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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2026

Mein erster Thriller

Moorland. Die Zwillinge
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Nachdem ich viele Jahre meines Lebens nur Fantasy Bücher und Liebesromane gelesen habe, bin ich vor kurzem in einem hiesigen Bücherschrank über diesen Thriller gestolpert. Habe ich ihn nur in die Hand ...

Nachdem ich viele Jahre meines Lebens nur Fantasy Bücher und Liebesromane gelesen habe, bin ich vor kurzem in einem hiesigen Bücherschrank über diesen Thriller gestolpert. Habe ich ihn nur in die Hand genommen, weil er einen Farbschnitt hatte? Vielleicht. Habe ich ihn mitgenommen, weil einer der beiden Zwillinge den gleichen Vornamen hat wie ich? Wahrscheinlich.

Und für meinen ersten Thriller kann ich sagen, dass ich „Moorland“ wirklich gerne gelesen habe, aber auch einige Schwächen feststellen musste. Grundsätzlich lässt sich dazu sagen, dass ich mich schnell in der Geschichte wiederfinden konnte, der Plot schnell Fahrt aufnimmt und die Geschehnisse sich in der zweiten Hälfte überschlagen. Ich mochte, wie sich immer mehr einzelne Geheimnisse angesammelt haben, bei denen man sich gar nicht sicher war, ob sie etwas mit dem Verschwinden der Zwillinge zu tun haben oder nicht.

Das Buch ist in meinen Augen sehr schnelllebig und ich hätte mir an einigen, wenigen Stellen gewünscht, dass sowohl Spannung als auch die Emotionen unserer Charaktere länger aufrechterhalten worden wären. Gleichermaßen sorgt diese Schnelllebigkeit in der zweiten Hälfte für rasches Vorankommen, Spannung und dem Bedürfnis die Seiten zu verschlingen. Und trotzdem vermisst der logische Teil meines Gehirns einige ausführende Informationen, um diesen Abschluss als rundum zufriedenstellend zu empfinden. Als Beispiel, woher hatte der Täter denn nun die Waffe? Was passiert mit A nach ihrem Geständnis? Und einige weitere Kleinigkeiten, die ich hier nicht schreiben kann, ohne euch zu spoilern.

Auch so kenne ich Protagonisten, die mir sympathischer sind, als Malia es beispielsweise ist. Klar, ein wenig Geheimnistuerei tut der Geschichte ganz gut, doch so lernen wir sie sehr wenig genauer kennen. Gerade die Anspielungen auf ihren verschwundenen Vater oder die Heirat mit einem Narzissten. Da fehlte es mir irgendwie an Lebendigkeit, auch wenn ich ihre gradlinige und entschlossene Art beim Ermitteln sehr gerne mochte.



Fazit

Ich kann mir tatsächlich vorstellen, gegen Ende diesen Jahres, den bereits angekündigten zweiten Band zu lesen, weiß aber noch nicht, ob ich an diesem Plan festhalte. Ich kenne mich in diesem Genre, wie gesagt, nicht so gut aus, kann aber frei herauszugeben, dass es sich für Neueinsteiger wie mich auf jeden Fall eignet und Lust auf mehr macht.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2026

Humorvoll und irgendwie chaotisch. Liebs

Throne in the Dark
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Vor einigen Wochen war ich mal wieder in meiner lokalen Buchhandlung stöbern, dabei bin ich auf dieses Buch gestoßen. Der Inhalt klang super vielversprechend und humorvoll, da habe ich es spontan mitgenommen. ...

Vor einigen Wochen war ich mal wieder in meiner lokalen Buchhandlung stöbern, dabei bin ich auf dieses Buch gestoßen. Der Inhalt klang super vielversprechend und humorvoll, da habe ich es spontan mitgenommen. Trotz kleinerer Schwächen mochte ich es wirklich gerne.

Angefangen bei unserem männlichen Protagonisten Damien, der natürlich das reine Böse ist, nicht lieben kann und überhaupt immer nur das schlechtester aller im Sinn hat. Spaß beiseite, gerade bei ihm hatte ich zu schnell das Gefühl, dass er gar nicht so böse ist, wie er selbst gerne behauptet und uns auch der Klapptext weismachen wollte. Und irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass wir uns langsamer und subtiler an seine guten Seiten und guten Taten heranwagen. Doch darüber hinaus? Liebe ich seinen Sarkasmus, seine kleinen Gemeinheiten, aber genauso seinen Umgang mit Amma und den verschiedenen Situationen, in die sie immer wieder unversehens geraten.

Amma ist ein Gutmensch durch und durch – vielleicht sogar einen Ticken zu viel, sodass ich manche ihrer Taten etwas unglaubwürdig fand. Aber hey, umso lustiger waren Damiens und Kaz´s – ein kleiner fliegender Teufel – Verwunderung und Überforderung, wenn sie mal wieder nicht das macht, was man erwarten würde. Ich hatte natürlich schnell einen Verdacht, was es mit Amma auf sich hat, denn als Diebin taugt sie nun nicht wirklich etwas. Gleichermaßen gefiel mir total, wie sie Damien als etwas gesehen hat, dass er selbst nicht gesehen hat, sie war herzlich und freundlich und immer darauf bedacht, allen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Der Humor war nicht immer mein Fall, konnte mich manchmal dafür umso mehr überraschen. Der Schreibstil blieb für mich bis zum Ende leider nicht ganz so leicht zu lesen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die vielen langen, verschachtelten Sätze, das Drum herum Geschwafel, die Abgelenktheit der Charaktere, ergeben leider die ein oder andere Länge für mich.

Das Worldbuilding glänzt mit einer schönen Komplexität, die ich ehrlich gesagt, der Geschichte zuerst nicht zugetraut habe. Wir haben nicht nur ganz unterschiedliche Magien, es gibt auch gute wie böse Götter, Abkömmlinge von Göttern und Dämonen gleichermaßen, faszinierend verschiedene Ländereien und Geschöpfe, verbunden durch eine Reise, die viel gradliniger ablaufen könnte, wenn unser ach so böser Blutmagier, denn seinen eigenen Worten Folge leisten würde.



Fazit

Ebenfalls bin ich davon ausgegangen, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt – guess what. Es ist natürlich kein Einzelband, aber das stört mich nicht im Geringsten, denn gerade die langsam ansteigende Anziehung der beiden Protagonisten, die zarte Verbundenheit der kleinen Reisegruppe, aber ebenso Damiens Wandel versprechen ein weiteres spannendes und lustiges Abenteuer. Ich bleibe auf jeden Fall dran.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2026

Leider viel zu viel verschwendetes Potenzial

Legend of the White Snake
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Als ich vor kurzem in der Buchhandlung meines Vertrauens stöbern war, bin ich zunächst über dieses hübsche Cover gestolpert, bevor ich mir den Klapptext durchgelesen und es letztlich gekauft habe. Asiatisch ...

Als ich vor kurzem in der Buchhandlung meines Vertrauens stöbern war, bin ich zunächst über dieses hübsche Cover gestolpert, bevor ich mir den Klapptext durchgelesen und es letztlich gekauft habe. Asiatisch angehauchte Geschichten sind ja seit einigen Jahren auf dem Vormarsch, bisher haben mich allerdings nur wenige Bücher wirklich überzeugen können.

Grundsätzlich mochte ich die Idee wirklich gerne. Die Suche des Prinzen nach der weißen Schlange, um das Leben seiner geliebten kranken Mutter zu retten, kombiniert mit seiner unerwarteten Liebe zu Zhen sowie unerwarteten Intrigen am Hofe. Für mich persönlich bringt der Plot allerdings wenig Neues mit sich, nichts hat sich für mich originell oder überraschend angefühlt und insgesamt bleibt die Storyline ziemlich schnell auf der Strecke. Ich glaube mit etwas mehr Fingerspitzengefühl oder meinetwegen einhundert Seiten mehr, sähe die Lage schon wieder anders aus.

