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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2017

Gelungene Fortsetzung - noch stärker als der Vorgänger

Die Magie der Lüge
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Gesamteindruck:
Wie geht die Geschichte weiter? Endlich habe ich es erfahren!
Das Cover ist wieder mal eine Augenweide und ähnlich dem ersten Teil, außer, dass die Farbe und die Namen, die sich über das ...

Gesamteindruck:
Wie geht die Geschichte weiter? Endlich habe ich es erfahren!
Das Cover ist wieder mal eine Augenweide und ähnlich dem ersten Teil, außer, dass die Farbe und die Namen, die sich über das Titelbild schlängeln, anders sind.
Der Schreibstil hat sich, meiner Meinung nach, noch etwas verbessert. Nicole Gozdek scheint sprachlich noch eine Schippe draufgelegt zu haben und entführt und erneut in die Welt der magischen Namen.
In diesem Teil erleben wir die Geschichte aus einer weiteren Passario Sicht, doch anders als im Vorgängerband, in dem wir von Tirasan in die magische Welt eingeführt, erleben wir die Fortsetzung nun aus der weiblichen Sicht Andertas. Sie hat einiges erlebt, was sie zu der Person gemacht hat, die wir zu Beginn des Buches kennenlernen. Ich muss gestehe, sympathisch geht anders 
Es hat sehr, sehr lange gedauert, bis ich mit ihr warmwurde. Ähnlich wie schon Tirasan in Band 1 hat auch sie mich ein wenig an meine Grenzen gebracht, denn viele Dinge konnte ich (gerade auch als Mama) nicht nachvollziehen. Nicole Gozdek hat die Figuren wieder einmal sehr lebendig gestaltet, ihnen ein eigenständiges und extrem kantiges Wesen auf dem Leib geschrieben. Ebenso wie sich die Autorin entwickelt hat, hatte ich auch das Gefühl, die Figuren sind gereift. Man kann genau verfolgen, wie sich die einzelnen Personen verändern, Sichtweisen wechseln. Ich war beeindruckt, wie geschickt ethische Aspekte und Fragestellungen eingebaut wurden, wie ich subtil und sehr unterhaltsam zum Nachdenken angeregt wurde. Liebe, Vertrauen, Verrat – manchmal sind Dinge nicht so, wie sie scheinen – muss nur den Blickwinkel ein wenig verrutschen und schon erlebt man eine völlig andere Wahrheit.

Mein Fazit:
Wirklich eine gelungene Fortsetzung, die mich stärker überzeugen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass sich in diesem Teil die losen und teils unbefriedigend zusammengeschlossenen Handlungsfäden aus Teil 1 jetzt endlich zu einem sinnigen und einheitlichen Geschichtsteppich verwoben haben. Fragen wurden beantwortet, Lösungen gefunden. Ich habe die gelungene Fortsetzung sehr gerne gelesen und finde, Nicole Gozdek hat eine tolle Welt erschaffen. Ich bin immer noch beeindruckt, mit wie viel Kreativität sie die außergewöhnlichen und fremdartig klingenden Namen kreiert hat. Klare Leseempfehlung für Fans von magischer Jugendfantasy.

Veröffentlicht am 10.10.2017

Dark Fantasy - ein Märchen, das es in sich hat

Königsblau
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Gesamteindruck:
Was für ein Cover – dunkel, geheimnisvoll und gefährlich, dazu dieser interessante Mann mit Bart, von dem man nicht weiß, ob man ihn heiß oder beängstigend finden soll.
Um es kurz zu machen: ...

Gesamteindruck:
Was für ein Cover – dunkel, geheimnisvoll und gefährlich, dazu dieser interessante Mann mit Bart, von dem man nicht weiß, ob man ihn heiß oder beängstigend finden soll.
Um es kurz zu machen: ein Cover voll nach meinem Geschmack!
Doch nicht nur die Optik hat mich bei diesem Buch positiv überrascht. Julia Zieschang konnte bei mir auch mit ihrem angenehmen und sehr märchenhaften Schreibstil punkten. Sie vermittelt mit ihren Worten nicht nur die Bilder, lässt einen das Setting und die Figuren erleben, nein, sie vermittelt auch unglaublich gut Gefühle und Stimmungen.
Ich muss gestehen, ich kannte das Märchen von König Drosselbart nicht und bin nur mit den Informationen, die ich vom Klappentext hatte, an die Geschichte rangegangen.
Rosalie ist so unglaublich sympathisch, wie die meisten der Figuren, okay, Bluebeard ist da mit Sicherheit die Ausnahme.
Die Autorin hat ein wirklich außergewöhnliches Märchenerlebnis kreiert, das ich regelrecht verschlungen habe. Immer wieder hat sie mich überrascht, verzaubert, geängstigt, staunen, aber auch mitfiebern lassen.

Mein Fazit:
Dies ist das erste Buch aus dem Verlagsrepertoire, das ich persönlich gelesen habe, das wirklich endlich mal so richtig dunkel, geheimnisvoll und auch gefährlich ist – keine Sorge, die Magie und die Gefühle kommen nicht zu kurz, dennoch verkörpert es das, was ich mit Dark Diamonds verbinde – Dark Fantasy.
Eine wirklich gelungene Märchenadaption, die definitiv Lust auf mehr macht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob allzu zartbesaitete Märchenfans Gefallen daran finden – probiert es aus. Klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 10.10.2017

Leider zu wenig Fantasy

Mystic Highlands 1: Druidenblut
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Gesamteindruck:
Dieser Roman hat mich optisch umgehauen. Dieses ausdrucksstarke Gesicht, dazu die herausstechenden roten Haare – einfach nur schön und geheimnisvoll.
Auch der Klappentext versprach genau ...

Gesamteindruck:
Dieser Roman hat mich optisch umgehauen. Dieses ausdrucksstarke Gesicht, dazu die herausstechenden roten Haare – einfach nur schön und geheimnisvoll.
Auch der Klappentext versprach genau das zu sein, was ich gerne lese.
Doch leider muss ich gestehen, dass ich mit dem Buch nicht warm wurde.
Sprachlich liest sich der Roman flüssig, man erlebt durch die Worte der Autorin die Geschichte mit.
Leider hatte ich andere Erwartungen an das Buch. Ich wollte mehr Fantasy und weniger Romance. Ich dachte, ich erlebe spannende und gefährliche Abenteuer in Schottland, lerne geheimnisvolle Wesen kennen und all das wird durch eine Romanze gekrönt.
Zudem hat mich gestört, dass Sean Ronas Cousin ist und ich diese Gefühle etwas befremdlich empfand.

Mein Fazit:
Romance-Freunde werden bei diesem Buch voll auf ihre Kosten kommen, mich hat es leider nicht überzeugen können. Auch wenn, wie versprochen in Band 2 mehr Fantasy zu finden sein wird, für mich ist die Reise mit diesem Teil leider zu Ende. Dennoch solltet ihr euch euer eigenes Bild von dem Roman machen und selbst entscheiden, ob er euch liegt oder nicht.

Veröffentlicht am 06.10.2017

Ein düsteres Märchen, das mich absolut verzaubert hat

Die Braut des blauen Raben
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Gesamteindruck:
Romantisch, geheimnisvoll und einfach zauberhaft – so würde ich das Cover in drei Worten beschreiben. Es wirkt antik und unterkühlt – und dennoch lässt es einen nicht los. Mit diesem unglaublich ...

Gesamteindruck:
Romantisch, geheimnisvoll und einfach zauberhaft – so würde ich das Cover in drei Worten beschreiben. Es wirkt antik und unterkühlt – und dennoch lässt es einen nicht los. Mit diesem unglaublich faszinierenden Titelbild hat der Zeilengold Verlag den Cover-Lover in mir absolut begeistert.
Doch nicht nur die Optik, die sich im Innenteil durch kleine Raben-Illustrationen zu Beginn jedes Kapitels fortsetzt, hat mich hier überzeugt. Okay, anfänglich war ich ein wenig irritiert, denn das Setting (Polen 1840) ist eher ungewöhnlich. Aber man kommt so (unerwartet) schnell in die Geschichte rein. Mariella Heyd hat einen unglaublich angenehmen Schreibstil, der nicht nur Bilder in die Köpfe der Leser malt, sondern auch mit seinen Worten Stimmungen transportiert. Ich hatte beim Lesen geradezu das Gefühl, die Erzählung mit all meinen Sinnen zu erleben.
Auch die Charaktere sind toll – jeder einzelne, auch wenn einige weniger sympathisch sind. Sie alle haben ihre Geschichte und Dinge erlebt, die sie zu dem werden ließen, was sie nun sind. Besonders mochte ich die junge Protagonistin Lobna, die so ein gutes Herz hat und dennoch irgendwie immer Pech zu haben scheint … nein, mehr verrate ich euch nicht, denn glaubt mir, dieses Buch muss man erleben!
Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können – immer noch ein Kapitel musste verschlungen werden. Dabei kann ich es noch nicht mal an einer bestimmten Sache festmachen, denn es war das Zusammenspiel verschiedenster Komponenten – Spannung, Intrigen, Geheimnisse, Gefühle, Liebe, Verrat und letztlich auch Magie!

