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Veröffentlicht am 08.09.2025

Viel Potenzial, aber nicht ganz ausgeschöpft

Hunting Souls (Romantasy-Dilogie, Bd. 2)
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Katrina und Tate könnten unterschiedlicher nicht sein – er ein Mensch, sie eine Untote. Während Tate fest davon überzeugt ist, dass sie füreinander bestimmt sind, reagiert Katrina eher skeptisch. Sie ist ...

Katrina und Tate könnten unterschiedlicher nicht sein – er ein Mensch, sie eine Untote. Während Tate fest davon überzeugt ist, dass sie füreinander bestimmt sind, reagiert Katrina eher skeptisch. Sie ist überzeugt, dass eine Beziehung zwischen ihnen schlichtweg unmöglich ist. Doch das ist nicht ihr einziges Problem: Der Fluch, der die beiden miteinander verbindet, sorgt dafür, dass sie sich nicht mehr als ein paar Meter voneinander entfernen können.
Doch all das rückt in den Hintergrund, als die Vermisstenfälle in New Arcadia immer zahlreicher werden und immer mehr Untote plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Ihre Existenz sorgt nicht nur bei den Jägerfamilien für Aufregung, sondern ist auch dem Tod höchstpersönlich ein Dorn im Auge. Und so schlägt er Katrina ein verlockendes Angebot vor: Wenn sie es schafft, die Untoten zu stoppen, wird er den Tod einer geliebten Person verhindern. Doch wer diese Person ist, weiß nur der Tod selbst.
Für diese Aufgabe braucht Katrina jedoch mehr als nur ihre eigenen Kräfte – sie muss die Hilfe von Tate, ihrer Familie und der gesamten Gemeinschaft der Jäger und Übernatürlichen annehmen.

Nach dem starken ersten Band war meine Vorfreude auf die Fortsetzung groß.
Der Roman schließt nahtlos an das dramatische Ende von Band 1 an, was den Einstieg sofort fesselnd macht. Besonders erfreulich ist, dass Katrina Smythe, deren sarkastische und erfrischende Art bereits im ersten Teil ein echtes Highlight war, auch in der Fortsetzung mit ihrem trockenen Humor der Geschichte wieder ihren einzigartigen Stempel aufdrückt. Schön ist auch, dass Isabelle und Lyn deutlich mehr in die Handlung eingebunden werden als im ersten Band.

Leider fehlt der Geschichte dieses Mal etwas die Dynamik. Über weite Strecken zieht sich der Handlungsverlauf, und man wartet darauf, dass endlich etwas Entscheidendes passiert. Der Showdown ist dann aber wirklich ein Highlight – er ist spannend und emotional und enthält intensiven Momenten, die einen richtig mitreißen. Danach geht die Geschichte noch weiter – dieser Abschnitt ist ebenfalls sehr emotional, teilweise sogar traurig, allerdings auch recht vorhersehbar. Man hat schnell das Gefühl, zu wissen, wie es weitergeht, was dem Ganzen ein wenig die Spannung nimmt.

Insgesamt kann Band 2 nicht ganz mit dem starken Auftakt mithalten. Die Geschichte verliert spürbar an Fahrt, auch wenn die Charaktere und das Setting weiterhin überzeugen und die Grundidee der Reihe nach wie vor großes Potenzial hat. Das Ende ist zwar stimmig gewählt, der Weg dorthin hätte jedoch etwas mehr Spannung vertragen können.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Liebe, Konflikte und Baseball in Honey Creek

Was wir verloren glaubten
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Alle lieben Nathan – alle außer Avery. Als sich ihr Traum erfüllt und Avery zum Head-Coach der Highschool ernannt wird, fühlt sie sich wie im Glück. Doch ihre Freude wird getrübt, als Nathan, ihre frühere ...

Alle lieben Nathan – alle außer Avery. Als sich ihr Traum erfüllt und Avery zum Head-Coach der Highschool ernannt wird, fühlt sie sich wie im Glück. Doch ihre Freude wird getrübt, als Nathan, ihre frühere große Liebe, nach einer erfolgreichen Baseball-Karriere nach Honey Creek zurückkehrt und fortan die Leitung des Baseball-Teams mit ihr teilt. Avery ist stinksauer und versucht, Abstand zu halten. Doch plötzlich läuft alles ganz anders als geplant, und Avery kommt Nathan näher als je zuvor.

