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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2025

Humorvoll und warmherzig

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Der neue Roman von Kyra Groh entführt uns in die charmante Kleinstadt Lower Whilby. Eigentlich möchte Jude dorthin keinesfalls zurückkehren – doch die Hochzeit ihrer Schwester Olive lässt ihr keine Wahl. ...

Der neue Roman von Kyra Groh entführt uns in die charmante Kleinstadt Lower Whilby. Eigentlich möchte Jude dorthin keinesfalls zurückkehren – doch die Hochzeit ihrer Schwester Olive lässt ihr keine Wahl. Kaum angekommen, gerät sie prompt mit dem Cafébesitzer James aneinander, und in einer Kleinstadt wie dieser bleibt ein Wiedersehen natürlich nicht lange aus.

Die Handlung – und damit auch die Liebesgeschichte – hält zwar keine großen Überraschungen bereit, doch Kyra Groh macht das mit ihrem typischen Humor mehr als wett. Besonders amüsant ist etwa die Vorstellung von Hugh Grant als mürrischem Nachbarn der prominenten Eltern von James. Das Dorf Lower Whilby selbst und seine Bewohner sind liebevoll gezeichnet; man könnte fast den Wunsch verspüren, selbst dort zu leben.

Am meisten überzeugen jedoch die Figuren. Auch wenn mir Jude mit ihrer Art nicht durchweg sympathisch war, wirkt sie sehr authentisch, und ich konnte mich gut in ihre Gedanken und ihr inneres Chaos hineinversetzen – das spürt man auf jeder Seite. James bleibt dagegen etwas blasser, ist aber dennoch ein angenehmer Gegenpol. Die wechselnden Perspektiven sorgen außerdem für gelungene Abwechslung.

Fazit: Eine warmherzige, humorvolle und kurzweilige Geschichte – vielleicht nicht überraschend, aber genau das Richtige für gemütliche Herbstabende.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Ruhig und tiefgründig

Wilder Honig
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Der Roman „Wilder Honig“ erzählt die Geschichte von drei unterschiedlichen Frauen, die durch ein tragisches Ereignis enger miteinander verbunden werden. Nach dem Tod von John muss Hannah lernen, mit ihrer ...

Der Roman „Wilder Honig“ erzählt die Geschichte von drei unterschiedlichen Frauen, die durch ein tragisches Ereignis enger miteinander verbunden werden. Nach dem Tod von John muss Hannah lernen, mit ihrer Trauer umzugehen. In dieser schweren Zeit steht ihr ihre Schwester Sadie zur Seite. Auch Megan stößt in dieser Phase zu den beiden Frauen.

Ein besonderes Element des Romans sind Johns Briefe an Hannah, in denen er von seinen Bienen erzählt. Diese Briefe sind nicht nur informativ – sie enthalten faszinierende Einblicke in die Welt der Bienen und der Imkerei –, sondern dienen auch als Metaphern für das Leben von John und Hannah.

Die Stärke des Romans liegt weniger in einer spannungsgeladenen Handlung als vielmehr in seiner intensiven Atmosphäre. Die ruhige, fast meditative Erzählweise hatte eine beruhigende Wirkung auf mich. Die Natur ist dabei allgegenwärtig und spielt eine zentrale Rolle.

Thematisch kreist das Buch um Verlust und Heilung, Neuanfänge und Zusammenhalt. Vieles bleibt unausgesprochen, was Raum für eigene Gedanken und Gefühle lässt.

Ein tiefgründiger, stiller Roman, der besonders Leserinnen und Leser anspricht, die die Ruhe und Schönheit der Natur schätzen.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Ein Wohlfühlroman zwischen Tradition und Neubeginn

Das Kamelienhaus
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„Das Kamelienhaus“ ist eine neue Reihe der Autorin Tabea Bach. Sie baut auf einer Vorgängerreihe auf. Aber auch ohne Vorkenntnisse konnte ich gut in die Geschichte finden.

Lucy soll künftig in das Familiengeschäft, ...

