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Veröffentlicht am 19.03.2017

Historisch muss nicht langweilig sein...

Blutrote Lilien
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Charlotte de Montmorency hat es in ihrem Leben nicht leicht, erst muss sie ihr geliebte Heimnat verlassen und dann soll sie nicht nur einen fast fremden Mann heiraten, sondern sich auch gleich noch an ...

Charlotte de Montmorency hat es in ihrem Leben nicht leicht, erst muss sie ihr geliebte Heimnat verlassen und dann soll sie nicht nur einen fast fremden Mann heiraten, sondern sich auch gleich noch an das Leben am Hof von Versailles gewöhnen, das zukünftig ihr Zuhause sein soll. Aber nicht nur die Ereignisse prasseln auf sie ein, sondern sie muss auch innerhalb von kurzer Zeit lernen, was Stellung, Familie und Verbindungen in der Welt der Macht bedeuten...

Der Leser begleitet die ganze Zeit Charlotte, die sich erst von einer sehr schüchternen Maus entwicklen muss, aber es auch schafft, sich in ihrem Leben zurecht zufinden.
Man begleitet Charlotte praktisch wie ein unsichtbarer Dritter und kann so ihr Gedanken und Gefühle besser verstehen und kann auch die Handlung aus ihrer Sicht erleben.

Etwas schade war, dass man neben Charlotte die anderen Personen nicht so wirklich kennenlernen konnte, weil sie sehr im Hintergrund waren und sie in der Handlung immer nur gestreift wurden, weil der Fokus eben auf Charlotte liegt.

Kathleen Weise hat für ihren historischen Jugendroman einen grossen Rechercheaufwand betrieben, das merkt man nicht zuletzt in den teilweise sehr detailierten Beschreibungen, die einem Leser die Vorstellung von dem Versailler Hof recht einfach machen, sondern auch an der Nutzung von realen historischen Vorbildern, die nicht nur sehr facettenreich und tiefgründing sind, sondern auch sehr nah an den Überlieferungen über die Personen bleiben.

Der Schreibstil von Kathleen Weise ist einfach gehalten, was aber auch angepasst an das Alter der Leser ist, so kann man das Buch wirklich ab 12 Jahre empfehlen, weil es keine wirklich schlimmes Gewaltszenen oder sowas in der Art gibt.

Das Cover des Buches ist von der Gestaltung her mal etwas anderes und man kann sehen, dass man sich mal dabei etwas gedacht hat, weil es ein recht schlichtes Cover ist, aber trotzdem sehr kunstvoll ist.

Fazit:
Ein sehr gut recherierter historischer Jugendroman voller Spannung und Abenteuer, in dem sich die junge Charlotte de Montmorency nicht nur in das Leben am Hof von Versailles einfügen muss, sondern auch lernen muss, dass das Leben eben nicht immer nur auf einfachen Zeiten besteht und das man den Menschen immer nur vor den Kopf sehen kann.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Ein sehr intimes Buch...

Suicide
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Das Cover von Suicide ist wirklich ein schönes Bild, die Frau hat einen sehr durchdringenden Blick und man hat das Gefühl, sie schaut einen direkt an. Zudem kann man von dem Pärchen auf dem Cover schon ...

Das Cover von Suicide ist wirklich ein schönes Bild, die Frau hat einen sehr durchdringenden Blick und man hat das Gefühl, sie schaut einen direkt an. Zudem kann man von dem Pärchen auf dem Cover schon etwas auf den Inhalt schliessen. Im unteren Teil des Cover sieht man etwas, das wir einen langen Gang anmutet, um dessen Bedeutung aber zu verstehen, müsste man das Buch schon gelesen haben.

Stefan Lange lernt während seine Sprachstudiums in Sevilla (Spanien) eine Frau kennen, die für ihn die grosse Liebe seines Lebens darstellt. Wärend er sich noch in eienr glücklichen Beziehung sieht, geht die Beziehung zu Bruch und sie trennt sich nach kurzer Zeit von ihm. Stefan versteht die Welt nicht mehr und fällt in ein tiefes Loch voller Depressionen, Selbstzweifeln und Selbstmordgedanken...

Der Beginn des Buch und auch der Einstieg war recht schwierig, aber nicht, weil der Schreibstil nicht gut ist, sondern weil das Buch schon in den ersten Seiten sehr offen und emotionsgeladen ist. Mit so einen Einstieg rechtet man nicht und deswegen beginnt das Buch schon besonders schonungslos und offen.

Der Schreibstil von Stefan Lange ist sehr emotional und offen. Er lässt den Leser tief in sein Leben tauchen und nimmt ihn damit auf eine Reise durch sein Seelenleben, die gleichzeitig auch eine Reise in das Innere des Lesers sein kann. Mich selber hat das Buch noch sehr lange gedanklich mitgenommen, weil es Punkte gab, an denen man feststellen konnte, dass eine Depression eben wirklich entstehen kann, ohne dass man darauf einwirken kann.

