Ein richtig gelungener Auftakt für eine Reihe mit Suchtpotenzial
Fae Isles − Der Henker der KöniginMir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich habe gut in das Buch hineingefunden, der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und ...
Mir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich habe gut in das Buch hineingefunden, der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und recht einfach gehalten. Auch das Worldbuilding erscheint bisher recht einfach gehalten, da hoffe ich man das in den nächsten Teilen noch etwas mehr kommt.
Man lernt zunächst Emelin kennen, die mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf lebt, das lange Zeit von Fae angegriffen wurde, bis sie sich zu Wehr setzen und dachten, dass sie es geschafft haben. Doch dann wird von der Fae- Königin ihr Henker, der Silent Death, geschickt und nur durch Emelin wird das Dorf vor der Auslöschung bewahrt. Doch was macht Emerlin so besonders? Und kann sie dem Silent Death nach allem, was sie über ihn gehört hat und vor allem nach ihrer Entführung noch trauen?👀
Emelin wirkte zunächst recht naiv auf mich. Sie wurde von ihren Eltern recht abgeschottet aufgezogen und nicht gerade gut von ihnen behandelt. Ich habe mich tatsächlich sehr über diese Behandlung gewundert, vor allem weil Emelin nicht gerade ein störisches Kind zu sein schien. Nach und nach, als man mehr über sie und ihre Herkunft erfährt, macht tatsächlich vieles Sinn. Obwohl vielleicht auch nicht, immerhin war sie ein unschuldiges Kind, also konnte ich ihren Eltern eigentlich generell nicht viel abgewinnen. Als Emelin sich dann in der Gefangenschaft vom Silent Death befindet, oder auch einfach Creon, blüht sie dagegen richtig auf. Ich mochte es, dass sie langsam eine richtige Persönlichkeit zu entwickeln scheint, auch wenn sie mit dieser Creon (und mich auch) ab und zu in den Wahnsinn treibt. Ihre mochte dennoch ihre bisherige Entwicklung, gerade wie mutig sie geworden ist (auch wenn deshalb die ein oder andere dumme Entscheidung getroffen wurde😅) und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihr weitergeht.
Creon ist vielleicht sogar noch ein wenig komplexer angelegt als Emelin. Besonders interessant fand ich, dass er stumm ist. Der Name Silent Death, der ihm zugeschrieben wurde, kommt nämlich nicht von irgendwoher. Durch die Bannung der Fae- Königin (aka seiner Mutter….. Ja, seine Kindheit möchte man sich bei dieser grausigen Person lieber nicht vorstellen🫣) hat er seine Fähigkeit zu sprechen verloren. Ich fand ihn also super interessant und auch bis zum Ende hin ein wenig mysteriös, da man nicht so viele Infos über ihn bekommen hat, wie man gerne hätte. Doch ich mochte ihn allgemein wirklich sehr, er bemüht sich total um Emelin und man spürt ganz viel Schmerz in ihm, was einen durch seine Stille nur noch näher ging.
Die beiden zusammen mochte ich auch auch gerne, obwohl es einiges an Hin und Her gab. Emelin vertraut ihm, dann erfährt sie etwas und das Vertrauen ist wieder weg. Ich weiß nicht, aber das gemischt mit ihrem teilweise eher kindischen Verhalten, ging mir schon ein wenig auf den Keks. Ja, ich konnte ihre Gedanken teilweise nachvollziehen, sie ist jetzt in der Fae Welt, an ihrem Königshof, an dem es vor Verrat und Intrigen nur so wimmelt, aber ein bisschen mehr Vertrauen in Creon wäre schon nett gewesen, er tat mir teilweise wirklich leid🙈
Insgesamt konnte mich der Auftakt definitiv überzeugen, man wird in eine interessante Welt voller Magie entführt. Erfährt wichtige Dinge über Emelin, ihre Magie und vor allem den Plan, die Fae endlich vor der Tyranei der Königin zu befreien. Zudem steckt in Creon einfach so viel mehr, als auf den ersten Blick vermuten lässt und ich bin gespannt noch mehr über sein Leben zu erfahren. Von mir gibt es 4,5/5❤️ und ich freue mich sehr auf den nächsten Band.