Auch emotional würde ich "Legend of the White Snake" eher als einfach und süß beschreiben. Leider findet sich hier weder die große heroische Liebesgeschichte noch tiefergehende Emotionen, trotzdem kann ich zugeben, dass die zarte Liebe – und auch die Freundschaften – durchaus Potenzial haben mich zu überzeugen. Wahrscheinlich könnte ich über das durchwachsene Worldbuilding hinwegsehen, wenn ich zumindest bei den Gefühlen so richtig abgeholt worden wäre.

Prinz Xian hat gute wie auch schlechte Seiten, wie wir im Verlauf der Geschichte sehr deutlich zu sehen bekommen. Auch was seinen Charakter betrifft möchte ich meinen, dass mehr Emotionen, mehr Zugänglichkeit und mehr Tiefgang ihn mir bestimmt sympathischer gemacht hätten. So kann ich zugeben, ja, ich mochte ihn, fand seine Wandlung durchaus gelungen, aber die große literarische Liebe ist es keineswegs.

Zhen ist ebenso ein lieber wie passiver Charakter. Ich habe es genossen, dass er sich seiner Schuld bewusst war und sich dieser Schuld gestellt hat, hatte aber ebenso den Eindruck, dass ihm ein paar Ecken und Kanten wirklich gut getan hätten. Auch sein Grund die Perle zu verschlingen, sein Leben als Schlangengeist, seine Freundschaft zur Schildkröte oder andere Dinge ihn betreffend sind halt greifbar, aber leider nie mehr.

Das Buch hat durchaus seine Spannungsspitzen, aber wenn man viele Elemente des Plots schon lange kommen sieht, bevor sie eintreffen, ist es schwer, sich davon anstecken zu lassen. Trotzdem kann ich deutlich einen Spannungsbogen erkennen, und kann mir vorstellen, dass es andere dazu bringen könnte, sich auf den letzten 100 Seiten komplett zu verlieren.



Fazit

Für Zwischendurch und womöglich als Neueinsteiger ins Romantasy-Genre eignet sich diese Geschichte vermutlich perfekt. Für jemanden wie mich, die nun schon eine ganze Menge dieser Bücher und ihrer Eigenarten kennt, reicht es für ganz nett.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2026

Schöner Abschlussband der Reihe

Novel Haven - Sound of Dreams
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Natürlich habe ich bereits die anderen beiden Bände dieser Reihe gelesen und geliebt. Allerdings durch ganz unterschiedliche private Gründe meinerseits habe ich echt lange gebraucht, um dieses Schätzchen ...

Natürlich habe ich bereits die anderen beiden Bände dieser Reihe gelesen und geliebt. Allerdings durch ganz unterschiedliche private Gründe meinerseits habe ich echt lange gebraucht, um dieses Schätzchen zu beenden.

Dadurch, dass ich so viel um die Ohren hatte, habe ich mich sehr schwer damit getan an der Geschichte dranzubleiben. Gerade in der zweiten Hälfte, die ja durchaus spannend und mitreißend ist, also genug Potenzial hat, um mich bei Laune zu halten, war bei mir irgendwie die Luft raus. Ich konnte dem Inhalt trotzdem super folgen und mochte beide Protagonisten bis zum Schluss – doch an die anderen Teile reicht dieses Buch leider nicht heran. Ich denke aber, dass ich diesem dritten Band in Zukunft erneut eine Chance geben könnte, um zu schauen, ob es sich bei der Gelegenheit anders liest und sich anders anfühlt.

Aria, als unsere weibliche Protagonistin, konnte ich in super vielen Momenten wunderbar nachvollziehen. Ihre Zweifel jemals das gleiche zu empfinden, wie offenbar alle anderen, ihre Frustration unterschätzt zu werden, aber ebenso ihre Liebe zu ihrem eigenen Leben, insbesondere zur Musik. Und natürlich liebe ich auch ihre Freundschaft zu Lara und Nataly, den beiden Protagonistinnen aus den vorangegangenen Teilen, aber ebenso ihre tiefe Liebe zu ihren Eltern und später zu Felix.

Felix hat es in seinem Leben seit vielen Jahren nicht mehr leicht, doch versucht nicht sich hinter seinen eigenen Fehlern zu verstecken. Ich konnte verstehen, warum er sich so unfassbar schwer damit tut Hilfe anzunehmen und habe mich trotzdem gefreut, als er es dann endlich getan hat. Klar, seine Lügen waren nicht in Ordnung, aber ich hatte nie das Gefühl, dass er ein schlechter Mensch ist, und bin mir ziemlich sicher, dass es Aria genauso geht.

Wie ich es bereits kenne, ist Anabelle Stehls Schreibstil große Klasse. Schön verständlich, flüssig und herrlich leicht zu lesen – genauso wie ich es mag. Auch emotional kann ich mich über meine eigene Konzentrationsschwäche hinaus nicht beklagen.



Fazit

In Zukunft werde ich auf jeden Fall nach anderen Büchern der Autorin Ausschau halten und kann euch diese ganze Wohlfühlreihe nur wärmstens ans Herz legen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.07.2026

Perfekt zum Entspannen

The Faraway Inn
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Ich kenne bereits zwei andere Bücher dieser Autorin, welche ich geliebt habe. Deshalb stand lange vor Erscheinungsdatum für mich fest, dass "The Faraway Inn" ebenso bei mir einziehen darf. Persönlich finde ...

Ich kenne bereits zwei andere Bücher dieser Autorin, welche ich geliebt habe. Deshalb stand lange vor Erscheinungsdatum für mich fest, dass "The Faraway Inn" ebenso bei mir einziehen darf. Persönlich finde ich dieses Buch eine Ecke schlechter als die anderen.

Zunächst einmal bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob die beiden anderen Bücher, die ich von Sarah Beth Durst schon gelesen habe, ebenfalls – wie dieses hier - Jugendbücher waren. Denn ich finde, dass man diesen Umstand sehr deutlich merkt. Unsere weibliche Protagonistin Calisa war mir sofort sympathisch und eigentlich mochte ich ihre Gedankenwelt wirklich gerne. Doch gerade ihre Gedanken über ihren Ex Ethan, aber genauso ihre Wahrnehmung Jack betreffend a la will er mich auch küssen, war er ein guter Küsser, wollte er bloß ihr Freund sein? Waren mir persönlich einen Ticken zu viel. Darüber hinaus ist Calisa herzlich, freundlich, sie achtet auf anderer Leute Gefühle und kann genauso kräftig mit anpacken.

Das "Faraway Inn", unser Setting, ist absolut traumhaft. Wobei ich nichts anderes erwartet habe. Gerade der Kontrast zwischen dem Anfang und der doch sehr baufälligen und überwucherten Pension und dem am Ende wiederbelebten Inn des Heimkehrens und Ausruhens. Gerade die vielen, vielen kleinen Details, wie die magische Teekanne oder die unterschiedlichen Arten Ahornsirup, die Beschreibungen von Räumen und Möbelstücken, aber ebenso die Liebe in jeder Zeile konnten mich von der ersten Sekunde an überzeugen. Nur noch besser wurde es durch die ganzen Portale in die anderen Welten und deren herrlich sonderbare Besucher.

Emotional bin ich an wirklich vielen Stellen abgeholt worden, allen voran bei allem was Jack und seinen vermissten Vater angeht. Doch auch Calisas Unsicherheit gepaart mit ihrem Wunsch ihrer Großtante zu helfen haben mich überzeugt. Doch es gab auch ein paar Momente, wo ich gewünscht hätte, dass diese länger ausgekostet worden wären. Als Beispiel, Calisas erste Reise durch eines der Portale, die Abwesenheit ihrer Freundinnen und Mütter, aber ebenso Jacks und Tante Zees Bemühen das Inn am Leben zu erhalten.



Fazit

Dennoch handelt es sich hierbei um ein wunderschönes Buch, welches ich euch aus tiefster Seele weiterempfehlen möchte. Zwar reicht es in meinen Augen nicht an "Spellshop" und "The Enchanted Greenhouse" heran, lässt sich aber dennoch ganz ausgezeichnet zwischendurch lesen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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