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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2019

Was wäre wenn...

Zeitenwinter: Gefährliche Spiele
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Achtung der Auftakt einer Reihe!

Lisa ist Angestellte im Propagandaministerium und ist gemeinsam mit ihren Kollegen zuständig für das musikalische Rahmenprogramm der Olympischen Spiele. Als sie auf Alex ...

Achtung der Auftakt einer Reihe!

Lisa ist Angestellte im Propagandaministerium und ist gemeinsam mit ihren Kollegen zuständig für das musikalische Rahmenprogramm der Olympischen Spiele. Als sie auf Alex trifft, sieht sie sofort sein Potenzial, doch er ist kein typische Rassetyp, den ihre Eltern für sich wünschen. Weder Arier, noch mit einwandfreiem Stammbaum. Doch alles Widrigkeit zum Trotz nähern sich die beiden an.

Diese Dystopie mit der schaurigen Vorstellung, dass Hitler den Krieg gewonnen und Deutschland nur aus Ariern bestehen soll, hat mich sofort fasziniert. Die Idee ist gut gewählt und auch relativ gut umgesetzt. Ein paar Details mehr zum aktuellen Leben, der Entwicklung und der Schreckensherrschaft wären sinnvoll gewesen. So ist eher die Liebesgeschichte im Vordergrund, dabei bleiben die Charaktere teilweise farblos. Die Autorin wechselt zwischen den einzelnen, wichtigen Charakteren. Dabei wird es zeitweise unübersichtlich und ich hatte Schwierigkeiten der Geschichte zu folgen und zu verstehen, wer denn jetzt „spricht“. Die Pränataldiagnostik ist natürlich schon fortgeschritten und auch sonst gibt es einiges an Fortschritt, aber eben nicht so sehr wie man vermutet. Man merkt die Kontrolle, die die Großmacht über die Menschen haben will und manche Ansichten haben mich erschüttert und ich bin sehr froh, nicht diesen Krieg und die Folgezeit erlebt zu haben.

An sich eine wirklich interessante Thematik. Die Autorin hätte ich Welt nur weiter ausbauen können. Zudem war mir nicht bewusst, dass es der Auftakt einer Reihe ist.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Düster und grausam, wie der Film

Das Labyrinth des Fauns
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Spanien im Jahre 1944: Die junge Ofelia muss ihre Mutter in ein verlassenes Gebiet bei einer alten Mühle begleiten. Denn ihr grausamer Stiefvater will sein ungeborenes Kind in der Nähe haben. Ofelia liebt ...

Spanien im Jahre 1944: Die junge Ofelia muss ihre Mutter in ein verlassenes Gebiet bei einer alten Mühle begleiten. Denn ihr grausamer Stiefvater will sein ungeborenes Kind in der Nähe haben. Ofelia liebt fantastische Geschichten und lernt in ihrem neuen Zuhause eine zauberhafte Welt kennen.

Bei diesem Buch fällt mir eine Bewertung schwer. Vor Jahren habe ich den Film „Pans Labyrinth“ gesehen und der grobe Ablauf bzw. die wichtigsten Eckpunkte hatte ich noch im Kopf. Demnach konnte mich die Geschichte eher selten überraschen, da sich die Autorin wirklich genau an den Film gehalten hat. Das Buch, wie auch der Film, lassen genug Spielraum für Spekulationen und es wird verschiedenste „Ergebnisse“ zur Geschichte geben. Wahrheit, Fiktion, wer kann das schon genau sagen. Sehr gefallen haben mir die kurzen Geschichten mitten im Buch passend zur Geschichte. Die Geschichte ist durchweg düster, magisch und nicht typisch Cornelia Funke. Man merkt hier die Zusammenarbeit mit del Torro, da es eher wenig Abweichungen gibt. Bei mir lief der Film beim Lesen des Buches vor Augen ab und manche Szenen konnte mich mir genauestens vorstellen.

Gut umgesetzt, wobei ich das Alter je nach Kind höher ansetzen würde, da es doch sehr düster und grausam ist. Man sollte vorher unbedingt die Leseprobe lesen!

Veröffentlicht am 03.08.2019

Wunderschön, emotional, intensiv

Drei Schritte zu dir
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Stella hat ihr Leben durchgeplant, weil sie an Mukoviszidose leidet. Tablettenplan, Krankenhausaufenthalte, alles läuft nach ihrem Schema. Doch dann lernt sie Will kennen, doch die beiden dürfen sich nicht ...

Stella hat ihr Leben durchgeplant, weil sie an Mukoviszidose leidet. Tablettenplan, Krankenhausaufenthalte, alles läuft nach ihrem Schema. Doch dann lernt sie Will kennen, doch die beiden dürfen sich nicht zu nahekommen, da es sonst tödlich enden kann.


