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Marie10_06

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Veröffentlicht am 30.12.2025

„Ich musste in meinem Leben auch schon oft unangenehme Arbeit erledigen. Dabei ist es so wichtig, etwas zu tun, das uns glücklich macht!“

Evil Eye
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Zum Cover:
Ich finde, das Buch schaut total schön aus.

Zum Inhalt:
In dem Buch „Evil Eye“ von Etaf Rum geht es um Yara, die nach außen hin ein perfektes Leben führt: abgeschlossenes Studium, guter Job, ...

Zum Cover:
Ich finde, das Buch schaut total schön aus.

Zum Inhalt:
In dem Buch „Evil Eye“ von Etaf Rum geht es um Yara, die nach außen hin ein perfektes Leben führt: abgeschlossenes Studium, guter Job, erzieht parallel die beiden Töchter und bereitet dann noch das Abendessen, für ihren Mann, der nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, vor. Aber warum fühlt sich all das nicht richtig an? Woher kommt all ihre Unzufriedenheit, ihre Wutausbrüche, ihre zunehmende Verzweiflung? Nach einem Zwischenfall auf der Arbeit wird Yara gezwungen, eine Auszeit und psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. Dadurch kommt ein Stein ins Rollen, wodurch sie beginnt, sich ihren Gefühlen zu stellen.

Meine Meinung:
Der Schreibstil hat mich von Seite eins an sofort gecatcht, er war super flüssig. Ich bin dadurch nur so durch das Buch geflogen.
Yara, unsere Hauptprotagonistin, welche uns als Ich-Erzählerin durchs Buch führt, konnte mich emotional und auch sonst einfach als Person total abholen. Die Tagebucheinträge, die immer wieder zwischen den Kapiteln waren, haben nochmal mehr Tiefe und Informationen eingebracht. In dem Buch kann man viel über Yara und ihre Vergangenheit lernen und somit auch, woher genau ihre Gefühle eigentlich stammen. Was super schön zu sehen war, war, wie sie anfängt, immer mehr für ihr Leben zu kämpfen und versucht, ihre Ängste, auch für ihre Töchter, abzubauen.
Auch Yaras Oma und ihre Erzählungen über den Krieg und die anschließende Flucht aus Palästina waren total emotional und haben mich zum Teil auch wütend gemacht.

Insgesamt fand ich das Buch einfach total gut. Es hat mich zum Nachdenken angeregt und mir nochmal vor Augen geführt, welchen enormen Druck Mütter und auch Frauen jeden Tag ertragen müssen.
Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

„Aber das Leben ist kein mathematisches Problem, Atlanta!“

Tage wie Salzwasser
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Zum Cover:
Mir gefällt das Cover, trotz Mensch darauf, echt gut.

Zum Inhalt:
In dem Buch „Tage wie Salzwasser“ von Sita Maria Frey geht es um die Mathematikerin Atlanta, die tränenüberströmt in eine Fahrradfahrerin ...

Zum Cover:
Mir gefällt das Cover, trotz Mensch darauf, echt gut.

Zum Inhalt:
In dem Buch „Tage wie Salzwasser“ von Sita Maria Frey geht es um die Mathematikerin Atlanta, die tränenüberströmt in eine Fahrradfahrerin rennt. Atlanas Freund Malte hatte vor wenigen Monaten eine radikale Entscheidung getroffen, trotz Atlanas Schwangerschaft. Nun der Unfall, wenn sie doch einfach nur weg will. Zu der Adresse auf Sizilien, welche von Malte in seinem Notizbuch zurückgelassen wurde?
Enza, die Frau auf dem Fahrrad, ist gerade auf dem Weg in den Süden. Sie würde lieber zu Hause bei ihrer Mutter bleiben, welche bald sterben wird. Aber diese wünscht sich, dass Enza aufbricht und die Familienbande wiederbelebt, an der sizilianischen Ostküste. Und dann auch noch ausgerechnet an einem der Orte, die in Maltes Notizbuch stehen. So machen sich also die beiden Frauen im strömenden Regen auf einer alten Honda Rebel zusammen auf den Weg. Und plötzlich ist da auch ein bisschen Leichtigkeit und vielleicht sogar Glück.

Meine Meinung:
Der Anfang, bis ich in der Geschichte war, war für mich eher etwas holprig. Die Geschichte konnte mich einfach nicht wirklich in den Bann ziehen und auch der Schreibstil war für mich nur so lala.
Das war aber zum Glück nur bis ca. zur Hälfte, dann wurde es für mich besser und ich fand das Buch dann echt gut und auch spannend. Was mir dann gut an dem Schreibstil gefallen hat, war der bildhafte Stil, mit dem die Autorin alles beschrieben hat.
Die zwei Frauen (Atlana und Enza) waren für mich interessante und auch spannende Charaktere, mit denen ich ab der Hälfte des Buches richtig mitgefiebert habe. Zwar waren auch da einige Szenen für mich sehr unrealistisch und unmöglich (die lange Strecke als Schwangere auf dem Motorrad ?!), aber im Großen und Ganzen fand ich es spannend. Der Epilog war wichtig und hat noch viel ausgemacht.