„Das Kamelienhaus“ ist eine neue Reihe der Autorin Tabea Bach. Sie baut auf einer Vorgängerreihe auf. Aber auch ohne Vorkenntnisse konnte ich gut in die Geschichte finden.

Lucy soll künftig in das Familiengeschäft, ein Kosmetikunternehmen, einsteigen und kehrt auf die Kamelieninsel zurück. Doch ein Lieferstopp des für die Produktion so wichtigen Kamelienöls zwingt sie dazu, geschäftlich nach Japan zu reisen. Auf ihrer Reise lernt sie Finn kennen, doch einiges läuft nicht wie erwartet.

Lucy ist eine selbstbewusste junge Frau und setzt sich in Japan für die dortige Familie und Kamelienproduktion ein. Zwar wirkt die Handlung an manchen Stellen etwas unrealistisch – einige Konflikte lösen sich allzu leicht –, doch da es sich um einen klassischen Wohlfühlroman handelt, darf man das getrost verzeihen.

Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine wunderbare Reise und stellt sowohl die Besonderheiten der bretonischen als auch insbesondere der japanischen Kultur in den Mittelpunkt. Dieser Aspekt hat mir besonders gut gefallen. Insgesamt ein schöner, stimmungsvoller Roman – perfekt für entspannte Lesestunden.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Wunderschöne Geschichte

Versprich mir, dass du tanzt
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„Versprich mir, dass du tanzt“ ist meiner erster Roman der Autorin und er hat mich positiv überrascht. Es handelt sich nicht um eine seichte Liebesgeschichte, sondern um eine Geschichte mit Tiefgang, ...


„Versprich mir, dass du tanzt“ ist meiner erster Roman der Autorin und er hat mich positiv überrascht. Es handelt sich nicht um eine seichte Liebesgeschichte, sondern um eine Geschichte mit Tiefgang, die auf Themen wie Verlust, Hoffnung und Neubeginn eingeht.

Im Mittelpunkt steht Lily, deren Mann Adam an Krebs gestorben ist. Kurz vor seinem Tod hat er ihr das Versprechen abgenommen, sich mit ihrem Jugendfreund Josh zu versöhnen. Mit diesem ist sie einen Tag vor ihrer Hochzeit mit Adam im Streit auseinandergegangen und hat seitdem nicht mehr mit ihm geredet.

Die Handlung wird teilweise in Rückblenden erzählt, so dass die Geschichte von Lily, Josh und Adam immer klarere Formen annimmt. Der Schreibstil konnte mich überzeugen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

Die Geschichte ist bewegend und das Ende unerwartet und emotional. Ein wunderschöner Roman!

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Absolut lesenswert

Lügennebel
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Die Krimireihe um Hanna Ahlander und ihren Kollegen Daniel Lindskog ist für mich ganz klar ein Highlight.

In ihrem aktuellen Fall geht es um eine Studentin, die nach einer durchfeierten Nacht tot im Schnee ...

Die Krimireihe um Hanna Ahlander und ihren Kollegen Daniel Lindskog ist für mich ganz klar ein Highlight.

In ihrem aktuellen Fall geht es um eine Studentin, die nach einer durchfeierten Nacht tot im Schnee gefunden wird. Doch war es wirklich ein tragischer Unfall – oder steckt ein Verbrechen dahinter? Hanna und Daniel stehen vor vielen offenen Fragen und stoßen bei ihren Ermittlungen auf Widersprüche und eine Mauer des Schweigens.

Auch dieses Mal überzeugt die Autorin mit ihrem fesselnden Schreibstil. „Lügennebel“ ist von Anfang bis Ende spannend und neben dem Kriminalfall kommt auch das Privatleben von Hanna und Daniel nicht zu kurz. Beide Figuren entwickeln sich von Buch zu Buch weiter und ihre persönliche wie berufliche Verbindung zueinander ist spürbar.

Mich hat das Buch restlos begeistert. Zwar lässt es sich auch unabhängig von den anderen Bänden lesen, doch empfehle ich unbedingt, mit dem ersten Teil der Reihe zu beginnen. Eine klare Leseempfehlung!

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