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Veröffentlicht am 20.02.2022

Eine wunderbare Familiengeschichte...

Die Insel der vergessenen Träume
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Das Cover ist echt ein Augenschmaus, das muss man mal sagen, es ist ein echt tolles Cover geworden, man fühlt sich wirklich gleich nach Hawaii versetzt.
Im Roman erleben wir Clara und Leonie - eine Familie, ...

Das Cover ist echt ein Augenschmaus, das muss man mal sagen, es ist ein echt tolles Cover geworden, man fühlt sich wirklich gleich nach Hawaii versetzt.
Im Roman erleben wir Clara und Leonie - eine Familie, die ein Geheimnis verbindet, was Leonie aber nicht gleich so klar ist, aber das Forschen danach ist ihr ein ganz persönliches Anliegen.
Wir erleben also eine Geschichte einer Familie, die zwar zeitlich weit auseinander liegt, aber beide auf ihre Weise sehr spannend sind, natürlich auch bedingt durch die zeitlichen Veränderungen, aber auch durch die wirklich gut gezeichneten äußeren Einflüsse.
Das Schreiben auf den verschiedenen Zeitebenen ist den beiden Autorinnen sehr gut geglückt, man findet auch sehr schnell ins Geschehen und auch die Charaktere sind authentisch und sehr gut gezeichnet. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, auch die Beschreibungen rund um die Schauplätze sind wirklich sehr bildlich und lassen einen als Leser gut abtauchen.
Besonders schön binden beide Autorinnen die sehr interessante Geschichte Hawaiis mit in den Roman ein, die sich vielen auch nicht so bewusst sein dürfte.
Die Geschichte erzählt sich aus zwei Perspektiven, da haben wir die von Clara und die von Leonie, passend zu den beiden Zeitebenen, die der Roman verbindet. Durch die Blickwickel lernen wir beide Protagonisten auch sehr gut kennen. Da sich Leonie auf die Suche macht, erfahren wir die Geschichte rund um Clara auch nur Stück für Stück, was sich aber sehr schön in die Suche von Leonie einbettet.
Ein kleiner Kritikpunkt sind aber in meinen Augen die Romanzen der beiden Hauptcharaktere. Die Gefühle von Clara sind einfach plötzlich da, da fehlt ein bisschen so das fließend, das ist bei der Liebe von Leonie besser gelungen, eigentlich schade, weil beide Ideen zu den Romanzen haben etwas sehr schönes in der Idee, aber die Umsetzung ist etwas holprig.

Fazit:
Christiane Lind und Julia K. Rodeit haben in Zusammenarbeit einen wunderbaren Roman über zwei Frauen geschaffen, die beide in ihrer Zeit ihren Weg gehen, mutig und voller Lebensfreude, die gleichzeitig verbunden sind durch eine Familie, die voller Geheimnisse steckt, beim Schreiben aber auch nicht die Liebe vergessen. Ein runder Roman, der sich gut lesen lässt, nicht zuletzt durch den schönen flüssigen Stil des Romans, der einen durch die Geschichte fliegen lässt.

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Veröffentlicht am 15.02.2022

Kisses for me ...

Im Auge des Zebras
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Das Cover ist wirklich spannend gemacht, es zeigt das Zebra, die Schriftarten sind der Hammer und auch die gesamte Komposition des Covers ist einfach nur der richtig gelungen, ein echter Eyecatcher.
Der ...

Das Cover ist wirklich spannend gemacht, es zeigt das Zebra, die Schriftarten sind der Hammer und auch die gesamte Komposition des Covers ist einfach nur der richtig gelungen, ein echter Eyecatcher.
Der Plot ist echt gelungen, man findet sehr gut in die Geschichte rein, weil man kommt in einen Fall, der verwoben ist mit einem Fall, der über 20 Jahre unaufgeklärt ist und sieben Entführungen, die scheinbar alle zeitgleich abgelaufen sind, was im ersten Moment absolut unmöglich erscheint.
Kommissarin Olivia Holzmann vom LKA Berlin scheint vor allem grossen Rätsel zu stehen, auch ihr Mentor Severin Boesherz scheint ihr keine Hilfe zu sein und lässt sie eiskalt im Regen stehen, so hat es den Anschein, aber da gibt es diese kleinen Irrungen und Wirrungen, die das perfide Spiel immer wieder zu hochkochen bringen...
Vincent Kliesch hat einen sehr flüssigen und spannenden Schreibstil, durch die Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren erhält man viele Einblicke in Blickwinkel der Handelnden und so lernt man viel besser die Beweggründe kennen. Zudem gelingt es ihm, sehr authentische Figuren zu erschaffen, die auch ihre besonderen Eigenarten haben, die Figurenbreite ist zudem sehr breit gefächert.
Der Spannungsbogen ist dabei sehr gut gehalten, weil es immer wieder Überraschungen und auch Wendungen gibt, die man so nicht voraussehen kann und die alles in einem neuen Licht erscheinen lassen. Mit vielen kleinen Details löst sich erst langsam das Spiel auf.
Leicht negativ fällt auf, dass man sich wirklich auf der Buch konzentrieren muss, weil es vermischen sich Gegenwart und Vergangenheit, Ermittlungen und persönliche Empfindungen untereinander sehr und man muss sehr darauf achten, in welche Person man gerade steckt.

Fazit:
Vincent Kliesch hat mit "Im Auge des Zebras" einen sehr spannungsgeladen Thriller geschaffen, der vor allem durch viele spannende Wendungen und starken Charakteren auffällt, dabei aber nie die Details aus den Augen verliert. Leider muss man den Thriller mit voller Aufmerksamkeit lesen, weil die Sprünge zwischen den Personen schon etwas für Verwirrung sorgen können. Aber das tut der richtig gut gelungen Story keinen Abbruch.

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Veröffentlicht am 23.11.2021

Leider nicht überzeugend...

Der Sommer, in dem Einstein verschwand
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Das Cover ist leider etwas schlicht, irgendwie mag es auch nicht richtig zum Buch passen, aber die Schriftarten und auch die Farben sind schön aufeinander abgestimmt. Aber es ist eindeutig kein Coverhighlight.
Wir ...

Das Cover ist leider etwas schlicht, irgendwie mag es auch nicht richtig zum Buch passen, aber die Schriftarten und auch die Farben sind schön aufeinander abgestimmt. Aber es ist eindeutig kein Coverhighlight.
Wir befinden uns im Buch bei der Weltausstellung in Göteborg, aber zu Beginn auch bei Albert Einstein in Berlin, der eigentlich eine Rede auf der Weltausstellung halten soll, gleichzeitig aber in seinem Leben andere Probleme hat...
Ellen, Albert Einstein und auch Paul Weyland sind als Charaktere schon realistisch dargestellt, aber man sollte hier keine grossen biografischen Bezüge erwarten, das Roman lebt eher von der Vorstellung, damit man den Mordplan einpassen kann und er zum Setting passt.
Um diesen Plan zu verfolgen, leidet leider die Geschichte sonst ziemlich, es ist so, dass man das Buch weglegt und sich nicht so ganz sicher ist, wie man das Buch finden soll, weil die Idee ist gut, der Klappentext und das Cover auch, aber irgendwie hängt es an der Umsetzung.
Marie Hermanson schreibt sehr flüssig, sie hat einen schönen Sommerroman mit leichten Krimielementen gesponnen, der neben ein paar schönen Episoden aus dem Leben von Albert Einstein, auch ein paar Momente aus der Weltausstellung von Göteborg enthält, aber diese bleiben eher eine Randerscheinung, auch die Themen Nationalsozialismus und Sexismus (natürlich im zeitpassenden Gewand) finden leichte Ansätze. Das Setting ist nicht schlecht gewählt, es lockert alles etwas auf, aber auch die Begeisterung um eine Weltausstellung kann die Unausgeglichenheit des Romans nicht wegmachen.

Fazit:
Marie Hermansons Roman ist ein nettes Buch für Zwischendurch, aber kein grosser literarischer Wurf, sie hat viel gewollt, wollte alles in den Roman packen und ist dabei leider an der grossen Aufgabe etwas gescheitert, weil die Themen alle eher nur gestreift werden, man eher weniger in die Tiefe geht und dadurch wird der Roman irgendwie nichts komplettes, es lässt einen recht ratlos zurück.

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Veröffentlicht am 10.11.2021

HomeOffice mal anders...

Unten Ohne – Geschichten aus dem Homeoffice
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Pleiten, Pech und Pannen kann man auch im Home Office erleben, so beschreibt es Mark Spörrle in diesem Buch, das sich aus Kurzgeschichten zusammensetzt und viele Aspekte der Zeit im Home Office beleuchtet ...

Pleiten, Pech und Pannen kann man auch im Home Office erleben, so beschreibt es Mark Spörrle in diesem Buch, das sich aus Kurzgeschichten zusammensetzt und viele Aspekte der Zeit im Home Office beleuchtet - egal ob es nun um die Tücken der Technik, den lieben Nachbarn oder den Kindern oder auch den lieben Kollegen, die immer wieder aufs neue versuchen, sich in den Vordergrund zu drängen.
Mark Spörrle hat einen sehr interessanten Schreibstil, aber auch wenn die Geschichten erfunden sind, kann man sie sehr gut und auch schnell weglesen, die 192 Seiten sind wirklich schnell ausgelesen. der Augenmerk in den Geschichten liegt eindeutig auf dem humoristischen Aspekt.
Unterlegt sind die kleinen Geschichten zur Auflockerung immer wieder von kleinen Illustrationen von Yves Haltner, die wie eine Art Comic gemacht sind und immer wieder Geschichten untermauern, aber nun nichts besonderes sind.
Das Buch eignet sich super als kleine Lektüre für Zwischendurch für alle, die im Home Office sind, aber auch für alle, die mal schauen wollen, wie es denn so im Home Office abgehen kann, wenn es eben mal nicht so läuft, wie man es gerne möchte.

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Veröffentlicht am 03.11.2021

Ein Roman voller Brüche...

Die Schwerelosen
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Das Cover schaut schon mal sehr spannend aus, es strahlt eine gewisse Ruhe aus, auch wenn die Linien manchmal etwas unruhig wirken.
Die Handlung beinhaltet mehrere Ebene, so haben wir das aktuelle Leben ...

Das Cover schaut schon mal sehr spannend aus, es strahlt eine gewisse Ruhe aus, auch wenn die Linien manchmal etwas unruhig wirken.
Die Handlung beinhaltet mehrere Ebene, so haben wir das aktuelle Leben der Erzählerin in Mexiko City, aber auch ihr frühere Leben in New York, was sie sehr vermisst, weil sie da frei und auch relativ hemmungslos lebte, aber dann verschwimmt es immer mehr und die zieht auch die Handlung immer mehr ins Verschwommene...
Valeria Luiselli schreibt teilweise sehr verspielt, aber sie versteht es auch, ganz klar Alltagskritik oder auch Spitzen zu setzen, die der Leser klar versteht. Trotzdem durchziehen das Buch immer wieder Brüche, Brüche in der Handlung oder auch in den Personen, die für den Leser teilweise nicht so ganz einfach sind.
Valeria Luiselli versteht es geschickt, Vergangenheit und Gegenwart, aber auch reale Handlung und Fiktion miteinander verschmelzen zu lassen und sich dabei aber auch die Grenzen fliessen zu lassen und sie schön in Poesie zu verpacken.

Fazit:
Die Schwerelosen ist ein Roman über ein Leben, einen Traum und vergebene Chancen im lateinamerikanischen Milieu angesiedelt, das sicher nicht zum nur nebenbei lesen gedacht ist. Leider verwirrt die Handlung etwas oder es liegt an der veränderteren Sichtweise von uns Europäern auf die Literatur aus Lateinamerika, aber der Roman vereinig Fiktion und Handlung auf eine wunderbare Weise, ist aber sicher nicht zum Nebenbeilesen geeignet, weil man sehr aufmerksam sein muss, was alles passiert.

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