Ein gelungener Ratgeber für mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe
Trusting Yourself – Steh zu dir und für dich einZusammenfassung
Annabelle Strehle hat mit ihrem Sachbuch „Trusting yourself – Steh zu dir und für dich ein“ einen Ratgeber aus dem Bereich Mental Health und Persönlichkeitsentwicklung geschrieben. Die ...
Zusammenfassung
Annabelle Strehle hat mit ihrem Sachbuch „Trusting yourself – Steh zu dir und für dich ein“ einen Ratgeber aus dem Bereich Mental Health und Persönlichkeitsentwicklung geschrieben. Die Autorin möchte ihrer Leserschaft dabei helfen, zu sich selbst finden und das eigene Leben aktiv selbst zu gestalten. Sie reichert ihre Erkenntnisse und Kernaussagen zu den unterschiedlichen Themen mit vielen Beispielen aus ihrem Leben an und lässt mehrere Übungen zur praktischen Anwendung und Vertiefung einfließen.
In ihrem Buch geht sie darauf ein, wie man sich selbst definiert unabhängig von allen anderen und wer sie vorgeben zu sein. Beim sich selbst entdecken und kennen lernen geht es darum herauszufinden, was einen ausmacht, was man mag, wen man um sich haben möchte, was man erreichen und wie man seine Zeit verbringen möchte. Kontinuierlich gibt die Autorin Nachhilfe in der Selbstfürsorge, so dass die Lesenden lernen, liebevoll mit sich selbst umzugehen, nachsichtig mit sich zu sein und gut für sich zu sorgen ohne dabei alles schön zu reden. Mit einem Bewusstsein für den eigenen Wert werden Kompetenzen wie sich durchzusetzen und anderen die eigenen Grenzen aufzuzeigen gefördert. Durch das Buch wird nicht nur die Selbstakzeptanz und Selbstliebe, sondern auch das Selbstbewusstsein gestärkt.
Aber ohne Einsatz gibt es auch keine Veränderung und Annabelle Strehle nimmt ihr Leserschaft wiederholt in die Pflicht, Verantwortung für sich zu übernehmen und aktiv zu werden. Auch für diesen Schritt hat sie alltagstaugliche Tipps parat, um sich selbst zu strukturieren und Gewohnheiten zu verändern, damit die gewünschte Veränderung gelingt.
Kritische Würdigung
Annabelle Strehle ist mit ihrem ersten Sachbuch ein toller Ratgeber nicht nur für junge Erwachse gelungen. Sie erhebt keinen Anspruch, ein wissenschaftliches Fachbuch geschrieben zu haben. Nichtsdestotrotz findet man in ihrem liebevoll aufbereiteten Buch viele alltagstaugliche Tipps aus der gängigen Coaching-Praxis und mehrere wissenschaftliche Quellen. Die Autorin versteht ihr Werk auch nicht als Ersatz für eine Therapie, sondern lediglich als Denkanstöße für die eigene Entwicklung.
Die Autorin nimmt ihre Leserschaft mit auf ihre eigene Reise zu sich selbst mit und beschreibt ihre persönliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Dadurch bekommt man tiefe Einblicke in das Seelenleben der Autorin und fühlt sich ihr nah und verbunden. Annabelle Strehle schreibt ihre Leserschaft sehr verständnis- und respektvoll an und ermutigt sie, sich selbst auf den Weg zu machen, um zu sich zu finden. Es wirkt, wie wenn die beste Freundin zu einem spricht und einem Mut macht, etwas Neues zu wagen.
Das Genre des Buches und die zusammengestellten Themen sind aus dem Bereich Mental Health nichts Neues. Das Einweben der persönlichen Note durch das Teilen der eigenen Lebensgeschichte macht den Ratgeber zu etwas Besonderem. Anhand der alltagsnahen Beispiele lassen sich die Anregungen der Autorin sehr gut verstehen und nachvollziehen.