Mein Fazit:
Niemals hätte ich erwartet, dass ein Roman, der 1840 in einem kleinen, armen Dorf in Polen spielt, derart begeistern kann. Ich habe mich von der Handlung mitreißen lassen, alle Höhen und Tiefen mit Lobna erlebt und am Ende begeistert den Reader zur Seite gelegt. Hut ab, liebe Mariella Heyd, dein Märchen hat mich wirklich überwältigt und ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen. Es ist nicht nur eine Coverschönheit, auch die Geschichte, die zwischen den Buchdeckeln erzählt wird, hat das Potenzial, euch zu verzaubern.

Veröffentlicht am 04.10.2017

Ein Wintermärchen für gemütliche Lesestunden

Snow
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Gesamteindruck:
Was für ein Cover! Die kühlen Farben, die Federn und das ausdrucksstarke Gesicht – der Cover-Lover in mir hat gejubelt und nach dem vielversprechenden Klappentext war mir klar, das Buch ...

Gesamteindruck:
Was für ein Cover! Die kühlen Farben, die Federn und das ausdrucksstarke Gesicht – der Cover-Lover in mir hat gejubelt und nach dem vielversprechenden Klappentext war mir klar, das Buch musst du lesen.
Der Anfang hat mich jedoch irritiert, denn der Kurzbeschreibung nach erwartete ich ein Märchen voller Fantasy und keine amerikanische Psychoklinik. Dennoch beschloss ich, der Geschichte eine Chance zu geben und zu schauen, wie sie sich entwickelt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen, was den Einstieg erleichtert. Sie passt sich sprachlich geschickt an die jeweiligen Situationen an, so beschreibt sie den Alltag und das Klinikleben doch ganz anders als die Fantasiewelt. Während sie zu Beginn alles sehr protokollhaft und detailiert schildert, was für mich sehr gut zu einem sterilen, straff durchstrukturierten und organisierten Krankenhaus für psychisch Kranke passt, wird es in Algid fantastisch und märchenhaft – ein krasser Kontrast. Hexen, Schneewölfe, viele Fantasiewesen, Räuber und eine Menge Magie – alles, was sich das Herz gewünscht hat.
Leider wurde ich mit Protagonistin Snow nicht so sehr warm (ist ja auch kein Muss). Sie wirkt sehr distanziert (könnte daher kommen, dass sie ihr Schicksal und ihre Vergangenheit geprägt hat – wüsste nicht, wie ich mich gefühlt hätte) und emotional hin- und hergerissen. Aus diesem Grund waren einige ihrer Handlungen nicht so ganz nachvollziehbar für mich. Die Nebencharaktere wiederum fand ich sehr spannend und überzeugend. Ihre Persönlichkeiten wurden sehr lebendig, vielseitig und bunt beschrieben. Oftmals fiel es mir schwer, einzuordnen, wer gut und wer böse ist – was der ganzen Sache noch mehr Dramatik gibt. Dadurch gab es die ein oder andere Überraschung und Wendung, die ich so nicht erwartet habe.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich ist, dass die Geschichte etwas langsam Fahrt aufnimmt. Sie ist nicht langweilig, aber so richtig rasant und actionreich wird es erst auf den letzten Seiten, wenn sich alles zuspitzt. Da wollte ich das Buch nicht mehr weglegen, weil ich wissen musste, wie es endet.

Mein Fazit:
Ein toller Auftakt, der Lust auf mehr macht, obwohl ich bis kurz vor Ende dachte, die Geschichte löst sich als Einzelband auf  Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und bin gespannt, wie die Geschichte um Snow und ihr Schicksal weitergeht. Eine klare Leseempfehlung für alle Fantasy- und Märchenfans, die mal keine Adaptionen klassischer und bekannter Märchen lesen wollen.