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MartinaSuhr

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2017

Hat Spaß gemacht

Das göttliche Mädchen
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Gesamteindruck:
Cover: Das Cover ist recht schlicht gehalten. Ein goldener Hintergrund, dazu Pflanzenornamente und die Silhouette einer jungen Frau in Rückansicht. Ansprechend, aber nicht wirklich spektakulär. ...

Gesamteindruck:
Cover: Das Cover ist recht schlicht gehalten. Ein goldener Hintergrund, dazu Pflanzenornamente und die Silhouette einer jungen Frau in Rückansicht. Ansprechend, aber nicht wirklich spektakulär. Eher ein Under-Dog.

Schreibstil: Der Stil von Aimée Carter ist sehr angenehm und liest sich sehr flüssig. Sie bedient sich keiner zu komplexen Namen und auch das Setting ist recht einfach gehalten. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass die Beschreibungen flach oder ausdruckslos sind. Ich hatte das Gefühl, dass sich der Schreibstil Kates Pragmatik anpasst, die Worte und Sprache also die jeweilige Stimmung sehr gut transportieren.

Plot & Charaktere: Die Handlung ist recht einfach gehalten. Diese Geschichte beweist, dass es nicht immer vieler Nebenstränge bedarf, um interessant zu sein. Der Roman entwickelt seine Stärken auf emotionaler Ebene - die Entwicklung der Figuren, das Bestehen der Prüfungen. Die Charaktere sind alle sehr authentisch und lebendig beschrieben, man kann sich gut in die hineinversetzen, obwohl die meisten der Nebenfiguren sehr geheimnisvoll sind/bleiben. Sie alle haben Stärken und Schwächen, Ecken und Kanten und mittendrin Kate, die manchmal wie eine Spielfigur wirkt. Sie ist herzensgut, hat sehr viel ertragen in ihrem Leben und erinnert mich manchmal mit ihrer Selbstlosigkeit an Jesus oder Mutter Theresa. Ich mochte sie besonders gern, auch wenn ich sicher das ein oder andere mal anders entschieden hätte.

Stärken & Schwächen: Ich liebe Götteradaptionen und diesen Roman habe ich wirklich gerne gelesen. Im Vergleich zu anderen Interpretationen von Göttersagen kommt diese erstaunlich gut ohne viel Action und Kämpfe aus. Wie bereits erwähnt baut sich die Spannung durch Emotionen und Entscheidungen auf, die getroffen werden, das Zwischenspiel der Personen steht im Vordergrund. Kritiker würden dies vielleicht als langweilig einstufen, mir hat es äußerst gut gefallen.
Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, waren Kates Stimmungsschwankungen. Manche gingen mir einfach zu schnell, waren in dem Tempo nur schwer nachzuvollziehen. Der innere Konflikt hätte vielleicht noch ein wenig stärker herausgearbeitet werden können.
Allerdings muss man lobend erwähnen, dass in der Neuauflage von HarperCollins gibt es im Anschluss an den Roman noch zwei zusätzliche Geschichten als Bonus, die sehr viel Hintergrundwissen zu den mythologischen Zusammenhängen bieten - sehr hilfreich.


Mein Fazit:
Ich hatte Spaß und freu mich auf mehr. Die alten Götter erleben gerade eine literarische Renaissance und ich liebe es. Das göttliche Mädchen von Aimée Carter ist zwar nicht einer der stärksten Romane dieses Genres, aber dennoch habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt. Definitiv ein Fantasyroman, bei dem man öfter mal die Chance bekommt, sich selbst, seine Gedanken und mögliche Handlungen zu reflektieren.

Veröffentlicht am 05.12.2017

Ein Buch, das unter die Haut geht

Viel näher als zu nah
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Gesamteindruck:
Cover: Das Cover ist der Knaller. Leider kommt die wahre Schönheit auf dem Bild nicht zur Geltung. Der Einband kartoniert (sehr angenehm beim Lesen), der Druck der Schrift pink-metallic ...

