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Michelle-silvi-sommer

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Das Meer so tief wie die Trauer

Das Geschenk des Meeres
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Schon das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen , dieses tiefe Blau und das Haus auf den Klippen so geheimnisvoll . Aber die Geschichte hat mich in eine ganz andere Richtung geführt: Sie ist schwer, ...

Schon das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen , dieses tiefe Blau und das Haus auf den Klippen so geheimnisvoll . Aber die Geschichte hat mich in eine ganz andere Richtung geführt: Sie ist schwer, traurig und voller Schwermut.
Darum fiel es mir auch sehr schwer eine Rezension zu fassen. Das Buch habe ich in 3 Tagen gelesen. Die Bewertung ewig lang.
Die Autorin zeigt eine Welt, die von Trauer, Angst, Verlust und Schweigen geprägt ist. Vorurteile und unausgesprochene Wahrheiten hängen wie eine unsichtbare Last über den Figuren. Manchmal hatte ich das Gefühl, alles sei in eine große Blase aus Kälte und Unterdrückung gehüllt. Besonders bedrückend empfand ich das Schweigen der Menschen – dieses Nicht-miteinander-Reden, das so viel Schmerz erzeugt und gleichzeitig so viel verhindern könnte. Immer wieder dachte ich: Wenn die Figuren nur offener miteinander sprechen würden, könnte so vieles leichter, klarer und vielleicht sogar heilbarer sein.
Ja warum tun sie es nicht…..

Auch die Natur spiegelt diese Atmosphäre wider. Das raue Meer, die Stürme, der Schnee – all das wirkt fast unwirklich, als ob die Landschaft selbst Teil des Schicksals wäre. Und wenn das Meer sich wieder etwas nimmt, sei es Tiere oder mehr, bleibt ein Gefühl von Trostlosigkeit zurück.

Es ist kein leichtes Buch, aber ein tief berührendes. Es hat mich nachhaltig beschäftigt und mir gezeigt, wie viel Leid durch Schweigen entsteht – und wie viel leichter manches wäre, wenn Menschen einfach miteinander reden würden.

Da ich in letzter Zeit einige Verluste erlebt habe, berührt mich dieses Buch sehr aber ich glaube nicht, das es ein Buch für jedermann/frau ist. Deshalb tue ich mich auch sehr schwer mit der Empfehlung.
Von mir bekommt es 4 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2025

Die Macht der Sterne und was daraus werden kann…..

Standing Ovations
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Die Macht der Sterne und was daraus werden kann…

Der Kritiker Alex Lyons vergibt bei einem Nachwuchsfestival einer Künstlerin nach Besuch deren Show , ein Stern. Was wohl kein grosses Problem hätte werden ...

Die Macht der Sterne und was daraus werden kann…

Der Kritiker Alex Lyons vergibt bei einem Nachwuchsfestival einer Künstlerin nach Besuch deren Show , ein Stern. Was wohl kein grosses Problem hätte werden können, wenn er sie nicht später am Abend in einer Bar aufgegabelt hätte und zu sich in sein Bett genommen hätte. Er wusste wer sie war, sie aber nicht und erfährt es nichtsahnend am nächsten Morgen in seiner Küche, mit wem sie da die Nacht verbracht hat, denn sein Gesicht ist neben der abgedruckten Rezension ihrer Show bestens zu erkennen, in der Zeitung die da griffbereit auf dem Küchentisch liegt… und so nimmt die Geschichte ihren Lauf..

Das Buch schneidet diese absolut aktuellen Themen zu me too und dem Machtmissbrauch zumeist männlicher Personen und deren Verhalten an. Zwar nur oberflächlich, denn es geht hier ausschliesslich um Alex und Hayley.
Erzählt wird das alles aus Sicht von Sophie, Alex Kollegin, die sich mit ihm während des Festivals dort eine Wohnung teilt , um für die Zeitung bei der beide arbeiten darüber zu berichten.

Sophie ist Mutter eines kleinen Sohnes und leidet unter der dreiwöchigen Trennung ihrer kleinen Familie sehr. Und als Randbeobachterin erzählt sie uns mit Abstand Ihre Geschichte und was mit Alex und Hayley passiert. Denn Hayley schwört nicht nur Rache. Sie nimmt sie auch und stellt ihre Show radikal um und macht daraus eine Abrechnung mit Alex und Männern wie Alex. Diese Show wird ein voller Erfolg und Alex als das Arschloch angeprangert und jede darf sich in der Show melden und mitmachen, ihre Geschichte erzählen, wenn sie von einem Mann und am besten von Alex gedemütigt wurde. Und das sind eine ganze Menge von Frauen.

Zu Beginn haben mich diese temporeichen Geschehnisse sehr mitgerissen und ich fand es herrlich, doch dann verliert sich Sophie , die Erzählerin viel in Selbstmitleid und macht diese Geschichte zähflüssig. Das hätte man meiner Meinung nach mehr verkürzen können, denn weitergebracht hat es diese Geschichte nicht. Im Gegenteil, es hat eher genervt und abgelenkt. Und die Spannende Atmosphäre verlor sich leider ganz.

Die Spannung, die am Anfang spürbar war, verlor sich deshalb in der Mitte total und erst zum Ende hin kommt wieder mehr Bewegung ins Geschehen was aber nicht sehr überzeugend war. Und das konnte mich auch dann nicht mehr so wirklich überraschen.

So vergebe ich 3 Sterne

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Veröffentlicht am 13.07.2025

So schmeckt der Sommer

Einmal Sommer mit bunten Streuseln
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Kristina Kreutzer hat das Buch Ein Sommer mit bunten Streuseln, zusammen mit ihrer Tochter Lina geschrieben. Heraus kam eine leichte unterhaltsame Geschichte über 5 Freunde , die in den Sommerferien spielt. ...

Kristina Kreutzer hat das Buch Ein Sommer mit bunten Streuseln, zusammen mit ihrer Tochter Lina geschrieben. Heraus kam eine leichte unterhaltsame Geschichte über 5 Freunde , die in den Sommerferien spielt. Alle Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein .
Es handelt von den ersten zarten Banden von Freundschaft und der ersten Liebe. Aber auch Mut und Liebeskummer sind die Themen, die junge Heranwachsende erleben.

Abwechselnd erzählen die 5 Freunde , Mila, Max, Luh , Arthur und Liz von ihren Erlebnissen in diesen Sommerferien, von den mit Glücksmomenten und auch tiefer Traurigkeit . Da ich schon etwas älter bin, kann ich ihre Gefühle und Emotionen sehr gut nachempfinden . Ich glaube diese Gefühle ändern sich wohl nie so wirklich und ich wurde bis auf einige Dinge, die mich sehr störten, ganz gut unterhalten und ich sah meine eigene Jugend vor Augen.

Dabei gefiel mir am besten Liz , die alleine nach Malta zu Verwandten reist um dort Englisch zu lernen . Die Familie und deren Freunde sind alle nett. Sie verbringen viel Zeit am Meer und es entwickelt sich eine erste Liebe.

Die Geschichte plätschert dann ziemlich so vor sich hin und einige Erlebnisse hätten mehr Tiefe gebraucht . So gefiel mir die Situation nicht, als sich die Väter zum Grillen trafen und einer der Väter zum anderen Vater sagte , das seine Tochter so hübsch wäre und es besser wäre , wenn er besser auf sie aufpassen würde . Geht’s noch , was sind das für Ratschläge in der heutigen Zeit? Wo den Frauen doch Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit beigebracht und vorgelebt werden soll. Wir leben hier doch nicht im Patriarchat und Frauen sind kein Freiwild. Blöde Sprüche gibt es viele aber das heisst nicht, dass man das toleriert.

So vergebe ich 3 1/2 Sterne

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Die Biber - räumt endlich die Vorurteile aus dem Weg

Gestatten: Biber
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Als Jugendliche mit einer Reisegruppe machten wir in Schweden eine Elch und Bibertour. Elche sahen wir und ein kleines verwaistes Kalb in einer Auffangstation durften wir sogar anfassen. Das war wunderschön ...

Als Jugendliche mit einer Reisegruppe machten wir in Schweden eine Elch und Bibertour. Elche sahen wir und ein kleines verwaistes Kalb in einer Auffangstation durften wir sogar anfassen. Das war wunderschön . Leider haben sich die Biber vor uns versteckt. Doch interessant fand ich sie weiterhin. Und durch das Buch von Bettina und Christian Kutschenreiter wurde meine Neugier mehr als geweckt, was die beiden wohl zu berichten haben.
Und dieses Buch hat mich sehr beeindruckt und zutiefst berührt und gerührt.
Denn sie beschreiben sehr anschaulich ihre Begegnungen und Erlebnisse mit diesen sehr scheuen Tieren. Und sie erzählen eine ganze Menge fachliches über diese intelligenten , sehr verspielten und niedlichen Tiere z. B. das sie immer wachsen. Besonders berührt hat mich ihre Erzählung über ihre freundschaftliche Beziehung , die über die Jahre gewachsen ist und die Tiere , seit mehreren Generationen Ihnen vertrauen und sich ihnen öffnen und ihnen ihre Familie vorstellen und anvertrauen. Kann es einen größeren Beweis geben als wenn scheue Wildtiere dieses ihrem größten Feind erlauben?
Das Ehepaar Kutschenreiter ist sich dessen bewusst und tut alles dafür ihre kleine zweit Familie zu schützen. Denn in der Natur geht es ruppig zu und am schlimmsten ist es mal wieder der Mensch , der ihnen das Schlimmste und grausamste antut. Trotz vieler Beweise des Gegenteils ist er weiter vielen Vorurteilen ausgesetzt , wie das er den Fischern die Fische wegfrisst und das als Vegetarier !!! Oder das er alle Bäume im Umkreis fällt. Es sind doch nur wenige die er zur Nahrung braucht. Er ist doch nicht so gierig wie der Mensch. Deswegen wird er gerne grausame gejagt und verfolgt. Meistens mit brutalen Fallen, die auch anderen Tieren und auch Kindern gefährlich werden können. Und diese Straftaten , es sind Straftaten, denn der Biber steht unter Naturschutz , diese Häscher werden leider kaum verfolgt noch angemessen bestraft …
Ihre Beziehung zu diesen niedlichen Tieren ist sehr Tier und doch vergessen sie nie, das es sich um Wildtiere handelt und diese frei entscheiden können was sie erlauben - wieviel Nähe - und was nicht.
In ihrem Buch erfährt man auch sehr viel Wissenswertes über Biber und sehr anschaulich mit tollen Bildern unterlegt und auf jeder Seite spürt man ihre Liebe und Leidenschaft zu diesen Tieren.
Das ist sehr ansteckend und dieses Buch sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre im Biologieunterricht werden um kleine Menschen zu sensibilisieren und das sie den großen Menschen ihre Vorurteile austreiben. Von mir bekommt es alle Sterne , 5 reichen gar nicht aus um meine Bewunderung zu zeigen. Lesen Sie es bitte und geben Sie den Bibern ihren Platz in der Natur. Er tut viel für uns, fangen wir endlich an es ihm zu danken.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Achtung Brunngries kann tödlich sein

