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Veröffentlicht am 08.06.2022

Konnte mich nicht überzeugen

Darling Rose Gold
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Eins zu Beginn: Ich bin mit einer falschen Vorstellung an das Buch gegangen. Aufgrund des Klappentextes, den ich beim Lesen des Buches nicht nochmal gelesen habe, dachte ich es wäre eine grobe Nacherzählung ...

Eins zu Beginn: Ich bin mit einer falschen Vorstellung an das Buch gegangen. Aufgrund des Klappentextes, den ich beim Lesen des Buches nicht nochmal gelesen habe, dachte ich es wäre eine grobe Nacherzählung des bekannten Falls von Dee Dee und Gypsy Blanchard. Stephanie Wrobel hat sich bestimmt an dem Fall orientiert und die Geschichte von Patty und Rose Gold geschrieben. Sobald mir das bewusst war, konnte ich mich auf Darling Rose Gold einlassen.
Ich habe das Buch bei Bookbeat gehört, weshalb ich bei dieser Rezension auch auf das Hörbuch eingehe. Sabine Arnhold und Marie-Isabel Walke liehen Patty und Rose Gold ihre Stimmen. Beide haben einen guten Job gemacht, allerdings war ich nicht gänzlich zufrieden. Den Schreibstil, den ich durch das Hörbuch erahnen konnte, war geradelinig und fühlte sich an wie Weg ohne Kurven, Berge und Täler. Rückblickend kann ich gar nicht sagen, ob auch mal geschrieen wurde, da beide Sprecherinnen die wörtliche Rede ziemlich ruhig wiedergebracht haben. Ich erinner mich an eine Szene, wo am Ende der Aussage stand, dass dieser Satz geschrieen wurde und doch hat man diesen Satz ganz normal gelesen. Ich hätte mir mehr Elan gewünscht und mehr Tiefgang.
Wäre das der Fall gewesen, hätte mir Darling Rose Gold auch gesamt besser gefallen. Erst kurz vor der Hälfte habe ich den Zeitaufbau verstanden. Ich konnte weder mit Rose Gold noch mit Patty sympathisieren. Beide Frauen haben Fehler und steigern sich in ihre Wunschvorstellungen hinein und sehen sich in ihren Taten im Recht. Beim Lesen merkt man schnell, dass Stephanie Wrobel genau das beabsichtigt hatte. Man soll die beiden Protagonistinnen nicht mögen und genauso wenig soll man erkennen können, wer im Recht ist. War Rose Gold wirklich krank oder hat sich Patty in der Aufmerksamkeit der Nachbarn gesuhlt?

Darling Rose Gold konnte mich nicht überzeugen. Es gab Momente in der Geschichte, die mich anders hoffen ließen und nach einigen Minuten wieder zunichte gemacht wurden. So schön das Cover ist, mit dem Schmetterling in der Mitte und die reißenede Tapete aus der sich der Name drückt, so enttäuscht war ich von dem Werk.

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Ein gutes Debut

Die Spiegelreisende
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Die Verlobten des Winters ist der Reihenauftakt von Die Spiegelreisende, die insgesamt vier Bände umfasst. Das Debut von Christelle Dabos hat mich mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Ich bin mir nicht ...

Die Verlobten des Winters ist der Reihenauftakt von Die Spiegelreisende, die insgesamt vier Bände umfasst. Das Debut von Christelle Dabos hat mich mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Ich bin mir nicht sicher wie gut oder wie schlecht ich das Buch finden soll. Ich kann den Hype um Ophelias Geschichte gut verstehen, sehe allerdings auch die Punkte der negativen Dinge. Kommen wir zuerst zu den Sachen, die mir nicht gefallen haben. Vorrangehend die Charaktere, zu denen ich keine Verbindung aufbauen konnte. Als ich den Klappentext gelesen habe, war mir Ophelia direkt symphatisch. Ich erwartete eine Protagonistin, die nicht auf ihr Aussehen achtet und ihre Nase viel lieber hinter ihrem Schal versteckt, während sie Geschichten von Gegenständen erforscht. Im Grunde genommen, habe ich das auch bekommen, aber eine Bindung konnte ich trotzdem nicht zu ihr aufbauen. Viele Gedankengänge und Entscheidungen ihrerseits blieben schleierhaft und für mich nicht nachvollziehbar. Gleiches gilt für die anderen Charaktere der Geschichte. Die Beweggründe ihrer Taten, konnte ich nicht erkennen und wurde öfter ohne Erklärung zurück gelassen.

