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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2019

Gegen das Vergessen...

Gestern war wieder der Herrgott bei mir
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Das Cover ist sehr schlicht gehalten, man sieht ein Bild von Leopold Bigl, im Hintergrund ist ein Brief angedeutet, das ist alles, aber das reicht auch, weil das beschreibt genau das, was man im Buch zu ...

Das Cover ist sehr schlicht gehalten, man sieht ein Bild von Leopold Bigl, im Hintergrund ist ein Brief angedeutet, das ist alles, aber das reicht auch, weil das beschreibt genau das, was man im Buch zu lesen bekommt.
In dem Buch handelt es sich um originale Briefe, die Stefan Heikens gesammelt hat und in diesem Buch zusammenträgt. Man merkt, wie es den Soldaten ging, es ist so wahnsinnig authentisch und man merkt, dass die Soldaten immer weiter abstumpfen, man ist auch manchmal verwundert, aber der Krieg wird noch schrecklicher, weil die Menschen auch durch die Umgebung verändert werden, sie werden gefühlskalt, es geht ums blanke Überleben und so ist auch erklärbar, warum dann Krieg die Menschen so verändert, das versteht man sich nur über authentische Zeitzeugnisse.
Das Buch ist nichts für schwache Nerven, man bekommt die Schrecken des Krieges sehr nah mit und trotzdem merkt man immer wieder, dass es auch den Menschen um die Lieben zu Hause geht, die Gedanken an sie sind wichtig und halten die Soldaten aufrecht.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Solides Hörspiel mit einer starken Katy Karrenbauer..

Die Blutlinie - Folge 01
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Das Cover des Hörspiels ist echt gut gemacht, man sieht Katy Karrenbauer mit einer langen Narbe im Gesicht (wie Smoky Barrett sie auch hat) und dem Dienstausweis von Smoky Barrett und im Hintergrund eine ...

Das Cover des Hörspiels ist echt gut gemacht, man sieht Katy Karrenbauer mit einer langen Narbe im Gesicht (wie Smoky Barrett sie auch hat) und dem Dienstausweis von Smoky Barrett und im Hintergrund eine blutvermierten Handabdruck. Das Cover weist schon auf einen spannenden Thriller hin.
"Die Blutlinie" von Cody Mcfadyen ist ein Bestsellerthiller und es gibt ihn nun als Hörspiel, im Teil 1 von 4 mit dem Titel "Ohne mein Team" beginnt das Hörspiel wirklich spannend, es wird die Geschichte um Smoky Barrett wirklich wunderbar authentisch von Katy Karrenbauer gesprochen. Man merkt, dass sie schon einige zwiespaltige Rollen gesprochen hat, ihre Stimme passt auch sehr gut zu Smoky Barrett. Schon in den ersten Momenten merkt man das und sie schafft es, die Wendungen sehr gut zu verpacken und auch die Gänsehautmomente fehlen nicht.
Neben einer wirklich sehr gut passende Katy Karrenbauer gehören unter der Regie von Douglas Welbat die Stimmen von Jennifer Böttcher, Oliver Reinhard, Kerstin Draeger, Daniel Welbat, Michael Bideller, Tim Kreuer und viele andere zum Sprechercast und irgendwie passen sie alle gut in ihre Rollen, man geniesst das Zuhören einfach sehr.
Natürlich merkt man, dass man das ganze Buch nicht in 4 Teile eines kurzweiligem Hörbuchs packen kann, aber die Umsetzung ist definitiv gelungen.

Fazit:
Vorweg sollte man sagen, dass die Blutlinie definitiv nichts für jedermann ist, es ist ein Thriller mit vielen Wendungen, aber für eingefleischte Thrillerfans auch als Hörspiel ein echter Tipp.
Mit dem Teil 1 von 4 der Blutlinie wird mit einem wirklich sehr gut passenden Sprechercast ein echtes Hörerlebnis geschaffen. Einziger Wermutstropfen ist die etwas seltsame Aufteilung des Buches, weil man hat 4 Teile, die man alle braucht, damit man das Buch wirklich komplett hören kann und das ist schon etwas hörerunfreundlich konzipiert.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Das Buch entfaltet sich erst nach und nach...

Nichts bleibt so, wie es wird
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Das Cover ist an sich sehr schlicht gehalten, man sieht nur eine Häuserfassade und auf die Fensterläden den Titel geschrieben, sehr spannend gemacht, aber auch sehr schlicht und das eigentlich für die ...