Aus den Beispielen lässt sich auf das junge Alter der Autorin schließen, da sie sich auf die Schul- und Studienzeit, Jugendprobleme, Entdecken der eigenen Sexualität, erste Beziehungen sowie den ersten Berufseinstieg beziehen. Aufgrund des dadurch etwas eingeschränkten Bezugsrahmen ist das Buch mehr für eine jüngere Leserschaft geeignet, da sie sich in den Beispielen wiederfinden kann. Themen wie sich selbst in einer langfristigen Partnerschaft definieren, trotz Kindern für die eigenen Bedürfnisse einzusetzen und ein gesundheitsförderlicher Umgang mit Schicksalsschlägen (z.B. Tod nahestehender Personen) werden nicht thematisiert.
Es finden jedoch auch recht neue Themen wie das Imposter Syndrom, body positivtiy, die Schattenseiten von social media, Genderidentitäten und Slushaming Einzug in das Sachbuch. Dadurch ist die Autorin am Puls der Zeit und geht auf aktuelle Themen der heutigen Jugendlichen ein. Auch wenn der Generation Z dafür bekannt ist, ihre Bedürfnisse recht gut zu kennen und diese durchzusetzen, ist es für die eigene Entwicklung sinnvoll, sich frühzeitig mit sich selbst auseinander zu setzen und zu wissen, wie man sich selbst in schwierigeren Lebensphasen helfen kann.
Annabelle Strehle nähert sich ihrer Zuhörerschaft auf sympathische und äußerst wertschätzende Art und Weise. Ohne der Leserschaft ihren eigenen Weg aufzudrücken ermutigt sie, sich auf den Weg zu machen und sich auszuprobieren. Sie gibt viele Denkanstöße und praktische Tipps zum Anwenden und stellt die Eigenverantwortung klar, dass ohne einen Einsatz keine Veränderung von alleine kommt.
Die Sprache ist sehr einfach gehalten und das Buch ist dadurch sehr gut lesbar. Es ist nicht überfüllt mit Anglizismen und moderner Jugendsprache. Dadurch wird der Thematik die gebührende Ernsthaftigkeit verliehen. Trotz kritischer Würdigung aktueller Themen und teilweise auch zu weitverbreiteten Meinungen gegensätzliche Positionen (z.B. Supertrend Manifestation, toxische Positivität) bleibt die Autorin wertschätzend und respektvoll und begründet fundiert ihre Einstellung.
Auch das äußerliche Erscheinungsbild des Buches ist sehr liebevoll gestaltet. Die Prägung auf dem Cover lässt das Buch hochwertig erscheinen und die Blumenornamente zwischendrin lockern das Gesamtbild auf. Die Übungen sind farblich abgesetzt, so dass sie einfach wiederzufinden sind. Die beigelegten Postkarten mit schönen Sprüchen zu den essentiellen Aussagen des Buches, sind nicht nur praktisch als Lesezeichen, sondern auch als Erinnerung an die neuen Erkenntnisse. Sie helfen den veränderungswilligen Lesenden, sich an ihre Vorsätze zu erinnern und sich dafür einzusetzen.
Fazit
Das Debut-Sachbuch „Trusting yourself – Steh zu dir und für dich ein“ von Annabelle Strehle ist ein gelungener moderner Ratgeber für mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Die Lesenden dürfen an der persönlichen Entwicklung der Autorin teilhaben und von ihren Erkenntnissen profitieren. Darüber hinaus können sie das gewonnenene Wissen direkt anhand von praktischen Übungen anwenden und in den Alltag übertragen. Thematisch ist der Ratgeber im Bereich Mental Health anzusiedeln und bedient sich aktuell diskutierter und zeitnaher Themen. Das Buch beinhaltet leicht verpackte Denkanstöße und genauso einfache Übungen, um sich selbst näher kennen zu lernen und weiter zu entwickeln. Es ist nicht nur für Junggebliebene eine absolute Bereicherung und wirklich empfehlenswert.