Gesamteindruck:
Cover: Das Cover ist der Knaller. Leider kommt die wahre Schönheit auf dem Bild nicht zur Geltung. Der Einband kartoniert (sehr angenehm beim Lesen), der Druck der Schrift pink-metallic dazu das türkisfarbene Leinen – wirklich eine Coverschönheit!

Schreibstil: Der Schreibstil geht unter die Haut. Angela Kirchner hat mich mit ihren Worten gepackt und in die wirre Gefühlswelt dieser beiden Teenager entführt. Die Sprache ist sehr leicht zu lesen und dennoch sagt sie so viel über die Figuren aus. Angela Kirchner ermöglicht den schonungslosen Blick hinter die Kulisse, ohne dabei jedoch den Faden zu verlieren oder sich in Details oder Längen zu verlieren. Mit ihren Worten transportiert sie Emotionen und Stimmungen und lässt den Leser Teil der Geschichte werden.

Plot & Charaktere: Angela Kirchner hat extrem authentische Charaktere geschaffen. Sie haben alle Ecken und Kanten, eine Geschichte und verhalten sich wie typische Teenager. Eine Party, ein Unfall – ein gemeinsames Schicksal. Ungeschönt und gnadenlos beschreibt sie, wie die Dinge sind, bietet mögliche Sichtweisen, wie es sein könnte. Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Ergibt man sich seinem Schicksal oder kämpft man? Kann man trotz einer schrecklichen Ausgangslage dennoch etwas Gutes aus all dem machen? Mut, Courage und Selbstvertrauen, zu akzeptieren, dass Dinge manchmal passieren, Kleinigkeiten große Auswirkungen haben können – es aber immer auch einen Weg gibt, je nachdem, wie man sich entscheidet. Tragödien müssen nicht das Ende bedeuten, manchmal kommt es einfach darauf an, was man selbst daraus macht.

Stärken & Schwächen: Die einzige Schwäche war für mich, dass es viel zu schnell zu Ende war. Ich habe diesen dramatischen Jugendroman verschlungen, mich in beide Protagonisten mit Herz und Seele hineinversetzt, habe ihren Schmerz gefühlt, mich gefragt, wie würde ich reagieren, was würde ich tun? Mir hat sehr gut gefallen, dass Angela Kirchner immer wieder die Perspektive gewechselt hat, denn durch diese differenzierten Einblicke in das Gefühlsleben von Lucas und Fey hat sie noch so viel mehr Tiefe geschaffen. Auf den ersten Blick hat das Buch mit 256 Seiten nicht wirklich eine Länge, der man so viel Tiefgründigkeit zutraut, doch die gezielt gesetzten Worte lassen einen in kürzester Zeit so viel erleben, spüren.

Mein Fazit:
Eine Geschichte, die mich sehr berührt hat. Die viele Fragen aufgeworfen hat, dahingehend, wie würde man selbst reagieren. Eine wundervolle Geschichte, die jungen Menschen Mut machen soll an sich selbst zu glauben, für Dinge einzustehen, denn man hat die Wahl und auch schlimme Tragödien können manchmal großes Glück mit sich bringen. Glaubt an euch – eine wirklich wichtige Botschaft.

Veröffentlicht am 05.12.2017

Was für eine Liebesgeschichte

Verliebt und zugeschneit
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Gesamteindruck

Schockverliebt. Das ist alles, was ich über dieses Buch sagen kann. Bereits der erste Teil hat mich völlig umgehauen. Das Setting, die tollen Charaktere, die Handlung – es lädt einfach ...

