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Veröffentlicht am 01.02.2026

Konnte mich leider nicht überzeugen

Sophie L.
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Für mich war „Sophie L“ das erste Buch des Autors und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich richtig Lust auf einen spannenden und fesselnden Thriller.

Darum geht’s: Olivia Finn ist Gedächtnisexpertin ...

Für mich war „Sophie L“ das erste Buch des Autors und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich richtig Lust auf einen spannenden und fesselnden Thriller.

Darum geht’s: Olivia Finn ist Gedächtnisexpertin für das zurückgewinnen von traumatischen Erinnerungen. Sie lebt mit ihrem Sohn in London, hat ein Teil ihrer Jugend aber bei ihrer französischen Großmutter Josephine Benoit in Frankreich verbracht. Eines Tages geht Josephine in das Hotel Lutetia in Paris und gesteht nach einer wiedergewonnenen Erinnerung unter ihrem selbst gemalten Gemälde 1945 in Zimmer 11 einen Mord begangen zu haben und eigentlich Sophie zu heißen. Olivia reist daraufhin sofort nach Paris um die Wahrheit herauszufinden doch kurz danach wird ihre Großmutter ermordet.

Ich möchte direkt an meine Erwartung an das Buch anknüpfen, denn ich glaube darin liegt viel Erklärung, warum ich das Buch so schlecht bewertet habe und auch leider bei ¾ abgebrochen habe. Ich finde die Einordnung als Thriller ist nicht ganz richtig, vielleicht eher ein historischer Krimi. Für mich hat für einen Thriller definitiv die Spannung gefehlt.

Die ersten 100 Seiten des Buches konnten mich noch ziemlich fesseln. Der Autor arbeitet mit kurzen Kapiteln und es gibt viele offene Fragen, wodurch die Neugier geweckt wurde. Auch die Rückbelenden ins Jahr 1945 aus Sicht von Sophie L, von der man nicht weiß, ob sie in Wahrheit die ältere lebende Josephine ist, fand ich interessant. Über die Gedanken und das Leben in Paris direkt nach dem 2. Weltkrieg zu lesen und die Stationen, die KZ-Überlebende durchlaufen müssen. Auch die Thematik rund um Olivia als Gedächtnisexpertin und das Wiedererlangen von traumatischen Erinnerungen hat mich sehr interessiert. Letzteres wurde aber leider nicht so ausführlich behandelt, wie ich es mir gewünscht hatte vor allem da die Hauptprotagonistin eine Expertin in dem Gebiet ist.

Allgemein wurde ich besonders mit Olivia als Protagonistin nicht richtig warm. Ich konnte einige Entscheidungen von Olivia nicht so richtig nachvollziehen, teilweise leichtsinnig und unprofessionell. (Weiter kann ich auf den Punkt nicht richtig eingehen, ohne etwas zu verraten.) Mich haben auch irgendwann ihre Monologe mit den vielen Fragen die sie sich immer wieder wiederholend gestellt hat genervt, da es sich im Kreis gedreht hat und ich als Leser ja diese Fragen selbst kenne und sie dann nicht gefühlt noch 10x lesen muss. Auch die anderen Charaktere konnten mich emotional nicht erreichen, dazu waren sie mir zu oberflächlich und mir hat die Beschreibung von den Gefühlen gefehlt. Gerade weil das Buch einige sehr Schmerzhafte und traumatische Themen behandelt finde ich es schade das dies bei mir als Leser gar nicht angekommen sind.

Durch den Mittelteil des Buches habe ich mich noch etwas gezwungen, da ich das Buch auf Grund der Leserunde nicht abbrechen wollte und doch irgendwie wissen wollte, wer Josephine Benoit wirklich ist, ob der Mord stattgefunden hat. Da ich mich aber immer mehr motivieren musste das Buch in die Hand zu nehmen und das Interesse an der Geschichte immer mehr verflogen ist habe ich entschieden es abzubrechen. Zu diese Entscheidung hat die Kombination aus fehlender Spannung und wenig Zugang zu den einzelnen Charakteren aber besonders Olivia und Sophie (Rückblenden) aber auch die vielen wiederholenden Fragen geführt.

