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MelissaG

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

Spannender Cold Case Thriller aus Neuseeland

Seventeen Years Later
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In „Seventeen Years Later“ von J. P. Pomare forscht Podcasterin Sloane Abbot gemeinsam mit dem Gefängnispsychologen TK im Mordfall um die Familie Primrose, die vor 17 Jahren ermordet wurde. Damals wurde ...

In „Seventeen Years Later“ von J. P. Pomare forscht Podcasterin Sloane Abbot gemeinsam mit dem Gefängnispsychologen TK im Mordfall um die Familie Primrose, die vor 17 Jahren ermordet wurde. Damals wurde der Koch der Familie, Bill Kareama festgenommen und verurteilt. Doch ist Bill wirklich schuldig? Sloane und TK stoßen schon bald auf zahlreiche Hinweise und noch mehr Verdächtige.
Das Cover ist minimalistisch gestaltet und zeigt vermutlich die Villa der Familie Primrose. Der Erzählstil von J. P. Pomare hat mir sehr gut gefallen. Der Thriller ist aus drei Perspektiven geschrieben. Hierdurch werden verschiedene Blickwinkel offenbart. Sloane, eine junge Podcastern, die bereits mehrere Cold Cases gelöst hat und sehr viele Zuhörer hat. Sie und ihr Team gelangen schnell an Informationen. Durch Logik, Empathie und Überzeugungskraft können sie als Team schnell an Informationen gelangen und vertrauen zu möglichen Zeugen gewinnen. Doch Sloane´s Ermittlungsansätze sind nicht immer vollständig durchdacht und ungefährlich. TK, Bill´s Psychologe, der schon damals von dessen Unschuld überzeugt war, aber irgendwann doch nicht mehr völlig daran geglaubt und seine Nachforschungen beendet hatte. Und zudem werden immer wieder Einblicke in Bill´s Version der damaligen Geschehnisse und sein Zusammenleben mit der Familie Primrose offenbart. Insbesondere diese Passagen haben sehr viel Tiefe und Spannung in den Thriller eingebracht. Doch ist das die Wahrheit oder möchte Bill Alle damit in die Irre führen? Im Laufe der Geschichte werden immer mehr Charaktere und damit Verdächtige bekannt. Es sind keine Kriminalkommissare involviert, die die Ermittlungen aufnehmen. In diesem Buch ermitteln die beiden Hobbydetektive im Alleingang. Das damalige Geschehnis ist gewaltsam und düster. Der Thriller spielt in Neuseeland. Das Setting wirkt zunehmend düster und beklemmend. Anfangs werden Einblicke in die Nachforschungen gegeben, doch durch Bill´s Kapitel werden sehr viele Details und die Charaktere der Familie Primrose offenbart, sodass ich sehr gerne weitergelesen habe. Insbesondere im Fortlauf der Geschichte wurde die Spannung zunehmend gesteigert und mehrere Plot Twists sind geschickt eingearbeitet. Immer wieder geraten neue Verdächtige in den Fokus.
„Seventeen Years Later“ hat mir sehr gut gefallen. Durch das geschickt konstruierte Setting und die zahlreichen, sehr unterschiedlichen Charaktere wird die Spannung im Thriller kontinuierlich hochgehalten. Klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Packender Thriller mit zahlreichen Geheimnissen

Love, Mom
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In "Love, Mom" verunglückt eine Starautorin bei einem Sturz tödlich. Kurz darauf erhält ihre Tochter Mackenzie immer wieder Briefe von ihr. Es sind einzelne Tagebuchseiten ihrer Mutter. War der Sturz doch ...

In "Love, Mom" verunglückt eine Starautorin bei einem Sturz tödlich. Kurz darauf erhält ihre Tochter Mackenzie immer wieder Briefe von ihr. Es sind einzelne Tagebuchseiten ihrer Mutter. War der Sturz doch kein Unfall? Mackenzie forscht gemeinsam mit ihrem besten Freund EJ nach und stößt schon bald auf zahlreiche Geheimnisse. Kannte sie ihre Mutter wirklich?

