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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2025

Ein ungewöhnliches Prinzessinnenleben

Prinzessin Alice
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Prinzessin Alice ist ein Roman, der genau den Zeitgeist trifft. Er erzählt von einer historischen Figur, der Mutter Prinz Philipps. Ich weiß nicht, in wie weit die Fakten stimmen oder ob sich da auch ein ...

Prinzessin Alice ist ein Roman, der genau den Zeitgeist trifft. Er erzählt von einer historischen Figur, der Mutter Prinz Philipps. Ich weiß nicht, in wie weit die Fakten stimmen oder ob sich da auch ein guter Teil Fiktion mit hineingemischt hat, aber wie it Prinzessin Alice umgegangen wird erschüttert einen. Unkonventionell und unangenehm für die Familie, so kann man die Haltung ihrer Familie zu ihr zusammenfassen.
Mir hat der Roman gefallen. Alice ist ein überaus interessanter Charakter und ihr unkonventionelles Denken und überraschenden Ansichten haben mir gefallen. Auf der anderen Seite wird der Roman in der Ich-Form erzählt und das hat mich an manchen Stellen gestört, weil man natürlich nur eine sehr sehr eingeschränkte Sichtweise zu Alice bekommt. Auch hat mir die Ausdrucksweise stellenweise nicht gefallen, für mich waren das nicht immer die besten Optionen, die ausgewählt wurden. Aber das liegt wahrscheinlich eher an der Übersetzung, als am Roman selbst.
Es ist ein gut und schnell zu lesender Roman, mit definitivem Fokus auf dem Erzählen einer Frauengeschichte. Aber auch außerhalb des aktuellen Trends, alle möglichen Geschichten "aus Frauenperspektive" neu zu erzählen (ich denke da vor allem an die ganzen griechischen Sagen, die gerade neu erzählt werden), finde ich die Geschichte von Prinzessin Alice auch so absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Furchtbar zäh

Weißes Licht
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Wie schade, das Buch konnte mich nicht fesseln. Ich habe mir eine andere, flüssigere Geschichte vorgestellt, nicht diese Einzelszenen, die kaum zusammenhängen.
Was mich am Klappentext angesprochen hatte, ...

Wie schade, das Buch konnte mich nicht fesseln. Ich habe mir eine andere, flüssigere Geschichte vorgestellt, nicht diese Einzelszenen, die kaum zusammenhängen.
Was mich am Klappentext angesprochen hatte, war vor allem das Setting in Montana und das ist auch wirklich gut beschrieben. Ich mochte auch noch den Romananfang, aber irgendwie war spätestens ab der Hälfte die Luft raus. Ich verstehe nicht, wie man eine Geschichte über so viele Seiten hinweg plattwalzen kann, ohne stringente Handlung.
Es gab einige Szenen, die mir nicht gut gefallen haben, aber das wäre okay gewesen, wenn mich der Rest der Handlung gepackt hätte.
Sprachlich fand ich die Story gut, obwohl manche Formulierungen ein wenig ungeschickt aus dem Englischen übersetzt worden zu sein.
Alles in allem für mich leider enttäuschend. Ich war froh, als ich das Buch endlich fertig hatte.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Originelle und herausfordernde Lektüre

Monstergott
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Ist der Glaube an Gott noch vereinbar mit einem Leben in der heutigen Zeit?
Beim lesen von "Monstergott" kam ich mir vor wie in einer Parallelwelt. Da gibt es Gottesdienste, Hauskreise und Lobpreisproben, ...

Ist der Glaube an Gott noch vereinbar mit einem Leben in der heutigen Zeit?
Beim lesen von "Monstergott" kam ich mir vor wie in einer Parallelwelt. Da gibt es Gottesdienste, Hauskreise und Lobpreisproben, christliche Camps, Kurse und sogar Psychiater. Und natürlich merken Ben und Esther, die in dieser Gemeinschaft aufgewachsen sind, den Druck von außen, von der realen Welt. Wenn der Glaube nicht zum Job passt. Oder zum Partner. Oder zu sich selbst.
"Monstergott" hat mich wirklich in den Bann gezogen beim Lesen. Ich konnte kaum aufhören, weil ich wissen wollte, wir sich dieser Autounfall entwickelt. Danach hat es sich nämlich angefühlt: Autounfall. Die Gedankenwelt dieser christlichen Gemeinde liegt jenseits meines Alltags und ich hätte mir oft gern gegen den Kopf geschlagen, wenn wieder irgendwelche (für mich) völlig abstrusen Gedankenwelten aufgebaut wurden.
Irgendwie tut das Buch weh, es ist kein Feel-Good-Roman. Und manchmal geht es mir etwas zu weit, etwas zu viele Klischees, die mit verpackt wurden. Aber der Umgang mit Sprache, die Komposition des Ganzen hat mir sehr gut gefallen. Mutig, ein solches Thema auf diese Weise anzugehen. Bereichernd, wie ich finde. Der Roman hebt sich deutlich von der breiten Maße der aktuellen Literatur ab.
Wenn man offen ist und gerne Bücher liest, die einen gedanklich herausfordern, dann ist dieser Roman absolut zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Best of Jack London

Jack London, Gesammelte Werke
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Jack London hat mit seinen Abenteuergeschichten und -Romanen unzweifelhaft einen Platz in der Weltliteratur verdient. Inspiriert durch seine eigenen Erlebnisse auf seinen Reisen und mit einer Beherrschung ...

Jack London hat mit seinen Abenteuergeschichten und -Romanen unzweifelhaft einen Platz in der Weltliteratur verdient. Inspiriert durch seine eigenen Erlebnisse auf seinen Reisen und mit einer Beherrschung des Genres Kurzgeschichte, die genau immer zum richtigen Zeitpunkt endet, ohne vorher ermüdend geworden zu sein.
In diesem Buch sind seine "Nordland-Geschichten" zusammengestellt und die Romane "Wolfsblut", "Seewolf" und "Ruf der Wildnis", also mitunter das Beste, was er geschrieben hat. Die Übersetzung fängt sehr gut Londons Ton ein. Eine tolle Ausgabe zu einem unschlagbaren Preis.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Zeitloser Klassiker

König Ödipus
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Ödipus ist natürlich die klassische Tragödie; das Vorbild antiker Tragödien schlechthin. Aber davon einmal abgesehen ist die Wortgewalt Sophokles beeindruckend. Ich habe auch Senecas Bearbeitung gelesen, ...

Ödipus ist natürlich die klassische Tragödie; das Vorbild antiker Tragödien schlechthin. Aber davon einmal abgesehen ist die Wortgewalt Sophokles beeindruckend. Ich habe auch Senecas Bearbeitung gelesen, aber Sophokles' Ödipus ist wesentlich mitreißender, grafischer, und ja auch tragischer.
Obwohl mein Favorit von Ödipus immer noch Antigone ist, ist Ödipus doch ein ganz großes Theaterstück und lohnt sich auch nach all der Zeit immer noch, gelesen zu werden.

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