Insgesamt ein schönes Buch über das Verlassen und Verlassenwerden, welches mich aber nicht ganz überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Inspirierendes Buch

Aufstiegskampf
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Zum Inhalt:
In dem Buch „Aufstiegskampf“ von Lena Cassel geht es um Lena Cassel, welche für eine neue Generation an Sportjournalistinnen steht. Ihre Geschichte über den Aufstieg in der Männerwelt des ...

Zum Inhalt:
In dem Buch „Aufstiegskampf“ von Lena Cassel geht es um Lena Cassel, welche für eine neue Generation an Sportjournalistinnen steht. Ihre Geschichte über den Aufstieg in der Männerwelt des Fußballs erzählt auch von der Wandlung eines Landes und seines liebsten Sports. Lena Cassel wäre ohne den Fußball heute nicht die, die sie jetzt ist. Fußball wäre ohne Frauen wie sie nicht der, der er heute ist, nämlich für alle. Lena Cassel kommt aus einfachen Verhältnissen, in denen sie früh ihre Leidenschaft für den Fußball entdeckt. Sie kann sich als Mädchen unter Jungs und dann als Frau unter Männern durchsetzen. Nach ihrem Wechsel zur Sportschau, sitzt sie lange auf der Reservebank: in der Archiv-Redaktion. Sie sei „zu laut“ und „zu bunt“ für vor der Kamera. Heute ist genau das ihr Markenzeichen. Sie blickt in dem Buch aber nicht nur auf den Platz, sondern auch neben ihn. Auf all die Abende allein mit ihrer Schwester, da ihre alleinerziehende Mutter nachts als Krankenschwester arbeitet. Und auch auf ihre erste Liebe – eine Torhüterin, welche nachts heimlich zu ihr durchs Fenster klettert. Aber auch den zu frühen Verlust ihres Vaters, welchem sie nicht mehr auf Wiedersehen sagen konnte.

Meine Meinung:
Mir hat das Buch echt gut gefallen und ich fand es vor allem auch echt inspirierend. Die Einblicke in die Welt des Sports und vor allem, wie es hinter den Kulissen so aussieht (der Druck, der ausgeübt wird,….).
Der Schreibstil konnte mich sofort abholen, da das Buch zwar ernst geschrieben ist, aber es trotzdem super leicht, zum Teil lustig und einfach echt geschrieben ist. Das Buch liest sich wie ein Gespräch mit einer guten Freundin, da es die perfekte Mischung aus Ehrlichkeit, Offenheit und witzigen Sprüchen ist.

Insgesamt ein sehr spannendes und sympathisches Buch.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

„Damals waren wir Kinder, aber jetzt sind wir erwachsen“

Before we were innocent
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Zum Cover:
Das Cover finde ich an sich ganz schön und es passt auch gut zu der Geschichte, aber ich bin leider einfach kein Fan von Menschen auf Covern.

Zum Inhalt:
In dem Buch „Before we were innocent“ ...

Zum Cover:
Das Cover finde ich an sich ganz schön und es passt auch gut zu der Geschichte, aber ich bin leider einfach kein Fan von Menschen auf Covern.

Zum Inhalt:
In dem Buch „Before we were innocent“ von Ella Berman geht es um Bess, welche total überrascht ist, als plötzlich ihre alte Freundin Joni vor ihrer Tür steht. Die beiden haben sich, seit sie vor zehn Jahren von jeglicher Mittäterschaft freigesprochen wurden, nicht mehr gesehen. Jetzt steht aber Joni vor Bess’ Tür und bittet sie um einen Gefallen; sie braucht ein Alibi. Bess ist Joni noch etwas schuldig und kann gar nichts anderes als Ja sagen. Außerdem beginnt sie sich zu fragen, ob damals wirklich alles so war, wie sie immer glaubte…

Meine Meinung:
Ich konnte super in die Geschichte reinstarten und fand sie auch auf den ersten Seiten total spannend. Vor allem die zwei Zeiten, in denen die Geschichte erzählt wird (Vergangenheit und Gegenwart), haben mich sofort in den Bann ziehen können. Man hat immer mehr erfahren und ich habe total mitgefiebert.
Die Charaktere fand ich, muss ich ehrlich sagen, nur okay. Ich konnte mich nicht richtig in die einzelnen Figuren hineinversetzen. Mit der Freundesgruppe bin ich bis zum Schluss gar nicht warm geworden, da mir hier vieles ein Rätsel geblieben ist (besonders auf Evangeline bezogen).
Aufgrund der Charaktere und der Handlung, die sich ab einem gewissen Punkt sehr schleppend entwickelt hat, bin ich ab der Hälfte des Buchs nur noch sehr langsam mit dem Lesen weitergekommen. Die Rückblicke, die ich so toll fand, waren dann an einigen Stellen einfach unnötig lang.
Der Plottwist am Ende hat mich jetzt auch nicht mehr so richtig überzeugt, aber na gut.
Was mir gut gefallen hat, ist, dass es in dem Buch um Freundschaften (tiefe Verbindungen), Schuld und auch um die Auswirkungen seiner vergangenen Entscheidungen geht und dass es an einigen Stellen auch etwas emotional wurde.

Insgesamt fand ich das Buch ganz gut für zwischendrin, hatte mir aber mehr erhofft und auch erwartet.

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