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Lolalametta

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2020

Der Würfel entscheidet

Der Würfelmörder
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In Schweden hat die Mordkommission es nicht leicht, immer wieder geschehen rätselhafte Morde, die nicht miteinander in Zusammenhang zu stehen scheinen. Man lernt die Mitglieder der Abteilung, deren Familien ...

In Schweden hat die Mordkommission es nicht leicht, immer wieder geschehen rätselhafte Morde, die nicht miteinander in Zusammenhang zu stehen scheinen. Man lernt die Mitglieder der Abteilung, deren Familien und Probleme genauer kennen und kommt dabei den Tätern ebenfalls immer näher.

Die erste Hälfte des Buches konnte mich gar nicht überzeugen, es war einfach langweilig, zu viele Personen und Perspektivenwechsel auf einmal. Das verwirrt ziemlich und man braucht einiges an Zeit, um die Leute auseinander halten zu können. Die Charaktere sind aber gut ausgearbeitet und man sich in die meisten hineinversetzen, wobei die Täterperspektive immer besonders interessant ist. Wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich abgebrochen (was ich wirklich nur sehr sehr selten tue). Allerdings hat es sich gelohnt durchzuhalten, denn nachdem die Hälfte geschafft war wurde es spannend, die Geschichte konnte mich fesseln und ich hatte endlich dieses "ich kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen"-Gefühl, womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte.
Die Sprache ist sehr angenehm, auch wenn ich über einige schwedische Namen gestolpert bin.
Der Fall, der den Titel des Thrillers ausmacht, wurde quasi nur im Hintergrund erwähnt und nicht mal annähernd aufgelöst, doch dafür gibt es ja einen zweiten Band. Außerdem ist das Ende auch noch ein fieser Cliffhänger, der natürlich dazu animiert, den nächsten Band zu lesen.
Zum Cover muss ich sagen, dass es mir wirklich sehr gut gefällt und dass der zweite Band das Cover des ersten auch noch ergänzt ist richtig cool.

Alles in allem wäre es ein unglaublich guter Thriller, wenn die ersten 250 Seiten um einiges gekürzt worden wären und dabei auch etwas mehr Klarheit und Ruhe in die Charaktere gebracht worden wären.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2020

Tolle spannende Unterhaltung

Der Tod im Doppelpack
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Das Buch beginnt mit einem abrupten Einstieg, der einen mitten in die Handlung befördert. Diejenigen, die den ersten Band nicht gelesen haben, werden kaum oder nur nach einiger Zeit verstehen, worum es ...

Das Buch beginnt mit einem abrupten Einstieg, der einen mitten in die Handlung befördert. Diejenigen, die den ersten Band nicht gelesen haben, werden kaum oder nur nach einiger Zeit verstehen, worum es überhaupt geht. Aber deswegen fängt man ja für gewöhnlich auch mit dem ersten Band an.

Gordon Rabe erwartet ein weiterer außergewöhnlicher Fall, bei dem ein Mörderpaar seine blutigen Spuren hinterlässt. Doch als wäre das nicht schon genug, meldet sich ein alter Bekannter wieder, von dem Gordon gehofft hatte, ihn nie wieder sehen zu müssen. Ob es ihm mit Hilfe seines Teams auch dieses mal gelingt, den Fall zu lösen?

Spannung war wirklich durchgehend vorhanden, man wird von einer grausigen Szene zur nächsten befördert und kann es dabei gar nicht erwarten zu wissen, wie es weiter geht. Die Sprache ist sehr bildlich und dementsprechend sind auch die schrecklichen Mörderszenen nicht zu unterschätzen. Der Schreibstil ist sehr schlicht, was an sich super ist, mir aber bei den Konversationen nicht so gut gefällt. Hier ist die Sprache wirklich sehr einfach und etwas befremdlich, quasi realitätsfern, so würde ich mir keine Gespräche zwischen den Personen vorstellen. Dafür sind die Charaktere an sich sehr gelungen, sie haben Geist und Charme und man entwickelt ganz automatisch die unterschiedlichsten Gefühle für sie.
Total cool fand ich es, auch über die Hintergründe und die Beziehung des Mörderpaares zu erfahren, da dieses Thema ziemlich neu für mich war und ich hier einiges spannendes erfahren konnte. Die Handlung ist perfekt durchgeplant und es gab keine Logik-Lücken, jedoch noch den ein oder anderen kleinen Cliffhänger, der ja fast notwendig bei einer Reihe ist.
Das Cover ist sehr gut gelungen und passt hervorragend zum ersten Teil - nur die Buchrücken sind leider identisch (bis auf die unterschiedliche Nummerierung), was mich im Regal etwas stört, aber hey - das sind ja wohl Luxusprobleme.

