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Malaika

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2018

Russischer Adel nach der Revolution

Sommerglanz
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Als Anna in London ankommt beschliesst sie ihr Leben neu anzupacken. Die russische Adelstochter organisiert sich einen Job als Hausmädchen und sieht die Welt, zum ersten mal, aus ganz anderen Augen.

Anna ...

Als Anna in London ankommt beschliesst sie ihr Leben neu anzupacken. Die russische Adelstochter organisiert sich einen Job als Hausmädchen und sieht die Welt, zum ersten mal, aus ganz anderen Augen.

Anna ist ganz anders als man erwarten würde. Sie ist kein bisschen arrogant - nicht das typische Szenario, ein reiches Mädchen ist plötzlich Arm scheut sich jedoch vor jeglicher Arbeit. Sie ist vollkommen bereit hart zu arbeiten, um ihr neues Leben finanzieren zu können. Ihre englische Gouvernante ist nicht nur erstaunt über dieses Verhalten sondern findet, dass eine junge Frau aus Anna's Stand nicht 'normal' arbeiten sollte. Anna, jedoch lehnt dies mit einem Kopfschütteln ab, sie findet das man sich anpassen soll…

Wer schon mehrere Bücher von Eva Ibbotson gelesen hat, wird nicht enttäuscht sein. Das Buch hat den gleichen Charm und Energetik wie alle anderen historischen Romane die ich bis jetzt von ihr gelesen habe. Ibbotson schafft es einem an die Hand zu nehmen und in eine unbekannte jedoch sehr reale Welt abtauchen zu lassen

'Sommerglanz' ist eines der besten Bücher die ich bis jetzt in diesem Jahr gelesen habe und ich kann es nur wärmstens, an alle die historische Romane genauso mögen wie ich, weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 16.12.2017

Toller start in eine neue Reihe

Göttin der Dunkelheit (Die Chroniken der Götter 1)
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Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven beschrieben: aus der Sicht der Priesterin und Magierin Areshva, die ihre Göttin Lystella über alles verehrt und bereit ist, alles für diese aufzugeben.
Die zweite ...

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven beschrieben: aus der Sicht der Priesterin und Magierin Areshva, die ihre Göttin Lystella über alles verehrt und bereit ist, alles für diese aufzugeben.
Die zweite Perspektive ist die des Schmiedes Silvrin. Er hat sich in die Tochter seines Herrn verliebt, wird jedoch enttäuscht, als diese dem Goldschmied Trixon versprochen wird. Dann begeht er eine Dummheit, nachdem er in die Armee einberufen wird.

Sowohl Areshva als auch Silvrin waren mir vom Anfang an sehr sympathisch. Areshva fand ich jedoch als Protagonistin wesentlich interessanter. Mir hat gefallen, dass sie bereit ist, so viel für das zu opfern, was ihr wichtig ist. Diese Eigenschaft finde ich sehr bewundernswert, auch wenn Areshva dadurch manchmal ohne nachzudenken Sachen macht und deswegen auch hin und wieder etwas naiv wirkt.

Der Schreibstil war sehr bildhaft, ich hatte dauernd das Gefühl, dass ich neben Areshva und Silvrin stand, ging und flog.

Die Welt, in denen die beiden leben, ist einmal etwas ganz Neues - Priesterinnen mit Flügeln, magischen Kräften und direktem Kontakt zu ihrer Göttin Lystrella, der Lichtgöttin.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist ideal für alle, die Fantasy lieben und in eine neue Welt abtauchen möchten. Ich freue mich jedenfalls schon auf den zweiten Band!

Veröffentlicht am 15.12.2017

Interesannte Ideen

Abenteuer Halbmond
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Der rebellische Teenager Isabell wird durch ihre Eltern zu einem Psychologen geschickt, der durch Hypnose dahinter kommen soll, was mit ihr ‘falsch' ist. Zusammen mit ihm taucht sie in ihre Kindheitsjahren ...

Der rebellische Teenager Isabell wird durch ihre Eltern zu einem Psychologen geschickt, der durch Hypnose dahinter kommen soll, was mit ihr ‘falsch' ist. Zusammen mit ihm taucht sie in ihre Kindheitsjahren und später in ihr früheres Leben ab.

Die Idee des Buches war etwas ganz Neues für mich - eine Geschichte, die durch die Form der Hypnose beschrieben ist, hatte ich noch nie gelesen.
Evadeen Brickwood hat, soweit ich das beurteilen kann, sehr gut für ihr Buch recherchiert. Ich hatte wirklich das Gefühl, zusammen mit Isabell in ihr früheres Leben in Pakistan zu verschwinden.

Isabell an sich fand ich nicht besonders sympathisch, aber das war für die Geschichte nicht wirklich sehr wichtig, da es sich eigentlich mehr über die Hypnosen als irgendetwas anderes dreht.

Das Buch ist eine ideale Lektüre für Ferien am Strand oder zuhause im Garten und sehr geeignet für Leute, die gerne auf eine ungewöhnlich Art in die Vergangenheit eintauchen wollen.

Veröffentlicht am 13.12.2017

Fesselnd...

Vakouja - Ränkespiele
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Lian, ein Fischersohn, geht auf König Zarons Hof in die Lehre, um die Kunst des Schmiedens zu meistern. Doch dort erwartet ihn ein Grauen, das er sich nie im Leben vorgestellt hätte…

Der Roman spielt ...

Lian, ein Fischersohn, geht auf König Zarons Hof in die Lehre, um die Kunst des Schmiedens zu meistern. Doch dort erwartet ihn ein Grauen, das er sich nie im Leben vorgestellt hätte…

Der Roman spielt in einem magischen Mittelalter voller alter und neuer Fabelwesen und alter und neuer Bräuchen. Diese Kombination zwischen alt und neu finde ich einfach großartig und eine wunderbare Idee. So kann man sich mit Sachen identifizieren, die man schon kennt, und kann zur gleichen Zeit Neues entdecken - alla Drachen und Libellus.

Lian war mir von Anfang an sympathisch, auch trotz seiner Fehler und manchmal nicht nachvollziehbaren Entscheidungen.
Mir hat sehr gefallen, dass der Bösewicht Zaron nicht wie gewöhnlich ein böser Zauberer sondern ein Kräutermischer ist. Auch das zeichnet das Buch von anderen Büchern ab. Obgleich es im selben Genre wie zum Beispiel Tolkiens Werk ist, und damit auch gewisse Ähnlichkeiten teilt, ist dieses Buch einfach etwas ganz Neues.

Die Debütautorin hat eine einzigartige Welt geschaffen, in die man wunderbar abtauchen und die Geschehnisse hautnah miterleben kann. Ich werde jedenfalls nach dem zweiten Buch Ausschau halten!

Dieses Buch ist perfekt für Fantasyfans, die einmal etwas ganz anderes lesen wollen. Absolut empfehlenswert!

Veröffentlicht am 10.12.2017

Wundersam...

Die verkehrte Stadt
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Diese Rezension ist durch meine Mutter geschrieben:

Grimsly ist der einzige Bewohner von Quiver Town, der keine magische Kräfte besitzt. Er ist der Tierbestatter der Stadt und wird als Hüter der Knochen ...

Diese Rezension ist durch meine Mutter geschrieben:

Grimsly ist der einzige Bewohner von Quiver Town, der keine magische Kräfte besitzt. Er ist der Tierbestatter der Stadt und wird als Hüter der Knochen gesehen. Grimsly hat als erster in der Geschichte von Quiver Town das Löffelverbiegerexamen der sechsten Klasse nicht geschafft und schämt sich, um Professor Snelling, seinen Ziehvater und Lehrer der Löffelverbiegerschule enttäuscht zu haben. Kurz darauf ändert sich alles in Quiver Town - alle Schüler nach ihm bestehen die Prüfung nicht, die Kreiselfälle fliessen nur mehr in eine Richtung, die Hunde gebähren keine lila Ferkeln mehr sondern Welpen, das Sechs-Uhr-Beben bleibt aus, etc. Während die Bewohner von Quiver Town davon überzeugt sind, dass Grimsly für all diese Veränderungen verantwortlich ist, beschliesst er, um den Seher aufzusuchen und mit dessen Hilfe die Stadt zu retten. Wird es ihm gelingen, das Magische wieder nach Quiver Town zurückzubringen?

Alyson Noel hat eine wunderbare Fantasiegeschichte geschrieben, die uns sofort hineingezogen hat. Sie ist sehr einfallsreich und sprudelt stellenweise nur so über von Spannung. Die Autorin hat ein Talent um alle Szenen bis ins kleinste Detail zu beschreiben, sodass man sich alles bildhaft vorstellen kann.

Grimsly, der Hauptprotagonist, ist sehr sympathisch und so ‘normal’, dass man sich gut in seine Gedankenwelt hineinfühlen kann. Man erlebt die Geschichte aus seiner Perspektive, fiebert mit ihm mit und wird mit ihm überrascht durch konstante, unerwartete Wendungen in der Geschichte.

Meiner Tochter hat es besonders gut gefallen, dass es hier nicht (nur) um das Schicksal/Entwicklung einer Person geht, sondern um die Zukunft einer ganzen Stadt. Daneben fand sie es grossartig, dass die Hauptperson nicht die mit besonderen Eigenschaften/Kräften ist, sondern so ‘normal’ scheint wie sie oder ich - im Laufe des Buches stellt man sich dann auch öfter die Frage, was eigentlich ‘normal’ ist?

Meine Tochter (10), ein Harry Potter Fan hat diese Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen - sie lebt selbst oft in einer Fantasiewelt und konnte sich darum sehr in diese Welt einleben und alles hautnah erfahren und geniessen.

Wir können ‘Die verkehrte Stadt’ allen, die gerne in eine andere Welt abtauchen wollen und von Spannung geniessen wollen, wärmstens empfehlen.