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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2021

Auf der Suche nach Mrs. Right

Du kannst kein Zufall sein
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Das Cover ist liebevoll gestaltet, macht durch das farbenfrohe Aussehen direkt gute Laune und passt durch die vielfältigen Details wie die Sonnenblume, die Londoner Skyline und das Kaninchen perfekt zum ...

Das Cover ist liebevoll gestaltet, macht durch das farbenfrohe Aussehen direkt gute Laune und passt durch die vielfältigen Details wie die Sonnenblume, die Londoner Skyline und das Kaninchen perfekt zum Inhalt des Buches.
Zu eben jenem Inhalt möchte ich hier gar nichts weiter sagen und nur auf den Inhaltstext verweisen, um nichts vorwegzunehmen. Es handelt sich um eine romantische Komödie. Deshalb geht es mit Witz und manchmal auch Ernst schlussendlich um die Liebe, Freundschaft, Familie und durch den Neujahrvorsatz unseres Protagonisten Josh nicht zuletzt auch um die Macht des Schicksals und die Bedeutung eigener Entscheidungen.
Der Schreibstil ist angenehm und locker. Das Buch ließ sich innerhalb weniger Tage weglesen und hat sich durch das europäische Setting wie Urlaub in Buchform angefühlt, was mir in Zeiten eingeschränkter Bewegungsfreiheit besonders gut gefallen hat. Kleine Details wie Verweise auf Kunst und die Liebe zu Büchern wurden interessant und überzeugend eingeflochten. Leider fehlte mir manchmal etwas die Tiefe und das Verständnis für den Hauptcharakter, wodurch ich nicht dauerhaft das Gefühl hatte, mitgerissen zu werden. Die Geschichte hält außerdem nur wenige Überraschungen bereit und wie das bei romantischen Komödien nun einmal so ist, war das Ganze eher vorhersehbar. Dennoch lieferte der Roman mir durch die gute Lesbarkeit sowie etliche humorvolle oder berührende Elemente eine willkommene Ablenkung vom Alltagsstress.
Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Mit der Hauptperson Josh konnte ich mich durch einige Parallelen im Lebensweg zwar ganz gut identifizieren, dennoch fand ich ihn nicht vollends sympathisch und konnte manche seiner Entscheidungen nur schwer nachvollziehen. Selbstreflexion ist ebenso wie Ehrgeiz in manchen Bereichen nicht so ganz seine Stärke und ab und zu brauchte er wohl den sprichwörtlichen Tritt ins Hinterteil, um sich nicht gehen zu lassen oder im Selbstmitleid zu versinken. Dafür haben mich aber die Nebencharaktere, beispielsweise seine zwei besten Freunde Jessie und Jake, sein Großvater oder die Kurztripbekanntschaft Eva, mit ihren jeweiligen, teilweise schon skurrilen Eigenheiten voll überzeugt und mir ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Leseerlebnis bereitet.
Ich habe Joshs Suche gerne mit verfolgt, die Reisen genossen, gelacht und getrauert. Insgesamt wurde ich also gut unterhalten. Wer romantische Komödien mit einem leichten Hang zur Oberflächlichkeit, einer Prise Gesellschaftskritik und ein paar Fremdschäm-Momenten, die an Filme wie Bridget Jones erinnern, mag und eine leichte Lektüre zum Abschalten sucht, wird wohl auch an dieser Geschichte seine Freude haben.

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Veröffentlicht am 10.03.2021

Abwechslungsreiche Kochinspiration für den Alltag

Hensslers schnelle Nummer
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Das Cover sowie die gesamte äußere Aufmachung springen durch die knalligen Farbakzente sofort ins Auge und machen direkt Lust, das Kochbuch aufzuschlagen und loszulegen. Das lächelnde Portrait von Steffen ...

Das Cover sowie die gesamte äußere Aufmachung springen durch die knalligen Farbakzente sofort ins Auge und machen direkt Lust, das Kochbuch aufzuschlagen und loszulegen. Das lächelnde Portrait von Steffen Henssler erweckt außerdem den Eindruck, dass er hinter den abgedruckten Rezepten steht, was mir bei Kochbüchern durchaus wichtig ist. Der feste Einband wirkt außerdem stabil und glücklicherweise nicht so, als würde er bei Benutzung bald auseinanderfallen.

Ich bin seit der Fernsehsendung Topfgeldjäger ein großer Fan der schnellen Rezepte vom Henssler und schaue auch regelmäßig auf dem Youtube-Kanal zu Hensslers Schnellen Nummern vorbei. Hierbei möchte ich gleich anmerken, dass ich es super finde, dass im Kochbuch nicht einfach nur die ohnehin über Youtube und andere Social-Media-Kanäle kostenlos zugänglichen Rezepte abgedruckt, sondern gänzlich neue und unveröffentlichte Rezepte vorgestellt wurden.

Das Kochbuch wartet hauptsächlich mit Ideen für Hauptgerichte, Desserts und Snacks bzw. kleineren Mahlzeiten auf. Dabei gibt es einen guten Mix aus fleischhaltigen und -losen Gerichten. Das Kochbuch ist übersichtlich gestaltet. Die farblichen Akzente begleiten uns auch innen und ermöglichen es, auf den ersten Blick zu erkennen, ob ein Rezept vegetarisch ist oder nicht, wie lange die Zubereitung dauert und wie viele Zutaten benötigt werden. Es ist sowohl für Kochanfänger als auch für kocherfahrenere Personen, die beispielsweise nach Inspiration für ein schnelles, frisch gekochtes Abendessen im stressigen Berufsalltag suchen, geeignet.

Alle Gerichte sind einfach aufgebaut und lassen sich mit wenigen, einfach zugänglichen Zutaten, die auch für eine Studentenbörse machbar sind, nachkochen. Deshalb sind die Rezepte aber keineswegs langweilig – im Gegenteil. Die Zutatenliste und Angaben zur Zubereitung werden von ansprechend aussehenden, hochwertigen fotografischen Aufnahmen der fertigen Mahlzeit begleitet. Auf manch einer Rezeptseite finden sich außerdem zusätzliche Tipps hinsichtlich passender Beilagen.

Mir gefällt die Vielzahl der Rezepte – von asiatisch, mediterran bis eher traditionell ist für alle etwas dabei. Ein Volltreffer ist für mich das Basisrezept für Teriyakisoße. Außerdem ausprobiert habe ich zum Beispiel den Bratreis mit Spitzpaprika und Brokkoli und die Spaghetti aglio, olio e peperoncini. Beides war verständlich erklärt, schnell zubereitet und hat geschmacklich voll überzeugt.

Das Kochbuch begeistert mich durch die ansprechende Gestaltung innen und außen sowie den klugen Aufbau der Rezepte auf ganzer Linie. Ich freue mich darauf, weitere Rezepte auszuprobieren und empfehle diese Rezeptsammlung jedem, der nach unkomplizierten Rezepten für die Alltagsküche sucht, egal ob Kochanfänger oder erfahrene(r) Hobbykoch bzw. -köchin.

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Veröffentlicht am 20.02.2021

Solides Krimidebüt

Der andere Sohn
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Das Cover passt super zum Inhalt, dem Hauptcharakter und dem nordischen Setting des Buches und zieht die Blicke auf sich. Titel sowie Autorennamen fallen sofort ins Auge. Auch die schlichte dunkle Gestaltung ...

Das Cover passt super zum Inhalt, dem Hauptcharakter und dem nordischen Setting des Buches und zieht die Blicke auf sich. Titel sowie Autorennamen fallen sofort ins Auge. Auch die schlichte dunkle Gestaltung des Hardcovers mit farblich zum Schutzumschlag passendem Lesebändchen wirkt sehr ansprechend.

Was den Inhalt angeht, möchte ich hier nur auf den Inhaltstext verweisen, um nichts vorwegzunehmen. Es geht tief in die menschlichen Abgründe hinein. Diese werden sowohl schonungslos als auch realistisch dargestellt, wodurch ich das Gefühl hatte, das Erzählte könnte genau so oder ähnlich auch in der Realität stattgefunden haben. Der Krimi wirft die Frage auf, wie gut man einen Menschen jemals wirklich kennt und hat mir viel Stoff zum Nachdenken mitgegeben.

Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar. Man fliegt nur so durch die Seiten. Anfangs wird der Krimi auf zwei Zeitebenen erzählt: 2009, als die junge Frau verschwindet und zehn Jahre später, 2019, als der Fall neu aufgerollt wird. Die Perspektiven wechseln zwischen einer um die Familie des Opfers, im Fokus steht hier vor allem Emelies Vater, und einer um John Adderley, der als ehemaliger NYPD-Cop und Undercover-FBI-Agent als Ermittler zum schwedischen Team stößt. Der Perspektivenwechsel hat für mich enorm zum Spannungsaufbau beigetragen. Dazu zählt auch die großartige Kapitelaufteilung. Die einzelnen Abschnitte enden oft mit Cliffhängern bzw. offenen Fragen, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte und gefesselt dranblieb. Trotz des ordentlichen Umfangs von mehr als 500 Seiten empfand ich den Krimi zu keiner Zeit als langweilig oder langatmig. Die Autoren gelingt es zudem eine düstere und zum beklemmenden Inhalt passende Atmosphäre zu kreieren, wozu nicht zuletzt das Setting im herbstlich dunklen, trostlosen und nassen Schweden beiträgt.

Die Charaktere wurden detailliert ausgearbeitet und mit ihren Stärken sowie ihren Charakterschwächen abgebildet. Das lässt sie unglaublich authentisch wirken. Davon wird auch der ermittelnde Protagonist nicht ausgenommen. John ist ein ziemlicher unsympathischer, arroganter Kerl und ein Lügner – sich selbst und anderen gegenüber. Näher kann ich das hier nicht ausführen, um nichts zu verraten. Trotzdem hat er überraschenderweise für mich als Hauptperson funktioniert und trotz meiner Vorhalte ihm gegenüber habe ich die Handlung gebannt weiterverfolgt, denn immerhin ist ein intelligenter, aufmerksamer und resoluter Ermittler. Da John einen Großteil seines Lebens in den USA verbracht hat, kommt er zurück in Schweden mit dem ein oder anderen Kulturschock in Berührung. Diese eingeflochtenen Kleinigkeiten fand ich besonders interessant. Außerdem bringen sie etwas Auflockerung und Humor in die Geschichte.

Der Fall an sich wirkt auf den ersten Blick unkompliziert, stellt sich aber als verwinkelter heraus, als anfangs angenommen. Ich habe gerne mitgerätselt, bin aber nicht beim Täter angelangt, sondern wurde in die Irre geführt, was ich für ein gutes Zeichen halte. Es gibt mehrere glaubhafte Wendungen, die die Spannung aufrechterhalten, aber nicht zu weit hergeholt wirken. Besonders gefallen haben mir die Szenen, die sich bildgewaltig auf Johns wahre Identität, seine Undercover-Vergangenheit und deren Nachwirkungen bezogen und dadurch eine schwelende Bedrohungslage mit gewissem Nervenkitzel geschaffen haben. Davon hätte es gerne mehr Momente geben dürfen.

Insgesamt wurde ich wirklich gut unterhalten. Der Fall kam für mich zu einem runden Ende und ich würde gerne mehr von dem Autorenduo lesen. Wer gerne skandinavische Krimis mit düsterer, beklemmender, aber dennoch anziehender Atmosphäre liest und sich für verschiedene menschliche Abgründe interessiert, wird diesen Krimi sicher mögen.

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Veröffentlicht am 29.12.2020

Ein anspruchsvoller und fesselnder historischer Roman

Krone der Welt
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Das Cover ist wunderschön und passend zum Inhalt gewählt. Durch die herrschaftliche Farbgebung und den 3D-Effekt des Stadtwappens strahlt es Macht und Stärke aus und fällt dabei sofort ins Auge.

Zum ...

Das Cover ist wunderschön und passend zum Inhalt gewählt. Durch die herrschaftliche Farbgebung und den 3D-Effekt des Stadtwappens strahlt es Macht und Stärke aus und fällt dabei sofort ins Auge.

Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nur auf den Klappentext verweisen, um nichts weiter vorwegzunehmen. Nur so viel: Es geht um eine spannende Familiengeschichte, um Krieg, die Stadtgeschichte Amsterdams sowie um Macht und Intrigen auf unterschiedlichen Ebenen.

Der Schreibstil ist anspruchsvoll und bildreich. Durch die Einflechtung landestypischer Begriffe wird man beim Lesen zusätzlich zur anschaulichen Darstellung der historischen Umgebung in die Zeit versetzt. Als anspruchsvoll empfinde ich den Roman deshalb, weil unter anderem eine Menge historischer Fachbegriffe und solche aus der Architektur vorkommen. Es gibt zwar ein Glossar; in diesem ist allerdings nur ein Teil der angesprochenen Wörter verzeichnet, was ich etwas schade finde. Weiterhin gibt es eine Vielzahl an Erzählperspektiven. Die Autorin versucht ein westeuropäisches politisches Panorama wiederzugeben – ein ambitionierter Versuch, der aber gut gelingt. Durch die teilweise sehr schnell wechselnden Perspektiven kam nie Langeweile auf; man muss jedoch beim Lesen konzentriert mitdenken, weshalb ich immer nur kleine Abschnitte weit gekommen bin, bevor ich einfach kurz pausieren musste. Für mich steht deshalb fest: Ich hätte lieber auf die Perspektive eines Herrscherhofs verzichtet und dafür an anderer Stelle, beispielsweise in der Entwicklung der fiktiven Hauptcharaktere, umfangreichere Ausführungen gelesen.

Die Charaktere sind liebevoll und detailreich dargestellt. Besonders die fiktive Familie um Wim Aardzoon und seine Kinder hat mich beim Lesen überzeugt. Wir begleiten Vincent, Ruben und Betje beim Aufwachsen vor dem Hintergrund des Achtzigjährigen bzw. Spanisch-Niederländischen Krieges. Vincent entwickelt sich zu einem zielstrebigen und verantwortungsbewussten Menschen, Ruben verkörpert einen draufgängerischen und abenteuerlustigen Seefahrer, während Betje eher zurückhaltend und herzensgut ist. Ich konnte mich beim Lesen sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihnen bangen und hoffen. Ihnen gegenüber steht eine Reihe von Antihelden und Bösewichten wie Lazarus, die die Geschichte unglaublich lebendig und spannend gestalten. Kein Charakter ist hier nur schwarz oder weiß. Sie alle werden auch mit ihren schlechten Eigenschaften oder Schwächen gezeichnet, was sie sehr menschlich und authentisch erscheinen lässt und den Leser in ihren Bann zieht.

Insgesamt wurde ich sehr gut unterhalten. So gut, dass ich – nach diesem für mich ersten Buch der Autorin – beschlossen habe, weitere Bücher von Sabine Weiß zu lesen. Man merkt dem Roman an, wie viel Recherchearbeit darin steckt. Gleichzeitig ist er fesselnd geschrieben und führt am Ende, was mir besonders gut gefallen hat, viele verschiedene Fäden zu einem runden Ganzen zusammen. Es empfiehlt sich allerdings beim Lesen gewissermaßen am Ball zu bleiben. Wer anspruchsvolle und spannende historische Romane mit einer Vielzahl von Erzählperspektiven und Eindrücken schätzt sowie nichts gegen einige Gewaltelemente einzuwenden hat, wird dieses Buch mögen.

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Veröffentlicht am 24.12.2020

Spannende Familiengeheimnisse

Der Faden der Vergangenheit
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Zum Inhalt des Hörbuchs möchte ich nur auf den Klappentext verweisen, um nichts vorwegzunehmen. Thematisch geht es unter anderem um Familiengeschichte(n) und -geheimnisse, Freundschaft, Liebe und Menschlichkeit.

Der ...

Zum Inhalt des Hörbuchs möchte ich nur auf den Klappentext verweisen, um nichts vorwegzunehmen. Thematisch geht es unter anderem um Familiengeschichte(n) und -geheimnisse, Freundschaft, Liebe und Menschlichkeit.

Der Erzählstil ist äußerst detailreich und bildhaft. Mir was es manchmal schon ein klein wenig zu ausführlich – gerade am Anfang. Dazu hat auch beigetragen, dass die jeweiligen Kapitel meines Erachtens etwas zu lang sind, wodurch es mir teilweise schwerfiel, längere Zeit konzentriert zuzuhören, um nichts zu verpassen. Hierbei sei aber auch angemerkt, dass sich das Hörbuch gut eignet, um es nebenbei zu hören, sei es bei der Hausarbeit oder unterwegs. Dazu trägt auch die Lesung selbst bei: Das Sprechtempo ist angemessen und die Sprecherin Hannah Baus hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Sie hat eine ruhige, authentische, tragende und mitreißende Sprechweise.

Wir begleiten die beiden Protagonistinnen Abigail und Melody mithilfe von zwei Erzählsträngen, wobei einer im 19. Jahrhundert und der andere in unserer Gegenwart angesetzt ist. In die moderne Handlung um Melody konnte ich anfangs leichter eintauchen, aber auch Abigails Erlebnisse im 19. Jahrhundert haben mich zunehmend gefesselt. Hinsichtlich dieser Erzählebene lohnt es sich besonders hervorzuheben, dass der historische Kontext sehr anschaulich und realistisch dargestellt wird, so dass ich das Gefühl hatte, mich wirklich in der Vergangenheit zu bewegen.

Die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Ich habe meine Zeit gebraucht, um mit den beiden Hauptakteurinnen warm zu werden. Besonders Abigail erschien mir anfangs zu zwiespältig, hin- und hergerissen und irgendwie inkonsequent. Das änderte sich jedoch, ist aber auch der Grund, weshalb ich die zweite Hälfte des Hörbuchs als deutlich stärker empfunden habe. Hier wurde es immer spannender und meines Erachtens passierte deutlich mehr, nicht zuletzt dank einer Beschleunigung des Erzähltempos. Spätestens dann konnte ich dank des einnehmenden Erzählstils regelrecht mit den Charakteren mitfiebern.

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen und ich bin offen für einen weiteren Teil. Ich wurde gut unterhalten und besonders die detaillierte und gut recherchierte Umsetzung der historischen Perspektive hat mich begeistert. Ich wurde zum Miträtseln angeregt und die Auflösung – um nichts auszuplappern, bleibe ich hier absichtlich vage – hat mich überzeugt, auch wenn ich einige Wendungen bereits vorhergesehen hatte. Wer abwechslungsreiche Familiensagas und -geheimisse und starke Frauenfiguren mag, wird hier ganz sicher auf seine Kosten kommen.

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