"Love, Mom" hat mir sehr gut gefallen und ist durch eine gewisse Sogwirkung packend bis zum Schluss.
Das Cover ist ansprechend gestaltet. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Insbesondere die Briefe erzeugen zunächst Spannung. Immer wieder tauchen diese auf und offenbaren Einblicke in das Leben der Starautorin. Zwischendurch schleichen sich einige wenige langatmige Passagen und Wiederholungen ein. Ich wollte jedoch zunehmend erfahren, wie es weitergeht. Der Thriller enthält mehrere Plotttwists. Manche werden schnell deutlich, Andere habe ich nicht kommen sehen. Auch die Protagonisten haben mir gefallen. Mackenzie ist eine starke Protagonistin. Schnell wird klar, dass die Beziehung innerhalb der Familie eher kühl ist. EJ ist ihr sehr wichtig und ist sehr unterstützend und ausgleichend.
Packend, emotional, schockierend - Was steckt hinter den Geheimnissen und den Briefen? Insgesamt ein guter Thriller mit einigen Wendungen. 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Fesselndes Debut

Heir of Storms
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Bei ihrer Geburt löst Blaze einen Sturm aus, der ganze Dörfer mit sich riss. Daher lebt sie bis zu ihrem 17. Geburtstag zurückgezogen mit ihrer Großmutter und ihren Brüdern zusammen, ihre Kräfte kann sie ...

Bei ihrer Geburt löst Blaze einen Sturm aus, der ganze Dörfer mit sich riss. Daher lebt sie bis zu ihrem 17. Geburtstag zurückgezogen mit ihrer Großmutter und ihren Brüdern zusammen, ihre Kräfte kann sie bisher jedoch nicht mehr abrufen. Trotz ihrer Herkunft, dem feuermagischen Königreich, gehört Blaze als Sturmweberin zu den Aquatori. Als die vier Königreiche durch den Kaiser neu besetzt werden sollen, werden Blaze und ihr Bruder Flint als Erben nominiert. Schon bald muss sie sich in einem Turnier gegen die anderen Erben durchsetzen, Herausforderungen stellen und die Fähigkeiten einer Sturmweberin neu erlernen.

Das Cover und der Farbschnitt von "Heir of Storm" ist wunderschön gestaltet und spiegelt Protagonistin Blaze sowohl farblich als auch ihren Wettstreit um die Krone der Aquatori wider. Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen und ausschließlich aus der Perspektive von Blaze geschrieben. Das Setting und das Magiesystem haben mir sehr gut gefallen. Die Karte auf den Anfangsseiten gibt hierzu einen guten Überblick.
Zunächst erscheint Blaze verunsichert, einsam und traut sich nicht, anderen Menschen zu begegnen. Sie wird von vielen aufgrund des verheerenden Sturms missachtet und beschimpft. Keiner weiß jedoch, dass sie keine Kräfte mehr wirken kann und daher keine Gefahr darstellt. Sie durchlebt eine große Entwicklung innerhalb des Buches und sie muss schaffen, wofür die anderen Erben jahrelang trainiert haben. Auch die Gefühlswelt von Blaze ist super umgesetzt. Die anderen Charaktere konnte ich mir durch die bildhafte und detaillierte Schreibweise ebenfalls gut vorstellen und haben mir gut gefallen.
Das Buch ist durchwegs interessant und fesselnd geschrieben, spätestens ab der Hälfte konnte ich das Buch nur schwer zur Seite legen. Ab und an gibt es kleinere Wiederholungen, einige Handlungen waren für mich vorhersehbar (was mich nicht gestört hat), aber das Ende kam doch überraschend.
Das Buch vereint ein spannendes Turnier, ein gut konstruiertes Setting und tolle Charaktere. Ein absolut fesselndes Romantasy Debut.

"Heir of Storms" ist der 1. Band von voraussichtlich 2 Teilen.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Eine cozy und herbstliche Hexengeschichte

Rewitched
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Belle hat ihre Kräfte bisher eher vernachlässigt. An ihrem 30. Geburtstag muss sie ihre Kräfte jedoch vor dem Hexenzirkel unter Beweis stellen, sonst könnten ihr diese entzogen werden. Deshalb bekommt ...

Belle hat ihre Kräfte bisher eher vernachlässigt. An ihrem 30. Geburtstag muss sie ihre Kräfte jedoch vor dem Hexenzirkel unter Beweis stellen, sonst könnten ihr diese entzogen werden. Deshalb bekommt sie hierzu Unterricht. Doch es geschehen immer häufiger merkwürdige Dinge. Ihr Wächter Rune und ihre Familie stehen ihr dabei zur Seite. Und gleichzeitig muss sie sich um ihre Arbeit in einer Buchhandlung kümmern.

Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und verliehen dem Buch sehr herbstliche und süße Vibes. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen.

Belle als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Bis zu ihrem 30. Geburtstag nutzt sie ihre Kräfte primär in ihren Alltag und hat keine weiterführende Übung in der Hexerei. Sie verbirgt ihre Kräfte vor den Nicht-Hexen. Auch vor ihrer besten Freundin Ariadne, mit der sie zusammenlebt. In ihrer Arbeit in einer kleinen, gemütlichen Buchhandlung geht sie völlig auf. Der Charme dieser Buchhandlung kommt deutlich rüber, die Ideen des Teams machen diese einzigartig. Doch ihr neuer Chef ist sehr toxisch und entzieht der Bücherei jeglichen Charme, was Belle versucht zu verhindern. Sie wird aber auch von Zweifeln geplagt und traut sich nicht, die Buchhandlung zu führen und zweifelt ebenfalls an ihrer Magie. Dabei ist sie stärker als sie denkt und sie steht ihren Liebsten sehr nahe. Ihre Katze Jinx ist ihr ständiger Begleiter. Ihre Mutter Bonnie und die Mitglieder des Hexenzirkels haben mir gut gefallen. Wächter Rune soll Belle beschützen. Anfangs sehr verdeckt, später ist er ihr ständiger Begleiter. Er erscheint zunächst mystisch und unnahbar. Er ist einer der begabtesten Hexer des Zirkels. Die Verbindung zwischen Belle und ihm entsteht langsam und tatsächlich nur am Rande. Die Idee hinter dem Zirkel hat mir gut gefallen.

Der Einstieg in die Handlung ist gelungen, anschließend gibt es ein paar Längen. Der Fokus des Buches liegt definitiv auf der persönlichen Entwicklung von Belle und ihren magischen Kräften. Die Liebesgeschichte zwischen Rune und Belle geschieht eher im Hintergrund. Die Verbindung zwischen den Beiden und das Gefühl kommt nicht ganz rüber. Dabei sind die Beziehungen zwischen den anderen Charakteren sehr greifbar und herzlich dargestellt. Richtung Ende des Buches überschlagen sich dann die Ereignisse und es wurde noch einmal richtig spannend.

Insgesamt hat mir das Buch und dessen Charaktere gefallen und herbstliche Vibes sind garantiert.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Urbane Romantasy

When the Moon touches my Soul
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In „When the moon touches my soul“ von Maria Winter kommt es zu mehreren Mordfällen in Los Angeles, die aussehen, als wären sie von übernatürlichen Wesen verübt worden. Skylar ist Securitychefin eines ...

In „When the moon touches my soul“ von Maria Winter kommt es zu mehreren Mordfällen in Los Angeles, die aussehen, als wären sie von übernatürlichen Wesen verübt worden. Skylar ist Securitychefin eines Nachtclubs, die nachts als Werwolf durch die Straßen von LA streift. Sie untersucht die Morde und möchte herausfinden, wer dahinter steckt. Als Ryan in ihrem Team anfängt ist sie zunächst wenig begeistert, doch kann er sie schnell überzeugen und schon bald verbringen sie mehr Zeit miteinander. Er erweckt ungeahnte Gefühle in ihr und noch viel schlimmer, er ist nach LA gekommen und nachts auf die Jagd nach Werwölfen zu gehen - nichts ahnend wer seine Chefin ist. Bald entsteht hierdurch ein Konflikt.
Dieser Band ist der Erste einer Diologie. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. In die Handlung und die Gefühle der Protagonisten konnte ich mich gut hineinversetzen. Die Geschichte ist überwiegend aus Skylar´s Perspektive geschrieben. Ab und an wird auch in Ryan´s Gedanken Einblick gewährt. Skylar ist eine sehr starke Protagonisten und der Nachtclubbesitzer hat ihr schon früh sehr viel Vertrauen gegeben. Trotz ihrer Stärke wird sie in ihrer menschlichen Gestalt mehrmals überwältigt und muss gerettet werden. Sie ist eher introvertiert, wirkt sehr distanziert und lebt allein. Sie versucht Kontrolle zu bewahren, doch gerät dies schon bald ins Wanken. Skylar hadert sehr mit ihren Gefühlen. Sie darf sich nicht in einen Menschen verlieben und noch dazu ist er ihr Jäger. Und dennoch möchte sie Ryan mehr über sich erzählen, doch würde das zu weiteren Konflikten führen. Ryan ist ehemaliger Soldat und sein Charakter ist durch sehr viel Tragik geprägt. Er schwört auf Rache und trainiert hart. Kaum vorstellbar wie er es mit einem Werwolf aufnehmen kann. Seine Wut, seine Trauer werden deutlich und er öffnet sich gegenüber Skylar immer mehr. Seine Figur wirkt dadurch sehr nahbar.
Die Handlung um Werwölfe und Vampire im urbanen Setting bedient sich einiger Klischees. Die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten kam etwas zu schnell. Generell ist das Buch sehr kurz gehalten, daher bin ich sehr schnell durch die Seiten geflogen. Die Charaktere haben mir gut gefallen. Insbesondere am Ende gab es noch einige Wendungen, die zusätzliche Spannung erzeugt haben.
Insgesamt hat mir das Buch gefallen.

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