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Veröffentlicht am 25.03.2017

Sehr realistisches Jugendbuch...

Drei Songs später
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Ein sehr realistisches Jugendbuch, das ich innerhalb von wenigen Stunden ausgelesen habe. Eigentlich hatte ich keine konkreten Vorstellungen von dem Buch als ich es zu lesen begann, aber ich bin sofort ...

Ein sehr realistisches Jugendbuch, das ich innerhalb von wenigen Stunden ausgelesen habe. Eigentlich hatte ich keine konkreten Vorstellungen von dem Buch als ich es zu lesen begann, aber ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht und wollte unbedingt wissen, wie es mit Zeta und ihren Träumen weitergeht.

Zeta lebt eigentlich in einer ganz gewöhnlichen Kleinfamilie in Deutschland. Sie geht zur Schule, die Eltern sind beide gebildete Leute, wobei zu bemerken ist, dass der Vater eindeutig der Chef in der Familie ist. Zeta ist eine sehr starke Persönlichkeit, die ein klares Ziel vor Augen hat - sie will Tänzerin werden und sonst nichts, doch leider stehen ihr dabei ihre Eltern im Weg. Sie hängt gerade in ihrem Mathe-Abi fest, was ihr aber gar nicht gefällt, weil sie auch nicht besonders gut in Mathe ist. Trotzdem versucht sie immer das Beste aus ihrer Situation zu machen, sie besucht zum Beispiel einen Tanzkurs um sich ihrem Traum ein Stück näher zu bringen.
Zu ihr halten auch ihre Freunde, die ihr immer wieder Mut zusprechen und an die sie sich wenden kann, wenn sie mal wieder nicht weiß, wie es weitergehen soll.

Trotz der Kürze der Geschichte (160 Seiten sind nun mal nicht viel) ist ihr Inhalt sehr intensiv und fesselt einen wahnsinnig schnell. Die Charaktere in dem Buch sind sehr realistisch und authentisch dargestellt, die ganze Geschichte ist auch sehr nachvollziehbar geschildert.

Lola Renn greißt in ihrem Jugendroman ein sehr brisantes Thema auf - sie berichtet über Alkoholismus in der Familie und die Folgen für die alle Familienmitglieder. Dabei bleibt sie aber ganz klar in ihrer Darstellung und zeigt auf, wie schwierig es ist, diesen Kreis zu durchbrechen.

Der Schreibstil von Lola Renn hat mir gut gefallen, sie hat eine sehr schöne Ausdrucksweise und hat auch nichts besonders ausgeschmückt - das hätte der Geschichte auch nicht gestanden.
Sie geht in der Geschichte sehr einfühlsam mit dem Leser um - trotzdem ist das Buch alles andere als negativ, es bejaht - trotz der Probleme, die Zeta in ihrem Leben hat - das Leben und zeigt, dass man trotz der schwierigen Situation immer nach vorne schauen muss und das man auch etwas ändern kann, wenn man Hilfe zulässt.

Das Buch sollten eigentlich nur nur Jugendliche lesen - es ist ein Buch für jeden ab 14 Jahren, der eine klare und realistische Geschichte lesen möchte, die Mut zum Leben und zum Verwirklichen von Träumen macht.

Fazit:
Ein sehr realistisches Jugendbuch, dass ohne Beschönigungen oder Schnörkel auskommt.
Das Buch sollte nicht nur von Jugendlichen gelesen werden, sondern auch von Erwachsenen, die sich mit Jugendlichen beschäftigen.
Ein tolles Buch über das Leben und das Träumen - und darüber, dass man manchmal für seine Träume kämpfen muss.
Absolute Leseempfehlung!!!

Veröffentlicht am 25.03.2017

Ein Mutmachbuch...

Ein Meer voller Sterne
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Durch eine Anzeige finden Nele und Katharina zueinander und beginnen eine Brieffreundschaft. Was zu Beginn dieser Freundschaft noch keiner weiß ist, dass Katharina im Laufe dieser Brieffreundschaft an ...

Durch eine Anzeige finden Nele und Katharina zueinander und beginnen eine Brieffreundschaft. Was zu Beginn dieser Freundschaft noch keiner weiß ist, dass Katharina im Laufe dieser Brieffreundschaft an Krebs erkranken wird. Eigentlich eine Belastungsprobe für jede Freundschaft, aber nicht für die von Katharina und Nele. Nele steht zu Katharina und schreibt ihr - auch wenn ihr Katharina oft nicht so umfangreich antworten kann.

Eigentlichbeschäftiigt sich das Buch mit einem sehr ernsten Thema - einer Krebserkrankung - aber Sigrid Zeevaert verarbeitet das Thema so positiv, dass man das Buch wirklich guten Gewissens auch an junge Menschen geben kann. Es zeigt einfach, dass man mit dem Thema Krebs auch anders umgehen kann.

Das Buch ist aufgebaut wir ein Briefroman, der die Briefe zwischen Katharina und Nele aufzeichnet - ohne Zwischengerede oder sonstiges. Ich finde die Gestaltung des Buches auch sehr schön - die Briefe von Nele sind orange hinterlegt, die von Katharina hellbeige. Zudem sind auch kleine gestalterische Elemente in die Briefe eingearbeitet.

Ich hatte nach Beenden des Buches kein ungutes Gefühl, sondern ich fand es schön, dass man sich dem Thema Krebs auch mal anderes nähern kann und würde das Buch allen Angehörigen empfehlen, weil es wirklich postiv mit der Thematik umgeht ohne sie dabei zu verharmlosen.

Fazit:
Ein leises Buch über eine schlimme Krankheit, die die Freundschaft von Nele und Katharina trennt. Dennoch ist es kein trauriges Buch - sondern ein Buch, das zeigt,das man mit einer Krankheit auch anders umgehen kann.
Ein echtes Mutmachbuch für Angehörige und auch für Betroffene.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Nicht nur für Katzenliebhaber...

Weihnachtskatze gesucht
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Andrea Schacht hat es mit ihrem Buch "Weihnachtskatze gesucht" geschafft, eine schöne Weihnachtsgeschichte zu schreiben, die einfach nur schön ist.
Salvia, die in einem Blumenladen arbeitet, wird von ...

Andrea Schacht hat es mit ihrem Buch "Weihnachtskatze gesucht" geschafft, eine schöne Weihnachtsgeschichte zu schreiben, die einfach nur schön ist.
Salvia, die in einem Blumenladen arbeitet, wird von ihrem Freund verlassen. Als Trost bekommt sie SueSue - eine Katze - geschenkt, die sie aufmuntern soll, aber leider verschwindet die Katze auch plötzlich, Salvia hält sie zunächst für tot.
SueSue jedoch findet sich zurecht und landet auf einem Gnadenhof, auf dem sie Freunde findet, die sie sehr ins Herz schließt.
Salvia glaubt jedoch, SueSue auf einem Bild in einer Ausstellung zu erkennen, kann es aber auch nicht richtig glauben. Der Fotograf ist ihr jedoch auch keine große Hilfe...

Andrea Schacht´s Schreibstil ist wirklich angenehm zu lesen, aber sie schafft es trotzdem den Leser zu fesseln. Sie schafft liebevolle Charaktere, die einem wirklich ans Herz wachsen und man leidet auch mit ihnen mit und hofft die ganze Zeit des Lesens, dass alles gut ausgeht. Trotzdem sind die Charaktere so unterschiedlich und vielschichtig, dass einem nicht langweilig wird. Besonders angesprochen hat mich die Liebe zum Detail von Andrea Schacht, die sich durch das gesamte Buch zieht.

Eine detailverliebte und liebevolle Geschichte, die nicht nur Katzenliebhaber anspricht, sondern auch für Kinder geeignet ist und wunderbar zu Weihnachten passt.

Fazit:
Ein sehr süßes Weihnachtsbuch, das wirklich nicht nur für Katzenliebhaber gemacht ist.
Das perfekteGeschenk auch für Kinder und Tierliebhaber.
Es verzaubert und ist wirklich eine schöne Weihnachtsgeschichte rund um eine liebe Katze und ihre Besitzerin.
Wirklich eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Das war leider nichts...

»Ich bin eine Dame, Sie Arschloch!«
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Axel Krohn und Sören Sieg haben scheinbar gute Ohren - oder zumindest denken die beiden Autoren das. Leider konnte ich mit dem Buch nicht besonders viel anfangen, ich habe mir eigentlich witzige Dialoge ...

Axel Krohn und Sören Sieg haben scheinbar gute Ohren - oder zumindest denken die beiden Autoren das. Leider konnte ich mit dem Buch nicht besonders viel anfangen, ich habe mir eigentlich witzige Dialoge erwartet, die durch Zufall aufgeschnappt wurden sind.

Das die Dialoge aufgeschnappt wurden, so zum Beispiel im öffentlichen Personennahverkehr, im Café oder im Supermarkt, möchte ich gar nicht in Frage stellen, aber dabei bleibt der Humor für meine Begriffe leider zu sehr auf der Strecke, wodurch das Buch leider auch streckenweise etwas langweilig wird.

