Profilbild von Lyca

Lyca

Lesejury-Mitglied
offline

Lyca ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lyca über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2017

Für Zwischendurch ganz okay

Und du kommst auch drin vor
0

Als die 15jährige Kim mit ihrer Klasse eine Autorenlesung besucht erlebt sie eine Überraschung. Alles was die Autorin vorliest scheint auf Kim's Leben zu beruhen. Wie kann sowas möglich sein? Natürlich ...

Als die 15jährige Kim mit ihrer Klasse eine Autorenlesung besucht erlebt sie eine Überraschung. Alles was die Autorin vorliest scheint auf Kim's Leben zu beruhen. Wie kann sowas möglich sein? Natürlich kauft sie sich das Buch um nochmal alles nachzulesen und ist vor allem mit dem Ende nicht zufrieden, denn wenn es nach dem Buch geht, stirbt ihr Klassenkamerad Jasper. Von nun an wollen Kim und ihre beste Freundin Petrowna dies ändern.

Die Idee an sich fand ich eigentlich ziemlich interessant und doch hat das Buch es nicht geschafft mich zu überzeugen. Der Schreibstil ist anspruchslos und einfach gehalten und die nicht mal 200 Seiten lassen sich wirklich schnell weg lesen.
Mein größtes Problem war eigentlich Kim selber, ich könnte mit ihr so gar nicht warm werden. Sie wirkte öfter viel jünger als sie ist und auch ihre Handlungen waren größtenteils unlogisch. Da war mir ihre beste Freundin doch irgendwie lieber. Dennoch muss man sich auf Gezicke einstellen.
Was ich schade fand ist, dass das Buch nicht wirklich spannend verlaufen ist. Es blieb sehr eintönig, gab keine Highlights, die hervorstechen und so denke ich, dass Buch schnell von mir vergessen wird.

Leider etwas enttäuschend, kann mir dennoch vorstellen, dass es etwas für zwölfjährige sein könnte, weswegen auch als nächstes meine Cousine das Buch lesen darf.

Veröffentlicht am 21.10.2017

Schöner Auftakt einer neuen Reihe

Pasta Mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe
0

Liv ist 15, kocht sehr gerne und lebt mit ihrer Mutter in München. Alles ist bestens bis der Freund ihrer Mutter vor der Tür steht von dem sie nichts gewusst hat. Und als wäre das nicht genug hat er auch ...

Liv ist 15, kocht sehr gerne und lebt mit ihrer Mutter in München. Alles ist bestens bis der Freund ihrer Mutter vor der Tür steht von dem sie nichts gewusst hat. Und als wäre das nicht genug hat er auch noch seine Zwillinge dabei, Sonia und Angelo, der zum anhimmeln ist.

Das Buch hat mich wirklich des Öfteren zum Lächeln gebracht, es besitzt einfach alles was man von einem Jugendbuch kennt, sei es nun Romanze, Humor oder eine Brise Drama. Der Schreibstil ist locker leicht und die Seiten fliegen nur so dahin, weil man sehen will wie Liv mit der Situation klar kommt, was zwischen ihr und Angelo geschieht. Es ist zuckersüß die beiden zu verfolgen, da fühlt man sich gleich selber in das Alter zurückversetzt.
All die Charaktere sind äußerst liebenswert und sympathisch. Sie wirken überaus authentisch.
Das schöne am ganzen ist, dass auch Roberto, der neue Freund von Livs Mutter, sich sehr viel Mühe mit Liv gibt. Da spielt es ihm doch in die Hände, dass beide es lieben zu kochen. Man spürt, dass beide Erwachsene wollen, dass sich die Kinder zugehörig fühlen.

Es hat wirklich Spaß gemacht und ich freue mich schon auf den zweiten Band.

Veröffentlicht am 16.10.2017

Roman oder doch ein Ratgeber?

Die Verseflüsterin
0

Marcus ist in einem Alltagstrott gefangen. Er arbeitet in einer IT-Firma und führt mit seiner Frau Isabelle eine Beziehung, die vom tagtäglichen Einerlei besteht. Jeden Tag erlebt er dasselbe und ist nicht ...

Marcus ist in einem Alltagstrott gefangen. Er arbeitet in einer IT-Firma und führt mit seiner Frau Isabelle eine Beziehung, die vom tagtäglichen Einerlei besteht. Jeden Tag erlebt er dasselbe und ist nicht so recht glücklich. Als er einen Zettel mit einer Botschaft an seiner Windschutzscheibe findet fängt er an sein Leben langsam aber sicher zu verändern.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich dieses Buch einordnen soll, denn nach dem eher interessanten Einstieg entwickelt es sich schnell und sehr deutlich in einen Lebensratgeber, der als Roman verkleidet ist. Es ist nicht das was ich mir erhofft habe und geht mir wirklich zu sehr in die Richtung eines Sachbuchs, auch wenn vieles ziemlich interessant ist. Es wird ein Problem erkannt, Marcus bekommt Hilfestellung dabei was er machen könnte und nachdem er es auch tut wird alles gut. In dieser Geschichte sind viele Tipps zur Selbstfindung, Kommunikation sowie Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken zu finden, die man natürlich auf das eigene Leben anwenden kann. Schnell sieht man Marcus eine Veränderung an und auch seiner Frau gefällt es, die beiden kommen mehr aus sich heraus, verbringen mehr Zeit miteinander und finden wieder zu sich. Und als man sich endlich an diesen Handlungsstrang gewöhnt hat, kommt auf den letzten 80 Seiten nochmal eine andere Handlung hinzu, es nimmt einen dramatischen Zug an und es geht mehr um Schuld, Vergebung und das Leben seiner Mutter.
Insgesamt wirken die Dialoge, Personen und auch die Geschichte sehr konstruiert. Als hätte man die Handlung um die ganzen Lebenstipps aufgebaut. Vielleicht hilft es einigen Lesern aber dafür hätte man es noch etwas ausführlicher machen sollen, denn es hüpft doch sehr von einem Geschehen ins nächste. Ich konnte keinen richtigen Bezug zu den Charakteren oder der Handlung aufbauen, teilweise habe ich sogar Zeilen übersprungen ohne irgendwas zu verpassen.
Und dennoch war es ein leicht zu lesendes Buch mit einer einfachen Sprache und manchmal poetischen Ansätzen. Man hätte aber vielleicht etwas mehr aus den Charakteren machen müssen, denn so ist es weder ein richtiger Roman noch ein Ratgeber. Eher eine Mischung die beidem nicht wirklich gerecht wird.

Veröffentlicht am 16.10.2017

Verspricht wundervolle Lesestunden

Cyberworld 1.0: Mind Ripper
0

Der 16jährige Zack sowie die gleichaltrigen Zwillinge Jemma und Jamie lieben es durch die CyberWorld zu surfen, es ist eine wundervolle Möglichkeit der realen Welt zu entfliehen und in der virtuellen Abenteuer ...

Der 16jährige Zack sowie die gleichaltrigen Zwillinge Jemma und Jamie lieben es durch die CyberWorld zu surfen, es ist eine wundervolle Möglichkeit der realen Welt zu entfliehen und in der virtuellen Abenteuer aller Art bestreiten, gerade die Fantasy Spiele haben es ihnen angetan. Vor allem Jamie, der an seine Krücken und den Rollstuhl angewiesen ist, genießt es sich dort wieder ganz normal fühlen zu dürfen.
Als aber beim Spielen innerhalb kurzer Abstände drei Jungs ins Koma fallen wird deutlich, dass von der C-World doch eine gewisse Gefahr ausgeht.


Nadine Erdmann hat mit diesem Reihenauftakt einen regelrechten Pageturner erschaffen, eine spannende und mitreißende Geschichte zwischen der Wirklichkeit und der virtuellen Welt.
Dadurch dass das Buch im Jahr 2038 spielt hat sich nicht nur die Spielwelt weiterentwickelt, selbst für den Alltag gibt es technische Hilfsmittel. Und dennoch ähnelt das Leben in naher Zukunft doch sehr unserem jetzigen.
Es macht Spaß der Erzählweise der Autorin zu folgen, sie schafft es einen in den Bann zu ziehen und alles absolut authentisch und realistisch wirken zu lassen. Gerade die Abschnitte in denen unsere drei Protagonisten ein Spiel spielen wecken in einem die Lust mitzumachen, nur einmal mit ihnen das Schwert zu schwingen um Bösewichte zu bekämpfen oder Quests zu erfüllen. Die Atmosphäre, die bei diesen Settings entsteht lässt einen geradezu schaudern, man bekommt jedes Mal das Gefühl, dass etwas Schlimmes passieren könnte, es wirkt einfach so real. Der Übergang von Realität zu der C-World ist absolut gelungen und gut umgesetzt und ich muss sagen, dass mir beide Welten und die ganze Umsetzung gefallen.
Es ist schön Jemma, Jamie und Zack in den Games zu begleiten aber auch zu erleben wie sie sich im realen Leben durchschlagen und mit Problemen umgehen. Die Freundschaft zwischen ihnen ist stark und gerade das macht dieses Buch zu etwas Besonderen. Es baut darauf auf und man spürt die enge Verbindung zwischen diesen drei Teenagern, die schon ewig besteht. Nichts bringt sie so leicht auseinander, sie geben sich Halt und kennen sich nur allzu gut. So können Jemma und Zack ziemlich gut mit den Stimmungsschwankungen von Jamie umgehen, der oft über seine Situation frustriert ist. Nach einem schlimmen Ereignis hat er nämlich Probleme schmerzfrei über den Tag zu kommen und gerade Jemma und Zack, sein Freund, der ihn so liebt wie er ist, sind ihm eine große Unterstützung.
Ich mag alle drei Protagonisten, sie sind verschieden und haben so ihre Macken aber gerade dadurch wirken sie absolut authentisch. Für ihr Alter wirken sie teilweise erwachsen, es ist interessant ihre Diskussionen zu verfolgen. Ich konnte ihre Beweggründe stets verstehen auch wenn ich selber manchmal etwas anders entschieden hätte. Auch die anderen Charaktere konnten mich in jeder Hinsicht überzeugen.
Was den Fall angeht will ich eigentlich nicht zu viel verraten, man sollte lieber selber erleben in welche Richtung es sich entwickelt und sich überraschen lassen.


Ein Jugendbuch, das nicht davor scheut wichtige Themen anzusprechen, voller Überraschungen, Gefühle und nicht erwarteter Wendungen ist, nie langweilig wird und durch glaubwürdige Charaktere überzeugen kann. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Dieses Buch wird für einige unterhaltsame Stunden sorgen.

Veröffentlicht am 09.10.2017

Sehr ungewöhnlich

Im Rausch der Stille
0

Ein irischer Freiheitskämpfer fasst den Entschluss aus seinem Land zu flüchten und nimmt für ein Jahr den Posten als Wetterbeobachter auf einer weit entfernten, einsamen Insel an. Doch schon am ersten ...

Ein irischer Freiheitskämpfer fasst den Entschluss aus seinem Land zu flüchten und nimmt für ein Jahr den Posten als Wetterbeobachter auf einer weit entfernten, einsamen Insel an. Doch schon am ersten Abend muss er um sein Leben kämpfen und der frühere Wetterbeobachter will ihm erst keine Zuflucht in dem soliden Leuchtturm gewähren. Als sich dies ändert, verteidigen beide gemeinsam den Turm mit allem was sie haben.

Ein Kampf ums Überleben beginnt, eine einseitige Liebe entfacht und es stellt sich die Frage ob die Meeresungeheuer einem Menschen doch ähnlicher sind als gedacht.

Meine Meinung:

Bizarr ist das erste Wort, das mir zu diesem Roman einfällt. Sprachlich gesehen ist es wirklich top, aus der Ich-Perspektive bildhaft erzählt und trotz einigen eher langweiligen Passagen sehr flüssig zu lesen. Aber selbst diese Abschnitte sind nötig, da das Leben auf der Insel manchmal eben nichts anderes bietet, der namenlose Protagonist nichts anderes machen kann außer tagein, tagaus immer wieder die gleichen Aufgaben zu verrichten und auf den Angriff der Ungeheuer zu warten. Außerdem kann man so die Charakterentwicklung des namenlosen Protagonisten besser verfolgen.

Von der Insel ist kein Entkommen möglich und so hat er es mit dem einzigen anderen Menschen darauf nicht einfach. Denn Batís Caffó ist ein unfassbar unsympathischer Charakter, dem es Spaß bereitet die Wasserwesen zu töten, je schrecklicher deren Tod, desto besser. Jedes Mal aufs Neue müssen die beiden den Leuchtturm verteidigen wenn es dunkel wird und sie kommen. Dabei lassen sich die Wesen manche Nächte sogar aus was bei den Männern regelrecht zur Verzweiflung führt. Die ganze Stimmung bringt der Schreibstil sehr gut rüber.

So sympathisch der Protagonist mir am Anfang auch war und ich seine Ideen gut fand, gegen Ende hat er bei mir durch seine veränderte Art ein paar Sympathiepunkte verloren.

Neben den zwei Männern lebt im Leuchtturm noch das Froschmädchen Aneris, das sozusagen das Eigentum von Batís ist mit dem er sich immer wieder vergnügt. Und bald verspürt auch unser Erzähler eine Leidenschaft ihr gegenüber, die er nicht zügeln kann. Eine sehr skurrile Situation und es ist schrecklich wie die beiden Männer dieses Wesen manchmal behandeln und doch auch nicht verwunderlich, dass sie ihren Frust, Unmut und die ganze Wut an jemandem auslassen müssen. Bedauerlicherweise trifft es dann den Schwächsten, wobei sie die Chance hätte wegzulaufen.

Das Ende ist leider offen, sodass ich nicht recht wusste was ich nun davon halten sollte.

Fazit:

Insgesamt ist das Buch vor allem, wie schon erwähnt, bizarr, auch wenn ich die Situation mit der verlassenen Insel eigentlich recht gut finde. Nur hätte ich mir mehr Antworten erhofft um das alles begreifen zu können. Die Emotionen und Handlungen jedoch waren größtenteils sehr nachvollziehbar, wenn man sich die Mühe macht sich in die Person rein zu versetzen.