Als Fazit: Ich glaube, wenn man nicht die Erwartung an einen spannenden Thriller hat und sich für die Nachkriegszeit interessiert aber trotzdem ein Buch mit vielen offenen Fragen und der ein oder anderen spannenden Szene, dann kann dieses ganz gut sein. Ich bin mit den falschen Erwartungen rangegangen und das, was ich gelesen habe, hat mich nicht richtig erreicht weder emotional noch das ich auf die Auflösung hin gefiebert habe.

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde von Lovelybooks lesen.

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Veröffentlicht am 22.10.2023

Internat, Liebe, Freundschaft und Musik

Wie Melodien im Wind
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Ich durfte den zweiten Band von Alicia Zetts Jugendbuch-Reihe im Rahmen einer Leserunde von Lesejury als Rezensionsexemplar lesen. Dafür will ich mich ganz am Anfang nochmal bedanken.

Im zweiten Band ...

Ich durfte den zweiten Band von Alicia Zetts Jugendbuch-Reihe im Rahmen einer Leserunde von Lesejury als Rezensionsexemplar lesen. Dafür will ich mich ganz am Anfang nochmal bedanken.

Im zweiten Band geht es um Toni und Lukas. Von beiden hat man im ersten Band schon ein bisschen was erfahren und ich wurde sehr neugierig gemacht warum die beiden nicht zusammen sein können und wie sie es lösen. Zwar ist angegeben man kann alle Bände unabhängig voneinander lesen allerdings würde ich schon empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, weil die Bücher zeitlich aufeinander folgen.

Wie auch in jedem anderen Buch das ich von der Autorin bis jetzt gelesen habe, hat mir auch dieses Mal der Schreibstil sehr gefallen. Ich mag einfach die lockere und leichte und bildhafte Art der Autorin Szenen zu beschreiben.

Ich hatte zu beginn des Buches mit einem Jugendbuch-Roman gerechnet bei dem es sich primär um die Liebesgeschichte zwischen Toni und Lukas geht. Und natürlich spielt diese auch eine große Rolle aber ich fand noch mehr im Vordergrund stand Tonis Familiengeschichte und wie sie damit umgeht. Das hat mich positiv überrascht, weil es etwas anderes war. Auch das man zu beginn des Buches Toni erstmal zuhause erlebt und ein Einblick bekommt als Leser, dass ihre Familiensituation für den Leser von Anfang an bekannt war und das nicht das „große Geheimnis“ des Buches war, sondern eher die Verarbeitung und Tonis Entwicklung damit im Vordergrund stand hat mir sehr gut gefallen. Aber natürlich habe ich mich auch immer über Szenen zwischen Toni und Lukas gefreut und die Elemente der Liebesgeschichte. Das Buch hat mich auch an der ein oder anderen Stelle überrascht womit ich nicht gerechnet hätte.

Im generellen hat mir das Buch gut gefallen, es war eine schöne Geschichte um wieder in die Internatswelt einzutauchen und mehr über Toni und Lukas zu erfahren. Allerdings habe ich mir mit Toni manchmal auch etwas schwergetan. Ich mochte sie als Charakter, aber sie konnte mich nicht so ganz abholen und ich habe ein paar ihrer Handlungen nicht ganz verstanden (was auch nicht immer ein Muss ist und am Altersunterschied liegen könnte). Deswegen konnte mich der zweite Band vielleicht nicht ganz so sehr abholen wie Band 1 (ich hab ihn geliebt!).

Eine Empfehlung ist das Buch aber trotzdem und ich freu mich schon sehr auf den dritten Band. Wer eine abwechslungsreiche Geschichte mit Internatsalltag, Fußball, Musik, Freundschaften und Liebe haben möchte ist hier auf jeden Fall richtig. Oder auch wer nach Band 1 wieder zurück all den tollen Charakteren und dem Internat möchte. Allgemein kann ich Bücher der Autorin empfehlen gerade wenn man an queeren Jugendbüchern interessiert ist.

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Beziehung, Liebe, Queer

Theoretisch perfekt
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Perfect on Paper ist ein Jugendroman auf der einen Seite eine leichte Lektüre mit Jungendliebe ist aber auf der anderen Seite auch tiefer gehende Themen anspricht wie Beziehungsarten und was es heißt Queer.