Apropos zurückgelassen: Die Idee, dass die Welt in verschiedene Archen augesprenkt wurde, finde ich nachwievor toll, ebenso die Tatsache dass jede Arche anscheinend ihre eigene Magie beherbergt. Aber auch das Weltenbild wird nur sporadisch bis gar nicht erklärt. Wie kam es zu der Lösung der Archen, war die Magie immer schon da?

Christelle Dabos' Schreibstil kann man als leicht bezeichnen. Man fliegt förmlich durch die 500 Seiten. Sie versteht es eine interessante Welt zu schaffen und ihren Leser:Innen immer wieder kleine Häppchen zu servieren, die ihre Geschichte interesannter machen.

Mit Die Verlobten des Winters hat sie auf jeden Fall ein tolles Debut hingelegt und weiß ihre Leser:Innen in den Bann zu ziehen. Trotz meiner negativen Punkte, möchte ich wissen wie die Reihe weiter geht. Viel mehr will ich andere Archen und Magiesysteme kennen lernen, weshalb ich an der Reihe dran bleiben werde.

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Veröffentlicht am 12.01.2022

Für Groß und Klein geeignet

Die Nelsons greifen nach den Sternen
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Erin Entrade Kelly überzeugt mit einem lockerem Schreibstil, der für Klein und Groß gleichermaßen Lesespaß mitbringt. Jedes der drei Kinder hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und man kann sich gut ...

Erin Entrade Kelly überzeugt mit einem lockerem Schreibstil, der für Klein und Groß gleichermaßen Lesespaß mitbringt. Jedes der drei Kinder hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und man kann sich gut in alle drei hineinversetzen. Was wenn man seinen Traumberuf nicht bekommt oder die Klasse doch wiederholen muss, sind Fragen die sich bestimmt viele von uns schon gestellt haben.
Eine wahre Tragödie als roten Faden in die Geschichte einzubringen hat mir ebenfalls gut gefallen. Ich glaube zwar nicht, dass die jüngere Generation weiß, dass der Absturz der Challenger damals wirklich passierte, doch dieses Wissen ist auch kein Muss.
Persönlich kann ich nicht sagen, ob das empfohlene Lesealter von 11 Jahren stimmig ist, da ich einige Szenen doch mehr für Ältere empfand.
Trotz allem hatte ich eine Menge Spaß beim lesen und lege Die Nelsons greifen nach den Sternen Groß und Klein ans Herz.

Die Nelsons greifen nach den Sternen beinhaltet drei Charaktere die unterschiedlicher und gleichzeitig nicht mehr gleicher sein könnten. Ich selbst bin Einzelkind, kann aber manche Gedankengänge der drei gut nachvollziehen.
Wie oben bereits erwähnt fand ich das Einbringen der Challenger gut. Ein schönes Buch, dem man einfach mal seine Aufmerksamkeit schenken sollte.

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Meine Jahresüberraschung 2021

Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern
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Cinder bringt eine Charakterstärke mit sich, die ich oft bei Protagonistinnen fehlt. Sie ist nicht frei von Fehlern und bringt eine Symphatie und Stärke mit sich, die mir sofort gefallen hat. Manchmal ...

Cinder bringt eine Charakterstärke mit sich, die ich oft bei Protagonistinnen fehlt. Sie ist nicht frei von Fehlern und bringt eine Symphatie und Stärke mit sich, die mir sofort gefallen hat. Manchmal habe ich durch ihre Taten allerdings vergessen, dass Cinder gerade einmal 16 Jahre und für ihr Alter ziemlich erwachsen ist.
Marissa Meyers Schreibstil hat mich von der ersten Seite an gefallen. Sie schreibt in klaren Worten ohne den heißen Brei auf den Teller zu werfen. Selbst Nebencharaktere bekommen eine klare Form, die sie nicht so leicht in Vergessenheit geraten lassen.
Die Geschichte um Cinderella wurde schon unzählige Male neu erzählt. Sei es in Filmen, Büchern oder Serien und so auch hier. Ein Grund, warum ich zu Wie Monde so silbern gegriffen, oder besser es von einer Freundin ausgeliehen habe, war die Tatsache dass das Genre Sci-Fi mir zugewungen hatte. Die Gründe, warum mir die Neuerzählung des bekannten Märchens gefielen, waren somit das Genre und nach dem Lesen die Tatsache, dass es nicht die typische armes Mädchen trifft Prinzen und heiratet ihn - Geschichte war.
Und somit kommen wir zum Punkt, warum ich so lange gezögert habe das Buch zu lesen. Der Klappentext. Als ich diesen gelesen habe, kam mir direkt eine typische Love Story in den Sinn. Mädchen ist eigentlich ganz cool, trifft dann auf den Prinzen und verliebt sich Hals über Kopf in diesen. Natürlich kann sie dann an gar nichts mehr denken, außer auf dem Ball mit ihm zu tanzen. Wieder einmal ein Beweis für mich, dass Klappentexte echt verwirrend sein und potenzielle Lesende abschrecken können.

Wie Monde so silbern ist ein Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht. Deswegen habe ich mir auch direkt das Bundle als e-Book besorgt und möchte die Reihe gerne in diesem Jahr beenden. Mit Marissa Meyer habe ich eine Autorin entdeckt von der ich gerne ein paar Bücher mehr lesen möchte, nachdem ich mich den Luna-Chroniken gewidmet habe.

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Veröffentlicht am 27.12.2021

Alles Liebe mit ein bisschen Zimtstaub

Soul Food
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Soul Food von Elizabeth Acevedo ist mir zuerst wegen seines schönen Covers ins Auge gesprungen. Die Geschichte rund ums Kochen und einer jungen Mutter, die ihrer Tochter eine gute Zukunft bieten will, ...

Soul Food von Elizabeth Acevedo ist mir zuerst wegen seines schönen Covers ins Auge gesprungen. Die Geschichte rund ums Kochen und einer jungen Mutter, die ihrer Tochter eine gute Zukunft bieten will, hat mich dazu gebracht es mit nach Hause zu nehmen.
Mit Emoni bekommen wir eine Protagonisten, die schon früh lernen musste für Andere da zu sein. Trotz der Hilfe ihrer Großmutter weiß Emoni, dass sie selbst für ihr Leben zuständig ist. Malachi weiß genau, was er nach der Highschool machen machen möchte und bringt einen Charakter mit, der humor-, liebevoll und ein bisschen von sich selbst überzeugt ist.
Elizabeths Schreibstil ist kurz, prägnant und passt wunderbar zum Erzählstil einer siebzehnjährigen, die mitten vor dem Tor des Erwachsenwerdens steht. Das Buch selbst ist in drei Abschnitte und einzelne Artikel unterteilt. Interessant fand ich die drei Rezepte, die alle drei Kapitel eingeleitet haben.
Leider hatte das Buch einige kleine Schwächen. Welche das sind, werde ich am Ende der Rezension näher erläutern, da diese eventuell Spoilern könnten. Natürlich ist diese Meinung absolut subjektiv und nur, weil es mir nicht gefallen hat, bedeutet dass nicht, dass es dir nicht gefällt.

Trotz der kleinen Schwächen hat mir Soul Food eine Menge Spaß bereitet. Emoni ist mir schnell ans Herz gewachsen und ist kein Charakter der in sich abgeschlossen ist. Sie hat ihre Ecken und Kanten, Momente wo ich sie am liebsten geschüttelt hätte und

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