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Veröffentlicht am 25.03.2017

Etwas Potenzial noch oben gibt es noch...

Devoted - Geheime Begierde
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Da ich gerne mal erotische Romane lese (wie ein Blick in meine Genre verrät), habe ich mich wahnsinnig gefreut, als der Goldmann Verlag mir die neue Reihe "Devoted" von Susanna Quinn zur Rezension angeboten ...

Da ich gerne mal erotische Romane lese (wie ein Blick in meine Genre verrät), habe ich mich wahnsinnig gefreut, als der Goldmann Verlag mir die neue Reihe "Devoted" von Susanna Quinn zur Rezension angeboten hat. Also habe ich Band 1 von "Devoted" mit dem Titel "Geheime Begierde" gelesen und bin kaum davon losgekommen.
Der Klappentext zog mich irgendwie magisch an und so konnte ich das Buch kaum liegen lassen.
Ich fand die Geschichte rund um Sophia Rose, Marc Blackwell und das Ivy College richtig gut.
Sophia, die aus einem kleinen Kaff kommt, bekommt die Chance am Ivy College, das von Marc Blackwell, einem berühmten Holleywoodstar, geleitet wird, ein Studium zu beginnen.
Doch bereits bei dem ersten Vorsprechen bemerkt Sophia, dass Marc sie sehr mustert.
Dieser Eindruck verstärkt sich immer mehr bis sich beide eingestehen, dass sie sich mehr bedeutet als es eigentlich sein sollte. Dieser Erkenntnis ist der Beginn der Ereignisse, die das Leben beider völlig verändern wird...
(Da ich nicht zu viel vom Inhalt verraten will, lass ich die Geschichte mal so stehen.)

Die Geschichte hat mich von Beginn an gefesselt und ich konnte das Buch teilweise nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie sie sich weiterentwickelt. Ich war auch richtig traurig, als ich das Buch fertig hatte, weil ich gerne wissen wollte, wie es weitergeht.
Aber leider erscheint der 2. Band (es soll am Ende eine Trilogie werden) mit dem Titel "Verbotene Leidenschaft" erscheint leider erst im Dezember oder Januar (ich habe unterschiedliche Angaben gefunden, deswegen schreibe ich mal beide Daten dazu). Der 3. Band, der unter dem Titel "Gefährliches Verlangen" erscheinen wird, soll wohl im März oder April erscheinen.

Das Cover, das mich etwas an "Shades of Grey" erinnert hat, gefällt mir sehr gut.
Das Blumenmotiv hat - für mich - etwas sehr anziehendes und deswegen finde ich es für erotische Romane sehr passend.

Die Grundidee der Story ist richtig gut, weil es eben nicht nur um die Konstellation Mann - Frau, sondern auch um die von Lehrer-Studentin geht. Aber sie ist nicht so klischeebehaftet, wie man auf den ersten Blick meinen möchte, weil sowohl Sophia wie auch Marc durch ihre Hintergründe zu Menschen werden, die man sehr intensiv erlebt.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr flott. Man fliegt praktisch über die Zeilen und wundert sich, dass man in weniger Zeit wirklich viel lesen kann.
Durch die Ich-Perspektive sieht der Leser die Story durch die Augen von Sophia und erlebt sich dadurch natürlich sehr viel intensiver als alle anderen in dem Buch. Vor allem bekommt der Leser sehr viel von ihrer Gefühlswelt mit und gerade das gefiel mir selber sehr gut.
In den erotischen Momenten geht es auch mal etwas "härter" zu, aber es ist nicht unangenehm und es fallen nicht zu viele Fikalwörter. Da wurde das Maß - nach meiner Sicht - perfekt getroffen.

Sophia schließt man sehr schnell ins Herz, weil sie zu ihrer Familie steht und immer versucht, es allen Recht zu machen. Zudem ist sie sehr bescheiden und wirkt zu Beginn fast schüchtern. Sie entwickelt aber immer mehr Selbstbewusstsein, als sie von marc unterrichtet wird.
Marc wirkt zeitweilig richtig kalt und unnahbar, was aber eher in der Angst vor Nähe begründet liegt. Er öffnet sich nur sehr langsam und wird gerade dadurch interessant. Trotz seines Erfolges als Schauspieler wirkt er sehr realistätsnah und teilweise fast introvertiert.
Zwei sehr intensive Charaktere, die sich innerhalb der Geschichte weiterentwickeln und ich bin schon gespannt, wie sie sich weiterhin verhalten werden...

Fazit:
Eine tolle Grundstory mit sehr schönen erotischen Momenten, in die man sehr schön eintauchen kann. Die Story ist etwas vorhersehbar, aber das stört nicht weiter, weil sowohl Sophia wie auch Marc durch ihre Hintergründe zu sehr intensiven und interessanten Menschen werden, die man wirklich "näher" kennenlernen möchte.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Alltagshumor...

Die Pfanne brät nicht!
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Eigentlich bin ich ja nicht so der Leser von "Alltagshumor", aber das Cover des Buches sprach mich einfach an (da kam die Coverkäuferin mal wieder durch) und so habe ich mich mal hinter die Kasse des ...

Eigentlich bin ich ja nicht so der Leser von "Alltagshumor", aber das Cover des Buches sprach mich einfach an (da kam die Coverkäuferin mal wieder durch) und so habe ich mich mal hinter die Kasse des "Theo"-Marktes begeben und den Alltag einer Verkäuferin etwas genauer beschreiben lassen.
Da ich selber mal im Handel gearbeitet habe, konnte ich an manchen Stellen wirklich an meine aktive Zeit im Buchhandel denken, denn bei manchen Kunden stellt man sich wirklich die Frage:
"Geht´s noch?" oder "Warum muss der gerade zu mir kommen?"
Alice Diestel schreibt mit viel Humor und man sollte das Buch mit sehr viel Augenzwinkern lesen und sich dabei einfach amüsieren. Sie beschreibt die Kunden - und ihre Macken - aber sehr liebvoll und man merkt auch innerhalb des Buches immer wieder, dass sie ihre Job mit Lust und Liebe macht, auch wenn er manchmal stressig, anstrengend, nervenaufreibend und lärmend ist.
Leider muss ich gestehen, dass ich mich manchmal auch selber wiedererkennen musste und in Zukunft auch versuchen werde, diese kleinen Macken gekonnt zu umschiffen.
Ich finde, dass dieses Buch jeder mal gelesen haben sollte, weil man einen Spiegel vorbehalten bekommt, wie man sich manchmal im Alltag wirklich furchtbar aufführt, gerade wenn man selber unter Stress oder anderem Druck steht.
Das Buch ist im flotten Stil geschrieben und teilweise wird mit Dialekt gesprochen. Da der Markt im Rheinland steht, wird der rheinische Dialekt immer wieder mal verwendet, was aber nicht störend sondern eher lustig ist. Deswegen kann man Alice Diestel auch als rheinische Frohnatur bezeichnen.
Da das Buch einfach ehrlich ist, gebe ich dafür auch eine ehrliche Kaufempfehlung ab.

Fazit:
Dieses Buch sollte man mit etwas Humor und auch Selbstkritik genießen. Man ertappt sich immer wieder selber, wie man manchmal mit den Kassiern im Supermarkt umgeht.
Ein tolles Buch, das einen wirklich zum Lachen bringt.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Leider zur kurz...

Menu d'amour
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Ich liebe ja die Bücher von Nicolas Barreau, deswegen musste ich das neue Buch von ihm sofort in meinem Bücherregal haben und es lag auch nicht wirklich lange auf meinem SuB. Der Reiz des Buches war einfach ...

Ich liebe ja die Bücher von Nicolas Barreau, deswegen musste ich das neue Buch von ihm sofort in meinem Bücherregal haben und es lag auch nicht wirklich lange auf meinem SuB. Der Reiz des Buches war einfach zu groß.
Aber leider war es wie ein Appettihappen, von dem man nicht satt wird. Immerhin habe ich das Buch mit gerade mal 160 Seiten in einer einzigen Nacht durchgelesen und war leider etwas enttäuscht, weil es wirklich sooo kurz war. Man sagt zwar immer "In der Kürze liegt die Würze", aber das stimmt bei diesem Buch leider nicht, weil man immer mehr will.

Henri ist ein schüchterner Literaturstudent, der sich in die Chaotin Valérie verliebt, die chronisch zu spät kommt, aber ihn durch ihre liebenswerte Art sofort in den Bann zieht. Henri schafft es leider nicht, sofort an sie heranzukommen, aber er überlegt sie ein Menu, dass sie überzeugen soll...

Die Geschichte von Henri und Valérie ist wirklich bezaubernd, aber das Buch ist eher wie eine Kurzgeschichte, weil man wirklich unvermittelt in sie hineingestoßen wird und so auch leider wieder entlassen wird. Den Schreibstil von Nicolas Barreau mag ich sehr, er ist sehr leicht und fließend, aber trotzdem will man immer weiter lesen, weil man gerne wissen möchte, wie es weitergeht.

Was mich wirklich begeistert hat, waren die Rezepte, die man am Ende des Buches findet - ich konnte nicht wiederstehen und habe inzwischen zwei ausprobiert, die wirklich lecker waren. Insgesamt sind sieben Rezepte in dem Buch enthalten, die wirklich alle sehr lecker klingen. Den Rest möchte ich gerne auch noch ausprobieren.

Fazit:
Eine schöne kleine Kurzgeschichte über eine Liebe im Studentenmilieu, die Lust auf mehr macht - nur leider bekommt man dieses Mehr nicht, deswegen gibt es - auch weil die Rezepte sehr lecker sind (zwei habe ich schon probiert), trotzdem noch eine gute Bewertung für das Buch.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Das Buch lässt einen unentschlossen zurück...

Nimm mich, bezahl mich, zerstör mich!
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Zuerst stach mir das Cover des Buches ins Auge. Lisa Müller, eine hübsche junge Frau, die modeln könnte und gleichzeitig die Autorin des Buches, blickt einem entgegen und man wird neugierig, was einem ...

Zuerst stach mir das Cover des Buches ins Auge. Lisa Müller, eine hübsche junge Frau, die modeln könnte und gleichzeitig die Autorin des Buches, blickt einem entgegen und man wird neugierig, was einem ihr Blick sagen will. Mich hat das Cover irgendwie angesprochen, weswegen ich auch das Buch gekauft habe.

Der Titel fasst das Buch eigentlich sehr gut zusammen, genau das verwirrt mich etwas. Irgendwie konnte ich dem Buch die gesamte Story nicht so richtig abnehmen, aber ich kann nicht genau sagen, warum nicht. Auf mich wirkt die Geschichte irgendwie zu emotionslos, was aber auch daran liegen kann, dass Lisa Müller für sich selber immer noch nicht ganz mit ihrer Jugend abgeschlossen hat und es deswegen so emtionallos auf den Leser wirkt.

Die Geschichte von Lisa ist schon sehr tragisch und auch - sofern alles wahr ist - eine große seelische Last, aber es gibt an vielen Punkten Momente, in denen ich mir dachte, das kann jetzt nicht wahr sein. Ich möchte jetzt nicht zu viel aus dem Buch vorwegnehmen, aber ich möchte es an einem Beispiel veranschaulichen:
Lisa spielt den Lockvogel bei einem schweren Raubüberfall. Doch es taucht danach nicht etwa ein Jugendamt auf - immerhin hatte sie deswegen eine Anzeige am Hals, aber irgendwie kommt von behördlicher Seite nie irgendetwas. Auch bleibt diese Anzeige später unerwähnt, man kann also nicht sagen, was daraus geworden ist.
Aber nicht nur in solchen Momenten habe ich gezweifelt, da gab es noch einige andere, die mich ins Grübeln brachten und die dadurch unglaubwürdig auf mich wirkten.

Gleicheitig gibt es aber auch wieder Momente, in dene ich wahnsinnig mit Lisa mitgefühlt habe. So zum Beispiel, als ihr Vater starb und sie sich nicht mehr aussöhnen konnte. Da war ihr Schreiben auch ganz anders - irgendwie sehr nah an einem Selber.

Der Schreibstil von Lisa Müller ist zwar flüssig, aber manchmal springt sie etwas innerhalb der kurzen Teilabschnitte hin und her und das verwirrt manchmal etwas. Stilistisch kann man nicht von der hohen Kunst reden, aber es isthalbwegs lesbar.
Sie schreibt aus der Ich-Perspektive, was für sie vielleicht einfach für die Umsetzung war und dem Leser auch eine besseren Eindruck in das Seelenleben von ihr verschafft. Dadurch kann man auch ihre Brüche und Gedanken viel besser verfolgen.

Mich spricht auch die Gestaltung des Buches nicht besonders an, weil der Lesefluss immer wieder durch einseitige oder doppelseitige Bilder von Lisa Müller mit Zitaten von der vorhergehenden Seiten, unterbrochen wird. Leider sind die Brüche auch teilweise so unglücklich gelegt, dass Sätze, die auf die nächste Seite übergehen, unterbrochen werden.
Diese Fotos wirken auch sehr professionell, dass ich den Eindruck bekam, dass sich Lisa Müller dadurch etwas mehr in Szene setzen will. Mich sprach diese Art der Gestaltung leider überhaupt nicht an, auch wenn es teilweise wirklich sehr schöne Fotos waren.

Fazit:
Das Buch lässt mich ziemlich zerrissen zurück. Ich kann nicht sagen, ob es Wahrheit oder Fiktion ist oder ob es einfach dazwischen irgendwo liegt. Nur hätte ich etwas anderes erwartet und die Momente, in denen es unglaubwürdig wird, verstärken meine Zweifel nur noch mehr.
Sehr schade, weil die Thematik in Deutschland mehr aufgegriffen werden müsste, nur ich glaube, da gibt es bessere Wege als dieses Buch.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Eine tolle Lovestory...

Im Pyjama um halb vier
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Das Buch liest sich wirklich gut - ich hatte es innerhalb von wenigen Tagen ausgelesen, weil ich immer wissen wollte, wie es mit Lulu (eigentlich Luca-Luisa Rocket) und Ben (Ben Schumann) weitergeht. Man ...

Das Buch liest sich wirklich gut - ich hatte es innerhalb von wenigen Tagen ausgelesen, weil ich immer wissen wollte, wie es mit Lulu (eigentlich Luca-Luisa Rocket) und Ben (Ben Schumann) weitergeht. Man fiebert richtig mit, was passiert, wenn sie sich beide treffen und wie es dann weitergeht...
Der Austausch der beiden über Facebook ist wirklich witzig zu lesen und die eingestreuten Statusmeldungen lockern das ganz sehr auf. Man verliebt sich wirklich in Lulu und Ben, weil man sich so einfach in sie hineinversetzen kann. Sie sind beide sehr klug und auch unheimlich witzig und gerade das gefiel mir sehr gut. Was mir aber auffiel, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie mit ihren Gefühlen manchmal "zu tiefsinnig" sind, aber vielleicht denke auch nur ich so.
Vor allem ist es nicht ein typisches Jugendbuch, in dem sich das Mädchen in einen Jungen verliebt, dann aber beim Falschen landet, sich aber trotzdem verliebt und dann sind alle glücklich. Das Buch biete immer neue Überraschungen und gerade das macht es wahnsinnig sympathisch.
Was mir besonders gefallen hat, war der Moment, in dem ich dachte, Lulu und Ben sind real und ich kenne sie gut. Das passiert mir sehr selten bei einem Buch, aber bei diesem ging es mir so.
Allerdings lassen Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt auch die Probleme mit dem Internet einfließen und auch ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, wie viel Zeit man eigentlich so den ganzen Tag im Internet verbringt - sei es nun auf Facebook, beim Bloggen oder co.
Der Schreibstil ist locker und flüssig, allerdings muss man hier dazu sagen, dass es natürlich auch an ein jüngeres Publikum gerichtet ist und das man deswegen schon den Stil des Buches mögen muss. Es ist eben sehr an Facebook orientiert, ähnlich wie "Gut gegen Nordwind" und gerade das sollte man mögen. Die Gestaltung des Buches gefiel mir auch besonders gut, weil sie sich dem Nachrichtenstil anpasst. So passt das gesamte Bild richtig gut.
Ich war am Ende richtig traurig, als ich das Buch zugeklappt habe - und würde mich wahnsinnig über eine Fortsetzung der tollen Geschichte zwischen Lulu und Ben freuen.

Fazit:
Ein sehr unterhaltsamer Mailaustausch, bei dem man sich wirklich in die Protagonisten verliebt.
Ein toller Jugendroman, der nicht nur witzig und sympathisch ist, sondern auch nicht die typischen Klitschees bedient.
Ein tolles Buch mit einer hübschen Gestaltung, das wirklich lesenswert und unterhaltsam ist.
Absolute Leseempfehlung!!!