In ...

Perfect on Paper ist ein Jugendroman auf der einen Seite eine leichte Lektüre mit Jungendliebe ist aber auf der anderen Seite auch tiefer gehende Themen anspricht wie Beziehungsarten und was es heißt Queer.

In dem Buch geht es um Darcy die im Geheimen ein Beziehungstipp Business an ihrer Schule führt. Sie steckt hinter dem Locker 89 und antwortet auf all die Fragen mit einer 95% Erfolgsrate. Bis Alexander Brougham sie eines Tages beim leeren des Schließfaches erwischt. Statt sie zu verraten machen sie einen Deal. Darcy fungiert von nun an als sein persönlicher Beziehungscoach um seine Ex-Freundin zurückzugewinnen.

Ich mochte Darcy als Charakter sehr gerne. Sie lebt bei ihrer Mutter zusammen mit ihrer Schwester dadurch wird nebenher noch die Situation als Scheidungskind angesprochen und ist unglücklich verliebt in ihre beste Freundin Brooke. Durch ihr Nebengeschäft kommt sie im Laufe des Buches auch selbst in Zwickmühlen und es ist macht Spaß sie durch ihre Probleme im Leben zu begleiten. Ich mochte die Szenen zwischen Brougham und ihr sehr und auch wie man ihn immer besser kennengelernt hat.

Aber am meisten hat mit die Queere Thematik in dem Buch gefallen. Ich mochte das das Thema im Vordergrund stand aber irgendwie auch nicht. Es gab so viele Queere Charaktere in dem Buch bei denen es nicht im Vordergrund stand, es erwähnt wurde, weil es eben zu ihrer Persönlichkeit gehört aber nicht darum ging. Bei Darcy definiert sich als bisexuell und im Besonderen wurde in dem Buch dadurch der Zwiespalt zwischen ich bin nicht queer genug für die LGBTQ+ Community wenn ich ein männlichen Partner habe aber auch nicht hetero genug. Eben bi. Aber auch was das für eine Diskussion in einem selbst auslösen kann.

Ich habe noch nicht viele Bücher mit dem Fokus darauf gelesen und dieses ist definitiv ein Gutes. Ich kenne diese Gedankengänge nur zu gut und hab mich sehr mit Darcy verbunden gefühlt. Ich mochte wie dieses Thema in die Geschichte eingearbeitet wurde, um präsent zu sein aber trotzdem hat sich nicht alles darum gedreht (hoffe man versteht was ich sagen will). Und ich finde es so wichtig auch dafür Repräsentation zu schaffen!

Ich kann das Jugendbuch definitiv empfehlen und auch als „leichte“ Sommerlektüre. Wer Queerness in einem Buch sucht, sich bi Repräsentation wünscht und einfach herausfinden will wie es mit Darcys Business um den Locker 89, Brougham und seine Ex-Freundin und Darcys unglückliche Liebe weitergeht der sollte sich das Buch schnappen und in die Geschichte eintauchen.
Viel Spaß beim Lesen 😊

PS.: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und kann es Empfehlen für Menschen die damit vielleicht Anfangen möchten.

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Veröffentlicht am 09.09.2022

Eine unfassbare Erzählung über den Fall Niels Högel

Der Todespfleger
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Das Buch "Der Todespfleger" erzählt die Begebenheiten um den Fall "Niels Högel".
Niels Högel war ein Krankenpfleger auf der Intensivstation der von 2000 bis 2005 den Tod von wahrscheinlich über 100 Patienten ...

Das Buch "Der Todespfleger" erzählt die Begebenheiten um den Fall "Niels Högel".
Niels Högel war ein Krankenpfleger auf der Intensivstation der von 2000 bis 2005 den Tod von wahrscheinlich über 100 Patienten in Kauf nahm um sie reanimieren zu können.
Das Buch schildert den Verlauf der Verbrechen Högels, die Ermittlungen und den Prozess.

