Ich habe dieses Buch ganz zufällig entdeckt und das Cover hat mich sofort angesprochen - es verspricht Urlaubsgefühle, "dolce vita" und einfach ITALIEN. Ich bin nach dem Lesen sogar noch mehr begeistert, ...
Ich habe dieses Buch ganz zufällig entdeckt und das Cover hat mich sofort angesprochen - es verspricht Urlaubsgefühle, "dolce vita" und einfach ITALIEN. Ich bin nach dem Lesen sogar noch mehr begeistert, weil mich das Lesen wirklich glücklich gemacht hat. Die Szenerie, die Villa in Italien, die kleinen Dörfchen und Restaurants, werden so detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, man wäre selbst vor Ort. Das Buch kommt ohne tragische Ereignisse aus, auch wenn ein wenig Drama natürlich auch sein muss. Das Buch spricht unaufdringlich Themen an, die zum Nachdenken anregen (Adoption, Vertrauensverlust, Promi-Welt, Verletzlichkeit), ohne zu viel Aufhebens darum zu machen. Die Charaktere sind nahbar und unperfekt, was sie sehr authentisch werden lässt. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und beschlossen, unbedingt die restlichen Bände dieser Reihe lesen zu müssen. Es ist ein perfektes Buch für einen schönen, ruhigen Abend ohne allzuviel Tragik und weckt sofort Motivation, mal wieder in den Urlaub zu fahren!
Violet kommt eigentlich aus Minnesota, wird aber in ihrem Abschlussjahr von ihrer ständig arbeitenden Mutter zu ihrem Onkel Luke und ihrer Cousine Mia nach Minnesota gebracht. Die winterliche Kälte macht ...
Violet kommt eigentlich aus Minnesota, wird aber in ihrem Abschlussjahr von ihrer ständig arbeitenden Mutter zu ihrem Onkel Luke und ihrer Cousine Mia nach Minnesota gebracht. Die winterliche Kälte macht ihr zu schaffen und sie gewöhnt sich nur langsam ein. Ihr Freund Jeremy ist Kapitän des schuleigenen Hockeyteams und erst mit der Zeit findet Violet heraus, wie viel Hockey ihm bedeutet - und welche Rivalität zwischen dem Team ihrer Schule und einem anderen Team - den Ransom Devils- herrscht. Besonders über deren Kapitän, Reed Darling, kursieren wilde Gerüchte. Doch kann sich Violet nach ein paar Begegnungen mit ihm noch so sicher sein, dass ihre Vorurteil gegen Sportler und die Gerüchte der Wahrheit entsprechen oder ist Reed doch anders als gedacht?
Charaktere
Die Charaktere wirken authentisch und sind mit kleinen Persönlichkeitsdetails liebevoll gestaltet. Über die Nebencharaktere erfährt man wenig konkrete Hintergrundgeschichten, dafür aber umso mehr über die Hauptcharaktere Violet und Reed. Besonders, dass die Geschichte abwechselnd aus ihren beiden Perspektiven geschrieben ist, macht es nahbar und lässt den Leser in die Geschichte eintauchen. Ihre eigenen Gefühle, Zweifel, Emotionen und Ängste werden gut herausgearbeitet und machen ihre Handlungen nachvollziehbar. Besonders mit Violet konnte ich mich sofort identifizieren und eine Beziehung zu ihr aufbauen. Dass Reed nicht der typische Bad Boy ist, bei dem man beim Lesen ununterbrochen Red Flags sieht, hat mich wirlich begeistert.
Umsetzung des Themas
Dieses Buch kommt ohne künstlich erzeugtes Drama aus. Es gibt einen Hauptkonflikt, der natürlich kommen muss bei der Fake-Beziehung-Trope, allerdings trotzdem ruhig und natürlich wirkt. Moody schafft es, unerwartete Wendungen und Szenen einzubauen und den Leser trotz diesem häufiger zu findenden Thema immer wieder zu überraschen. Das Buch kommt ohne spice aus (was ich super finde), stattdessen findet der Aufbau echter Nähe durch Erlebnisse, Gespräche und offene Verletzlichkeit statt.
Schreibstil
Alexandra Moody hat einen lockeren, fröhlichen Schreibstil, der zu ganz viel Spaß beim Lesen führt. Ganz oft musste ich beim lesen lächeln. Besonders die vielen Dialoge sind toll gestaltet und lassen einen ganz in die Geschichte eintauchen.
Meine Meinung
Endlich ein Buch mit dieser Trope, das mich begeistert, mitreißt, sympathische Charaktere hat und mit authentischen, kleinen Situationen begeistert.
Mit einem humorvollem Schreibstil, liebevoller Gestaltung und authentischer Geschichte hat es sich einen Platz bei meinen Lieblingsbüchern verdient! Das ganze Buch ist voller Marmeladenglasmomente und hat meinen Dezember kuscheliger und wärmer gemacht. Ich bin gespannt, wie es mit den Darling Brüdern weitergeht und freue mich, mehr zu lesen!
