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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2020

Voraussehbar

ONE OF US IS NEXT
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Der Trubel nach Simon Kellehers Tod hat sich endlich gelegt und niemand redet wirklich mehr darüber. Alles scheint gut zu sein, als eine anonyme Nummer, die Schüler der Bayview High, auffordert, sein Spiel ...

Der Trubel nach Simon Kellehers Tod hat sich endlich gelegt und niemand redet wirklich mehr darüber. Alles scheint gut zu sein, als eine anonyme Nummer, die Schüler der Bayview High, auffordert, sein Spiel “Wahrheit oder Pflicht” mitzuspielen. Wenn man ihn ignoriert oder Wahrheit wählt, wird ein Geheimnis über die erzählt. Dieses Spiel erinnert sehr an die Klatsch und Tratsch Seite von Simon Kelleher. Doch das Spiel endet mit einem Tod...

Anfang dieses Jahres hatte ich den ersten Teil, dieser Reihe, gelesen und war begeistert. Von dem anderen Buch der Autorin war ich nicht ganz so begeistert, deshalb hatte ich gehofft, dass “One of us is lying” besser wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die ersten 40 Seiten waren nicht wirklich fesselnd, man wurde vor allem mit den Charakteren vertraut gemacht und erfahren, was mit den Bayviewfour passiert ist. Nach den ersten Seiten wurde es ziemlich spannend.

Ich fand es gut, dass auch über die alten Protagonisten geschrieben wurde und nicht nur von Phoebe, Knox und Maeve.
Ich habe mich sofort mit Maeve Verbunden gefühlt. Ihr Schicksal hat mich sehr berührt. Allerdings fand ich die Beziehung zwischen ihr und Luis ziemlich überraschend.
Phoebe fand ich auch einen tollen Charakter, genauso wie Knox. Das Verhältnis der beiden fand ich weniger überraschend und auch sehr realistisch.
Bei anderen Charakteren hat mich die Entwicklung etwas überrascht, vor allem bei Jules. Ich hätte damit gerechnet, dass sie nicht so nett ist.

Ich hatte bei der Geschichte etwas Angst, dass es dem ersten Band zu sehr ähnelt. Die Befürchtung, dass Phoebe und ihre Freundin sich so entwickeln, wie Addy, war ständig da. Aber zum Glück war es nicht so.
Meiner Meinung nach, war es ziemlich offensichtlich, wer hinter Bayview2020 gesteckt hat. Ich konnte mir, was passiert ist, schon vor Knox, Maeve und Phoebe zusammen Reimen, weshalb mich das Ende nicht wirklich überrascht hat.
Leider finde ich, dass es ein paar offene Enden gibt, z.B. verstehe ich nicht, warum Sean Knox verprügelt hat.

Das Cover gefällt mir sehr gut, da es simpel gehalten ist und zu den restlichen Büchern der Autorin passt.

Insgesamt fand ich das Buch gut, aber mir hat der Überraschungseffekt gefehlt, da das Ende einfach zu voraussehbar war. Es konnte mich trotzdem gut unterhalten, weshalb es nur einen Stern abgezogen bekommt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2020

Unterhaltende Dreiecksbeziehung

Thoughtful
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Kellan ist in einer mehr oder weniger bekannten Band und wird von vielen Frauen angehimmelt, dies nutzt er gerne aus und hüpft von Bett zu Bett. Als eines Tages sein bester Freund anruft, um ihn zu erzählen, ...

Kellan ist in einer mehr oder weniger bekannten Band und wird von vielen Frauen angehimmelt, dies nutzt er gerne aus und hüpft von Bett zu Bett. Als eines Tages sein bester Freund anruft, um ihn zu erzählen, dass er zurück nach Seattle ziehen wolle und auf der Suche nach einer Wohnung wäre, bietet er ihn sofort das leere Zimmer in seinem Haus an, aus dem gerade erst seine Mitbewohnerin ausgezogen war. Danny nimmt dieses Angebot dankend an. Kellan stört es keineswegs das Dannys Freundin, Kiera, mit einziehen würde. Kiera war für ihn tabu, da sie seinem besten Freund gehörte, der wie ein Bruder für sie war. Doch Kiera und Kellan kommen sich immer näher und es entsteht ein Drama um diese Dreiecksbeziehung.

Thoughtful war das erste Buch, was von der Autorin gelesen habe.
Die ersten paar Seiten hatten mich ziemlich gefesselt, da sie von Kellans grausamer Vergangenheit berichteten. Er war mir sofort sympathisch, obwohl sein ständiges geflirtet mit anderen Frauen manchmal nervig wurde. Er war ein Mensch, der sehr von seinen Emotionen getrieben wurde. Wenn er einmal wütend war, dann konnte ihn nichts mehr halten.
Kiera war mir am Anfang sehr sympathisch, da sie einen intelligenten und fröhlichen Eindruck machte, allerdings fand ich, dass sie im Lauf des Buches ziemlich naiv war.
Dannys Charakter kam im Buch leider etwas kurz. Mir hätte es gefallen, wenn man etwas mehr über ihn erfahren hätte.

Im Buch sind sehr viele Tränen geflossen. Es kam mir fasst so vor, als hätten Kellan und Kiera nur geweint, was auf Dauer etwas nervig wurde. Auch als Kellan einen seiner Wutanfälle hatte, stand ich kurz davor, das Buch nicht zu beenden, da dies ebenfalls etwas anstrengend war.

Insgesamt war das Buch voller Klischees. Kellan, der Mann der von einem Bett ins andere hüpft, sich aber sofort für eine Frau ändert. Kiera, die Freundin des besten Freunds, die etwas naiv und bildhübsch war.
Aber als ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, war mir klar, das es voller Klischees sein würde, deshalb hat mich das nicht weiter gestört.
Das Ende war ziemlich voraussehbar und hat mich keineswegs überrascht.
So richtig konnte ich mit den Charakteren nicht mitfiebern, aber wurde trotzdem unterhalten.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere