Zum Lachen komisch
Morden in der Menopause
Ein sehr amüsanter Roman, der sich dank einer schnörkellosen Schreibart und mitreißenden Geschichte schnell lesen ließ. So absurd so manche Situation der Hauptprotagonistin Liv ist, so fesselnd und witzig ...
Ein sehr amüsanter Roman, der sich dank einer schnörkellosen Schreibart und mitreißenden Geschichte schnell lesen ließ. So absurd so manche Situation der Hauptprotagonistin Liv ist, so fesselnd und witzig sind die Probleme, die sie zu bewältigen hat. Eigentlich beginnt die Misere damit, dass Liv, eine eigentlich durchorganisierte Mutter von fast erwachsenen Jugendlichen, deren Ehe gut verläuft und auch ihr Job in einem Küchenstudio bisher angenehm und interessant war, plötzlich und unerwartet in die Menopause katapultiert wird. Wenn nicht der vermeintliche Drogendealer ihres Sohnes Liv durch üble Beleidigungen in rasche gebracht hätte, wäre dieser erste Mord nicht passiert. Aber nun ist es passiert. Die Ereignisse überschlagen sich fortan, denn Liv versucht auf äußerst ungelenke Art ihre Probleme zu klären und rutscht immer mehr damit in Schwierigkeiten. Der leichte Kriminalroman ist einfach witzig und humorvoll. Man muss diese abgefahrene Geschichte und Liv einfach lieben, um amüsante Lesestunden zu haben. Übrigens ist in dem Buch von Tine Dreyer auch so manches über die Menopause und damit verbundenen Veränderungen für die Frau beschrieben. Neben dem Kriminellen Tun von Liv gibt es also auch noch einiges über den veränderten Hormonhaushalt von Frauen zu lesen.
Das Cover ist recht einfach gehalten, aber nach dem Lesen des Romans erkennt man wesentliche Hinweise, wie den Ventilator gegen Hitzewallungen und die Gummistiefel für den Garten, den Liv gepachtet hat. Warum und wofür dieser Garten dient? Lasst euch beim Lesen überraschen. Ich bin schon auf den zweiten Band gespannt und muss diesen als Fortsetzung unbedingt lesen.