Gesamteindruck

Schockverliebt. Das ist alles, was ich über dieses Buch sagen kann. Bereits der erste Teil hat mich völlig umgehauen. Das Setting, die tollen Charaktere, die Handlung – es lädt einfach zum Träumen ein. Auch bei diesem Band fliegt man regelrecht durch die Geschichte und verschlingt Seite um Seite, was definitiv am tollen Schreibstil der Autorin liegt. Ihre Worte schaffen eine romantische Stimmung, ohne durch zu viele Details langatmig zu werden. Vor seinem inneren Auge sieht man die Schneeberge, riecht und fühlt das knisternde Feuer im Kamin … In diesem Teil hat Tom die Hauptrolle ergattert. Ein sympathischer und gutaussehender Mann mit viel Herz –ein Traummann durch und durch. Allerdings gehört mein Herz noch immer Matt  Auch wenn die Geschichte nicht wirklich viele überraschende Wendungen bereithält, hat sie mich begeistert, mein Herz berührt und ich konnte sie einfach nicht mehr aus der Hand legen. Zu gerne wäre ich noch viel länger in Alaska geblieben - das Ende kam viel zu schnell. Ich hoffe sehr, dass es noch einen weiteren Band geben wird, der mich erneut in ein verschneites Alaska voller süßer Kerle entführt.

Mein Fazit

Eine zauberhafte und romantische Geschichte, die durch eine atemberaubende Location und viel Liebe zum Detail überzeugt. Ich liebe Alaska und Ellen McCoy hat mit ihrem feinen Gespür für Sprache diese Liebe noch verstärkt. Am liebsten wäre ich selbst in den Schnee gefallen und hätte eine Schneeballschlacht angezettelt. Absolute Leseempfehlung für die kalten Wintertage, die nach Romantik und Herz schreien.

Veröffentlicht am 27.11.2017

Romantischer Fantasythriller mit einigen dramatischen ELementen

Soul Mates, Band 1: Flüstern des Lichts
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Gesamteindruck:
Cover: Es ist so unglaublich schön, das erkennt man allerdings (leider) nur, wenn man das Print in Händen hält. Für mich liegt die Besonderheit nicht in dem, was abgebildet wurde, sondern ...

Gesamteindruck:
Cover: Es ist so unglaublich schön, das erkennt man allerdings (leider) nur, wenn man das Print in Händen hält. Für mich liegt die Besonderheit nicht in dem, was abgebildet wurde, sondern wie! Der Metallic-Druck ist das Highlight. Je nachdem, wie das Licht einfällt, strahlt das Buch immer anders und die verschiedenen Goldtöne erzeugen eine unglaubliche (optische) Wärme.

Schreibstil: Dieser Roman ist mein erster „Iosivoni“ – und nicht mein letzter. Die Autorin schreibt unglaublich eindrücklich, ohne dabei an Leichtigkeit zu verlieren. Man hat das Gefühl durch ihre Worte ein Teil der Handlung zu werden und alles als stiller Beobachter mitzuerleben. Egal ob es um Gefühle, Kampfszenen oder dramatische Szenen geht – sie passt sich sprachlich perfekt an und vermittelt dadurch gekonnt die jeweiligen Stimmungen.

Plot & Charaktere: Zwei Seelen, für immer verbunden zwischen Licht und Dunkelheit – was für eine tolle Idee. Mich hat besonders Rayne beeindruckt. Eine junge Frau, die in ihrem kurzen Leben schon unglaublich viel erleben musste. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt und die Art, wie sie erzählt wurde, emotional stark gefordert. Allerdings macht sie einem auch Mut, Hoffnung an das Gute zu glauben und nicht aufzugeben. Doch nicht nur Rayne hat mich von sich überzeugt, auch die anderen Charaktere sind sehr vielschichtig (bis auf Ed, der ist einfach nur …). Mich hat diese differenzierte Ausarbeitung wirklich begeistert, denn es zeigt, wie schmal der Grat zwischen Licht und Dunkel, Gut und Böse sein kann, dass es ab und zu vielleicht nur Kleinigkeiten sind, die den Unterschied machen.