Man wird also wirklich von vorne bis hinten sehr gut unterhalten und bis auf die etwas einfachen Konversationen habe ich nichts zu meckern. Eine tolle Thrillerserie, die für Liebhaber dieses Genres wunderbar geeignet sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Teilweise etwas lang, aber ansonsten einfach klasse

Die Sonnenschwester
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In diesem sechsten Teil der sieben Schwestern Reihe geht es um Elektra, das stürmische launenhafte Model mit einem Hang zu Drogen. Auch sie entschließt sich nach einschneidenden Ereignissen nach ihren ...

In diesem sechsten Teil der sieben Schwestern Reihe geht es um Elektra, das stürmische launenhafte Model mit einem Hang zu Drogen. Auch sie entschließt sich nach einschneidenden Ereignissen nach ihren Wurzeln zu suchen, die sie zu einer besonderen Frau nicht weit von ihr entfernt führen. Dabei lernt sie nicht nur sich selbst ganz neu kennen, sondern versucht auch, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Das Hörbuch ist sehr gut vertont, mir gefällt es vor allem, dass die Gegenwart von einer weiblichen Sprecherin und die Vergangenheit von einem männlichen Sprecher wiedergegeben wird. Die Länge des Hörbuchs ist aber wirklich stattlich, es dauert verdammt lange, bis man fertig ist.

Zu Anfang war Elektra mir nicht wirklich sympathisch, sie scheint ein verwöhntes Gör zu sein, dass durch ihren Ruhm und dementsprechend den Druck zu Drogen greift. Dann jedoch fängt die Geschichte an sich zu wandeln, es treten immer mehr herzensgute Menschen in ihr Leben, die ihr helfen und Elektra beginnt, sich positiv zu verändern. An einigen Stellen zieht sich die Geschichte wirklich unnötig lang, aber ich liebe Lucinda Rileys Erzähl- und Schreibstil einfach. Sie erweckt Emotionen zum Leben und beschreibt wunderschön bildlich, sodass (vor allem bei Hörbüchern toll), die Landschaft und Szenen im Geiste leicht verwirklicht werden können. Der Switch zwischen der Vergangenheit in Afrika und der Gegenwart bringt ein wenig Spannung und Abwechslung und es ist super, mal etwas über dieses für mich eher fremde Land zu erfahren.

Auch auf den nächsten Band freue ich mich sehr, ich fiebere schon seit dem Anfang mit und kann es kaum noch erwarten, was es mit Pa Salts Tod zu tun hat (wenn er denn wirklich tot ist) und wer die mysteriöse siebte Schwester ist.

Ich kann einfach jedes einzelne Buch von Lucinda Riley empfehlen, sie ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen und hat mich noch nie enttäuscht. Jedes Buch ist ein Wunderwerk, es wird nie langweilig und ist immer abwechslungsreich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Ein etwas anderes Thema interessant aufgegriffen

V is for Virgin
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Valerie ist überzeugte Jungfrau und möchte es auch bis zu ihrer Hochzeit bleiben. Doch das gefällt ihrem Freund Zach nicht, der deshalb mit ihr Schluss macht. Durch ein Video wird Valerie als Virgin Val ...

Valerie ist überzeugte Jungfrau und möchte es auch bis zu ihrer Hochzeit bleiben. Doch das gefällt ihrem Freund Zach nicht, der deshalb mit ihr Schluss macht. Durch ein Video wird Valerie als Virgin Val berühmt und erlangt somit ungewollt die Aufmerksamkeit eines Rockstars, der es sich zur Aufgabe macht, sie zu verführen. Val allerdings bringt das dazu, nur noch konsequenter ihre Überzeugung durchzusetzen und auch andere zum Nachdenken über Sex anzuregen.