Ich lese nicht sehr oft Sachbücher. Dieses hat mich aber gepackt. Die Autoren Karsten Krogmann und Marco Seng haben einen Schreibstil gewählt der nicht langweilig oder monoton ist. Es wird immer wieder nicht nur von Högel selbst erzählt sondern den Angehörigen eine Stimme gegeben.
Auch wird der Umgang mit den Ereignissen kritisch hinterfragt so z.B. die der Klinikleitungen, die Ermittlungen, die Staatsanwaltschaft.

Ich war beim Lesen dieser wahren Geschichte fassungslos... Wie kann so etwas passieren? Wie konnte Högel so viele Menschen ermorden und nicht gestoppt werden obwohl es so ausreichend Verdachtmomente gab von verschiedenen Personen? Wie kann einer Klinik der eigene Ruf wichtiger sein?
Ich habe vor dem Buch nicht viel über den Fall Niels Högel gewusst umso unfassbar war es jetzt für mich.

Ich kann das Buch weiterempfehlen wenn man sich für den Fall Niels Högel interessiert und mehr über den Verlauf der Ermittlungen und alles was sich in den letzten 20 Jahren abgespielt hat. Das Buch lässt sich auch für jemanden der sonst eher zu Romanen greift sehr gut und flüssig lesen.

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Veröffentlicht am 17.11.2020

Ein Wohlfühl-Buch über das Leben

All das Ungesagte zwischen uns
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Als erstes möchte ich mich bei Lovelybooks bedanken für das Leseexemplar, ich habe mich sehr darüber gefreut.

In „All das Ungesagte zwischen uns“ geht es um erste Lieben, zweite Chancen und die zerstörerische ...

Als erstes möchte ich mich bei Lovelybooks bedanken für das Leseexemplar, ich habe mich sehr darüber gefreut.

In „All das Ungesagte zwischen uns“ geht es um erste Lieben, zweite Chancen und die zerstörerische Kraft von Lügen Das Buch erzählt die Geschichte von Morgen und ihrer Tochter Clara. Nach einem tragischen Unfall verändert sich das Leben der beiden von einer Sekunde auf die andere und als könnte es nicht schlimmer sein, scheint es als wäre ihr bisheriges Leben nichts als eine Lüge. Es geht in dem Buch um die Bewältigung eines tragischen Unfalls, den Konflikten zwischen Mutter und Tochter, Trauer, um das erst Verliebtsein und eine neue Liebe.

Ich habe von Anfang an richtig gut in die Geschichte reingefunden. Ich liebe einfach den sanften, lockeren Schreibstil von Colleen Hoover, der für mich perfekt zum abschalten ist. Ich hab mich sofort mit der Geschichte und den Charakteren wohlgefühlt.

„All das ungesagte zwischen uns“ ist ein Buch mit einem traurigen Thema, das mir aber trotzdem kein erdrückendes Gefühl gegeben hat und trotzdem auf seine Art und Weise locker ist. Ich konnte auch an der ein oder anderen Stelle lachen, vor allem Clara und Miller (ein Junge, den sie kennenlernt) habe ich zusammen geliebt. Die beiden sind einfach toll.

Die Handlung der Geschichte an sich war für mich eigentlich schon früh vorhersehbar. Aber das war nicht schlimm, da ich lesen wollte, wie Colleen Hoover es umsetzt, dass ihre Charaktere an den Endpunkt gelangen und wie sie die Konflikte untereinander lösen. Für mich war das Buch sehr authentisch geschrieben und ich konnte eigentlich immer die Ansichten von beiden Hauptcharakteren (Morgan und Clara) verstehen, auch wenn ich sie manchmal am liebsten geschüttelt hätte (aber das ist eine andere Sache).

Auch den Buchtitel finde ich sehr passend für die Geschichte gewählt. Ich denke gerade wenn man das Buch selbst gelesen hat kann man es nachvollziehen.

Fazit: Für mich war es ein Buch, dass alles hatte was ich brauchte. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte fallen lassen und in ein anderes Leben entführen lassen. Ich hab die Charakter geliebt und mit ihnen mitgefühlt und gerade gegen Ende des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Die Bücher von Colleen Hoover sind für mich totale Wohlfühl-Bücher und wer so etwas zum lesen sucht ist hier definitiv richtig.

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