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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Zwischen Intrigen und verpasstem Potenzial

Royals of Midnight. Rabenfluch (Royal Shadows 2)
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Prinzessin Leonora gilt als Liebling der Öffentlichkeit, doch heimlich ist ihr Herz längst vergeben – ausgerechnet an ihren Bodyguard Logan, was eigentlich absolut verboten ist. Als ein Ritual an Halloween ...

Prinzessin Leonora gilt als Liebling der Öffentlichkeit, doch heimlich ist ihr Herz längst vergeben – ausgerechnet an ihren Bodyguard Logan, was eigentlich absolut verboten ist. Als ein Ritual an Halloween schiefgeht, tauchen plötzlich unheimliche Gestalten auf, und kurz darauf brechen mehrere gefährliche Flüche über das Königreich herein. Um alles zu retten, müssen Leonora und Logan diese Flüche brechen – und kommen sich dabei immer näher.

Leider konnte mich der zweite Band der Reihe nicht mehr so überzeugen wie der erste. Die Handlung wirkte auf mich oft ziemlich gehetzt und irgendwie auch vorhersehbar. Große Überraschungsmomente gab es für mich kaum, und viele Konflikte wurden viel zu schnell und zu einfach gelöst – selbst dann, wenn sie eigentlich richtig kompliziert hätten sein können. Dadurch hat mir einfach die Tiefe gefehlt. Vor allem das Ende fand ich ziemlich chaotisch und nicht wirklich packend. Ich hatte teilweise eher das Gefühl, durch die Seiten zu „rennen“, ohne dass die Geschichte sich richtig entfalten kann. Es wirkte oft wie ein ständiges „Problem – Lösung – nächstes Problem“, ohne dass man mal länger in einer Situation bleibt.
Was ich aber immer noch richtig mochte, ist das Setting und die Grundidee – da steckt echt viel Potenzial drin. Auch die Charaktere fand ich spannend, besonders die Dynamik zwischen Leonora und Logan. Ihre Liebesgeschichte ging mir allerdings etwas zu schnell. Am Anfang war ich außerdem ziemlich verwirrt, was genau zwischen den beiden schon alles passiert ist. Es fühlte sich ein bisschen so an, als hätte ich etwas verpasst.
Gut gefallen haben mir dafür die kurzen Kapitel und der einfache Schreibstil – dadurch lässt sich das Buch sehr schnell lesen. Auch die wechselnden Perspektiven fand ich gelungen. Trotzdem konnte das für mich die Schwächen in der Handlung nicht ganz ausgleichen.

Insgesamt bleibt Band 1 für mich deutlich stärker, während dieser Teil eher etwas chaotisch und nicht ganz ausgearbeitet wirkt.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Internatsfeeling mit kleinen Stolpersteinen

Dunbridge Academy - Wherever
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Scarlett will an der Dunbridge Academy vor allem eins: ihr Stipendium behalten und sich voll auf ihre Zukunft konzentrieren. Doch ausgerechnet ihr größter Konkurrent George bringt alles durcheinander - ...

Scarlett will an der Dunbridge Academy vor allem eins: ihr Stipendium behalten und sich voll auf ihre Zukunft konzentrieren. Doch ausgerechnet ihr größter Konkurrent George bringt alles durcheinander - mit ständigen Wortgefechten, unerwarteter Nähe und Gefühlen, die sie immer schwerer ignorieren kann. Gleichzeitig scheint George etwas zu verbergen, das alles zwischen ihnen noch komplizierter macht.

Der neue Spin-Off-Band der Dunbridge Academy hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn es ein paar Punkte gab, die mich gestört haben. Besonders mochte ich die Dynamik zwischen Scarlett und George. Er sucht ständig ihre Nähe, sorgt sich um sie und reagiert teilweise eifersüchtig. Gleichzeitig liefern sich die beiden einen Konkurrenzkampf mit vielen Wortgefechten, die fast schon als Flirtsprache dienen. Die vielen Lateinfloskeln waren für mich persönlich eher anstrengend als charmant.
Scarlett fand ich als Protagonistin spannend: Sie ist sehr korrekt, hält sich an Regeln und macht sich damit nicht immer beliebt. Gleichzeitig versteht man durch ihre Vergangenheiten gut, warum sie solche Vertrauensprobleme hat. Ihre Entwicklung, dass sie sich langsam öffnet, ist nachvollziehbar und emotional gut umgesetzt. Auch George bleibt lange geheimnisvoll, und man merkt, dass ihn etwas belastet. Dennoch ging mir diese Heimlichtuerei auf die Nerven - man hätte das Geheimnis für meinen Geschmack früher auflösen können.
Mein größter Kritikpunkt: Das Ende ging mir zu schnell, und auch die Liebesentwicklung zwischen Scarlett und George war mir etwas zu abrupt. Der Enemies-to-Lovers-Aspekt wird zunächst aufgebaut, aber dann recht schnell fallen gelassen.
Was das Buch aber richtig gut einfängt, ist das Internatsfeeling. Die Freundesgruppe, die sich im Laufe der Geschichte bildet, macht Spaß, und man bekommt Lust, selbst Teil davon zu sein. Außerdem kann man das Buch problemlos lesen, ohne die vorherigen Bände zu kennen, auch wenn es ein paar schöne Wiedersehen mit bekannten Charakteren gibt.