Brittainy Cherry versteht es wie keine andere, emotionale und mitreißende Texte zu schreiben – das hat sie mit „Was wir verloren glaubten“ eindrucksvoll bewiesen. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Avery und Nathan erzählt, wodurch man beide Seiten der Beziehung hautnah miterlebt. So fällt es leicht, die Gefühle und Entscheidungen der Protagonisten zu verstehen und nachzuempfinden. Mir gefällt, dass Baseball das zentrale Thema des Buches bildet und sich in Symbolik, Konflikten und den Entscheidungen der Figuren wiederfindet.

Neben der Liebesgeschichte werden belastende Themen wie Depressionen, Verlustängste, Diskriminierung und Bindungsängste behandelt. Die Autorin geht behutsam und sachlich damit um, sodass man die Gefühle der Figuren auch dann nachvollziehen kann, wenn man selbst keinen direkten Bezug zu diesen Themen hat. Nathan fällt dabei als Figur besonders positiv auf: unglaublich einfühlsam und loyal. Er unterstützt Avery, selbst als sie ihm zunächst die kalte Schulter zeigt.

Dennoch bleibt die Spannung nicht durchgehend hoch. Die Handlung zieht sich an manchen Stellen und ist leider auch etwas vorhersehbar. Trotzdem ist es ein schönes Buch für Zwischendurch – warm, gefühlvoll und angenehm zu lesen.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Mehr Rückblicke als Herzklopfen

Lessons in Forgiving
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Paula ist erleichtert, als sie endlich den lang ersehnten Auftrag für ihre College-Abschlussarbeit erhält. Doch die Freude schlägt schnell in Überraschung um, als sie erfährt, dass sie ihren Artikel ausgerechnet ...

Paula ist erleichtert, als sie endlich den lang ersehnten Auftrag für ihre College-Abschlussarbeit erhält. Doch die Freude schlägt schnell in Überraschung um, als sie erfährt, dass sie ihren Artikel ausgerechnet über ihren Ex-Freund Henry schreiben muss – der gerade einen Millionen-Vertrag bei einem MLS-Verein unterschrieben hat. Plötzlich muss Paula jede freie Minute mit ihrem Ex verbringen. Sie schwört sich, auf keinen Fall wieder Gefühle für Henry zu entwickeln. Aber je mehr Zeit sie zusammen verbringen, desto näher kommen sie sich wieder – und damit auch ihrer gemeinsamen Vergangenheit.

„Lessons In Forgiving“ ist der zweite Band aus der "Beck Hall University"-Reihe von Selina Mae und gehört zum Genre der typischen College-Liebesromane mit einer „Second-Chance“-Thematik. Besonders gefallen haben mir die Rückblicke in Paulas und Henrys Vergangenheit. Die Szenen aus ihrer ersten Beziehung wirken süß und emotional, und man spürt, wie viel zwischen den beiden gewesen ist. Henry ist der klassische „Good Guy“ – charmant, aufmerksam und einfach ein netter Typ. Zu Beginn fragt man sich, warum Paula ihm gegenüber so negativ eingestellt ist. Das lässt vermuten, dass zwischen den beiden etwas Schlimmes vorgefallen sein muss. Doch als der wahre Trennungsgrund endlich enthüllt wird, war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht – er wirkte willkürlich und nicht wirklich nachvollziehbar.
Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht wirklich fesseln. Die Handlung wirkte langatmig und bot wenig Höhepunkte. Es war schwierig, eine tiefere Verbindung zu den beiden Hauptfiguren aufzubauen, da die Charakterisierung ziemlich oberflächlich blieb. Besonders Henrys Perspektive hat mir gefehlt – ich denke, dass das Buch dadurch emotionaler und die Handlung nachvollziehbarer gewesen wäre. Da ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe, hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Immer wieder wird auf die Vergangenheit und den Trennungsgrund von Paula und Henry angespielt, doch der kommt erst ziemlich spät zur Sprache. Das hat es für mich etwas schwieriger gemacht, mich mit der Handlung und den Entscheidungen der Protagonistin auseinanderzusetzen. Ich frage mich, ob ich vielleicht mehr Freude an der Geschichte gehabt hätte, wenn ich den ersten Teil der Reihe gekannt hätte - zur Erinnerung: Alle Bände sollten eigentlich unabhängig voneinander lesbar sein.

Obwohl der Titel und das Cover auf den ersten Blick vielversprechend wirken, konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Rückblickend vermisst man Tiefe und eine liebevollere Ausarbeitung. Wenn auch die anderen Bände der Reihe in diesem Stil geschrieben sind, kann ich den Hype um diese Reihe nicht wirklich nachvollziehen.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Solider Einstieg in die Boston Tigers-Reihe – unterhaltsam, aber nicht außergewöhnlich

Boston Tigers - Fast Break Kiss
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Zu ihrem Glück hat Zoey eine wunderschöne, teure Wohnung im Herzen von Boston von ihrer verstorbenen Großtante geerbt. Doch ihr neuer Nachbar, der mit seinen ständigen Renovierungsarbeiten für Lärm sorgt, ...

Zu ihrem Glück hat Zoey eine wunderschöne, teure Wohnung im Herzen von Boston von ihrer verstorbenen Großtante geerbt. Doch ihr neuer Nachbar, der mit seinen ständigen Renovierungsarbeiten für Lärm sorgt, geht ihr gehörig auf die Nerven. Als Barkeeperin im VIP-Bereich einer der angesagtesten Bars Bostons benötigt sie Ruhe, um fit und ausgeschlafen zu bleiben. Alles ändert sich, als das Basketball-Team der Boston Tigers in ihrer Bar auftaucht und sie sich sofort zu Zack, dem attraktiven Team-Captain, hingezogen fühlt. Doch nach einem hitzigen Streit, bei dem Zoey fast ihren Job verliert, stellt sich heraus, dass Zack auch ihr neuer Nachbar ist. Fortan beginnt ein turbulenter Nachbarschaftskrieg zwischen den beiden Streithähnen. Als dann auch noch ein Wasserschaden in Zoeys Wohnung auftritt und sie keine andere Wahl hat, als bei Zack einzuziehen, erreicht das Chaos seinen Höhepunkt.

„Boston Tigers: Fast Break Kiss“ ist der erste Band einer Sport-Romance-Reihe von Sasha Reed. Wer gerne spicy Enemies-to-Lovers-Geschichten liest, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Sasha Reed hat einen flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil, der das Buch schnell und angenehm lesbar macht. Einziger Kritikpunkt: Zu Beginn siezen sich Zoey und Zack, während alle anderen Charaktere sich sofort duzen – was einerseits die Distanz und Feindschaft zwischen den beiden Protagonisten betont, andererseits aber etwas deplatziert wirkt. Nichtsdestotrotz sind gerade die Wortgefechte zwischen den beiden zu Beginn der Geschichte unterhaltsam und witzig, auch wenn sie stellenweise etwas kindisch wirken und man als Leser manchmal nur den Kopf darüber schütteln kann.
Das Cover passt perfekt zur Story: Es spiegelt die Themen Sport, Leidenschaft und Erotik wieder. Der Leser bekommt einen kleinen Einblick in das Leben eines erfolgreichen Sportlers und den Alltag einer Barkeeperin. Zoey ist eine starke, selbstbewusste junge Frau mit großartigen Freunden und einer etwas verrückten Familie – als Leser kann man sie nur ins Herz schließen, auch wenn ihre Gedanken und Entscheidungen nicht immer ganz nachvollziehbar sind. Zack wird zu Beginn als der typische arrogante Sportler dargestellt, der immer bekommt, was er will. Doch je mehr man von ihm erfährt, desto mehr zeigt sich sein wahres, liebenswürdiges Wesen. Leider sind seine Kapitel oft zu kurz, sodass ich mir gewünscht hätte, mehr aus seiner Perspektive zu lesen.
Die Geschichte selbst ist leider recht vorhersehbar, was die Spannung ein wenig dämpft. Zoey und Zack streiten sich, tun so, als würden sie sich hassen, obwohl sie sich eigentlich gegenseitig anziehend finden, beginnen eine Affäre, verlieben sich, es gibt ein kleines Drama – und am Ende sind sie ein glückliches Paar. Das Thema Basketball spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle; theoretisch könnte die Geschichte auch mit einer anderen Sportart erzählt werden, da die sportlichen Aspekte eher im Hintergrund bleiben. In meinem Kopf hat Zack die ganze Zeit über eigentlich Football gespielt, nicht Basketball.
Trotz dieser Schwächen hat mir das Buch gut gefallen. Es ist unterhaltsam, unkompliziert und kommt ohne unnötige Handlungsstränge aus. Es bleibt zwar nicht unbedingt im Gedächtnis haften und wirkt wie eine Geschichte, die man schon öfter gelesen hat, aber dennoch empfehle ich „Boston Tigers: Fast Break Kiss“ allen, die auf der Suche nach einer leichten, spicy Lektüre sind.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Weihnachtszauber in Schweden - wenn aus Freundschaft Liebe wird

Herzglitzern und Mistelzweige
3

Weihnachtszeit – die schönste Zeit im Jahr. Auch Lin hat sich das so gedacht, doch in ihrem Leben läuft momentan nicht alles nach Plan. Zuerst zieht ihr bester Freund Jona nach Schweden, dann trennt sich ...

Weihnachtszeit – die schönste Zeit im Jahr. Auch Lin hat sich das so gedacht, doch in ihrem Leben läuft momentan nicht alles nach Plan. Zuerst zieht ihr bester Freund Jona nach Schweden, dann trennt sich ihr Freund von ihr, und zu allem Überfluss schließt auch noch ihre Ausbildungspraxis. Da kommt Jonas Einladung, die Feiertage in Schweden zu verbringen, gerade recht. Doch auch Jona hat Sorgen, die er Lin nicht anvertrauen möchte. Die Pension läuft nicht wie erhofft, und die Gäste bringen ihn ganz schön ins Schwitzen. Trotzdem hatte er vor, Lin endlich seine wahren Gefühle zu gestehen.
Als sie sich nach so langer Zeit wiedersehen, merkt auch Lin, dass sich zwischen ihnen etwas verändert hat. Plötzlich steht nicht nur ihr bester Freund vor ihr, sondern ein attraktiver junger Mann, der ihr Herz schneller schlagen lässt. Dabei kennen sie sich doch schon seit ihrer Kindheit, und Lin hat nie mehr als Freundschaft für Jona empfunden. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr stellt Lin fest, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Doch dann kommen Zweifel: Was passiert mit ihrer Freundschaft, wenn es nicht funktioniert? Und wie soll das alles funktionieren, wenn sie nach dem Urlaub wieder nach Deutschland zurückkehrt? Eine süße Liebesgeschichte, die die Weihnachtszeit versüßt.

„Herzglitzern & Mistelzweig“ von Corinna Wieja ist eine charmante und romantische Geschichte für alle, die die Weihnachtszeit lieben. Besonders gut gefallen hat mir der Erzählstil und die vielen kleinen Details zu Schweden und Stockholm. Man fühlt sich fast wie auf einer kleinen Reise und bekommt sofort Lust, selbst nach Schweden zu fliegen. Corinna Wieja hat ein Talent dafür, mit ihren Worten eine gemütliche, einladende Atmosphäre zu schaffen. Und das Beste: Am Ende des Buches teilt sie sogar die Rezepte der leckeren Gerichte, die in der Geschichte vorkommen.
Lin und Jona verbindet eine langjährige Freundschaft, und es ist einfach schön zu erleben, wie sich die beiden immer näherkommen. Besonders Jona überrascht immer wieder mit süßen, romantischen Gesten, um Lin seine Gefühle zu zeigen. Schon von Anfang an merkt man, dass zwischen ihnen etwas läuft. An ein paar Stellen hat mich Lin jedoch ein wenig genervt, vor allem, wenn sie sich gegenüber Jona wieder verschließt und an sich zweifelt. Dabei passen die beiden wirklich perfekt zusammen. Auch die anderen Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und bekommen im Verlauf der Geschichte ihre eigene wichtige Rolle. Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und stimmt einen perfekt auf die bevorstehende Weihnachtszeit ein. Ich kann es nur empfehlen!

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