr nach Mallorca und will das Hotel renovieren; dieses ist aber der Lebensmittelpunkt von vier älteren Herrschaften, die ihr das Leben sehr schwer machen. Niklas, Sohn einer Bewohnerin, unterstützt sie bei ihrem Vorhaben. Er weiß aber auch, dass es in ihrer Kindheit eine Grauzone gab. Ein Reitunfall mit tödlichem Ausgang. das verdrängt Leonie aber im Laufe der Zeit quälen sie die Erinnerungen. Sie entwickelt sich zu einer engagierten Hotelbesitzerin, die in Niklas einen tollen Mann findet.
Ein spannender und prickelnder Roman, den ich nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 16.05.2017

Hut ab!

Depression abzugeben
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Uwe Hauck beschreibt eine Lebensphase seines eigenen Lebens. Ehrlich und ohne Zensur. Manches ist so ehrlich, dass auch aus Sicht der Vergangenheit man als Nahestehender (zum Beispiel seine Frau) verschiedene ...

Uwe Hauck beschreibt eine Lebensphase seines eigenen Lebens. Ehrlich und ohne Zensur. Manches ist so ehrlich, dass auch aus Sicht der Vergangenheit man als Nahestehender (zum Beispiel seine Frau) verschiedene Situationen anzweifelt.

Nach einem, zum Glück, missglückten Selbstmordversuch und Einweisung in die geschlossen Abteilung der Psychiatrie gibt er Einblicke in die Gedankengänge die man als Betroffener hat. Nach wie vor der Todesgedanke, der zu Beginn ist oder die wachsame Frage der Betreuer und Ärzte "Wie geht es uns? - Noch Selbstmordgedanken?" nerven vom ersten Tag an. Misstrauen guckt um alle Ecken. Die Familie hat Verständnis aber auch Zweifel.

Über alle diese Erlebnisse berichtet Uwe Hauck aus seiner Sicht des Erlebten, aus Sicht Betroffener der anderen Seite und in Form der Familie, die sich nicht immer in die Situation hineinversetzen kann.

Nach der Betreuung in der geschlossenen "Klappse" wechselt er in die Tagesbetreuung. Das Programm in den Einrichtungen ist sehr ähnlich: Beschäftigung, Malen, Ergo- und Bewegungstherapie. Er muss wertgeschätzte Menschen zurück lassen aber lernt ebenso neue Patienten mit ähnlichen oder anderen Schicksalen kennen. Jeder Patient hat seine Geschichte und alle Mitbetroffenen helfen sich gegenseitig durch Verständnis, Zuhören und mitfühlen - besser als manche Therapie.

Er geht auf viele Themen speziell (Nebenwirkungen von Antidepressiva) ein, aber aus seiner Sicht. Er schreibt alles mit viel Witz und Würze. Eigentlich ist es ein Aufklärungswerk sowohl für Betroffene als auch zum Verständnis von Angehörigen.

Nach dem Abschluss der Tagesklinik lässt er sich auf "zu Hause" ein. Schwierig ohne Beschäftigung, ohne Gespräche der anderen Patienten, ohne Antrieb zu Bewegung. Der Alltag ist schwer. Er nimmt an einem befreienden Barcamp teil, bei dem er von seinen Erfahrungen aus der "Klappse" berichtet und schon positives Feedback erhält. Das war sicherlich der Ausschlag gebende Punkt die Krankheit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
In der fünfwöchigen Reha will er sich nochmal erholen - aber Panik und Angst fahren mit zur Reha und besuchen ihn auch.
Nach ca. einem Jahr Krankheit und Therapie kommt der Einstieg ins Berufsleben - viel zu schnell.

Ich kann Uwe Hauck zu diesem Buch nur gratulieren, er spricht viele Punkte an die akzeptiert werden müssen von der Gesellschaft. es war ein Kampf ums eigene Ich und den hat er mit Bravur bestanden.
Super Buch. Sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Die duftende Hausapotheke

Aromatherapie für Kinder
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Der Ratgeber „Aromatherapie für Kinder“ geschrieben von Sabrina Herber und Eliane Zimmermann ist ein mit viel Liebe gestaltetes Buch, das Einblicke in die Anwendung verschiedener Aromen gibt, eine ausführliche ...