Auf diese Geschichte habe ich mich gefreut, denn eigentlich wollte ich ins Kino, das habe ich leider nicht geschafft. Dieses Hörbuch ist wirklich fantastisch. Durch den Wechsel der Sprecher lernt man Stella und Will so intensiv kennen und lieben. Stella ist mir ihrer doch ordentlichen Art sehr liebenswert und Will ist zauberhaft. Die Entwicklung der beiden ist spürbar und es gab so manchen Moment, an dem mir das Herz aufgegangen ist. Ich war ab Beginn gefesselt und habe alle Höhen und Tiefen durchlebt, hatte mehr als einmal Tränen in den Augen und richtig Herzschmerz. Das Hörbuch lief wie ein Film vor meinem Auge ab. Die Sprecher schaffen es gekonnt mit ihrer lebendigen Sprechweise, den Hörer in ihren Bann zu ziehen. Die Liebesgeschichte der beiden ist vordergründig, doch auch die Krankheit und die Familien der beiden kommen nicht zu kurz. Auch die anderen Nebencharaktere wie Barb und Julie haben mir sehr gefallen und runden die Geschichte perfekt ab.


Ein zauberhaftes, wunderschönes, ergreifendes Hörbuch, das ich vorbehaltlos empfehlen kann! Eines meiner Jahreshighlights! Man sollte es vielleicht nicht beim Autofahren hören :D

Veröffentlicht am 03.08.2019

Hat mir gefallen

Fünf Sterne für dich
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Konrad ist mit seiner Tochter Mathilda und seinen Eltern umgezogen und in der neuen Schule lernt er die Lehrerin kennen und bewertet sie, genau wie die Produkte und so gut wie jede Sache oder jeden Menschen ...

Konrad ist mit seiner Tochter Mathilda und seinen Eltern umgezogen und in der neuen Schule lernt er die Lehrerin kennen und bewertet sie, genau wie die Produkte und so gut wie jede Sache oder jeden Menschen im Privatleben. Der das ist sein Job. Doch Pia, die Lehrerin, will die Bewertung nicht auf sich sitzen lassen.

Wieder ein neues Buch der Autorin. Nach „Dein perfektes Jahr“ und „Wir sehen uns beim Happyend“ trifft man hier auch auf Charaktere aus diesen beiden Büchern. Daher finde ich man sollte sie in der richtigen Reihenfolge lesen, ein Muss ist es aber nicht. Man versteht auch so alles, nur mir haben ebendiese „Begegnungen“ sehr gefallen. Hier liegt der Fokus nicht sofort auf der Liebesgeschichte. Natürlich spielt Konrad eine große Rolle, wie auch Pia, aber im Mittelpunkt ist zuerst die Schule und vor allem Pia’s erste eigene Schulklasse, in der Mathilda ist. Die Konstellation hat mir gefallen und auch wie die Autorin viele aktuelle Themen, wie Mobbing in der Schule einbringt. Ich finde es erschreckend, wie viel schlimmer das von Jahr zu Jahr wird und dieses Buch zeigt einem ein wenig, wie man damit umgehen kann. Das Geheimnis um Mathilda’s Mutter war für mich schnell klar, hat mich jedoch nicht gestört. Nur das Ende war mir persönlich zu schnell abgewickelt. Man erfährt wenig über die Aussprache und der Epilog erzählt auch nichts Neues.

Ein gutes Buch mit aktuellem Thema. Mir hat es gefallen.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Ich liebe die Bücher der Autorin!

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Zitat Knut: „So’n Herz hält ganz schön viel aus. Das ist zäh.“

Nele ist zurück! Man kennt sie schon aus „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“, denn sie ist die Mitbewohnerin von Anni. So taucht man ...

Zitat Knut: „So’n Herz hält ganz schön viel aus. Das ist zäh.“

Nele ist zurück! Man kennt sie schon aus „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“, denn sie ist die Mitbewohnerin von Anni. So taucht man nicht in eine komplett unbekannte Welt ein, sondern hat direkt altbekannte Charaktere um sich herum. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Und natürlich ist auch wieder Knut am Start, wobei das wirklich erst spät soweit war. Meinetwegen hätte er auch eher mal auftauchen können. In diesem Buch geht es viel um Lenny, Nele’s kleinen Bruder, der das Down-Syndrom hat. Mir hat es gefallen, mehr über die Erkrankung zu erfahren, den Umgang der Menschen damit und was für ein Aufwand die Menschen im normalen Leben haben. Und auch die Liebesgeschichte kommt nicht zu kurz, wobei sie schon sehr vorhersehbar war. Aber das ist so und gerade die „anderen“ Themen, hier das Down-Syndrom, machen die Bücher so besonders. Nele selbst war doch sehr verunsichert in einigen Bereichen und mir hat ihre Entwicklung gut gefallen.
Da ich gelesen und gehört habe, kann ich nur sagen, dass Nana Spier ihren Job gewohnt gut macht und sie es schafft noch viel Witz und Leben in die Geschichte zu bringen.

Ich hoffe, dass es bald ein neues Buch gibt!