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Veröffentlicht am 24.08.2020

Surfen will gelernt sein

Träum nicht von Liebe
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Hier kommt nun die Rezension zum 2.Teil der Santa Barbara High von #AnnieLaine und auch dieser ist total gelungen. Diesmal bekommt Ethans Schwester Maya ihre eigene Geschichte, die einfach super süss ...

Hier kommt nun die Rezension zum 2.Teil der Santa Barbara High von #AnnieLaine und auch dieser ist total gelungen. Diesmal bekommt Ethans Schwester Maya ihre eigene Geschichte, die einfach super süss gelungen ist.
Um sich endlich etwas für ihre geliebte Fotoausrüstung zuzulegen, hilft sie nach der Schule in einem Surfladen aus. Zudem wird sie von ihrer Freundin gebeten, sie bei den Surfwettbewerben zu vertreten, da sie aufgrund eines Armbruchs nicht antreten kann. Nun hat Maya 3 Wochen Zeit um sich Surfkünste anzueignen. Und das bei dem attraktiven Surflehrer Matt, mit dem sie schon einen heftigen Zusammenstoß am Strand hatte.
Maya ist mir mit ihrer liebenswerten, tapferen Art schon im 1.Teil besonders aufgefallen, ihre Vorliebe für Eis ist einfach herrlich und jetzt im 2.Teil hat sie ihre eigene persönliche Geschichte, die sie auch selbst erzählt, dadurch lernt man sie noch besser kennen, wie sie mit ihrem Kindheitstrauma umgeht, wie selbstlos sie ist und stets für ihre Freunde da ist. Aber gerade erst 16 Jahre und Gefühle von Verliebtsein sind für sie absolut neu und ungewohnt, und nicht alles ist so einfach, wie man es sich erhofft.
Das gefällt mir besonders gut, hier passiert nichts überstürzt, und beide haben mit der Vergangenheit zu kämpfen und müssen gegenseitig Vertrauen aufbauen, was nicht einfach ist, weil man Angst hat, verletzt zu werden.
Parallel erlebt man auch, wie es mit Ethan und Emi weitergeht, denn die Stipendien stehen aus, also geht es auch um die Frage, für welche Richtung und Entfernung entscheiden sie sich. Gemeinsam oder getrennt, das was sie sich so sehr gewünscht haben oder verzichten? Das Gefühlswirrwarr ist toll umschrieben, und Emi hat sich auch so klasse entwickelt, wirkte sie im 1.Teil teilweise etwas spießig, so ist es jetzt schön zu lesen, wie sie und Maya Freundinnen geworden sind und sich gegenseitig stützen und miteinander reden.
Ganz besonders hat mir die Art von Mayas Mama gefallen, Mutter-Tochter-Gespräch, aber einfach genial und auch die beiden Schwestern von Emi bringen mit ihren Plänen und Argumenten den Leser wieder herrlich zum lachen.
Ein kleines bisschen hat mir hier etwas mehr Spannung gefehlt, die war im 1.Teil durch die ständigen Reibereien von Ethan und Emi vorhanden, im 2.Band ist das etwas zu schnell gegangen, aber beide Hauptakteure sind auch hier gut umschrieben worden, Szenen hat man deutlich vor Augen, die Spannung vor dem Wettbewerb, die kleinen Reibereien, die Übungen für das Surfen mit etlichen lustigen Szenen, so dass es eine romantische, süsse Young Adult Geschichte ist, mit liebenswerten Charakteren, die man einfach genießen muss.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

36 Fragen zum Verlieben

Frag nicht nach Liebe
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Was für ein tolles, unterhaltsames Buch, ein richtig guter High School Roman, der aber absolut nicht oberflächlich ist oder wie man es oft kennt und liest: Schönheit trifft auf Schulliebling und Schönling- ...

Was für ein tolles, unterhaltsames Buch, ein richtig guter High School Roman, der aber absolut nicht oberflächlich ist oder wie man es oft kennt und liest: Schönheit trifft auf Schulliebling und Schönling- nein mal völlig anders und deshalb auch so zu Herzen gehend.
Dies ist der 1. Teil der Santa Barbara High und ich kann nur sagen, unbedingt lesen.
Was mir besonders gefällt, ist zum einen der leichte, mitreißende Schreibstil, man lebt mit in diesem Buch, man versetzt sich so intensiv in die Protagonisten und die daraus entstehenden Emotionen überschütten einen regelrecht, egal ob traurig oder auch lustig, ob tiefgründig oder auch mal locker.
Zwei Schüler,Ethan und Emilia, die sich gegenseitig anfeinden und aufgrund eines Vorfalls nun ein gemeinsames Projekt erarbeiten müssen, wirkt vielleicht im ersten Moment als absehbar, klar, man kann sich schon vorstellen, wie es am Ende ausgeht, aber da täuscht sich der Leser, denn nichts ist so wie es scheint und auch die Aufgabe an sich, verlangt beiden eine Menge ab, der Kampf gegen die eigenen Gefühle ist hart, vor allem, wenn man bislang ganz andere Ziele hat.
Die ganzen Hintergründe, die beiden Familien und besonders die Geschwister sind einfach herrlich- chaotisch, nervig und doch spürt man den Zusammenhalt, besonders wenn Emis Schwestern sie ständig aufziehen und sich einen Spaß draus machen, die künstlerische Mutter mit morgendlichem verwuschelten Haaren- klasse, wenn es nichts von diesen Schickimickis hat, und wer mir auch besonders gefällt ist Ethans Schwester Maya- was für ein gefühlvolles, charakterstarkes junges Mädchen mit einem so großen Herzen, trotz allem, was sie durch gemacht hat. Ich bin auch so glücklich, dass sie ihre Geschichte im 2.Teil bekommt.
Besonders gefällt mir die Ich-Form, sie macht die ganze Geschichte noch persönlicher, weil man Emis Gedanken, Gefühle, dieses Hadern, ihre Überlegungen noch intensiver mitbekommt, als aus der neutralen Perspektive.
Und auch wenn das Ende irgendwie absehbar ist, man erlebt als Leser so viele Überraschungen, ich war teilweise selbst so überwältigt von den Gefühlen und genau das macht ein gutes Buch aus, hier steckt eine tolle Idee hinter, die unglaublich gut umgesetzt wurde und den Leser absolut abholt und berührt.

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Veröffentlicht am 14.08.2020

Not in verschiedenen Bereichen- aber nicht ganz überzeugend

Ein Highlander in Nöten
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Ein Aufruf aller heiratswilligen Kandidatinnen, die einen der Buchanan Brüder ehelichen sollen, um Land und Titel vererben zu können, bringt Dwyn Innes auf den Plan, die eher unfreiwillig diesem Aufruf ...

Ein Aufruf aller heiratswilligen Kandidatinnen, die einen der Buchanan Brüder ehelichen sollen, um Land und Titel vererben zu können, bringt Dwyn Innes auf den Plan, die eher unfreiwillig diesem Aufruf gefolgt ist, und aufgrund ihrer beiden Schwestern in Kleider gepresst wird, die figurlich vielleicht ihre Vorteile hervorbringen sollen, aber dabei eher zu peinlichen Momenten führen. Verspottet und aufgezogen flieht sie eigentlich um Ruhe zu finden, trifft hierbei aber auf Geordie, einem der Heiratskandidaten. Doch es gibt etliche, die selbst ein Auge auf die Buchanans geworfen haben oder ihre Besitzrechte erzwingen wollen und so ergeben sich mehrere Anschläge.

Die Idee dieser Geschichte ist schon interessant, gerade weil die jeweiligen Geschwister, egal ob Buchanan oder Inns nicht unterschiedlicher sein können, doch alle sind sich sicher, je mehr Clans man hinter sich stehen hat, desto sicherer ist es und man ist geschützter vor Angriffen. Es ist schon witzig, die jeweiligen Dialoge zu verfolgen, die zwischen den Geschwistern aber auch zwischen Dwyn und Geordie stattfinden. Gerade weil Dwyn weiß, dass sie oft nur auf ihre Oberweite und Haare runterreduziert wird hat sie sich ein gewisses Selbstbewusstsein angeeignet, was oft zu lustigen Gesprächen führt und sie nimmt wirklich kein Blatt vor den Mund. Sie ist gutherzig, hilfsbereit, kümmert sich seit jungen Jahren um ihre beiden Halbschwestern und ihren verwitweten Vater und ist sich dessen bewusst, dass sie keine besondere Schönheit ist.
Das gefällt mir, auch mal eine Story zu erleben, wo nicht immer nur die hübschesten Lairds und Ladys auftreten, sondern auch mal auf andere Seiten aufmerksam gemacht wird. Doch leider ist mir diese Geschichte an manchen Stellen etwas zu übertrieben, es gibt sehr viele Liebesszenen, die im Vergleich zur Story selbst zu häufig auftreten und auch einfach zu viel Betonung auf ihren Brüsten liegt. Es wird sooft Bezug darauf genommen, wie ihre enge Kleidung verrutscht, ihre Brüste zu sehen sind, sie wieder gerade gerückt werden müssen, dass es nach dem anfänglichen Witz darin irgendwann einfach nur etwas nervig wird und die Handlung leider dementsprechend auch etwas reduziert. Dadurch kommen die eigentliche Spannung, die gehäuften Anschläge nicht mehr so richtig zur Geltung und werden etwas beiseite gedrängt.
Es gibt den Anschein, für die Zeit etwas zu modern zu wirken, da hab ich mir doch etwas anderes unter der Inhaltsbeschreibung vorgestellt und mich nicht so ganz überzeugt. Auch die Anrede Mädchen oder Gemahl mochte ab und zu okay gewesen sein, aber nicht so oft und nicht in jeder Situation.

Fazit: Das Cover ist farblich schön gestaltet, der Titel trifft nicht so ganz den Inhalt der Story, es sei denn man hätte das Augenmerk auf Dwyn gelegt oder auf die körperlichen Nöte von Geordie, und man verspricht sich hierbei etwas mehr Action, doch die wenigen aktionsgeladenen Stellen waren teilweise sehr heftig, aber auch schnell wieder erledigt. So kam das Tempo wieder ins Stocken. Schade, da wäre deutlich mehr Potential gewesen, hat mich nicht wirklich überzeugen können.

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Veröffentlicht am 12.08.2020

Spürhunde, Landschaftszeichner und ganz viel Glück

Sommerglück auf vier Pfoten
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Dieses Buch ist so herrlich frisch und unterhaltsam, genau das Richtige, wenn man Tiere liebt und gleichzeitig etwas Romantik dazu mag.
Die Charaktere sind so gut getroffen, Szenen so gut eingefangen ...

Dieses Buch ist so herrlich frisch und unterhaltsam, genau das Richtige, wenn man Tiere liebt und gleichzeitig etwas Romantik dazu mag.
Die Charaktere sind so gut getroffen, Szenen so gut eingefangen und umschrieben, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte und wollte.
Für mich zusätzlich interessant, wie Mantrailing, also das Aufspüren von vermissten Menschen oder Tieren funktioniert und den hier aktiven Cocker Spaniel Charles in Aktion zu erleben, wie er reagiert, wie er vorbereitet wird und welches Vertrauen er zu Gemma, seiner Besitzerin hat, ist einfach genial und total interessant.
Und auch hier ist nicht alles so einfach und leicht- egal, ob es Gemmas Privatleben ist, das Aufspüren von Vermissten oder auch das Leben ihrer Freunde- jeder hat seine eigenen Probleme und genau das hat dieses Buch sehr abwechslungsreich gestaltet.
Pete, der berühmte Landschaftsmaler hat sich aufgrund seines Berufs immer zurückgesetzt gefühlt, war sein Vater doch ein Marshal bei der Royal Air Force und hat von seinen Söhnen auch erwartet, es im Leben zu etwas zu bringen. Petes jüngerer Bruder ist in die Fußstapfen gestiegen, doch Pete bleibt seinen Zeichnungen treu und so wird hier aus seiner und Gemmas Sicht ihre Geschichte erzählt. Super gemacht.
Gemmas Tochter Lily ist auch absolut liebenswert- zeichnen liegt auch ihr im Blut, aber dabei bleibt sie bescheiden und erobert so das Herz aller und das der Leser.
Auch wenn man sich denken kann, wie die Geschichte ausgeht und sich ein Happy End abzeichnet, gerade weil es durch den Kapitelwechsel zwischen Pete und Gemma absehbar ist, so verläuft alles völlig anders, als man erwartet oder denkt. Und das macht ein gutes Buch aus- vorhersehbar- in gewisser Hinsicht vielleicht schon, aber die Art und Weise, wie es bis dahin verläuft, völlig unerwartet und überraschend.
So ging es mir bei etlichen Persönlichkeiten, überraschend, berührend, authentisch, emotional, witzig, man könnte noch viel mehr aufzählen!
Ich hab mich super unterhalten gefühlt, sowohl das Cover als auch der Schreibstil überzeugen, frische Farben, die zu der Story perfekt passen- ein komplettes GEFÄLLT MIR PAKET.