Das Cover ist an sich sehr schlicht gehalten, man sieht nur eine Häuserfassade und auf die Fensterläden den Titel geschrieben, sehr spannend gemacht, aber auch sehr schlicht und das eigentlich für die Geschichte rund um Herwig Burchard etwas zu wenig, auf der andere Seite passt es aber ganz gut. Es ist ein Cover, was man aus verschiedenen Blickwinkeln beurteilen kann, so wie die Geschichte es selber auch ist.
Die Geschichte von Herwig Burchard, einem alternden Theaterregisseur, ist eine Geschichte, wie man sie sonst nicht wirklich erleben kann, er ist in die Jahre gekommen, hat seine Eigenarten und das macht es ihm schwer, zu verstehen, dass sich sein Leben verändert hat, er ist ein echtes Unikat, eigensinnig und etwas schräg, aber er passt in die Welt des Theaters.
Der Roman nimmt das Alter etwas auf die Schippe, aber man merkt auch, wie schnell man sich in der Welt des Theaters verlieren kann, welche Intrigen es gibt und das viel Missgunst herrscht, trotzdem erlebt man viel Witz und Freunde, aber auch Leid, es spiegelt das Leben wider, gepaart wird das ganze Buch mit Ironie und Sarkasmus und das macht das Buch auch wirklich rund.
Schauspieler, Theater- und Opernregisseur Sven-Eric Bechtolf schreibt mit seinem ganz eigenen Blick auf die Theaterwelt einen Roman, der zeigt, wie vielschichtig die Theaterwelt sein kann und das es eben nicht nur Welt aus Glamour und roten Teppichen ist, die man immer in der Medienwelt sieht. Das ganze Buch ist sehr komplex geworden, da Sven-Eric Bechtolf immer wieder auch kleine Nebenhandlungen in die Geschichte packt, die das Buch auf etwas viele Handlungsebenen legt, dadurch wird es manchmal etwas zu komplex, wenn man mit der Theaterwelt an sich noch nie etwas zu tun hatte.
Das Buch beginnt sehr flott, zum Glück wird es nach dem sehr schnellen Einstieg besser und auch der Schreibstil wird besser. Zu Beginn überrennt einen das Buch etwas, da muss man sich dann etwas durchbeissen, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, weil das Buch steigert sich und wird dann eine sehr vielseitige Geschichte. Man muss allerdings etwas durch die Handlung durchsteigen, das dauert dann noch einen Moment, man braucht also etwas Anlaufzeit mit dem Buch.

Fazit:
Die Geschichte rund um Herwig Burchard ist man etwas anderes, sie beginnt zwar sehr flott mit vielen Handlungsebenen, aber das ändert sich zum Glück recht schnell und es entwickelt sich eine sehr vielschichtige und authentisches Geschichte, die eine mitnimmt in die Welt des Theaters und hinter die Kulissen der Glamourwelt. Trotzdem braucht man einiges an Anlaufzeit, bis man wirklich in der Geschichte drin ist, daher beginnt das Buch etwas schwach, steigert sich aber dann. Das Buch entfaltet sich erst nach und nach, dem muss man Zeit geben.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Nett, aber das war es dann auch...

Ohne meinen Mann wär ich glücklich verheiratet
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Das Cover ist sehr witzig gemacht, sehr knallige und auffallende Farben, es schaut so aus wie ein Pärchen, dass sich nach Jahren immer weniger zu sagen hat, er nimmt zu und sie will kommunikativ sein, ...

Das Cover ist sehr witzig gemacht, sehr knallige und auffallende Farben, es schaut so aus wie ein Pärchen, dass sich nach Jahren immer weniger zu sagen hat, er nimmt zu und sie will kommunikativ sein, aber das klappt nicht wirklich.
Das Buch teilt sich in viele verschiedene Geschichte, alle etwas anders und alle etwas schräg und witzig, aber manchmal hat man auch Längen in den Geschichten, die etwas schade sind. Man kann die Geschichten unabhängig voneinander lesen.
Der Schreibstil von Monika Bittl ist wirklich sehr locker zu lesen, sie schreibt mit viel Witz und schreibt einen kurzweiligen Roman, der viel über die Ehe erzählt. Monika Bittl wirft einen psychologischen Blick auf die Protagonisten, der echt weit in den normalen Ehealltag reicht.
Das Buch fängt sehr humorvoll an, aber leider ist es dann immer weniger, leider zieht es sich auch an einigen Stellen, daher kann man das leider nicht ganz passen.
An sich ein nettes Buch mit kleinen Geschichten, die teilweise sehr lustig sind, für einen entspannten Leseabend, wenn man mal abschalten möchte, ist das Buch gut geeignet.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Ab mit Goethe in die Wanne...

Goethe erotisch
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Baden gehen mit Goethe, geht nicht?
Geht doch und zwar mit dem kleinen netten Wannenbuch, in welchem es um Goethe und seine erotischen Anspielungen in seinen Texten.
Man merkt, dass sich Erwin Leibfried ...

Baden gehen mit Goethe, geht nicht?
Geht doch und zwar mit dem kleinen netten Wannenbuch, in welchem es um Goethe und seine erotischen Anspielungen in seinen Texten.
Man merkt, dass sich Erwin Leibfried sehr mit den Texten von Goethe befasst hat und dann natürlich auch die Anspielungen von Goethe sehr gut versteht.
Das Buch liest sich gut in der Badewanne, man schafft es gut in 15 Minuten, das Wasser ist dann noch warm und dann kann sich beim Lesen etwas entspannen. Ab und zu muss man auch mal grinsen und man merkt natürlich, dass man da etwas zwischen den Zeilen lesen muss, aber das ist ja normal, wenn man dann die Texte aus der Zeit von Goethe umsetzt.
Auf jeden Fall mal eine nette Idee, man kann sich in der Wanne entspannen, das Cover ist schön gemacht und das Wannenbuch ist wirklich robust und es fühlt sich auch gut an, wenn man es in der Hand hat. Die Spritzer und die Hitze machen dem Buch auch nichts aus.