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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2024

Fantasy für Einsteiger

Burning Crown
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Yessa ist Drachenreiterin bei der Armee von Eldeya. Als ihr Cassim als neuer Drache zugewiesen wird, gestalten sich die Dinge schwierig. Denn Beziehungen zwischen Drachen und Reiter:innen sind strengstens ...

Yessa ist Drachenreiterin bei der Armee von Eldeya. Als ihr Cassim als neuer Drache zugewiesen wird, gestalten sich die Dinge schwierig. Denn Beziehungen zwischen Drachen und Reiter:innen sind strengstens verboten. Außerdem verfolgen beide ihre eigenen Ziele, die sie in große Gefahr bringen könnten.
Ich liebe den Schreibstil von Marie Niehoff sehr. Er ist unaufgeregt und nicht sonderlich kompliziert, aber genau wegen dieser Geradlinigkeit lese ich ihre Geschichten sehr gerne. Gerade als Hörbuch funktioniert ihr Stil für mich richtig gut.
Was mir bei dieser Geschichte leider wirklich gefehlt hat, war ein ordentliches Worldbuilding. Es gab nur wenig Information über die Welt, abgesehen von der Armee, wodurch ich lange nicht wusste, wie ich mir die Umgebung, die Politik, den Alltag der Bevölkerung, die Kleidung und andere Dinge vorstellen sollte. Es hat sich für mich nicht echt und etwas unausgereift angefühlt.
Die Charaktere waren einfach gehalten, aber hatten beide ihr eigenes Päckchen zu tragen. Die Emotionen der Protas und ihre moralischen Dilemmata waren sehr gut dargestellt und wirkten für mich glaubhaft. Leider war ein Großteil der Handlung zwischenmenschliches Drama, bei dem die negativen Emotionen im Vordergrund standen, die sich ständig im Kreis gedreht haben.
Einen großen Pluspunkt gibt es für eine gesunde Poly-Repräsentation, die mich sehr positiv überrascht hat.
Für mich war Burning Crown eher eine verlängerte Einleitung der Trilogie, die das Potential hat, zu einer guten Geschichte zu werden, wenn die Welt noch etwas greifbarer wird und die Stimmung nicht ganz so gedrückt bleibt.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Süße Geschichte

Die Duellantin. Kein Herz ist unbesiegbar
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Mailand im Jahr 1850. Während Elenas Familie versucht, sie gut zu verheiraten, ficht sie lieber mit ihrem besten Freund Matteo und träumt von einem selbstbestimmten Leben. Als sie bei einem Duell für Matteo ...

Mailand im Jahr 1850. Während Elenas Familie versucht, sie gut zu verheiraten, ficht sie lieber mit ihrem besten Freund Matteo und träumt von einem selbstbestimmten Leben. Als sie bei einem Duell für Matteo einspringt, kämpft sie gegen den berüchtigten und geheimnisvollen Valentino.
„Die Duellantin“ ist eine richtig süße Geschichte über Freiheit und Leidenschaft. Elena ist eine typische feministische Protagonistin, die in der damaligen Zeit wahrscheinlich als weltfremd gegolten hätte, aber aus heutiger Sicht durchaus sympathisch wirkt. Sie bewegt sich zwischen zwei Welten voller illegaler Duelle und eleganten Bällen und versucht währenddessen, sich selbst treu zu bleiben.
Am Anfang hat sich die Handlung etwas gezogen, aber dann wurde es richtig gut und ich habe extrem mitgefiebert. Es hat sich noch zu einer richtig spannenden Geschichte, mit unvorhersehbaren Wendungen und jeder Menge Emotionen entwickelt.
Ich war nicht mit jeder Entscheidung der Protagonistin einverstanden, aber ich hatte beim Hören richtig viel Spaß und wurde sehr gut unterhalten.
Wer Lust auf eine süße Liebesgeschichte mit einer sturen Kämpferin und einem Typen voller Geheimnisse hat und sich nicht vor ein paar Schock-Momenten fürchtet, ist hier auf jeden Fall richtig.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Kreativer Ansatz

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
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Juno ist Künstlerin, pflegt ihren erkrankten Mann und verbringt ihre schlaflosen Nächte damit, heimlich mit Love-Scammern zu chatten. Diese Männer lügen Frauen die große Liebe vor, um an ihr Geld zu kommen. ...

