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Veröffentlicht am 13.12.2025

So lecker ganz ohne Fleisch

Deftig vegetarisch – Heimatküche
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Ich esse gern fleischlos, bin jedoch kein Vegetarier. Am besten passt wohl der Ausdruck Flexitarier zu mir. Daher mag ich Bücher, die mir viele Anregungen geben, lecker satt zu werden, ohne dass Fleisch ...

Ich esse gern fleischlos, bin jedoch kein Vegetarier. Am besten passt wohl der Ausdruck Flexitarier zu mir. Daher mag ich Bücher, die mir viele Anregungen geben, lecker satt zu werden, ohne dass Fleisch verwendet wird. Tofu und Ähnliches mag ich leider so gar nicht, daher bin ich super happy, dass hier nur gelegentlich diese Fleisch-Austausch-Mittel eingesetzt werden. Ernährung wie in meiner Kindheit, als man an Sonn- und Feiertagen Fleisch hatte, ansonsten ohne auskam, finde ich toll. In diesem Buch finde ich sehr viel Passendes für mich.

Über das Rezept- und Zutatenregister am Ende des Buches findet man blitzschnell, was man sucht. Doch zu Beginn bekommt der geneigte Leser erst einmal Lesestoff und einen Saisonkalender. Dann geht es los mit den Kapiteln Alltagsglück; Ofenfreuden; Suppenwonne; Sonntagsessen; Brotzeit; Naschwerk. Dabei finden sich fleischlose Klassiker, aber auch Rezepte zu Gerichten, die sonst mit Fleisch gemacht werden, hier aber fleischlos neu kreiert wurden. Das erste Rezept ist wohl das beste Beispiel dafür, es ist Himmel und Erde. Geht völlig ohne Fleisch und Wurst in oberlecker!

Nach dem Rezepttitel folgen ein kleiner Text, die Zubereitungszeit, die Angabe zur Portionenanzahl, die Zutatenliste, die Nährwerte und die Zubereitungsschritte. Diese sind im Fließtext gehalten und nummeriert. Schöner hätte ich hier Absätze gefunden. Gut dagegen finde ich, dass die verwendeten Zutaten aus der Liste fett hervorgehoben werden. Ganz unten auf der Seite ist das Kapitel erwähnt, daneben Besonderheiten, wie z.B. glutenfrei, laktosefrei, frei von raffiniertem Zucker, vegan usw. Ein Foto findet sich zu meiner großen Freude bei jedem Rezept. Ich bin allerdings etwas verwirrt, wie der Kernige Bauernlaib glutenfrei sein kann, wenn er mit Weizenmehl gemacht wird.

Die Rezepte sind herrlich abwechslungsreich und ohne exotische, schwer aufzutreibende Zutaten auch für weniger Geübte gut nachzuarbeiten. Mich spricht, wie eingangs erwähnt, an, dass nur in wenigen Rezepten Tofu oder ähnliche Produkte, die für mich unter Fleischersatz fallen, verwendet werden. Man hat nicht das Gefühl, dass etwas fehlen würde und man wird ordentlich satt. Von mir vier Sterne!

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Kreative Küche

Schwäbische Tapas
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Die wenigsten der Rezepte bzw. Gerichte würde ich jetzt als Tapas ansehen, aber lecker und modern sind die Klassiker und innovativen Neukreationen aus den Zutaten der schwäbischen Küche auf jeden Fall. ...

Die wenigsten der Rezepte bzw. Gerichte würde ich jetzt als Tapas ansehen, aber lecker und modern sind die Klassiker und innovativen Neukreationen aus den Zutaten der schwäbischen Küche auf jeden Fall. Und als kleiner Snack sind sie super!

Im Register am Ende des Buches findet man die Zutaten, sowie die Rezepte alphabetisch gelistet. Weshalb am Anfang des Buches im Inhaltsverzeichnis nur ein paar wenige Rezepte aufgeführt sind, erschließt sich beim Vorwort. Aus diesen 20 Klassikern wurden von Rainer Klutsch die Tapas abgeleitet, jeweils drei Varianten, sodass man insgesamt 80 Rezepte vorliegen hat. Die Zubereitungshinweise hätte ich weit vorne im Buch verortet, statt ganz zum Schluss.

Sehr oft ziehen sich die einzelnen Rezepte dabei über mehrere Seiten. Und es gibt immer ein Foto dazu! Das feiere ich total, da ich dazu neige, fotolose Rezepte zu übergehen. Ich möchte per Bild Lust auf ein Rezept bekommen! Nährwertangaben findet man bei den Rezepten allerdings nicht.

Das Originalrezept der schwäbischen Klassiker kommt immer mit einer informativen kleinen Erklärung daher. Anschließend werden die Zutaten für die angegebene Portionenzahl aufgelistet, daneben sind die Zubereitungsschritte genau erklärt. Bei den Tapas entfällt der kleine Text, der restliche Aufbau bleibt gleich. Die verwendeten Zutaten sind nicht gerade exotisch und gut im Handel aufzutreiben. Das eine oder andere mag man vielleicht seltener benutzen oder verwenden, trotzdem dürfte es einfach sein, alles zu bekommen.

Mich beeindruckt, mit welcher Kreativität Klutsch die Speisen verändert, sie zu Tapas macht. Nicht immer bedeutet das allerdings, dass es schnell und einfach geht. Doch der Aufwand lohnt sich, ob für einen schönen Abend zu zweit oder viert oder ein kleines Buffet, dann eben die Mengen vervielfacht. Man kann Gäste damit beeindrucken und bezaubern und vor allem Eindruck hinterlassen.

Für mich ist dies eins der Kochbücher, die nicht super oft, aber immer mal wieder zum Einsatz kommen und sich auch bestens dazu eignen, Kochfans geschenkt zu werden. Ein wenig verspielt, ein wenig detailverliebt, aber lecker. Von mir daher vier Sterne.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Alltagstauglich, lecker, super!

Herrlich einfach – himmlisch lecker | Steffis Foodblog "Gaumenfreundin"
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Mir sind Bücher immer lieber als Blogs und ich gestehe, dass ich die meisten Blogger gar nicht kenne. Von der Gaumenfreundin hab ich aber tatsächlich schon Rezepte vor dem Buch gekannt, weil ich trotz ...

Mir sind Bücher immer lieber als Blogs und ich gestehe, dass ich die meisten Blogger gar nicht kenne. Von der Gaumenfreundin hab ich aber tatsächlich schon Rezepte vor dem Buch gekannt, weil ich trotz enormer Rezeptsammlung hin und wieder auch mal ein Rezept ergoogle. Als ich dann sah, dass sie ein Buch veröffentlicht hat, musste es doch natürlich auch zu mir!

Und ich muss sagen, das lohnt sich definitiv! Ja, es sind viele Gerichte darin enthalten, die man schon kennt, wenn man schon länger kocht und backt. Aber eine dezente Erinnerung an in Vergessenheit geratene Rezepte tut auch mal gut. Und Küchen-Neulinge werden dieses Buch sowieso lieben! Doch auch wer schon länger kocht und backt und in Übung ist, findet hier Anregungen und tolle Ideen. Es muss nicht immer hochkompliziert sein, um zu schmecken. Im Gegenteil, in der Einfachheit liegt oft das größte Geschmacks-Geheimnis!

Die Gestaltung des Buches ist wunderschön. Auf der rechten Seite ist zu jedem Rezept ein tolles Foto abgebildet. Mir persönlich ist das total wichtig, denn erfahrungsgemäß koche und backe ich nur Rezepte nach, von denen ich weiß, wie das Ergebnis aussehen soll. Der obere Teil der linken Seite ist für den Rezept-Namen, einem Zusatz, ein paar Sätzen dazu, die Zubereitungszeit und die Portionsanzahl reserviert. Darunter teilt sich die Seite dann auf in die Zutatenliste und die Zubereitungsschritte. Gelegentlich findet sich noch ein Tipp dazu oder ein QR-Code zu einem weiteren, zusätzlichen Rezept, beispielsweise für Quiche-Teig, wenn im Rezept Kühlregal-Ware steht.

Das angefügte Register ist schlau gestaltet. Es führt sowohl die Zutaten in alphabetischer Reihenfolge auf, die in den Rezepten dann verwendet werden, als auch Rezepte. So findet man unter A beispielweise Äpfel, als auch den Käsesalat mit Gurken, denn da werden eben auch Äpfel verwendet. Vorne im Buch ist das Inhaltsverzeichnis, das in die Kapitel Snacks; Salate; Suppen & Eintöpfe; Vegetarisches; Fleisch & Fisch und Süßes unterteilt ist. Steffis Vorwort fällt erfreulich kurz, dafür umso sympathischer aus.

Die Rezepte selbst sind abwechslungsreich und halten, was der Buchtitel verspricht. Dabei kann man auch getrost von internationaler Küche sprechen. Die Zubereitung ist immer knapp, aber verständlich und gut erklärt gehalten. Die Zutaten sind gut erhältlich, also definitiv nicht exotisch. Auch wenn Geschmäcker verschieden sind, findet hier jeder etwas, das ihn begeistert. Bei mir sind es sehr viele Rezepte. Ganz besonders mag ich aber die Zwiebelkuchen-Muffins, auch wenn ich kein Schweinefleisch esse und den Speck von daher durch Hähnchenbrust ersetze.

Kurz und knapp, ich bin begeistert und drücke das gerne in den vollen fünf Sternen aus.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Vergrabene Erinnerungen

Eisnebel
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Theodora und Connor wollen mit Connors Familie auf ihrem Anwesen Idlewood ein paar unbeschwerte Wintertage verbringen. Theo ist klar, dass man sie genauestens ins Visier nehmen wird, ist sie doch ein mehr ...