Eine Geschichte über hinter Angst verstecktem Mut, über das Überwinden schlechter Erfahrungen und über neu erlerntes Vertrauen. Eine riesengroße Empfehlung für alle, die cozy Winterstimmung, Cafés, Eishockey und authentische Charaktere suchen. Und auch eine Empfehlung für die, die keine Eishockeyfans sind (wie ich), aber es durch dieses Buch vielleicht werden.
Ich habe lange über diese Rezension nachdenken müssen, weil ich während dem Leseprozess so viele unterschiedliche und widersprüchliche Gedanken zu diesem Buch hatte. Im Versuch, das möglichst anschaulich ...
Ich habe lange über diese Rezension nachdenken müssen, weil ich während dem Leseprozess so viele unterschiedliche und widersprüchliche Gedanken zu diesem Buch hatte. Im Versuch, das möglichst anschaulich wiederzugeben, beginne ich mal ganz von vorne.
Cover und Handlung
Das Cover hat mir gut gefallen, wenn ich es auch ein wenig seltsam fand, dass der Titel auf dem Buchrücken "falsch herum" gedruckt ist: Wenn man vor dem Bücherregal steht, kippt man den Kopf normalerweise nach links, um die Titel zu lesen, bei diesem Buch jedoch nach rechts – sehr ungewöhnlich. Den Farbschnitt fand ich passend und er hat direkt auf den Handlungsort "Wald" verwiesen. In den sogenannten Eisenwald - einen zu Beginn der Geschichte kargen und einsamen Ort – gelangt die Hexe Angrboda, nachdem sie von dem Göttergeschlecht der Asen dreimal verbrannt worden ist und ihr Herz verloren hat. Loki, ein immer zu Scherzen aufgelegter, jugendhaft wirkender Ase, der unter den anderen Göttern eine Außenseiterrolle hat, bringt Angrboda ihr Herz zurück. Er freundet sich mit ihr an, während die Hexe sich mithilfe ihrer neu gewonnen Freundin Skadi in einer Höhle häuslich einrichtet. Aus der späteren Liebesbeziehung von Angrboda und Loki gehen drei Kinder hervor, die, ebenso wie die Hexe selbst, Einfluss auf den späteren Verlauf des Weltenschicksals haben.
Meine Meinung
Ich hatte die Erwartung, viel Romantik und spannende Szenen zu lesen. Mehrere Bücher zur nordischen Mythologie habe ich bereits gelesen, die ich reizvoll und fesselnd fand. Grausamkeiten und Tragödien sind bei diesen Sagen zu erwarten, weshalb ich darauf eingestellt war. Überrascht war ich jedoch, wie wenig Emotionen durch den Schreibstil transportiert wurden, die dramatischen Ereignisse wurden nüchtern beschrieben und eher nacherzählt als lebendig gestaltet. Zu Beginn bereitete es mir deshalb Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufühlen. Ungefähr nach der Hälfte des Buches hatte ich mich aber daran gewöhnt und erkannte, dass der Schreibstil gut in das Mythen-Genre passt und originaltreu die Stimmungen der ursprünglichen Sagen, die in einer rauen, mystischen Welt spielen, darstellt. Kleine Alltagssituationen und Gespräche der Personen machen die Erzählung anschaulich und erwecken die Mythen zum Leben. Mit den Charakteren hatte ich ebenfalls Schwierigkeiten, entwickelte aber mit der Zeit Mitgefühl für Angrboda und ihre Kinder. Der Charakter der Asen ist mir rätselhaft geblieben und mit Loki, der auf mich wie ein verzogenes Kind wirkte, konnte ich bis zum Schluss des Buches nicht viel anfangen. Er hat viele fragwürdige Entscheidungen getroffen, die beim Lesen Irritation und Wut in mir ausgelöst haben. Auch den angekündigten feministischen Aspekt des Buches konnte ich nicht erkennen, Angrboda sehe ich vielmehr als erst treue Gefährtin des sprunghaften Lokis und später als aufopferungsvolle Mutter. Zum Schluss des Buches hätte ich mir mehr Raum gewünscht, um alles Geschehene zu verarbeiten, besonders da auch zu Beginn des Buches alles eher sehr lang gedehnt wurde, als zu knapp beschrieben.
Zwingend auskennen muss man sich nicht in der Mythologie, hinten im Buch ist ein Glossar mit den wichtigsten Informationen zu finden, aber man sollte definitiv Mythologie mögen und bereit sein für mythische Wesen, erschreckende Zauber und ungefilterte Düsternis der beschriebenen Welt. Gegen Ende werden die Mythen leicht modifiziert, darauf sollte man gefasst sein.
Fazit
Wer nach Romantik gepaart mit Fantasy und Feminismus sucht, sollte vielleicht lieber zu einem anderen Buch oder Genre greifen. Wer aber auf der Suche ist nach einem Buch über die nordischen Mythen in Romanform mit nüchternem Schreibstil und Elementen wie Trauer, Dramatik, Magie und Persönlichkeitsentfaltung, ist bei diesem Buch genau richtig und wird Spaß beim Lesen haben!