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Veröffentlicht am 17.11.2025

enttäuschender Etikettenschwindel

Für euch würde ich kämpfen
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Auf S. 34 beschreibt Weigandt kurz und prägnant, was Pazifismus ist und hätte damit eine erstklassige Abgrenzung zu den Worthülsen und Phrasendrescher des nachgeplapperten Schlagwortpazifismus, der „akademischen ...

Auf S. 34 beschreibt Weigandt kurz und prägnant, was Pazifismus ist und hätte damit eine erstklassige Abgrenzung zu den Worthülsen und Phrasendrescher des nachgeplapperten Schlagwortpazifismus, der „akademischen Pseudo-Pazifismus-Bubble“, der er einst selbst angehörte. Aber in seiner 200 Seiten langen Schmähschrift bezieht er sich ausschließlich auf letzteres. Es ist Weigandt zugute zu halten, dass er diesen Pseudopazifismus aufgrund eigener Reisen, Erlebnisse und Recherchen durchschaut hat und seine Inhaltsleere seziert. Übernommen hat er aber dafür die Narrative der Bellizisten. Kritiklos, er stolpert über keine einzige ihrer inneren Widersprüche. Er redet subtil einer strikten Militarisierung das Wort, offenbart aber ein immenses Unwissen über Diplomatie, Sozialer Verteidigung, internationaler Beziehungsarbeit und viele andere Werkzeuge des Pazifismus. Was ihn in keinster Weise daran hindert, Pazifismus übel zu diffamieren. Sich als „früherer überzeugter Pazifist“ zu bezeichnen, grenzt an Meineid.

Das Buch ist leicht zu lesen, da es zu gut 2/3 den Schreibstil eines Groschenromans pflegt. Leider gehen damit die durchaus diskussionswürdigen Gedanken unter. Vielleicht fasst Weigandt dies mal auf 15 Seiten zusammen, dann würden wenigstens weniger Stunden und Euros für eine Sammlung gängiger Narrative der Freunde militärischer Scheinlösungen draufgehen.

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