Juno ist Künstlerin, pflegt ihren erkrankten Mann und verbringt ihre schlaflosen Nächte damit, heimlich mit Love-Scammern zu chatten. Diese Männer lügen Frauen die große Liebe vor, um an ihr Geld zu kommen. Doch Juno lügt zurück. Sie belügt die Männer und sich selbst, bis sich immer wieder neue Wahrheiten hineinschleichen. Aber dann trifft sie online den Love-Scammer Benu, der sie durchschaut.
Die Idee der Geschichte fand ich sehr kreativ und auch der Erzählstil hat mir richtig gut gefallen. Juno wirkt auf mich ein bisschen suchend und orientierungslos. Sie war mir nicht wirklich sympathisch, hatte aber einen sehr eigenen Blick auf die Welt, den ich gerne verfolgt habe und der im Hörbuch auch sehr gut rübergekommen ist.
Als sie begonnen hat mit den Love-Scammern zu chatten, habe ich fast schon etwas Mitleid mit den Männern bekommen, weil sie so gnadenlos war. Diese Unterhaltungen haben mir richtig gut gefallen.
Es werden viele verschiedene Themen angesprochen. Juno ist ein Mensch mit verschiedenen Diversitätsmerkmalen und beginnt durch ihre Unterhaltungen mit Beno zu recherchieren, zu kontextualisieren und zu hinterfragen. Dadurch werden sehr viele Dinge, die angesprochen wurden, für meinen Geschmack nicht genug behandelt, sondern nur gestreift und einiges bleibt offen.
Die Geschichte ist sicher nicht Main-Stream, aber mir hat es ganz gut gefallen, auch wenn ich glaube, dass ich nicht alles verstanden habe.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Lesbar, aber nichts Besonderes

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Die Diebin Lyra wird von Hades, dem (heißen) Gott der Unterwelt auserwählt als seine Championesse bei den Crucible-Spielen anzutreten. Dort kämpfen die Gottheiten um die Vorherrschaft. Damit hat sie natürlich ...

Die Diebin Lyra wird von Hades, dem (heißen) Gott der Unterwelt auserwählt als seine Championesse bei den Crucible-Spielen anzutreten. Dort kämpfen die Gottheiten um die Vorherrschaft. Damit hat sie natürlich nicht gerechnet, aber sie hat eine eigene Motivation, um zu gewinnen. Und außerdem findet sie Hades heiß.
Bücher über tödliche Spiele, griechische Götter und vor allem Hades (der anscheinend sehr heiß ist) scheinen momentan beliebt zu sein. Die Götterthematik an sich hat mir ganz gut gefallen, aber das wurde in anderen Büchern schon viel besser umgesetzt. Es ist eine Neuerzählung von einer Geschichte, die so ähnlich schon sehr oft erzählt wurde.
Der Schreibstil war leicht lesbar, aber sehr simpel gehalten und hat mich mit den extrem kurzen Kapiteln eher an ein Jugendbuch erinnert.
Ich fand die Protagonistin leider sehr anstrengend. Sie hatte keinen Selbsterhaltungstrieb, war einfach nur nervig, musste immer das letzte Wort haben und war dabei nicht einmal schlagfertig. Ich hatte phasenweise wirklich Mitleid mit Hades (der übrigens sehr heiß sein soll).
Die Handlung mit den Spielen ist gut beschrieben worden (aber nicht so gut wie Hades, der wirklich heiß sein muss), jedoch gab es am Anfang zu viele Namen und später zu viele Wiederholungen. Es gab dann doch noch einen netten Plottwist, aber auch der konnte es für mich nicht herausreißen.
Den größten Teil der Story hat die Romanze eingenommen, die mit Romantik oder Gefühlen nicht wirklich was zu tun hatte. Sie findet Hades heiß und das wars dann eigentlich auch.
Das Buch ist lesbar und wird bestimmt seine Leser:innen finden, aber für mich hatte es leider keinen Mehrwert. Naja, jetzt weiß ich wenigstens, dass Hades heiß ist.
Einen Bonusstern gibt es, weil ein toller Hund vorkommt.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Ganz viel Nostalgie

Pokémon Handbuch: Pokémon: Timelines
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Pokémon waren ein bedeutender Teil von meiner Kindheit und auch jetzt bin ich noch immer ein großer Fan. Dieses Buch konnte ich mir also wirklich nicht entgehen lassen.
Das Buch bietet einen guten Überblick ...

Pokémon waren ein bedeutender Teil von meiner Kindheit und auch jetzt bin ich noch immer ein großer Fan. Dieses Buch konnte ich mir also wirklich nicht entgehen lassen.
Das Buch bietet einen guten Überblick über Ashs Reisen, die Pokémon, die er trifft, die Bekanntschaften, die er macht und die Abenteuer, die er erlebt.
Das Buch ist sehr schön bunt gestaltet und verbreitet gleich eine positive Stimmung. Die „Timelines“ sind visuell gut dargestellt und bilden die wichtigsten Punkte ab.
Zwischendurch gibt es auch immer wieder allgemeine Informationen über die Welt der Pokémon, wie zum Beispiel die verschiedenen Arten der Pokébälle.
Literarisch ist das Buch keine Meisterleistung und es wie ein normales Buch von vorne nach hinten durchzulesen, ist eher mühsam.
Aber als Nachschlagewerk, um in Erinnerungen zu schwelgen, sentimental zu werden und die Welt zu genießen, kann ich es den Pokémon-Fans sehr empfehlen.

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