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Veröffentlicht am 29.07.2020

Thriller mit starken Charakteren...

In Gestalt eines Anderen
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Das Cover ist schon recht spannend gemacht, man erkennt auf dem Cover nicht viel, aber das passt sehr gut zum Buch, so düster und dunkel. Vor allem nur die Hälftes des Mannes zu sehen ist wahnsinnig passend, ...

Das Cover ist schon recht spannend gemacht, man erkennt auf dem Cover nicht viel, aber das passt sehr gut zum Buch, so düster und dunkel. Vor allem nur die Hälftes des Mannes zu sehen ist wahnsinnig passend, da hat sich wirklich jemand etwas bei dem Cover gedacht. Der Titel passt auch super zu dem Thriller.
Alexander Rupert ist in seinem Leben gerade an einem Punkt, an dem er sich selber nicht mehr wirklich helfen kann, sein gesamtes Leben geht den Bach runter und da kommt ihm ein neuer Fall gerade recht, einfach um einen letzten Strohhalm zu ergreifen um sein Leben wieder in die gewohnte Waage zu bringen. Mehr sollte man selber entdecken, denn die Ermittlungen gegen Drago Basta sind wirklich gut als Charakter angelegt und eingebettet und schaffen einen sehr interessanten Gegenpol zu den beiden Brüdern Rupert.
Alexander Rupert ist als Charakter sehr komplex und vielschichtig angelegt, er überrascht den Leser immer wieder, was ihn auch sehr schwer einschätzbar macht, gleichzeitig erscheint sein Bruder Max sehr offen für den Leser, aber auch er überrascht immer wieder mit seinen Handlungen im Laufe des Buches. Mit Alexander und Max sind also zwei sehr spannende und tiefgründige Charaktere geschaffen, die das Buch wirklich zu einer Überraschung werden lassen.
Ein besonders spannender Killer und auch der Gegenpol ist Drago Basta, ein sehr interessanter Charakter, der über die Jahre zu einem kaltblütigen Mörder geworden ist. Die Rückschauen in seinen Lebensweg offenbaren viel über sein Wesen und sind teilweise sehr erbarmungslos und hart, so ist Drago Basta nun auch - hart, unnachgiebig und abgebrüht.
Das Buch zieht den Leser in die menschlichen Abgründe, Drogen, Sex, tiefe psychische Abgründe, die im Buch immer wieder zum Tragen kommen, mit dem Diebstahl der Identität kratzt man nur an der Oberfläche des Buches, der Abgrund geht noch viel, viel tiefer.
Der Schreibstil von Allen Eskens ist wirklich gut, teilweise kalt und emotionslos, aber an den richtigen Stellen wirklich fesselnd und tiefgehend. Er verwickelt viele Handelsstränge und das macht das Buch spannend, obwohl man keine wirkliche Sogwirkung hat. Gleichzeitig erinnert die Atmosphäre im Buch wirklich an einen guten Agentenfilm und damit den Leser wirklich in dieses Gefühl des Geheimnisvollen bringt. Eskens legt viel Wert auf Realität in seiner Geschichte und auf die Ermittlungen gegen Drago Basta, trotzdem lernt man alle drei Hauptcharaktere sehr gut kennen.

Fazit:
"Im Gestalt eines Anderen" ist wirklich ein solider Thriller mit guten Momenten, entfaltet aber nicht die volle Sogwirkung, die man vielleicht erwartet. Eskens legt viel Wert auf die Arbeit als Detektiv und durch die Wendungen, die vor allem von den Charakteren ausgehen, wird das Buch spannend, auch ist die Atmosphäre im Buch sehr agententauglich. Trotzdem ist es eher ein ruhiger Thriller, der tief geht und sehr realistisch ist, aber es fehlt etwas das Highlight in dem Buch, da wäre noch Luft nach oben gewesen.

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Veröffentlicht am 21.07.2020

Urlaub in Deutschland...

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
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Urlaub in Deutschland muss nicht immer langweilig sein und Deutschland hat durchaus mehr zu bieten als nur die Nord- und die Ostsee oder die Alpen. Besondere Anregungen finden man hier in diesem netten ...