Das Thema, das hier angesprochen wird, finde ich sehr wichtig. Es gibt mit Sicherheit viele Mädchen/Frauen, die sich unter Druck gesetzt fühlen und deshalb Geschlechtsverkehr haben, obwohl sie noch nicht bereit sind. Davon in einem Buch zu lesen, war mir ziemlich neu und ich fand es unglaublich interessant, aus verschiedenen Perspektiven davon zu erfahren. Valerie gefällt mir eigentlich ziemlich gut, auch wenn sie ihre Ansichten manchmal etwas zu extrem durchsetzen möchte. Für mich ist es, wie für Kyle wohl auch, haha, nicht verständlich, warum Val sich so auf die Ehe fixiert, obwohl sie nicht mal gläubig erscheint. Für mich persönlich macht es Sinn, auf den "Richtigen" zu warten und erst dann zum ersten Mal intim zu werden, wenn man sich vertraut und sich ein Leben miteinander vorstellen kann. Bis zur Ehe zu warten halte ich dagegen nicht für sonderlich schlau, weil das Sexleben nunmal einen wichtigen Teil in einer Beziehung spielt und wenn es körperlich nicht passt, kann das die besten Beziehungen zerstören. Dementsprechend konnte ich Kyles Sicht wirklich gut nachvollziehen. Valeries beste Freundin Cara hat mir total gut gefallen und ich fand es ziemlich unfair, wie Valerie sie schlussendlich behandelt hat.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, man kommt gut voran ohne über Sätze zu stolpern. Langweilig wird es nicht, auch wenn mir insgesamt ein wenig Spannung gefehlt hat. Die Sprache ist frisch und mir gefällt das "Kontra-geben" der Personen in den Dialogen wirklich gut. Die Zeitsprünge hingegen haben mir nicht so gut gefallen, die kamen aus dem Nichts und man hat immer etwas gebraucht um zu verstehen, dass plötzlich total viel Zeit vergangen ist. Auch, dass Valeries Eltern bzw. Erwachsene allgemein quasi gar nicht vorkommen, ist etwas unrealistisch. Schon zu Anfang habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob Vals Eltern nicht auch was zu dem Mobbing zu sagen haben.
Mit dem Ende habe ich wirklich nicht gerechnet und auch wenn es in sich rund war, kann man sich auf den zweiten Band freuen.

Das Cover finde ich übrigens sehr gelungen und je mehr man liest, desto mehr kam mir der Zusammenhang zwischen den Ketten/Armbändern und dem Coverdesign.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2020

Rundum zufriedenstellend

Hex Files - Hexen gibt es doch
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Die Hexe Ivy wurde während ihrer Lehrzeit aus dem Orden geworfen. Seitdem geht sie ihrer Leidenschaft fürs Nichtstun ehrgeizig nach. Bis sie plötzlich durch ungünstige Umstände unfreiwillig wieder mit ...

Die Hexe Ivy wurde während ihrer Lehrzeit aus dem Orden geworfen. Seitdem geht sie ihrer Leidenschaft fürs Nichtstun ehrgeizig nach. Bis sie plötzlich durch ungünstige Umstände unfreiwillig wieder mit dem Orden in Kontakt sein muss. Zusammen mit dem gut aussehenden Adeptus Exemptus Winter wird sie in einen Diebstahl verwickelt, den es aufzuklären gibt, doch dabei entwickeln sich ungewollt Gefühle für den Arbeitspartner...

Schon von den ersten Seiten an war ich begeistert. Dieses Buch ist so wahnsinnig humorvoll, ich musste wirklich oft herzhaft lachen, was mir nicht oft bei Büchern passiert! Eine Katze mit Basisvokabular - ich schmeiß mich weg, genauso stelle ich es mir vor, wenn Katzen sprechen könnten!
Die Protagonistin Ivy hat einen so trockenen Humor und lässt auf ihre ganz eigene Weise die besten Kommentare fallen. Dadurch war sie mir wirklich sympathisch, auch wenn ich mit einigen ihrer Charaktereigenschaften nicht klarkommen würde.
Auch die Geschichte an sich war toll. Es wurde leichte Fantasy mit spannenden, quasi Kriminalroman-ähnlichen Umständen verbunden, was für mich eine total neue und äußerst gelungene Mischung darstellt. Man wird von Anfang bis Ende super gut unterhalten und der angenehme Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei.
Das Cover ist nicht ganz mein Fall, es ist ziemlich schlicht und erregt so auch nicht so viel Aufmerksamkeit. Aber das ist natürlich subjektiv und der Inhalt ist ja viel wichtiger.

Alles in allem ist dieses Buch einfach klasse. Unterhaltsam, witzig und mal was ganz anderes - eine klare Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere