Platzhalter für Profilbild

Louisa24

Lesejury Profi
offline

Louisa24 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Louisa24 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2025

Nicht perfekt, aber fesselnd

Black Bird Academy - Töte die Dunkelheit
0

Die Black Bird Academy ist kein gewöhnlicher Ort – hier werden Exorzisten ausgebildet, um die Menschheit vor Dämonen zu schützen. Leaf Young erwacht dort ohne Erinnerung daran, wie sie dorthin gelangt ...

Die Black Bird Academy ist kein gewöhnlicher Ort – hier werden Exorzisten ausgebildet, um die Menschheit vor Dämonen zu schützen. Leaf Young erwacht dort ohne Erinnerung daran, wie sie dorthin gelangt ist, und erfährt, dass ein Dämon Besitz von ihr ergriffen hat. Anders als alle vor ihr überlebt sie den Angriff und behält ihr Bewusstsein. Die Academy bietet ihr einen Deal an: Ausbildung gegen Freiheit. Falco soll sie trainieren – doch Leaf ist nicht allein in ihrem Kopf …

Töte das Licht ist der Auftakt der Black Bird Academy-Trilogie von Stella Tack und hat mich von Anfang an mit seinem leicht düsteren, aber auch etwas geheimnisvollen Setting neugierig gemacht. Besonders gut haben mir die kurzen Informationstexte zu Dämonen und Exorzisten am Anfang jedes Kapitels gefallen. Sie helfen dabei, noch tiefer in die Welt einzutauchen und geben nützliche Hinweise zu den Figuren oder Wesen, die im jeweiligen Kapitel auftreten.
Überrascht war ich vor allem vom Einstieg ins Buch: Die Brutalität tritt schneller und heftiger auf, als ich es erwartet hatte. Für einen Fantasyroman über Dämonen ist das zwar absolut im Rahmen, trotzdem war ich im ersten Moment etwas überrumpelt.
Leaf als Protagonistin mochte ich sehr, und oft tat sie mir richtig leid. Sie gerät in eine herausfordernde Situation, die ihr Leben völlig verändert, und hat nur wenig Kontrolle über das, was mit ihr passiert. Das macht es einerseits spannend, ihr zu folgen, andererseits wirkt ihre Lage oft bedrückend.
Die Exorzisten in der Academy sind größtenteils eher unsympathisch und nicht leicht einzuschätzen, was die Konflikte zusätzlich verstärkt. Dennoch sind die Figuren vielschichtig und interessant, und besonders die Dynamik zwischen ihnen und Leaf sorgt dafür, dass die Geschichte lebendig bleibt.

Der Cliffhanger am Ende macht sofort neugierig auf die Fortsetzung. Auch wenn mich der erste Band nicht vollkommen abgeholt hat, war er spannend genug, dass ich unbedingt wissen möchte, wie es für Leaf und die anderen weitergeht – und ich werde auf jeden Fall zu Band 2 greifen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2025

Ein spannender Auftakt mit Charme, Magie und überraschenden Wendungen

How To Catch A Magical Light (New York Magics 1)
0

Arlyn Dorell ist die beste Diebin New Yorks – und das aus gutem Grund: Als Irrlicht kann sie sich unsichtbar machen. Zusammen mit ihrer menschlichen Mitbewohnerin und einer Hexe lebt sie in der magischen ...

Arlyn Dorell ist die beste Diebin New Yorks – und das aus gutem Grund: Als Irrlicht kann sie sich unsichtbar machen. Zusammen mit ihrer menschlichen Mitbewohnerin und einer Hexe lebt sie in der magischen Bibliothek Libby, von wo aus sie ihre Aufträge plant. Doch als jemand ihre wahre Identität entdeckt und sie erpresst, bleibt ihr keine Wahl: Sie muss sich als Agentin beim Magical Bureau of Investigation bewerben, um ein wertvolles Artefakt zu stehlen. Ausgerechnet dort trifft sie auf Special Agent Marlon Heaton – den Dämon, der sie seit Jahren jagt und ihr gefährlich nahekommt.

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Besonders interessant fand ich die Idee, dass Menschen und magische Wesen gemeinsam in einer Welt leben und dass selbst unter den magischen Wesen Herkunft und Stärke über Ansehen und Macht entscheiden. Das führt zu Konflikten und Aufständen bei den „niedrigeren“ Wesen und verleiht der Geschichte eine spannende Dynamik.
Die magischen Wesen sind faszinierend, hätten aber noch stärker genutzt werden können. Oft werden ihre Besonderheiten nur beschrieben, ohne dass sie die Handlung maßgeblich beeinflussen. Für mich blieb zum Beispiel unklar, warum Arlyn sich als Irrlicht unsichtbar machen kann – auch wenn ich es sehr passend finde, dass sie diese Fähigkeit für ihre Arbeit als Diebin einsetzt.
Arlyn selbst ist eine sympathische, lebendige Protagonistin. Ich mochte ihre quirlige Art, ihren Job und ihre Freunde sehr. Besonders gefallen hat mir die lebendige Bibliothek „Libby“, die fast wie ein fühlendes Wesen beschrieben wird – als Bücherliebhaberin hätte ich so eine Bibliothek selbst gerne. Marlon ist ihr Gegenpol: grummelig, verschlossen und auf sich allein gestellt. Er taut nur langsam auf, doch das Zusammenspiel mit Arlyn funktioniert sehr gut. Sie bringt Farbe in seine graue Detektivarbeit und lässt sich von ihm nicht beirren. Etwas unpassend fand ich nur, dass Arlyn sich von Anfang an zu ihm hingezogen fühlt – glaubwürdiger wäre es gewesen, wenn sich ihre Gefühle erst im Laufe der Geschichte entwickelt hätten.
Mir sind zudem einige Grammatik- und Rechtschreibfehler aufgefallen. Sie sind zwar nicht gravierend, treten aber öfter auf und stören gelegentlich den Lesefluss.

Insgesamt ist es ein schönes, kurzweiliges Buch mit einer wendungsreichen Handlung, sympathischen Figuren und einem gelungenen Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2025

Eine süße Geschichte, die noch mehr Tiefe vertragen hätte

Royals of Nightfall. Dämonenfluch (Royal Shadows 1)
0

Felicia ist Journalistin und bloggt über die britische Königsfamilie – bis sie eines Tages mitten in London von einem Dämon angegriffen wird und nur knapp entkommt. Glück im Unglück: Ihr geheimnisvoller ...

Felicia ist Journalistin und bloggt über die britische Königsfamilie – bis sie eines Tages mitten in London von einem Dämon angegriffen wird und nur knapp entkommt. Glück im Unglück: Ihr geheimnisvoller Retter ist niemand Geringeres als Prinz Jasper, Thronprinz und Mitglied der geheimen Dämonenjäger-Truppe der Royal Guards. Durch diesen Vorfall gerät Felicia in eine Welt voller übernatürlicher Gefahren und Geheimnisse, in der sie Jasper bei seiner Mission unterstützt, Dämonen zu bekämpfen. Dabei müssen sie nicht nur gegen die übernatürlichen Bedrohungen kämpfen, sondern sich auch ihrer eigenen Beziehung und den komplizierten Gefühlen zueinander stellen.

Schon beim ersten Blick überzeugt das Buch mit seiner wunderschönen Gestaltung – das Cover ist ein echter Hingucker! Besonders die Illustrationen, der Cut-out und das beigelegte Poster machen das Buch zu einem echten Highlight im Regal.
Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn sie ein paar Schwächen hatte. Das Setting fand ich spannend, und die Grundidee hat auf jeden Fall Potenzial. Auffällig waren ein paar Parallelen zu Shadow Hunters – besonders der männliche Hauptcharakter erinnert stark an Jace den Dämonenjäger – und anscheinend auch zur Serie The Royals (die ich allerdings nie gesehen habe).
Besonders mochte ich die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren. Ihre Liebesgeschichte ist süß und schön zu verfolgen, allerdings ging mir ihre Annäherung etwas zu schnell. Zwischendurch gab es Momente, in denen das Drama zwischen ihnen einfach übertrieben war. Jasper hat teilweise sehr heftig reagiert, und plötzlich war dann wieder alles in Ordnung – das hätte für mich nicht sein müssen.
Viele Konflikte wurden zudem sehr schnell und ohne größere Hindernisse gelöst, und auch das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu plötzlich. Ein paar zusätzliche Kapitel oder mehr Fokus auf bestimmte Szenen hätten dem Buch gutgetan. Es traten auch immer wieder Logiklücken auf, und an einigen Stellen fehlten Erklärungen, wodurch die Handlung etwas verwirrend wirkte.

Trotzdem mochte ich die Welt und die Charaktere sehr gerne und hatte das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen! Auch wenn die Handlung stellenweise etwas zu schnell vorangeht, ist es insgesamt ein schönes Buch mit einer tollen und spannenden Story und einer süßen Liebesgeschichte. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es in den nächsten Bänden weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2025

Ein Buch, das man einfach nicht aus der Hand legen kann!

My Idea of No. 14
0

Leah Herst hat einen klaren Traum: Sie will die erste weibliche Head Coach der NFL werden. Als Trainee bei den L.A. Vipers analysiert sie vor allem Trainingsvideos – bis sie Sam Ashton entdeckt, einen ...

Leah Herst hat einen klaren Traum: Sie will die erste weibliche Head Coach der NFL werden. Als Trainee bei den L.A. Vipers analysiert sie vor allem Trainingsvideos – bis sie Sam Ashton entdeckt, einen der Quarterback Draft Picks. Fasziniert von seinem Talent und seinem Ehrgeiz, kommt Leah auf eine Idee: Wenn sie Sam coacht, könnte sein Erfolg auch ihr helfen, ihren Traum zu verwirklichen. Doch dabei gerät nicht nur ihre Karriere, sondern auch ihr Herz ins Spiel – denn Sam erobert langsam ihre Gefühle, und würden sie entdeckt, könnte Leahs großer Traum auf dem Spiel stehen.

Mir hat My Idea of No. 14 richtig gut gefallen! Der Schreibstil ist super angenehm und flüssig, sodass sich das Buch einfach weglesen lässt. Die Story hat mich total mitgerissen – ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Besonders begeistert haben mich die Einblicke in den Football-Alltag – vom Training bis zu den Spielen – das ist in Sports-Romances längst nicht selbstverständlich.

Die Liebesgeschichte zwischen Leah und Sam ist einfach zum Dahinschmelzen und richtig mitreißend. Die ersten Begegnungen der beiden sind unglaublich witzig und unterhaltsam – man kann sich ein Schmunzeln kaum verkneifen. Gleichzeitig fiebert man als Leser mit, wie sich ihre Beziehung im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Die kleinen Dramen zwischendurch, die daraus entstehen, dass die beiden ihre Beziehung geheim halten müssen, wirkten für mich etwas übertrieben und hätten nicht unbedingt sein müssen. Auch das Schlussdrama hätte vermieden werden können, wenn die beiden kurz miteinander gesprochen hätten. Klar, ein bisschen Drama gehört dazu, aber hier hätte man es meiner Meinung nach deutlich schneller lösen können.
Besonders toll fand ich den immer wiederkehrenden Sichtwechsel zwischen Leah und Sam. Dadurch erlebt man ihre Gedanken und Gefühle hautnah mit, was die Geschichte noch lebendiger macht und ein noch tieferes Verständnis für die Figuren ermöglicht.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die Beziehung zwischen Leah und ihrem Vater. Sie nimmt viel Raum ein und wirkt an manchen Stellen etwas übertrieben. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, warum er ihren Traum, Head Coach zu werden, nicht unterstützt und warum Leah sich davon so stark beeinflussen lässt.

Alles in allem ist My Idea of No. 14 eine unglaublich unterhaltsame, emotionale und fesselnde Geschichte, die man kaum aus der Hand legen kann. Fans von Liebesgeschichten mit Sport-Hintergrund werden dieses Buch einfach lieben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2025

Gemütliche Winterlektüre mit kleinen Schwächen

Schneeflockenfunkeln
0

Lynn braucht dringend Abstand von ihrem Alltag in Seattle – da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Tante kurz vor Weihnachten Unterstützung in ihrem kleinen Laden benötigt. Kurzerhand reist Lynn nach ...

Lynn braucht dringend Abstand von ihrem Alltag in Seattle – da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Tante kurz vor Weihnachten Unterstützung in ihrem kleinen Laden benötigt. Kurzerhand reist Lynn nach Starwood, um auszuhelfen und auf andere Gedanken zu kommen. Was sie dort jedoch nicht erwartet, ist der charmante Miles, der auf der Weihnachtbaumfarm seiner Familie arbeitet. Schon bald sucht er immer wieder ihre Nähe – und bringt Lynns Herz damit gehörig aus dem Takt. Doch das Glück der beiden wird auf die Probe gestellt, als plötzlich jemand aus Lynns Vergangenheit auftaucht.

Der Roman ist wie gemacht für die Vorweihnachtszeit: Starwood ist ein verschneiter, liebevoll beschriebener Ort, der direkt Lust auf Plätzchen, heiße Schokolade und gemütliche Lesestunden macht. Die winterliche Atmosphäre ist wunderbar eingefangen und zieht sich durch die ganze Geschichte.
Besonders gefallen hat mir die Slow-Burn-Romanze zwischen Lynn und Miles. Die beiden nehmen sich Zeit, einander kennenzulernen, verbringen wunderschöne Dates miteinander und gehen sehr respektvoll und liebevoll miteinander um. Die Beziehung wirkt dadurch authentisch und herzerwärmend – ganz ohne übertriebenes Drama oder unnötigen Kitsch. Auf spicy Szenen wird bewusst verzichtet, was das Buch auch für jüngere Leser*innen absolut geeignet macht.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn einige Kapitel für meinen Geschmack etwas zu kurz geraten sind. Die Figuren sind sehr vielschichtig: Es gibt viele sympathische Charaktere, aber auch einige, bei denen man sich direkt denkt: "Oh nein, bitte nicht!" – dieser Kontrast sorgt für Spannung und Dynamik. Auch ernstere Themen finden im Buch Platz, was der Geschichte zusätzlich Tiefe verleiht. Einige davon hätten aber gerne noch etwas intensiver ausgearbeitet werden können. Zudem wirkten einzelne Szenen leicht überzogen – hier hätte es nicht ganz so viel Drama gebraucht, um die Handlung voranzubringen.
Ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite ist die starke Präsenz der Taylor-Swift-Thematik. Lynn ist großer Fan, was in fast jedem Kapitel thematisiert wird. Für eingefleischte Swifties sicher ein Highlight – für mich persönlich hätte es in einem Weihnachtsroman ein bisschen dezenter sein dürfen.
Alles in allem ist es aber ein süßer, herzerwärmender Wohlfühlroman, der perfekt in die Adventszeit passt. Ideal zum Einkuscheln und Wegträumen!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl