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Veröffentlicht am 11.02.2017

Eine süsse Geschichte...

Ein Hund im Winter
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Das Cover zeigt einen zuckersüssen Hund und im Hintergrund ein kleines Farmhaus und einen Jungen, der vermutlich George ist, der einen kleinen Weihnachtsbaum auf einem Schlitten zieht. Das Cover ist wirklich ...

Das Cover zeigt einen zuckersüssen Hund und im Hintergrund ein kleines Farmhaus und einen Jungen, der vermutlich George ist, der einen kleinen Weihnachtsbaum auf einem Schlitten zieht. Das Cover ist wirklich schön und passend gestaltet.
Der Leser lernt im Buch den 13-Jährigen George kennen, der für sein Alter sehr reif ist und das wahrscheinlich durch seine Erlebnisse schnell erwachsen werden musste.
George hat seinen Vater erst bei einem Unfall verloren und seien Mutter hat es nach dem Tod des Vaters nicht mehr auf der Farm ausgehalten, so das sie mit ihre Schwestern nach Minnesota gezogen ist und somit weit weg von Kansas, aber eben auch weit weg von George. George wird von seinen Grosseltern aufgezogen, die aber durch die harte Arbeit auf der Farm schon alt und gebrechlich sind und die immer wieder vom Verhalten von George überfordert sind.
George kann dann das Verhalten seiner Verwandten nicht wirklich verstehen, weswegen er sich dann in die Arbeit stürzt, die auf der Farm im Winter recht hart ist.
Eines Tages trifft George auf Trucker, den Hund des alkoholkranken Nachbarn Frank, den George schnell ins Herz schliesst und um den er sich kümmern darf, als Frank ins Gefängnis muss und dank Trucker wird es auch wieder Weihnachten auf der Farm...
George ist ein wirklich besondere Junge, der für sein Alter schon sehr weit im Denken und Handeln ist und gerade das schreckt manchmal den Leser etwas, aber die Freundschaft zwischen George und Trucker ist schon etwas besonderes, auch wenn man das gleich im ersten Augenblick spürt.
Die Geschichte ist vom Aufbau her gut durchdacht, aber man muss beim Lesen alle Verstrickungen im Kopf behalten, damit man dann nicht durcheinander kommt.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, aber leider ist die Geschichte an viele Stellen recht vorhersehbar, was schade ist, weil es gibt eben keine überraschende Wendungen oder ähnliches, es soll eben mehr ein Buch zum Wohlfühlen und entspannen sein.

Fazit:
Die Geschichte von George und Trucker ist eine Geschichte, die nicht nur zu Weihnachten passt, sondern die man die gesamte Winterzeit hin durch lesen kann und die einfach immer wieder besinnliche Stimmung aufkommen lässt. George ist für sein Alter schon sehr reif, was er auch sein muss, wenn man dann seine Lebensgeschichte bedenkt, gerade das macht das Buch aber leider auch in manchen Momenten recht vorhersehbar. Aber die Geschichte und deren Entwicklung ist schon gut durchdacht und lädt ein zum Einlesen und verweilen. Allerdings muss man sich dann schon wirklich auf die Geschichte einlassen, sonst verpasst man in einigen Momenten wichtige Zusammenhänge.

Veröffentlicht am 06.02.2017

Geht töten auch poetisch?

Die Poesie des Tötens
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Das Cover ist ansprechend gestaltet, eine blutige Hand macht ja schon immer einen guten Eindruck auf dem Inhalt des Buch. Das Cover, so minimalistisch es auch ist, hat dann wirklich schon etwas interessantes, ...