Insgesamt ist es eine unterhaltsame Geschichte mit viel Handlung, die sich trotz der vielen Elemente nicht überladen anfühlt. Auch wenn nicht alles perfekt umgesetzt ist, hat mir das Lesen Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Tolles Sommerfeeling, aber mit kleinen Schwächen

This could be love
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Nach einer Verletzung reist Tennis-Shootingstar Louisa nach Hawaii, um in der Tennisschule ihrer Patentante an ihrem Comeback zu arbeiten. Doch gleich zu Beginn trifft sie auf den Surfer Vince, mit dem ...

Nach einer Verletzung reist Tennis-Shootingstar Louisa nach Hawaii, um in der Tennisschule ihrer Patentante an ihrem Comeback zu arbeiten. Doch gleich zu Beginn trifft sie auf den Surfer Vince, mit dem sie mehr verbindet, als ihr lieb ist – ausgerechnet er steht im Konflikt mit ihrer Tante. Obwohl Louisa sich eigentlich auf ihren Sport konzentrieren will, lässt sie die Anziehung zwischen ihnen nicht los und stellt sich bald die Frage, was in ihrem Leben wirklich an erster Stelle steht.

This Could Be Love ist für mich vor allem ein richtig schönes Sommerbuch, das ein ganz besonderes Gefühl vermittelt. Das Setting auf Hawaii ist unglaublich gelungen – ich konnte komplett in die Atmosphäre eintauchen, hatte beim Lesen richtig Fernweh und habe den sommerlichen Vibe total genossen. Gerade dieses leichte, unbeschwerte Gefühl macht für mich einen großen Teil des Buches aus.
Die Geschichte von Louisa und Vince hat mir insgesamt gut gefallen. Ihr Kennenlernen ist zwar etwas klischeehaft, aber genau das macht auch den Charme aus. Besonders die anfängliche Hass-Liebe, die durch ein Missverständnis entsteht, fand ich süß und unterhaltsam. Es war eigentlich von Anfang an klar, dass sich zwischen den beiden mehr entwickelt. Auch einige Nebencharaktere mochte ich sehr. Luisas Physiotherapeut wirkt wie ein entspannter, sympathischer Typ, und vor allem die Freundschaft zu Laurie hat mir richtig gut gefallen. Es war schön zu sehen, wie sehr sie Louisa unterstützt und sich für ihr Tennis interessiert.
Allerdings hat die Geschichte für mich auch ein paar Schwächen. Die Liebesgeschichte bleibt eher oberflächlich, da tiefere Gespräche zwischen Louisa und Vince kaum stattfinden. Viel basiert auf körperlicher Anziehung, und die Entwicklung ihrer Beziehung geht insgesamt recht schnell.
Der Konflikt gegen Ende kam für mich etwas plötzlich und war nicht ganz nachvollziehbar. Die zusätzliche Dramatik wirkte auf mich ein wenig übertrieben, auch wenn seine Geste am Ende natürlich sehr romantisch war.
Auch Louisas Entwicklung sehe ich etwas zwiegespalten: Einerseits tut ihr die Zeit auf Hawaii unglaublich gut und hilft ihr, ihre mentale Blockade im Tennis zu überwinden. Andererseits ging mir die Bereitschaft, ihr Leben für eine noch recht frische Beziehung so stark zu verändern, etwas zu schnell.

Insgesamt habe ich das Buch aber sehr gerne gelesen. Es ließ sich schnell weglesen, hat mir ein tolles Sommer-Feeling vermittelt und mich gut unterhalten. Für mich ist es eine leichte, süße Romance für zwischendurch – mit kleinen Schwächen, aber viel Atmosphäre und Wohlfühlfaktor.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Fortsetzung mit Höhen und Tiefen

Looking down the Valley
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Haley ist nach den Ereignissen aus dem ersten Band innerlich hin- und hergerissen: Auf der einen Seite spürt sie tiefe Gefühle für ihren Filmpartner Wyatt, auf der anderen Seite hat sie große Angst, ihm ...