Natürlich gibt es auch gute und witzige Passagen in dem Buch und auch die einleitenden Worte zu Beginn jedes neues Kapitels sind schön mit passenden Zitaten zusammengestellt, aber dann erwartet man als Leser irgendetwas humorvolles - oder zumindest einen Momente in jedem Dialog, in dem man lachen kann. Leider war das bei diesem Buch nicht der Fall. Es gab zwar einige Momente zu Schmunzeln, aber die waren für meine Begriffe zu rar gesät als das man sagen könnte, das Buch wird dem Titel gerecht.

Auch hat man das Buch relativ schnell durch, weil es nicht nur in einer großen Schrift gedruckt wurde, sondern weil auch viele Lücken geblieben sind, aber für eine kurzes Intermezzo am Abend hat es mal gereicht.

Schade eigentlich, weil der Titel und die witzige Covergestaltung haben mich wahnsinnig angesprochen, aber leider harmoniert das Äußere nicht mit dem Innernen.

Fazit:
Eine sehr leichte Lektüre, von der man aber nicht so viel erwarten sollte.
Für ein kurzen Intermezzo am Abend reicht es - für mehr aber leider auch nicht.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Absolute Leseempfehlung!!!

Das Schicksal ist ein mieser Verräter
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Die 16-jährige Hazel hat Krebs, aber sie möchte kein Mitleid. Sie will nicht in die Selbsthilfegruppe, weil sie mit den Leuten da nichts anfangen kann - bis sie dort Gus trifft. Gus, der Isaac, einen anderen ...

Die 16-jährige Hazel hat Krebs, aber sie möchte kein Mitleid. Sie will nicht in die Selbsthilfegruppe, weil sie mit den Leuten da nichts anfangen kann - bis sie dort Gus trifft. Gus, der Isaac, einen anderen Teilnehmer der Selbsthilfegruppe begleitet und selber Krebs hatte. Gus ist anders in seiner Einstellunbg als Hazel, er geht mit seiner Krankheit offen um. Sie werden Freunde und verlieben sich schließlich ineinander - und wissen doch gleichzeitig, dass es nur eine Liebe auf Zeit sein kann...

Eine Rezension zu einem sehr intensiven Buch zu schreiben fällt mir schwerer als gedacht. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, es hat mich emotional total eingenommen und mich sogar zum Weinen gebracht, obwohl ich eigentlich selten bei Büchern weine. Man fährt mit dem Buch gefühlsmäßig Achterbahn, wenn man sich komplett auf das Buch einlässt.

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist mehr als ein Jugendbuch - es ist eine Ode an der Leben und gleichzeitig eine Beschäftigung mit dem Tod, es ist unsagbar sarkastisch und gleichzeitig todernst und es ist ein Buch über die Liebe und das Leben und gleichzeitig eine Krankengeschichte.

Wenn man diese Vergleiche zusammennimmt, dann verteht man vielleicht besser, warum eine Rezension so schwer fällt. Es ist ein Buch mit vielen Facetten, die so unterschiedlich und gleichzeitig auch so miteinander verbunden sind.

John Greens Stil gefällt mir richtig gut - er schreibt sehr nah an seinen Protagonisten und lässt den Leser dadurch sehr tief in seine Geschichte eintauchen. Er verzichtet auf Schnörkel oder Verschönerungen, das hat aber das Buch auch nicht nötig. Die Dialoge sind zudem sehr passend gemacht. An dieser Stelle möchte ich auch betonen, dass es eine sehr gute Übersetzung der Übersetzerin Sophie Zeitz ist, wodurch das Buch auch in Deutsch nichts an seiner Genialität einbüßt.

Das Buch ist eigentlich ein Jugendbuch, aber durch den besonderen Stil des Buches sollte es jeder lesen. Es ist mehr als ein Jugendbuch - es ist ein Buch über das Leben und das Sterben, über junge Liebe und traurige Schicksale. Wer dieses Buch einmal gelesen hat, wird es - so glaube ich - nicht mehr vergessen.

Fazit:
Ein Jugendbuch, das mehr als ein Jugendbuch ist, weil es ist ein Buch voller Leid und gleichzeitig voller Hoffnung. Es ist witzig und gleichzeitig traurig. Es bewegt und bleibt im Gedächtnis. Jeder sollte "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gelesen haben - nicht nur weil es stilistisch wirklich klasse geschrieben ist, sondern weil es zeigt, wie seltsam das Leben sein kann.
Absolute Leseempfehlung!!!