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Veröffentlicht am 12.08.2020

Frauenbewegung und Sabotage

Gegen die Spielregeln
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Fast könnte man meinen, es könnte hier ein bisschen wie Aschenputtel ablaufen, denn Alessas Vater ist auf Geschäftsreise bei einem Brand ums Leben gekommen und das Leben bei ihrer Stiefmutter, der sie ...

Fast könnte man meinen, es könnte hier ein bisschen wie Aschenputtel ablaufen, denn Alessas Vater ist auf Geschäftsreise bei einem Brand ums Leben gekommen und das Leben bei ihrer Stiefmutter, der sie schon immer ein Dorn im Auge war, ist alles andere als angenehm. Allerdings fehlen hier die Stiefschwestern, nichts desto trotz ist auch hier Alessa eine liebenswerte, hilfsbereite, engagierte Frau, die unter Florence Nightingale im St.Thomas Hospital arbeitet und von einem Medizinstudium in New York träumt.
Die Geschichte ist ziemlich umfangreich, man muss bei den vielen Werften und Schiffsunternehmen und deren Besitzern ziemlich aufpassen, dass man nicht durcheinander kommt, denn gewisse Anschläge lassen natürlich alle in Verdacht kommen, jeder könnte einen Grund haben, warum er dem anderen schaden möchte. Das ist teilweise etwas verworren und man muss wirklich aufpassen, dass man die Zusammenhänge versteht.
Hier startet auch die Begegnung zwischen Alessa und der attraktive, geheimnisvolle Ryon, dessen Mutter Indianerin ist und er dies auch deutlich zu spüren bekommt. Sein Vater ist bei einer Sabottage auf dem Bothniaschiff ums Leben gekommen und die Frage ist, warum!
Viele Missverständnisse sorgen dafür, dass sich die Aufklärung hinzieht und sobald man als Leser einigermaßen auf Reihe ist, um die Zusammenhänge zu verstehen, kommt eine neue Wendung und am Ende ist man über die Auflösung total überrascht und leider war ich darüber auch ein klein wenig enttäuscht, weil es hier auch abrupt endet und man sich zum Schluss nicht sicher ist, wars das jetzt schon oder kommt da noch eine Fortsetzung?
Der Schreibstil ist soweit verständlich, da kann man gut folgen, nur hat man eben Schwierigkeiten, die ganzen Unternehmen auseinander zu halten und auch die Hintergründe zu verstehen. Trotzdem gut recherchiert, viele Personen und Unternehmen gab es tatsächlich, ob es sich so zugetragen hat, weiß ich nicht, aber es las sich fast so und sowas mag ich gerne.
Das Cover ist hier für viktorianische Krimis in dem Stil, den man vom Dryas Verlag kennt und ich finde es wirklich gelungen, weil es eben diesen Wiedererkennungswert hat.
Inhaltlich kommt hier eine Zeit der Frauenbewegung ins Spiel, wo Frauen um ihre Rechte und den Schutz vor Ausbeutung kämpfen, gerade was den sozialen Stand in der Gesellschaft auch betrifft. Das hat mir gut gefallen.
Die parallele Geschichte und beides zusammen passt gut und ist auch interessant und spannend geschrieben.
Der Witz und den jeweiligen Schlagabtausch zwischen dem Ermittler Baker und Alessa waren herrlich, auch wenn man ihn anfangs für einen arroganten, frauenfeindlichen Typen gehalten hat. Doch es hat die Geschichte etwas aufgelockert.
Das Ende war leider nicht ganz nach meinem Geschmack, denn so umfangreich wie alles bis dahin beschrieben wurde, so wirkte es am Ende gerafft und abrupt beendet, und hat auch leider nicht so zufriedengestellt, wie man es erhofft und auch eigentlich erwartet hat. Da blieben doch etliche Fragen offen, was dazu führt, ob es hier eine Fortsetzung gibt oder es als Ende so stehen bleibt.

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