Haley ist nach den Ereignissen aus dem ersten Band innerlich hin- und hergerissen: Auf der einen Seite spürt sie tiefe Gefühle für ihren Filmpartner Wyatt, auf der anderen Seite hat sie große Angst, ihm von den Geschehnissen dieser einen Nacht zu erzählen, die sie noch belasten. Als sie und Wyatt auf Druck des Presseteams einen gemeinsamen Urlaub verbringen, muss Haley sich schließlich damit auseinandersetzen - und herausfinden, ob zwischen ihnen mehr ist als nur Freundschaft.

Nach dem fiesen Cliffhanger aus Band 1 hatte ich große Erwartungen an die Fortsetzung - leider wurden diese nur teilweise erfüllt. Die Geschichte beginnt zunächst mit anderen Ereignissen, und es dauert lange, bis aufgegriffen wird, was nach dem Ende von Band 1 passiert. Der zweite Band wirkt im Vergleich zum ersten sehr langatmig: Konflikte werden mehrfach wiederholt und die Handlung kommt nur langsam voran. Gerade nach dem Cliffhanger hätte ich mir deutlich mehr Drama und Eskalation gewünscht - stattdessen plätschert die Geschichte lange dahin, bevor am Ende alles sehr schnell abgehandelt wird. Auch die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam, obwohl von Anfang an klar ist, dass zwischen Haley und Wyatt etwas Echtes ist, und man wartet die ganze Zeit darauf, dass sie endlich zusammenkommen.
Gut gefallen hat mir, dass man die Charaktere - vor allem Haley - besser kennenlernt und mehr über ihre Vergangenheiten erfährt. Dabei wird deutlich, wie sehr ihr das Leben in Hollywood geschadet hat; gerade im Hinblick auf Kinderschauspieler wirkt das realistisch.
Auch die Einblicke hinter die Kulisse von Hollywood fand ich spannend und gleichzeitig erschreckend. Vor allem, wie dort mit Frauen umgegangen wird, hat mich beim Lesen wirklich wütend gemacht. Haleys Umgang mit den Geschehnissen hat mich teilweise frustriert, weil sie vieles zu lange für sich behalten hat.

Haley macht im Laufe der Geschichte eine gute Entwicklung durch, lernt sich selbst besser kennen und steht am Ende mehr für sich ein - trotzdem konnte mich das Gesamtpaket nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Hollywood, Herzklopfen und Drama

Running up that Hill
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Haley will in Hollywood endlich ernst genommen werden, doch der Druck der Branche ist groß. Als sie auf den charmanten Wyatt trifft, werden sie vom PR-Team zu einer vorgetäuschten Beziehung gedrängt - ...

Haley will in Hollywood endlich ernst genommen werden, doch der Druck der Branche ist groß. Als sie auf den charmanten Wyatt trifft, werden sie vom PR-Team zu einer vorgetäuschten Beziehung gedrängt - und schon bald verschwimmen die Grenzen zwischen Inszenierung und echten Gefühlen.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Wyatt ist einfach zum Verlieben - entspannt, herzlich und ein rundum sympathischer Charakter, dem man seinen Erfolg als aufstrebender Hollywoodstar total gönnt. Haley bildet dazu einen schönen Kontrast: eher verschlossen, zielstrebig und fokussiert, aber mit einer warmen Seite, die im Laufe der Geschichte immer mehr zum Vorschein kommt. Besonders schön ist zu beobachten, wie Wyatt sie auf charmante Weise dazu bringt, mehr aus sich herauszukommen.
Die Dynamik zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar. Ihre Fake-Beziehung sorgt für viele intensive und auch sehr heiße Momente, und man fiebert schnell mit, dass daraus mehr wird. Gerade weil die Anziehung von Beginn an da ist, wirkt die Chemie sehr authentisch - auch wenn es emotional stellenweise etwas mehr Tiefe hätte geben können.
Besonders interessant sind die Einblicke in die eher toxische Hollywood-Welt. Neben Glanz und Erfolg werden auch ernste Themen wie Machtstrukturen, Druck und persönliche Ängste aufgegriffen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Die wechselnden Perspektiven sowie Textnachrichten und Einblicke in ihr gemeinsames Projekt machen das Ganze dynamisch, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Ausarbeitung gewünscht hätte.

Zwischendurch wirkt die Handlung etwas ziellos, trotzdem hat mir das Buch insgesamt gut gefallen. Ein emotionaler und unterhaltsamer Roman mit sympathischen Hauptfiguren, spürbarer Chemie und interessanten Blicken hinter die Kulissen der Filmbranche. Ich bin schon gespannt, wie es weitergehen wird.

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