Das Cover ist ansprechend gestaltet, eine blutige Hand macht ja schon immer einen guten Eindruck auf dem Inhalt des Buch. Das Cover, so minimalistisch es auch ist, hat dann wirklich schon etwas interessantes, durch den Plot wird der Eindruck noch verstärkt.
Der Plot macht neugierig auf das Buch, gerade der Zusammenhang zwischen dem Schreiben eines Buches und der Erpressungssituation zieht an und gerade das macht das Buch in sich wirklich gut. Zudem nistet sich der Täter wie ein Parasit in das Leben seiner Opfer ein und gerade das macht das Erpressen noch perfider, weil er eben seine Opfer nicht aus den Augen lässt.
Christopher Kleist fordert Max heraus, indem er seine Tochter entführt und sie erst dann wieder herausgeben will, wenn Max einen Bestseller aus seinem Leben und den von ihnen begangenen Morden schreibt.
Leider gibt es durch das selbstherrliche Gerede des Psychopathen Christopher Kleist bei den Abendessen und zu anderen Anlässen Abzüge, sein Reden sind zwar poetisch, was dann wieder den Teil des Titels erklärt, aber in meinen Augen zu selbstdarstellend. Irgendwie wirkt das aufgesetzt und will nicht so wirklich zum Charakter von Christopher Kleist passen. Zudem sind seine Anleitungen der Morden immer wieder im Abluaf gleich, was ermüdend wirkt.
Die Gestaltung der Dramaturgie ist an sich gut, aber in manchen Momenten sind einfach zu simpel und leider ist auch das Ende etwas zu sehr hergeholt. Zudem wird das Buch mit der Zeit immer langatmiger, was wirklich schade ist.
Das Buch ist sicher nicht für jeden Leser etwas, da die Beschreibungen des Mordens sehr detailreich sind quasi eine Anleitung zum Morden bieten. Das sollte man dann schon ertragen können. Diese spezielle Art des Schreibens hat schon eine faszinierende Wirkung, kann aber auch abschrecken.

Fazit:
"Die Poesie des Tötens" ist ein wirklich spannend gemachter Thiller, der leider durch einige kleine Schwachstellen in der Aufführung aber nicht schlechter wird, er lässt sich gut lesen, erfährt aber durch die detaillierten Schilderungen der Morde schon einen sehr blutigen Anstrich, zudem kommen die Anleitungen immer recht gleich rüber, was mit der Zeit ermüdet und da gibt es sicher noch Möglichkeiten, den Ablauf zu variieren oder das eben für den Leser etwas aufregend zu gestalten. Das gibt dem ganzen Buch etwas einen müden Anklang und lässt den Leser auch aus der Spannung raus, wo man dann auch nicht so einfach wieder hineinkommt, weil die Dramaturgie leider einige Schwachstellen aufweist.

Veröffentlicht am 25.01.2017

Einfach mal lachen...

"Entschuldigung, sind Sie die "Entschuldigung, sind Sie die Wurst?": Die Witzigsten, originellsten und absurdesten Gespräche aufgeschnappt auf Deutschlands Straßen
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Also das Cover ist an sich nicht wirklich etwas besonderes, es ist eher schlicht, eben grün und schwarz, aber durch die Beschreibung kann das Buch dann schon ansprechen.
Jeder kennt das sicher, man bewegt ...

Also das Cover ist an sich nicht wirklich etwas besonderes, es ist eher schlicht, eben grün und schwarz, aber durch die Beschreibung kann das Buch dann schon ansprechen.
Jeder kennt das sicher, man bewegt sich in der Öffentlichkeit und schnappt Gesprächsfetzen auf, über die man einfach nur lachen muss. Und genau solche Momente schnappen die Autoren von belauscht.de auf und haben sie in ein Buch gepackt.
In 11 Kategorien nebst Vorwort, den Belauscher und den Orten findet man einfach nur wahnsinnig lustige Moment, die man teilweise schon ähnlich mitbekommen hat, aber nie auf die Idee gekommen wäre, sie aufzuschreiben. Aber genau das macht den Humor des Buches aus.
Die Deutsche wäre nicht komisch? - Dann kennt ihr das Buch noch nicht. Für alle Liebhaber der deutschen Sprache und urkomische Situationen. Einfach mal nehmen, lesen und kaputt lachen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Weihnachten mit Katze - Neue Geschichten...

Weihnachten mit Katze. Neue Geschichten.
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In Weihnachten mit Katze - Neue Geschichten sind 27 schöne Geschichten von bekannten Autoren wie Kurt Tucholsky, Sarah Kirsch, Erich Kästner, Andrea Schacht, Heinrich Heine, Theodor Storm, Robert Walser, ...

In Weihnachten mit Katze - Neue Geschichten sind 27 schöne Geschichten von bekannten Autoren wie Kurt Tucholsky, Sarah Kirsch, Erich Kästner, Andrea Schacht, Heinrich Heine, Theodor Storm, Robert Walser, Rainer Maria Rilke, Ernst Jünger und anderen Autoren versammelt, einfach um den Leser die Weihnachtszeit zusammen mit ihren Katzen zu versüssen.
Im Gegensatz zu dem ersten Buch mit dem Titel "Weihnachten mit Katze" sind die Geschichten in diesem Band etwas besser gemischt, man findet also lange und kurze Geschichte / Gedichte oder Geschichte vor und das macht die Mischung besser.
Durch den verschiedenen Stil der Autoren ist es schwierig, eine durchgehende Bewertung in Stil und Dramatik schwierig, aber die Zusammenstellung an sich ist stimmig und auch der Wechsel zwischen kürzeren und längeren Passagen gelingt besser als in der ersten Zusammenstellung.
Wer ein nettes kleines Buch über Katzen zur Weihnachtszeit sucht, ist damit gut beraten.

Veröffentlicht am 20.12.2016

Ein etwas anderer Vampirroman

WG mit Biss
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Ich hatte die Möglichkeit, das Buch als Wanderbuch innerhalb einer Facebook-Gruppe lesen zu dürfen und konnte deswegen kam ich in den Genuss des Buches.
Das Cover zeigt die Katholische Hofkirche und im ...

Ich hatte die Möglichkeit, das Buch als Wanderbuch innerhalb einer Facebook-Gruppe lesen zu dürfen und konnte deswegen kam ich in den Genuss des Buches.
Das Cover zeigt die Katholische Hofkirche und im Hintergrund kann man den Hausmannturm des Dresdner Residenzschlosses erkennen, dahinter geht gerade ein runder Vollmond auf. Das Cover zeigt also schon mal einen Schauplatz des Romans rund um den Vampir Fabian. Das Cover ist wirklich spannend gemacht und gibt damit schon einen kleinen Ausblick auf den Roman.
Fabian ist an sich mit seinem Leben im Schatten recht zufrieden, aber sein Leben im Hausmannturm des Dresdner Residenzschlosses wird immer schwieriger und Fabian entscheidet sich, dass er sich mit Erika, einer Wervölfin, eine WG zu gründen und sich damit aus seinem gewohnten Leben zu reissen. Aber nicht nur die Veränderung des Lebens machen Fabian immer wieder zu schaffen, auch die Anziehung zu Erika und die gewisse erotische Spannung weiss Fabian nicht wirklich einzuordnen, weil es kann zwischen einem Werwolf und einem Vampir nicht gut gehen, oder?
Der Schreibstil von Vanessa Carduie ist flüssig und wirklich gut zu lesen. Das Buch kann man wirklich in einem Rutsch durchlesen. Der Anfang ist etwas langatmig, aber wenn der Roman dann mal in Fahrt ist, dann kommt er auch nicht mehr zu Stillstand.
Der Perspektivenwechsel zwischen den Protagonisten ist auch wirklich gut umgesetzt, dadurch bekommt man immer wieder einen neuen Blick auf die Ereignisse und lernt auch die gesamten Umstände genau kenne und kann auch beide Protagonisten intensiv erleben.
Auch die erotischen Szenen sind wohl dosiert und man fühlt sich dahin wirklich nicht als Spanner oder etwas in der Art, es ist wirklich eine gute Form der Erotik, die zum gesamten Buch passt.
Die Handlung unterscheidet sich auch von anderen Bücher des Genres und man bekommt wirklich, was man verspricht.
Mit Fabian und Erika schafft Vanessa Carduie zwei Protagonisten, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnte, zwar beides Wesen der Nacht, aber mit verschiedenen Hintergründen und gerade diese Unterschiede führen zwar immer wieder zu Spannungen, aber sind auch der Hintergrund für eine Roman, der einfach nur in einem Rutsch zu lesen ist.

Fazit:
WG mit Biss ist wie versprochen ein etwas anderer Vampirroman, er zeigt, dass Vampir auch mit anderen Wesen der Nacht durchaus klar kommen können, wenn sie das wollen, zeigt aber gleichzeitig auch, dass das Leben in der Nacht nicht immer einfach ist, weil es auch da immer wieder Spannungen gibt. Trotzdem schliesst man Fabian und auch Erika ins Herz, weil beide einfach wirklich interessante Charaktere sind. Die Kulisse von Dresden spielt dabei immer wieder eine Rolle, es ist praktisch ein Stadtführer durch die Stadt.