Stärken & Schwächen: Dieses Buch hat eine gaaanz große Schwäche, die ich leider wirklich anmeckern muss! Was soll dieser fiese Cliffhanger? Die Wartezeit, bis es mit Band zwei endlich weitergeht, ist definitiv ein großes Problem. Könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, als plötzlich alles auf den Höhepunkt zusteuert und dann kommt die Danksagung?!?!
Wie ihr vielleicht schon merkt, das ist Jammern auf hohem Niveau, allerdings hatte ich wirklich sehr viel Spaß beim Lesen und das war der einzige Dämpfer, der mich gestört hat.

Mein Fazit:
Dieses Buch ist ein emotionales Erlebnis. Es ist nicht einfach ein Young Adult Roman mit Fantasy-Elementen, nein, dieser Roman beinhaltet so viel Drama, beleuchtet menschliche Abgründe und macht aber auch Hoffnung. Ich kann kaum erwarten, endlich zu erfahren, wie es weitergeht. Solltet ihr Probleme mit Cliffhangern haben, dann solltet ihr unbedingt mit dem Lesen warten, wenn nicht: Lest es, mich hat es verzaubert und in seinen Bann gerissen.

Veröffentlicht am 27.11.2017

Ein zauberhafter winterlicher Lesespaß

Der Zauber des Winters
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Gesamteindruck:

Cover: Einfach zauberhaft! Ein Rentier, dazu ein kleiner Schlitten, die kühlen Blauschattierungen und Lichtreflexe, die den Eindruck erwecken, das Titelbild würde glitzern.

Schreibstil: ...

Gesamteindruck:

Cover: Einfach zauberhaft! Ein Rentier, dazu ein kleiner Schlitten, die kühlen Blauschattierungen und Lichtreflexe, die den Eindruck erwecken, das Titelbild würde glitzern.

Schreibstil: Bei einer Antho etwas schwierig zu verallgemeiner, da jede der Autorinnen ihren ganz eigenen Stil hat. Generell würde ich aber sagen, das alle Geschichten von ihrer Sprache her sehr angenehm zu lesen waren, auch wenn sie sich teils in der verwendeten Zeitform und Perspektive sehr unterschieden haben. Daher gab es natürlich einige, die mir mehr lagen als vielleicht andere.

Plot & Charaktere: Zehn Autorinnen, zehn verschiedenen Ideen, die einen extrem vielseitigen Blick auf das Thema Winter und Weihnachten ermöglichen. Ob gruselig, dramatisch, sehr realistisch, verträumt oder zauberhaft – hier findet jeder etwas. Das Thema wurde richtig spannend, abwechslungsreich und unterhaltsam umgesetzt.

Stärken & Schwächen: Bei zwei Geschichten hatte ich ein wenig meine Probleme, was allerdings ein persönliches Problem ist. Nicht falsch verstehen, sie sind nicht schlecht, vermitteln eine tolle Botschaft und sind auch handwerklich gut umgesetzt (die Autorinnen haben alles richtig gemacht), aber irgendwie waren sie mir zu nah an den Problemen der Zeit (haben meinen Geschmack nicht so sehr getroffen). Von daher würde ich es auch nicht als Schwäche ansehen, eher als ein Problem meinerseits.
Die größte Stärke dieser Anthologie ist defintiv, dass sie mich immer wieder überrascht hat. Vor allem die letzten beiden Geschichten gingen mir sehr nah.

Mein Fazit:
Ich habe noch nicht sehr viele Anthologien in meinem Leben gelesen, aber diese hat mich wirklich begeistert. Die vielen winterlichen Lesehäppchen, die einem entweder am Stück gelesen oder auch nach und nach die Vorweihnachtszeit versüßen, einen verzaubern, in fremde Welten, Kulturen oder Zeiten entführen. Während einige Geschichten „nur“ einen gewissen Unterhaltungsfaktor für mich hatten, gab es jedoch die ein oder andere, die mich emotional sehr stark berührt hat, die mir regelrecht unter die Haut ging. Absolut gelungen und ich kann sie euch nur ans Herz legen.