Die Themen des Buches, also Suicide, Depression, Krankheit und auch der offene Umgang mit seinem Weg aus der Depression macht das Buch zu einer Werk, was unter die Haut geht. Stefan Lange zeigt, dass man mit dem Schreiben schon viel in seinem Leben verarbeiten kann und das man auch mit gesellschaftlichen Tabuthemen ein Buch entstehen lassen kann, was den Leser mitnimmt und gleichzeitig Hoffnung gibt.

Trotzdem ist das Buch kein Ratgeber und ich rate jedem, der gerade in einer Depression steckt oder ein recht labiles Gemüt hat, davon ab, das Buch zu lesen, weil es eben sehr authentisch ist und einen nicht aus einer Depression ziehen kann, da muss jeder seinen eigenen Weg finden.

Fazit:
Ein Buch zu rezensieren, dass so viel über einen Menschen in einer der schwersten Zeiten seines Lebens erzählt, ist nicht leicht, weil Stefan Lange sich dem Leser komplett öffnet und so kann man das Buch nicht einfach nach normalen Gesichtspunkten bewerten, weil das Buch eben nicht fiktiv sondern realistisch ist und das merkt man als Leser auch.Von der Erzählweise her und auch von seinen Eindrücken zu dem Buch ist das Buch wirklich gut gelungen, aber man kann diese Buch nicht als Ratgeber ansehen, es ist ein Tatsachenroman, der zeigt, was eine Krankheit mit einem Menschen machen kann und wie man sich verändert, wenn einem etwas widerfährt, was man nicht verstehen und auch nicht verarbeiten kann.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Das Leben als Altenpflegerin ist nicht leicht...

Die Frau Müller hat mir schon wieder die Zähne geklaut!
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Seniorenheime im Verruf, Pflegenotstand, Mangel am Nachwuchs in der Altenpflege, schlechte Versorgung, solche und ähnliche Dinge liest und hört man, wenn man sich über das Leben in einem Altenheim informieren ...

Seniorenheime im Verruf, Pflegenotstand, Mangel am Nachwuchs in der Altenpflege, schlechte Versorgung, solche und ähnliche Dinge liest und hört man, wenn man sich über das Leben in einem Altenheim informieren möchte. Doch nicht überall wirkt sich der Stress und die Arbeitsbelastung negativ auf das Arbeitsklima aus, wie Stefanie Mann in ihrem Buch zeigt.

Stefanie Mann ist Altenpflegerin aus Leidenschaft und das merke man auch in den 18 kleinen Geschichten, die sich aus ihrem Arbeitsalltag aufgeschrieben hat. Dabei kommt sie völlig ohne grosse Enthüllungen aus, sondern sie schreibt einfach das auf, was ihr in ihrem Arbetisalltag begegnet und wie lustig das Arbeiten mit älteren Menschen sein kann, gleichzeigt zieht sich aber immer das Positive aus der Situation, auch wenn manchmal hinter den Geschichten ein trauriges Schicksal steckt.

Der Schreibstil von Stefanie Mann ist locker und leicht, sie verzichtet auf Fachchinesisch, schafft es aber trotzdem, dem Leser viel über ihren Beruf und ihren Berufsalltag zu berichten. Zu keiner Zeit gibt es übermäßige Längen, man liest das Buch locker weg, was sehr angenehm auffällt.

Das Buch ist jedem zum empfehlen, der nicht selber im Schichtdienst ist, aber auch jedem, der im Schichtdienst ist, weil Stefanie Mann schreibst auch über Missstände bei der Arbeit, so zum Beispiel Rückrufe aus dem Urlaub oder aus dem Frei oder immer wieder die gleichen Kollegen, die dann eben krank sind oder im Dienst eben lieber im Dienstzimmer sind. Natürlich schreibst sie auch über die kleineren und größere Probleme mit dem Patienten, aber man hat an keiner Stelle im Buch den Eindruck, dass sie ihren Job nicht mit Leib und Seele macht.
Vielleicht ist das Buch auch etwas für Berufsanfänger oder Berufsinteressiert, weil den Einblick in den Ablauf in einem Seniorenheim bekommt man sonst selten und da er auch sehr authentisch ist, kann man das auch für die Gruppe von Menschen empfehlen. :)

Fazit:
Ein tolles Buch über das Leben und Arbeiten in einem Altenpflegeheim, was keine Enthüllungen braucht, sondern einfach nur Geschichten aus dem Leben erzählt und dabei so sympathisch wirkt und sich wunderbar lesen lässt. Das ist so ein Buch, bei dem man sagen kann, gerad die kleinen und kleinsten Geschichten macht das Leben zu etwas besonderen - wirklich lesenswert.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Das war leider nichts...

Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick oder soll ich noch mal vorbeikommen?
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Eigentlich dachte ich, als ich das Buch im Buchladen sah, dass es eine witzige Sammlung von Kontaktanzeigen ist, bei dem Menschen, die ihren vermeintlichen Traumpartner irgendwo gesehen haben, aber einfach ...

Eigentlich dachte ich, als ich das Buch im Buchladen sah, dass es eine witzige Sammlung von Kontaktanzeigen ist, bei dem Menschen, die ihren vermeintlichen Traumpartner irgendwo gesehen haben, aber einfach den Augenblick des Ansprechens verpasst haben, einfach ihre 2. Chance ergreifen.
Zunächst möchte ich auf das positive Eingehen, das ist das Design des Buches, weil das ist alles stimmig, Cover und auch Gestaltung der Seiten passen perfekt zuammen und so macht das Buch von der Gestaltung her schon mal einen sehr gute Eindruck.
An sich ist das Buch in ein paar Unterkategorien geteilt, wobei die Zusammenstellung in den Kapiteln dann aber wieder nicht wirklich zum Thema des Kaptiels passt, was schon ziemlich verwirrend ist.
Die Anzeigen an sich sind teilweise schon lustig, aber man muss offen sagen, dass einiges einen recht gestellten oder geschönten Eindruck macht, was dem ganzen Buch die Glaubwürdigkeit entzieht.
Zudem bekommt man den Eindruck, dass man mit dem Buch mehr die Seite promoten wollten als wirklich ein Buch zu schreiben, weil vorher war mir diese Plattform total unbekannt, daher schien der Inhalt nicht wirklich so der Schwerpunkt gewesen zu sein.
Da passt einfach nichts wirklich zusammen und das ist dann schon etwas traurig, dass ein Buch als Promomittel eingesetzt wird, was dann noch nicht mal gut ist und so eher die Seite noch in ein schlechtes Licht rückt.

Fazit:
Die Gestaltung des Buches ist wirklich schön, aber der Inhalt ist es leider nicht. Das Buch wirkt irgendwie willkürlich zusammengestellt, man hat teilweise den Eindruck, dass die Anzeigen einfach nur als Lückenfüller herhalten, weil man sonst die Seiten nur füllen könnte und dann passt irgendwie die Kapitelüberschrift aber nicht mehr zum Rest. Schade, aber da passt die Erwartung und wirklicher Inhalt gar nicht und eine Seite mit einem Buch etwas bekannter machen zu wollen, ist nicht nur eine seltsame Marketing-Strategie, sondern auch eher negativ als positiv zu sehen.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Ein Buch zwischen den Genren

Pilsken und Pailletten
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Pilsken und Pailletten habe ich im Rahmen einer Blogtour gelesen, die im letzten Jahr über meinen Blog lief.
Zunächt ein Wort zum Cover, das mr sehr gut gefiel, weil es einfach mal etwas anderes ist, ...

Pilsken und Pailletten habe ich im Rahmen einer Blogtour gelesen, die im letzten Jahr über meinen Blog lief.
Zunächt ein Wort zum Cover, das mr sehr gut gefiel, weil es einfach mal etwas anderes ist, wie das Buch an sich auch.
Jens Nobbe ist als Protagonist, wie alle anderen Charakter in dem Krimi (ich bezeichne es jetzt mal als Krimi) etwas skurill und auch etwas verrückt, aber gerade das macht die ganze Geschichte so wirklich gut. Gerade weil man eben nicht denkt, dass es solche Menschen gibt, die Umgebung und die Konflikte aber so realistisch gebaut ist, dass man sich wirklich gut in die Handlung findet.
Die Handlung an sich ist in der Beschreibung des Buches schon recht gut beschrieben, das kann man nicht besser beschreiben, es soll aber dann auch nichts weiter vorgegriffen werden, weil das Buch ist einfach eins, was man lesen sollte. Allerdings sollte man sich schon auf einen Humor einstellen, der wirklich nicht für jeden etwas ist.
Die Mischung aus Liebe, Krimi, Thiller, Gay-Romance, Humor und Lebensweg scheint eigentlich nicht zusammen zu passen, aber in der Gesamtheit aller Einzelheiten zusammen und lässt das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil man dann einfach immer wissen will, wie es weitergeht und wie das alles am Ende zusammen kommt...

Fazit:
Pilsken und Pailletten kann man eigentlich nicht so wirklich in ein Genre stecken, weil es irgendwie nicht so wirklich zuzuordnen ist, aber gerade das macht es schön, weil es dadurch mal etwas anderes ist.
Die Geschichte ist rassant, die Protagonisten sind teilweise echt skurill, eine wirklich fliessende Handlung und man kann sich gut in die Handlung versetzen, weil es sehr realitätsnah geschrieben ist.