Urlaub in Deutschland muss nicht immer langweilig sein und Deutschland hat durchaus mehr zu bieten als nur die Nord- und die Ostsee oder die Alpen. Besondere Anregungen finden man hier in diesem netten Buch über Reiseziel in Deutschland, teilweise hat man hier sehr bekannte Sachen dabei, aber auch der ein oder andere Geheimtipp verbirgt sich darunter.
Natürlich findet man durchaus die Städte Berlin, München und Hamburg, aber auch Ecken von Deutschland, die man sich durchaus einmal ansehen kann. Unterteilt wird das Buch dabei nur in Nord und Süd, dabei wird ein grader Schnitt durch Deutschland gezogen, den sicher nicht alle Regionen gut finden, aber darüber kann man hinweg sehen.
Das Buch wird mit hochwertigen Fotos wirklich gut unterlegt, auch die Hotelpreise bewegen sich im mittleren Hotelsegment, man findet sicher bei einer gezielten Suche auch noch anderes, wenn man sich etwas anderes vorstellt. Die Tipps bei den Restaurants dagegen sind durchaus recht hochpreisig, das fällt auch bei allen Orten auf und da kann man sich auch andere Möglichkeiten für ein nettes Essen finden.
Neben den Angaben zur Unterkunft und zur Verpflegung werden auch noch weitere Aktivitäten vorgestellt, die man in der Region machen kann und damit kann man einen Ort durchaus auch mal als Kurzurlaub oder sogar als Jahresurlaub ausbauen.
Urlaub in Deutschland muss also nicht langweilig sein und wer keine Ideen hat, dem kann dieses Buch eine ganze Fülle von Anregungen bieten, die man teilweise wirklich auch gut miteinander kombinieren kann.

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Veröffentlicht am 16.07.2020

Die Online-Omi ist wieder unterwegs...

Das bisschen Hüfte, meine Güte
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Das Cover passt einfach wahnsinnig gut in die Reihe rund um die Online-Oma, es ist immer witzig anzusehen und auch schön gezeichnet. Eben ein Cover, was gleich auffällt.
Renate Bergmann ist einfach unverwechselbar ...

Das Cover passt einfach wahnsinnig gut in die Reihe rund um die Online-Oma, es ist immer witzig anzusehen und auch schön gezeichnet. Eben ein Cover, was gleich auffällt.
Renate Bergmann ist einfach unverwechselbar mit ihrer Art und das zeigt sich auch in diesem Buch wieder perfekt. Einfach mal reinlesen und sich von den nicht ganz normalen Alltag der Online-Oma verführen lassen, man wird sie wahrscheinlich nicht wieder missen wollen.
Etwas schade ist, dass es mit der eigentlichen Kur im Buch erst etwas spät einsetzt, da ist die Hälfte des Buches schon gelesen, aber das gibt nur Abzüge in der B-Note, weil sonst ist das Buch einfach zum Abschalten und für Zwischendurch sehr zu empfehlen.
Renate Bergmann (alias Torsten Rohde) schafft es, Alltagsgeschichten mit einem Witz zu erzählen, dass man die Online-Oma einfach lieben muss, immer wieder fällt ihr etwas neues ein und immer wieder muss man lachen und auch, wenn man noch nie auf Kur war, finde man das Buch einfach wahnsinnig lustig und perfekt zum Abschalten.

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Veröffentlicht am 29.06.2020

Eine Deutschlandreise...

Heiter bis wolkig
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Das Cover ist jetzt keins, was einen gleich anspringt, es ist keins dieser gross gestalteten Cover sondern zeigt genau das, was man auch bekommt - einen Blick in deutsche Haushalte, wenn man das auch nicht ...

Das Cover ist jetzt keins, was einen gleich anspringt, es ist keins dieser gross gestalteten Cover sondern zeigt genau das, was man auch bekommt - einen Blick in deutsche Haushalte, wenn man das auch nicht so ganz ernst nehmen sollte.
Das Buch ist vor allem eine Bilderreise, das muss man so sagen und man erkennt viele Sachen wieder, die man so als typisch deutsch ansehen könnte. Dabei merkt man aber auch, wie klein manchmal die Vorstellung von unserem Leben in Deutschland ist.
Bei einigen Bilder muss man sich allerdings fragen, ob das noch die BRD ist oder ob wir uns schon im geeinten Deutschland befinden, weil es da ja einen Unterschied zwischen den beiden Staaten gab und der wird hier leider nicht so ganz klar.
Vor allem sollte man das Buch mit Humor nehmen, das sind eben die typischen Klischees, die man über Deutschland und das Leben in Deutschland hat und das merkt man auch schon bei der Einleitung von Frank Goosen, der hier mehr als humorvoller Erweiterung der Bilder gesehen werden kann.
Die Bilder werden völlig wertfrei vorgestellt, eher kann man sich als Betrachter (Leser wäre in dem Fall etwas übertrieben) seine eigenen Gedanken machen und man bekommt oft mal den Gedanken, dass das doch typisch deutsch ist, aber eben nicht nur die schöne Ecke gezeigt bekommt, sondern auch den Alltag und vielleicht auch viele Sachen, die man wiedererkennt aus seinem eigenen Leben.

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Veröffentlicht am 23.06.2020

Sehr tiefsinnige Fragen...

Eine fast perfekte Welt
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Das Cover spricht einen auf den ersten Moment an, es zeigt ein wunderschönes schwarz-weiss Bild mit einer sehr nachdenklich wirkenden Frau und der Titel sowie der Name der Autorin, des Verlags und die ...

Das Cover spricht einen auf den ersten Moment an, es zeigt ein wunderschönes schwarz-weiss Bild mit einer sehr nachdenklich wirkenden Frau und der Titel sowie der Name der Autorin, des Verlags und die Genrenbezeichnung sind wunderbar in das Cover eingefügt. Sehr ansprechend gemacht und ein Cover, was heraus sticht.
Ester ist eine Suchenden, sie sucht immer, sie treibt die Sehnsucht nach Perfektion, die sie aber irgendwie nie erreichen kann. Sie möchte immer das haben, was sie gerade nicht hat und das überschattet ihr Leben. Sie scheint nie zufrieden zu sein, auch schafft es ihr Verlobten Raffaele nicht, sie zu bestärken.
Ähnlich geht es auch Esters Tochter Felicita, sie hat diese Art der Sehnsucht ihrer Mutter übernommen, aber sie versucht immer das Positive in allem zu sehen, auch wenn das Leben noch so schwer ist. Die Art von Felicita macht das ganze Buch besser und man mag sie vom ersten Moment an.
Mit Ester, Raffaele und Felicita zeichnet Milena Agus drei Menschen, die es in ihrem Leben nicht einfach haben, aber mit denen man sich sehr gut identifizieren kann.
Im Grunde geht es in dem Buch um die Suche nach einem besseren Leben, das sich eben ausserhalb des kleinen Dorfes und ausserhalb des begrenzten Lebens abspielt und man kann sagen, dass es immer wieder neue Herausforderungen im Leben gibt.
Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und liest sich gut, Milena Agus schreibt sehr empathisch, was das Buch sehr nah an den Charakteren gestaltet. Milena Agus ist selber in Genua geboren und man merkt auch im Buch, dass sie sich mit ihrem Buch auf bekannten Gebiet bewegt, weil sie beschreibt alles sehr bildhaft und so kann man sich die Gegend, in der der Roman angelegt ist, sehr gut vorstellen.
Trotzdem sollte man in dem Buch keinen grosse Spannung erwarten, es plätschert eher so vor sich hin, manchmal hat man auch mit dem Lesen etwas Schwierigkeiten, weil manche Sätze etwas sehr abgehackt wirken, das kommt aber erst im Laufe der Buches, was auch ein Problem mit der Übersetzung sein könnte, aber trotzdem fühlt man sich in dem Buch sehr wohl und man erfährt viel über das Leben und was Glück bedeuten kann, es ist eben eher ein nachdenkliches Buch, was vor allem Sinnfragen stellt und daran sollte man sich einlassen können.

Fazit:
"Eine fast perfekte Welle" ist eher ein leises Buch mit sehr nachdenklichen Ansätzen, dass man liest und eher darüber nachsinnt und eben nicht die grosse Familiengeschichte, die man vielleicht vom Klappentext her erwartet. Man erwartet von dem Buch auch etwas anders, aber es ist ein sehr feinsinniges Buch mit vielen Sinnfragen, also etwas anderes, was man vom Klappentext her erwartet, aber trotzdem absolut lesenswert.

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