Der Ratgeber „Aromatherapie für Kinder“ geschrieben von Sabrina Herber und Eliane Zimmermann ist ein mit viel Liebe gestaltetes Buch, das Einblicke in die Anwendung verschiedener Aromen gibt, eine ausführliche aber einfache Beschreibung der Herstellung der ätherischen Öle in Abhängigkeit zum Alter der Kinder bietet. Jede Heilpflanze, die Basis-Öle, Wirkstofföle und Hydrolate werden beschrieben und die Wirkungsweise übersichtlich dargestellt. Praktische Dosierkärtchen oder die Aroma Grundausstattung werden als Praxistipps extra aufgeführt. Auch die Bezugsquellen für Öle, Hydrolate, Cremedosen oder Sprühflaschen sind im Anhang zu finden.
Ein sehr schönes und praxisnahes Buch, das einen einlädt über unsere Natur nachzudenken als immer gleich die Chemiekeule schwingt. Sehr übersichtlicher und zu empfehlenswerter Ratgeber.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Schnitzeljagd II

Leo und die Abenteuermaschine / Leo und die Abenteuermaschine Folge 8
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„Leo und die Abenteuermaschine 8“ von Matthias Arnold ist ein Hörspiel das Wissen ins Kinderzimmer bringt und auf kindgerechte Art und Weise erzählt.
Leo´s Reise durch die Zeit mit seiner Abenteuermaschine ...

„Leo und die Abenteuermaschine 8“ von Matthias Arnold ist ein Hörspiel das Wissen ins Kinderzimmer bringt und auf kindgerechte Art und Weise erzählt.
Leo´s Reise durch die Zeit mit seiner Abenteuermaschine geht weiter. Er landet bei der Piratenkapitänin Anne Bonny in der Karibik. Leo retten Anne bei einem Über Bord Manöver auf der Flucht vor dem Piratenjäger Kapitän Barnet. Dann gibt es noch eine halbe Karte zu einem Piratenschatz. Kann er Anne bei der Schatzsuche unterstützen?
Ein lehrreiches und spannendes Hörvergnügen mit verschiedenen Sprechern und passender Hintergrundvertonung.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Ben und Alex I

Wintermond
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„Wintermond“ von M. Hart ist ein Roman, der viele Facetten hat. Man taucht ein in die verschiedenen Welten der Protagonisten. Spannende Passagen, die in Richtung Krimi gehen und natürlich eine Liebesgeschichte ...

„Wintermond“ von M. Hart ist ein Roman, der viele Facetten hat. Man taucht ein in die verschiedenen Welten der Protagonisten. Spannende Passagen, die in Richtung Krimi gehen und natürlich eine Liebesgeschichte zwischen Männern, inklusive Coming-out. Eine interessante Geschichte, die manchmal etwas langwierig ist und zum Ende hin einige Wiederholungen zum Geschehen auffrischt.
Ben ist ein engagierter Student der Architektur, der bei Johannes Tannenberger ein Praktikum absolvieren darf. Alex ist Johannes` Sohn, der einiges aus der Vergangenheit aufzuarbeiten hat und Spielschulden gemacht hat. Jo sieht in Ben einen zukünftigen sehr gute Architekten und fördert sein Wissen entsprechen. Nur das Verhältnis zwischen Jo und Alex ist sehr kühl und Jo gibt Alex immer wieder zu verstehen, dass er den Erwartungen nicht entspricht. Alex ist oft sehr gereizt und mag Ben überhaupt nicht und lässt es ihn auch spüren. Ben hingegen ist von Alex fasziniert und mag diese dominante Art von Alex. Bald kommen sich beide näher und stellen fest, dass es doch Gefühle gibt, die bisher unbekannt waren.
Das Buch ist gut zu Lesen und greift viele interessante Themen auf. Gewöhnungsbedürftig und viel zu oft wurde von den Personen mit Umschreibungen wie – der Blonde – oder – der Dunkelhaarige – gesprochen. Die magische Kraft der Liebe wird aber sehr schön dem Leser vermittelt. Empfehlenswertes Buch.