Theodora und Connor wollen mit Connors Familie auf ihrem Anwesen Idlewood ein paar unbeschwerte Wintertage verbringen. Theo ist klar, dass man sie genauestens ins Visier nehmen wird, ist sie doch ein mehr oder weniger mittelloses Adoptivkind und die Daltons unermesslich reich. Doch die anonymen Drohungen und seltsamen Ereignisse verängstigen sie doch enorm. Zudem kommen alte Alpträume und Erinnerungen wieder hoch und Theo merkt, dass das alles nicht gut ausgehen kann.

Wow! Die Wendungen und Überraschungen sind schon echt krass und gekonnt platziert. Kaum denkt man, man hat die Ereignisse sortiert und eine Ahnung, wie der Hase läuft, verändert sich alles wieder krass und mit Knalleffekt. Dabei verändert sich ebenso das Bild der Figuren, das man sich gemacht hat. So richtig einschätzen kann man sie schnell alle nicht, wodurch man sich ebenfalls unwohl fühlt. Und das betrifft nicht nur die Familie Dalton, sondern auch Theodora selbst.

Theo erzählt diese Geschichte aus der Ich-Perspektive. Schnell stellt sich heraus, dass sie etwas Traumatisches erlebt hat und daher keinerlei Erinnerung an ihr Leben vor der Adoption hat. Auch ist ihre Zeit in der Adoptivfamilie nicht so schön gewesen, wie man es einem Kind wünscht. Das hat sie geprägt und daher hat auch sie ein paar kleine bis große Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen.

Doch auch die Daltons, jeder einzelne von ihnen, haben ihre Leichen im Keller. Sie sind gewohnt, mit Geld Probleme zu lösen und nur in ihr Leben zu lassen, wen sie würdig halten. Da ist es kein Wunder, dass sich die Situation immer mehr hochschaukelt. Alles passt am Ende wunderbar zusammen, fühlt sich nicht an den Haaren herbeigezogen an und es bleiben auch keine losen Enden zurück. Sehr gut gemacht!

Ich bin gespannt, ob diese Autorin, die bisher Jugendbücher schrieb, das Level in hoffentlich weiteren Thrillern für Erwachsene so hoch halten kann. Mir hat’s prima gefallen. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Erstaunliches über die Geschichte der Weihnacht

Weihnachten – ein Fest packt aus
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Der Schreibstil ist wunderbar! Humorvoll, aber dennoch kein Geblödel. Die Fakten werden einfach nur so vorgetragen, dass sie nicht trocken und langweilig sind. Von den vielen Heiligen und anderen christlichen ...

Der Schreibstil ist wunderbar! Humorvoll, aber dennoch kein Geblödel. Die Fakten werden einfach nur so vorgetragen, dass sie nicht trocken und langweilig sind. Von den vielen Heiligen und anderen christlichen Figuren wird einem allerdings fast schwindelig. Ja, die meisten kennt man, ganz klar, aber so detailliert hat man sich dann doch nicht mit ihnen auseinandergesetzt und oft auch nicht wirklich die Verbindungen gekannt oder gesehen. Wirklich bewusst war mir auch nie, dass die meisten Gedenktage nicht die Geburtstage der Heiligen sind, sondern deren Todestage. Und das gab mir wirklich zu denken.

Es ist erstaunlich, dass man feststellen muss, wie wenig man sich mit Weihnachten eigentlich auskennt, obwohl es jedes Jahr in unserem Leben stattfand und stattfindet, ob selbst gefeiert oder nur am Rande mitbekommen, weil es eben omnipräsent ist. Dass sich dieses Fest tatsächlich erst so spät etabliert hat, war mir in der Tat neu. Ich sehe Weihnachten nun mit anderen Augen.

Da ich Deko liebe und den Zauber der Weihnachtszeit darin und damit verbreiten möchte, habe ich schon immer früh damit angefangen und spät abgeräumt. Ab sofort nutze ich für mich die längstmögliche Zeitspanne dafür, nämlich vom Martinstag bis zu Mariä Lichtmess! Besonders im Hinblick auf die schlimmste Zeit Deutschlands bin ich erstaunt, was sich Menschen einfallen lassen können, um Tatsachen zu verdrehen und ein Fest wie Weihnachten verbieten zu wollen bzw. es einer anderen Geschichte zuzuordnen.

Ich bewundere, mit wie viel Liebe und Sorgfalt Gideon Böss all diese Fakten rund um Weihnachten zusammengesucht hat. Das hat eindeutig lange gedauert und war viel Arbeit! Dann alles so liebevoll mit Witz dem Leser zu vermitteln, das ist große Kunst! Ich freue mich unbeschreiblich, dieses Kleinod entdeckt zu haben und lege es allen, wirklich allen sehr ans Herz! Es wäre schön, wenn es einen zweiten Band geben würde mit mehr Fakten über spezielle Weihnachtstraditionen in anderen Bundesländern und auch auf der ganzen Welt. Der Teil geriet ein wenig kurz. Bleibt nur noch zu sagen: Frohe Weihnachten!

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