Vertrauen in sich selbst, andere und das Leben im Allgemeinen
Dust & DreamsHowdy! Dieses ereignis- und wendungsreiche Leseerlebnis hinterlässt einen bleibenden Eindruck, der noch lange in mir nachhallen wird.
Hazel und Wyatt lassen uns im kapitelweisen Wechsel aus ihrer jeweiligen ...
Howdy! Dieses ereignis- und wendungsreiche Leseerlebnis hinterlässt einen bleibenden Eindruck, der noch lange in mir nachhallen wird.
Hazel und Wyatt lassen uns im kapitelweisen Wechsel aus ihrer jeweiligen Sicht an ihren herausfordernden Leben in der Gegenwartsform teilhaben. Beide Charaktere sind außergewöhnlich – stechen aus der Menge hervor.
Sie zeigen uns auf, wie man auch unter noch so schwierigen Bedingungen, das Beste aus seinem Leben machen kann.
„Vor etwas davonzulaufen, das man nicht kontrollieren kann, ist das eine. Aber sein ganzes Leben von dieser Angst bestimmen zu lassen, etwas anderes.“
Melanie Thiele spielt sehr gekonnt mit Sprache und passt sie ihrer Buchwelt sowie den einzelnen Persönlichkeiten an. In dieser Geschichte ist die Ausdrucksweise ungeschliffen, offen und ehrlich – frei von der Leber weg.
Die körperliche Anziehungskraft zwischen Hazel und Wyatt führt sie uns deutlich vor Augen.
Es gibt kein Lesen zwischen den Zeilen, sondern alles wird direkt benannt und Wünsche jeglicher Art werden explizit geäußert.
Das passt perfekt zu dem unverwechselbaren, bodenständigen, rauen, gemütlichen Kleinstadt-Charme der Cowboy-Stadt.
Die schlagfertigen Dialoge habe ich genauso sehr genossen, wie die Lebensweisheiten, die auch die humorvollen, interessanten Nebencharaktere mit uns teilen:
„Ich schwöre, der hat zwei linke Hände und keine davon funktioniert richtig.“
„Wenn dir alles zu viel wird, musst du einfach nur auf dem einen richtigen Weg weitergehen und das fucking Chaos am Rand ignorieren.“
Die überwiegende zwischenmenschliche Gruppendynamik lädt zum Wohlfühlen und Ansiedeln ein. Es gibt allerdings auch Ausnahmeerscheinungen, die die Harmonie stören.
Im Groben und Ganzen sind mir die Einwohner von Copper Creek im Verlauf der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen und ich hoffe darauf, sie auf ihren weiteren Lebenswegen in zukünftigen Bänden begleiten zu können.
Der flüssige, leb- und bildhafte, liebevoll detaillierte, empathische Schreibstil zog mich unmittelbar in den Bann und mitten in die eindrucksvolle Szenerie.
Es fiel mir sehr schwer, das Buch aus den Händen zu legen, so mitreißend wird das berührende, gefühls- und lebensechte Geschehen geschildert.
Sattelt die Hühner, wir reiten nach Texas!