Missing Pa(i)ge - Spannung von der ersten bis zur letzten Seite
Missing Page - Tödliche WorteMit Missing Page habe ich mein erstes Buch von Katie Kento gelesen und ich kann eindeutig sagen, es war nicht mein letztes. Man wird förmlich in die Geschichte gesogen und kann nicht mehr aufhören zu lesen. ...
Mit Missing Page habe ich mein erstes Buch von Katie Kento gelesen und ich kann eindeutig sagen, es war nicht mein letztes. Man wird förmlich in die Geschichte gesogen und kann nicht mehr aufhören zu lesen.
Was erwartet den Leser bei Missing Page
Unsere Protagonistin Antonia Agatha Roth wird als eine von sechs Teilnehmern zum Schreibworkshop des renommierten Schriftstellers Richard Giffard eingeladen. Auf seinem schottischen Landsitz möchte er die jungen Nachwuchstalente auf ihrem Weg zum Bestseller Autor unterstützen und ihnen wertvolle Tipps vermitteln.
Denn alle scheinen mit ihrer Romanidee in einer Sackgasse zu stecken. Als R. Giffard ihnen dann auch noch eröffnet dem größten Nachwuchstalent sein Vermögen zu vermachen stürzen sich alle mit vollem Eifer auf die ihnen gestellte Aufgabe.
Als Richard jedoch am zweiten Abend nicht zum vereinbarten Zeitpunkt erscheint und das Anwesen dank eines Sturms auch noch von der Außenwelt abgeschnitten ist, häufen sich die merkwürdige Ereignisse. Das bisher so freundliche Personal verhält sich seltsam, jemand geistert durch die Gänge, es wird unerwarteterweise eingebrochen und unsere Protagonistin wird von Alpträumen heimgesucht.
Die Spannung steigt kontinuierlich und hält bis zum Ende an. Mit dem Auffinden von R. Giffards Leichnam übernimmt unsere Protagonistin Toni den Fall der Ermittlerin. Schließlich tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter, die als Polizistin im Dienst ums Leben gekommen ist. Zwischenzeitlich weiß man nicht mehr, wem man überhaupt noch trauen kann. Insbesondere da sich alle verdächtig machen und auch Toni weiß aufgrund ihres Schlafwandelns zeitweise nicht zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.
Beim Lesen ist mir Toni schwer ans Herz gewachsen und durch die eingestreuten Rückblicke bekommt man einen tieferen Einblick in ihr Handeln bzw. ihre Denkweise. Sie hat sich schließlich nicht ohne Grund zur Teilnahme am Workshop beworben. Nur was hat sie für ein Geheimnis?
Grundrisszeichnungen des Hauses, Chatnachrichten im Rückblick, Einblicke in die Interviews mit dem Romancharackteren und Tonis Fallakte komplettieren die Erzählung und machen sie lebendig.
Besonders gelungen fand ich die Doppeldeutigkeit des Titels, aber ich möchte hier nicht zuviel vorwegnehmen. Hier merkt man, wie die Autorin mit sprachlicher Raffinesse die inhaltliche Tiefe der Geschichte verknüpft hat.
Der Schreibstil hat mir persönlich sehr gut gefallen und auch ich habe mich beim lesen dabei ertappt wie ich miträtsel was denn nun passiert sein könnte. Das atmosphärische Setting in den schottischen Highlands wurde hervorragend gewählt und hat zur düsteren Stimmung beigetragen. Alles in allem hat die Autorin ein unvergessliches Leseerlebnis geschaffen.