Prost, auf den Doktor
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Ein Bikertreffen in Brunngries sorgt diesmal für Aufregung im Dorf und für Kommissar Tischler und Kollegen für arbeitet .

Auf der Sauwiese treffen sich die Biker zum grillen und chillen. Zum Grillen ...

Ein Bikertreffen in Brunngries sorgt diesmal für Aufregung im Dorf und für Kommissar Tischler und Kollegen für arbeitet .

Auf der Sauwiese treffen sich die Biker zum grillen und chillen. Zum Grillen hat sich der Doktor Sebastian Burgegger was ganz besonderes einfallen lassen um die Bikerkollegen aus dem hohen Norden zu beeindrucken. Sowas macht er am liebsten. Am Abend wird noch zusammen geschmaust und getrunken , bis sich der Doktor und sein Kumpel heimlich in eine Pension verziehen. Weil es ihnen zu unbequem ist im Zelt zu nächtigen.

Doch das bequeme Bett bekommt dem Doktor gar nicht, denn am nächsten Morgen ist er Tod. Liegt mit aufgeschnittener Kehle im Bett. Kein schöner Anblick.

Sofort werden Hauptkommissar Tischler und sein Kollege Fink gerufen um den Tatort anzuschauen und die temporeiche Ermittlung beginnt .

Dies ist schon der 11te Fall dieser Reihe, und nun mein erster Fall / Buch und Besuch in Brunngries und ausgerechnet jetzt tummeln sich dort eine ganze Menge mehr an Verdächtigen und ebenso war mir das ganze Ermittler Team völlig fremd, doch ich kam gut in Brunngries an und lernte sie ziemlich schnell alle gut kennen und es machte mir richtig Freude dort dabei zu sein.

So werde ich demnächst wohl Überstunden schieben müssen um mir nach und nach alle alten Fälle von Tischler anzuschauen….

Also diesmal war es so, kaum in Brunngries angekommen, ist schon einer tot! Brunngries ist ein gefährlicher Ort und es fehlt am Ortseingang auf der Tafel ein Warnhinweis , sowie auf den Zigarettenschachteln eben …

Gott sei Dank ist es ja nur ein fiktiver Ort.

Diese Bikertruppe aus dem hohen Norden ist sehr speziell und macht auf cool und hart. Ihr Umgangston ist rau aber wohl auch herzlich .

Dass sich der Doktor und der Anwalt zu fein fühlen und dem Zeltplatz heimlich den Rücken kehren , um im Weichen Bett der Pension Krause zu nächtigen , passte schon sehr zu diesen Möchtegern Bikern und Schönwetterfahrern.

Doch leider ist der Doktor am nächsten Morgen tot, sein Kumpel findet ihn . Kein schöner Anblick.

Wer hat ihn so zugerichtet und umgebracht? Was ist das Motiv , wer ist der Täter und wer ist so kaltblütig?



Die Kommisare kommen mächtig ins Schwitzen , nicht nur weil einer sich wie eine Presswurst in seine alte Lederkombi quält, sondern bei so viel Action wie wilde Verfolgungsjagden , die mir sehr viel Spass bereitet haben.

Die Geschichte liest sich flüssig und die Story ist temporeich, spannend und sehr unterhaltsam.

Das Cover mit der Dackeldame Resi, die auch einen festen Platz in der Brunngieser Community hat, einfach bezaubernd.

Klare Leseempfehlung von mir und 5 Sterne.

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